Re: A1-Test --> Online Petition
franky_23" said:
Versichqrungen (ob privat oder staatlich) sind immer lukrative Geschäfte.
deshalb schießt der Staat ja auch soviel zu :-)
die Verwaltungskosten bei der staatl. Rente sind sehr gering im Vergleich zur Privaten.
Du begreifst es irgendwie nicht. Klar schießt der Staat viel zu. Aber wer ist denn der Staat? Das bist du! D.h. du zahlst nicht nur deine KV-Beträge, sondern auch noch die Steuern, die der Staat nutzt, um diese Beträge zu erhöhen.
Wenn KV-Versicherungen so unlukrativ wären, wie du behauptest - ja sogar Miese machen - dann wäre ja wohl keine Versicherung auf dem Markt. Also höchstens nioch eine staatliche. Aber warum gibt es wohl so viele Versicherungen?
Natürlich machen die keine Miese. Die jammern genauso wie die Bürger, aber beide jammern auf absolut hohem Niveau.
Jede Versicherung existiert nur, weil sie Gewinne machen will. Eine Versicherung ist ja auch ein Unternehmen. Aus reiner Menschenfreundlichkeit existiert vielleicht das deutsche rote Kreuz, aber ganz gewiss keine Versicherung. Das kannst du dem Weihnachtsmann erzählen. Ich weiß auch gar nicht, wie du auf diesen Unsinn kommst. Ist die Staatspropaganda wirklich schon so in die Köpfe der Bürger eingedrungen, dass man das simple 1x1 der Wirtschaft nicht mehr versteht?
Eine Versicherung im allgemeinen ist ein reine Wahrscheinlichkeitsrechnung zwischen erwarteten Ereignissen in Bezug auf seine Situation und Randbedingungen und seinem Verhältnis zu Risiko und Sicherheit.
Man kann anhand von Statistiken ziemlich genau ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass man teure Operationen haben wird oder über den Gesamtbetrag seiner Einzahlungen kommt. Die Wahscheinlichkeit dürfte beim Standardbürger bei unter 20% liegen. Dazu kommen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten, Kosten zu sparen (z.B. Selbstheilung, Ärzte in günstigen Ländern etc.). Dadurch verringert sich die Wahrscheinklichkeit weiter auf unter 10%. Ist man nun risikofreundlich, spart man sich eine Versicherung. Ist man ängstlich oder hat man zuviel, Verantwortung für seine Familie, dann leistet man sich eine Versicherung.
So einfach wäre es. So übernimmt aber Papa Staat die Entscheidung und jeder darf für die ganze Verwaltung und all den Mist im Schnitt mehr zahlen, als er müsste. Das sind nun leider die Fakten. Da kannst du gegen reden, wie du willst. Aber ich gebe zu: auf deutschen Schulen lernt man so etwas nicht. Die wären ja schön blöde, den Schülern die Wahrheit zu erzählen. Sie könnten ja sonst das Sozialsystem in Frage stellen. Das gäbe ja Bürgerkrieg.
franky_23" said:
Erstens gibt der Staat keine Provisionen die Kosten sind wesentlich geringer.
Nein, die Versicherungen geben Provisionen. Und wer bezahlt die Versicherungen? Die Bürger, also der Staat.
Indirekt zahlt also doch der Staat.
Und vor allem wie sinnlos.... Jetzt muss sich doch ohnehin jeder pflichtversichern. Und nach deiner Logik machen ja alle Miese. Also müssten die Versicherungen doch froh sein, Kunden zu verlieren. Warum werben sie dann noch?
franky_23" said:
Auch wenn du wiederholt nonsens erzählst, dann wird das auch nicht besser. Vielleicht kapierst du ja mal ein paar elementare Dinge. den Versuch ist es wert.
Leider ist es genau anders herum.
franky_23" said:
Einzahlen tut der Durchschnitt ja über x Jahre die Kosten fallen aber erst am Ende an, wenn ein Beitragszahler aufgrund der Einkommensentwicklung wesentlich mehr zahlt.
Zum einen ändert das am Prinzip nichts (ich nannte ja den Komplettbetrag über 60 Jahre) und zum anderen sind die Zeiten der Einkommenentwicklung doch eh vorbei.
Und außerdem wird ein junger Mann (wenn er weniger verdient) im Schnitt viel weniger krank als ein älterer.
franky_23" said:
Da das ganze ein Umlageverfahren ist, kann er jederzeit mehr entnehmen als einzahlen.
Genau das ist aber der springende Punkt, warum das System Mist ist.
Wenn ich nämlich meine Rechnung mit den 250.000 EUR mache und feststelle, dass ich davon vielleicht nur 50.000 EUR in Kauf nehme, dann würde ich doch denken: ich bin ja schön blöde. Also nutze ich doch aus und besuche den Arzt öfters als nötig. Da vielleicht nochmal eine Kur, weil ich ohnehin mal Urlaub machen wollte. Da noch eine Schönheitsoperation (mit passenden Begründungen zahlt die KV ja schön), montags mal schön blau machen und vom Arzt ein Attest holen usw.
Das sind doch gerade die Dinge, die die Kosten explodieren lassen. Und schon darf die Gemeinschaft wieder mehr bezahlen.
Ohne KV würde sich jeder aber zweimal überlegen, ob er den Arzt bezahlt wegen einer harmlosen Erkältung. Oder ob er nicht zum Apotheker geht und sich ein Heilmittel geben lässt.
Daher meine Minimalforderung: alle Arztbesuche, Medikamente bis 250 EUR sollen aus eigener Tasche gezahlt werden. Das würde die KV-Beträge drastisch senken. Die Praxisgebühr war ja schon ein erster Schritt. Aber 10 EUR im Quartal ist ja nur ein Witz. Es muss schon etwas schmerzen.
franky_23" said:
Wie schaut es mit Garantie aus?
Wenn ich das schon höre. Garantie ist etwas, was man in einem freien Markt dazu kaufen kann. Dann kannt du selbst entscheiden, wieviel Wert dir Garantie ist. Es gibt viele Online-Shops, die das machen. Willst du 2 Jahre Garantie, zahlst du halt 50 EUR dazu, bei 5 Jahren 150 EUR etc. Ist doch eine tolle individuelle Sache. Kein staatlicher Gesetzeszwang, keine Verpflichtung, sondern eine Verhandlung nach meinen eigenen Wünschen. So soll es sein!
franky_23" said:
Dir dürfte in den letzten Jahren nix anderes übrig geblieben sein, da du ja erst im nächsten Jahr wieder Geld hast um die Sprache zu lernen. Ich würde meiner Familie eine solche Unsicherheit nicht zumuten.
Falsch. Es geht um die fehlende Zeit, die ich hatte. Zum Sprachenlernen brauche ich kein Geld. Bildung ist umsonst. Man muss nur wissen, wo.
Und was heißt Unsicherheit? Dank des Sozialsystems kann ich ja jederzeit nach Deutschland zur OP fahren. Die sind ja so verrückt und bezahlen mir das. Findest du das gerecht oder sozial? Ich nicht. Aber ich würde das natürlich ausnutzen - meiner Familie zuliebe. Aber meinst du, ich fühle mich wohl dabei, dem deutschen Volk zu schaden? Andererseite zahle ich ja auch Steuern - ohne Gegenleistung. Fühlt sich das deutsche Volk schuldig mir gegenüber? Wohl nicht. Also passt es dann wieder.
Sollten sich aber meine Hoffnungen erfüllen (obwohl ich selber ja nur Nachteile hätte), dann würde ich mir natürlich zum Wohle meiner Familie Alternativsicherheiten suchen.
franky_23" said:
Vergleich mal die Kostenentwicklung in Thailand in den letzten 40 Jahren und rechne die nächsten 40 Jahre hoch.
Wer Milchmädchenrechnungen liebt, der kann so rechnen.
Thailand war nur ein Beispiel. Es ist ja klar, dass sich die Preise weltweit angleichen. Aber auch die Löhne und die KV-Beiträge. D.h. langfristig werden die Kv-Beiträge drastisch sinken, ebenso wie die Arztkosten in Deutschland. Aber bis dahin gibt es durchaus noch lukrative Behandlungsländer.
franky_23" said:
einen unverschuldeten Autounfall, einen Herzinfarkt mit Folgekosten, ... Zahnersatz, ... Mal eine Schwangerschaft, Altersschwäche,... Lohnfortzahlung, ...
Habe ich doch alles mit berechnet. Wie gesagt brauchst du schon 20 bis 100 solcher außergewöhnlichen Fälle, um darüber zu kommen. Einiges davon wie Schwangerschaft, Zahnersatz oder Sehschwäche, sowie Vorbeugung vor Lohnfortzahlung habe ich z.B. bereite aus eigener Tasche gezahlt, z.T. in Deutschland, z.T. in Thailand. Und alles ist bereits in den erwähnten 5000 EUR Krankheitskosten meines Lebens enthalten. Wenn man weiß, wie und wo es geht, dann sind diese Dinge ein Klacks. Ein neues Auto ist teurer. Und wer versichert sich schon, dass mal sein Auto aufgibt und man ein neues braucht?
Sicherlich gibt es extrem komplizierte Fälle, die dann wirklich mal richtig teuer werden und dauerhaft Millionen verschlingen. Die Wahrscheinlichkeit ist aber sehr gering. Und dann heißt es eben abwägen: hopps gehen oder sich lieber gegen Extremfälle versichern lassen?
franky_23" said:
bisher zahlte die RV bei Kriegsereignissen oder dergleichen
Also du als Steuerzahler.
Auch Steuern sind ja praktisch Versicherungen.
Allerdings bezahlst du mit deinen Steuern auch das Militär, das Kriege erst möglich macht.
Du bezahlst also den Brandstifter und den Feuerwehrmann gleichzeitig. Sehr effektiv.
franky_23" said:
Kaum eine priv. Schule kann billiger arbeiten als der Staat. Wenn dann höchstens mit Lohndumping, wie es viele Bildungsträger - auch gewerkschaftseigene - in den letzten 10 Jahren massiv taten.
Privatunternehmen arbeiten immer effektiver und günstiger, wie man ja an Post/Telefon/Bahn/Energie etc. sehen kann. Kaum wurden die Dinge privatisiert, wurde alles für den Verbraucher günstiger.
Ob die nun Lohndumping machen oder nicht, sollte jeder selber begrüssen oder ablehnen.
Wenn ich eine Putzfrau ins Haus hole, entscheide ich doch auch selber, ob ich lieber eine günstige oder eine teure haben möchte.
Wenn ich mir die hoch bezahlten Beamten in den Ratsstuben anschaue, dann halte ich die für völlig überbezahlt. Und Gewerkschaften sollten mal lieber die Welt verstehen. Ich war auch mal Gewerkschaftsmitglied. Die waren nur auf Krawall aus. Hauptsache dagegen. Völlig bescheuert, vor allem kontraproduktiv für die Angestellten. War dann nach wenigen Wochen wieder raus.