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100 Verletzte bei U-Bahn Unglueck in Bangkok

Diskutiere 100 Verletzte bei U-Bahn Unglueck in Bangkok im Thailand News Forum im Bereich Thailand Forum; Wo denn bitte :keineahnung: René
Loso

Loso

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ja, ja ...
wenn´s denn wichtig ist, in den dailynews.co.th steht nach wie vor eine Woche:
...สั่งปิดบริการรถไฟฟ้าใต้ดิน [highlight=yellow:ccf6c9f49d]1 สัปดาห์ [/highlight:ccf6c9f49d] เพื่อความปลอดภัย...
 
M

moselbert

Gast
Chak2" schrieb:
... Ich habe da was von eher zwei bis drei Wochen gelesen.
Die sollen die mal zügig wieder eröffnen. Ich will sie doch testen. Und mutig der Gefahr ins Auge schauen... :O
 
C

Chak2

Gast
René, Loso, die Nation hat das gestern behauptet. Vielleicht kann ja jemand, der des Thai mächtig ist, auf einer seriösen Quelle nachsehen?
 
S

Serge

Gast
Laut Taksin heisst es, die U-Bahn wird erst dann wieder geoeffnet, wenn der Betreiber sagt, er koenne fuer die Sicherheit garantieren. Was immer dass heisst. Aber bisher geht man immer noch von 7 Tagen aus. Channel 3, Thai Rat, Bkk Post.

Es heisst dort:
"Mr. Taksin denied the subway would be closed indefinetly, but said the system would not reopen, unless the operator could ensure safety. He declined to comment on reports that restoring confidence in the subway could take up to six months. The service has been suspended for seven days for safety inspections."

Weiterhin wird ein Team deutscher Spezialisten ein Sicherheitstraining fuer alle Beschaeftigten der U-Bahn durchfuehren welches auf mehr Disziplin und strikte Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften hinarbeiten soll. Ein psychologischer Check wird deutlich machen, ob die Mitarbeiter mental in der Lage sind, ihrer Arbeit nachzukommen oder nicht. Wer diesen Check negativ abschliesst, soll in andere Bereiche versetzt werden.

In seiner bekannt laessigen Art betonte Taksin, der Unfall sei auf menchliches Versagen zurueck zu fuehren, und nicht auf einen etwaigen Computerfehler. Er bot an, aus Gruenden der Ueberzeugung, selbst paar Mal mit der U-Bahn zu fahren, damit alle sehen wie sicher diese nun sei.

"I can make several subway trips to prove to people that it is safe!" sagte er.

Zum Thema Uebernahme nam er auch Stellung.
Die Sicherheitsvorschriften der MRTA waehrend des Ungluecks seien zu strikt gewesen. Man haette diese besser auslegen sollen, da das vorrangige Ziel der Schutz von Menschenleben gewesen sei. Aber jetzt sei es der falsche Zeitpunkt darueber zu spekulieren, ob die Konzession der MRTA entzogen werden wuerde und die Regierung diese uebernaehme oder nicht. Zur Zeit sollte einzig und allein die Sichherheit im Vordergrund stehen.

MRTA Gouverneur Prapat Chongsanguan sagte, er wuensche sich, die MRTA waere mehr in die U-Bahn Sicherheit involviert. Eine Quelle innerhalb der MRTA berichtete, das die Agency und der Sicherheitsprovider, zwei getrennte Unternehmen, Kommunikationsprobleme haetten, seit dem das Ministerium, welches die MRTA uberwacht, mit dem Gedanken spielt, die 25-Jahre laufende Konzession zurueck zu erwerben. Ausserdem meinte Khun Prapat, dass er zwar ein weitere Mitarbeitertraning befuerworten wuerde, er es allerdings nicht fuer noetig haelt, den gesamten Stab noch einmal ein Training durchlaufen zu lassen. Alle seien bereits gut ausgebildet, und der Unfall sei nur passiert, weil Vorschriften nicht ordnungsgemaess eingehalten wurden.

3 Leute sollten wegen Unachtsamkeit oder grober Fahrlaessigkeit mit Verletzungsfolge angeklagt werden. Darunter auch der Fahrer des leeren Zuges. Die anderen beiden sind Thawatchai Panya, der Fahrer des Abschleppzuges, und Rangsan Sawasdimongkol, ein Angestellter im Kontrollzentrum. Allen droht eine Geldstrafe von bis zu 60,000 Baht sowie bis zu drei Jahren Haft.

Allerdings, so Pol. Maj. Wongsakorn, werde die Polzei sich zuvor Tonbaender des Funkverkehrs zwischen Khun Thawatchai und Mr. Thanapol, dem Fahrer des leeren Zuges, anhoeren, um sicherzustellen, dass es Khun Rangsan war, der die Weisung zum Loesen der Bremse gab.
 
A

altf4

Gast
Jinjok" schrieb:
Auch wieso die Bahnsteigtüren eine perfekte Falle im Unglück darstellen und erst von Hand geöffnet werden müssen, was offenbar nicht jeder tun kann.
stimmt ... ein ernstzunehmendes problem ...

wennd innem schneeweissen zug stehst ..
und neben jeder tuer sich was "KNALLROTES" befinded ...

oder wennd auf dem gleis stehst und neben jeder glasstuer zur plattform
was orangenes einen anlaechelt ...
ist die warscheinlichkeit der selbstrettung eher gering ...

okay eins muss man sagen .. die mech. entriegelungen fuer die tueren gehn
SO SCHWER das sie mein 4 jaehriger sohn problemloss aufbekommt ..
(deswegen sind da auch aufkleber drueber)

naja okay .. das einzigste was ihn daran hindert das bei jeder fahrt zu machen ist das er nur 1meter20 gross ist und der nothebel so 1meter50 hoch ist ..

hehe ... hachja .. es lebe die presse ... hehe
 
S

Serge

Gast
Das ist nicht so ganz richtig - zumindest in diesem speziellen Fall. Denn es gab zwei Kategorien Tuer. Waggon und Station. Und die gingen beide nicht auf. Keine Presse, Ingenieuer. Die Fenster einzuschlagen macht innerhalb der Station wenig Sinn, da auf der einen Seite Wand, auf der anderen Plexiglas.

Wahrscheinlich haben alle mit Problemen auf offener Strecke gerechnet.

Aber jetzt geht es ja wieder.
 
S

Serge

Gast
Siemens ist unschuldig.
Zum gegenwaertigen Zeitpunkt schliesst man technisches kategorisch Versage aus. Es handele sich nur um einen Human Error - den Fehler eines Menschen. Der einfach seine Bremsen geloest hat. Siemens hat die gesamte Singal- und Betriebsanlagen geprueft und keine Fehler feststellen koennen.

"Die aufgezeichneten Daten wurde von unseren Spezialisten analysiert und zum gegenwaertigen Zeitpunkt konnte kein Fehler oder Versagen festgestellt werden."

Der Betreiber sagt, der Unfall geschah, weil der Fahrer eines leeren Zuges Informationen vom Kontrollzentrum falsch interpretierte und die Bremsen seines Zuges loeste.

Taksin sagt, die U-Bahn Technologie waere eine der modernsten und bestens entwickelten in der gesamten Welt. Die Sicherheit koenne garantiert werden, da das System bereits mehr als eine Million mal getest wurde. An der Technologie lag es nicht, vielmehr an dem schlampigen Verhalten einiger weniger.

Vier Haftbefehle wurden erlassen. Die neue, vierte Person, neben den beiden Zugfuehrern des Abschlepp- und des leeren Zuges sowie dem Angestellten des Kontrollzentrums, ist ein weiterer Angestellter des Kontrolzentrums - Kullachart Laoasoke.
 
Jinjok

Jinjok

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@ alt+F4
Es mag stimmen, daß theoretisch die Entriegelungen so einfach funktionieren wie Du es beschrieben hast. Jedoch ist inzwischen auch bekannt, daß der mit den Fahrgästen im Bahnhof wartende Zug durch die Wucht des Aufpralls verschoben wurde und die Türen des Zuges nicht mehr mit den Türen des Bahnsteiges überlappten. Daher konnten die Fahrgäste wohl vin innen nur die Wagnetüren aber nicht die Bahnsteigtüren öffnen. Erst als sich jemand von der UBahn auf dem Bahnsteig sehen ließ (nach 10 langen Minuten) entriegelte diese Person die Türen.

Nocheinmal eine Zusammenfassung des Unglücks nach heutigen Wissenstand der Öffentlichkeit:

Ein defekter U-Bahn-Zug befand sich auf dem Weg von der Strecke zum/r Depot/Werkstatt. Auf einem Streckenteil, der keine Stromversorgung hat, brach die Akkuladung der defekten Bahn zusammen und aus dem Depot wurde ein Zug zum Abschleppen geschickt. Der folgende Zug auf der Strecke mit Fahrgästen wurde solange im nächstegelegenen Bahnhof gestoppt. Alle Züge wurden über Funk aus der Zentrale mit Anweisungen geleitet.

Da der stromlose Streckenabschnitt in einer abschüssigen Kurve liegt, gelang es dem Fahrer des abschleppenden Zuges nicht, die Kupplungen der Triebwagen so gegenüber zu positionieren, daß die Kupplungen hätten verbunden werden können. Normalerweise kuppelt man auf gerader Strecke, da stehen sich die Teile genau gegenüber. In der abschüssigen Kurve lagen die Kupplungen nicht nur nebeneinander sondern wegen des Höhenunterschieds wohl auch geringfügig überneinander so daß sie beim Rückwärtsfahren der abschleppenden Bahn nicht ineinandergriffen und sich nicht verbanden.

Vermutlich hat daraufhin die Zentrale dem defekten Wagen den Befehl gegeben, die Bremsen zu lösen, damit der Wagen auf gerades Gleis zurückrollt und dort erneut ein Kupplungsversuch unternommen werden kann. Der Fahres des defekten Wagens erwartete aber den Befehl, sein pneumatisches Bremssystem zu deaktivieren (belüften), damit sein Wagen abgeschleppt werden kann. Offenbar wußte er nicht, daß sein Wagen noch nicht gekoppelt war. Offenbar läßt sich das pneumatische Bremssystem nicht innerhalb weniger Sekunden wieder in Funktion setzen bzw. geht das ohne Strom überhaupt nicht. Jedenfalls dauerte es dann noch 10 Sekunden, bis der außer Kontrolle geraten Zug in den Bahnhof und den dort wartenden Zug raste.

Zum Befehl des Bremselösens wurden über die Presse verschiedene Versionen verbreitet. Eine Version sprach davon, daß der fahren blindlinks den falschen Befehl nachgeplappert hätte (also demnach wissen mußte, daß er nicht angekuppelt war) und dennoch den verhängisvollen befehl ausführte. Die andere Version spricht davon, daß die Zentrale den richtigen Befehl gab, der fahrer aber in Erwartung den Falschen ausführte.

Das pneumatische Bremssystem hat 3 Schalter, die Bremsen zu lösen. Einer läßt die Luft ganz ab und zwei andere Schalter schalten nur die Bremsbacken frei (das Fußpedal und ein Handschalter zum Bremsen). Zum Abschleppen ist es international üblich, die Bremsanlage außer Betrieb zu setzen.
Jinjok
 
S

Serge

Gast
Am Dienstag oeffnen sich nun wieder alle Tueren und Tore. Und sowohl Suriya als auch Taksin werden sich unter den ersten Fahrgaesten befinden.

Also ab 1.2. geht's wieder los. Zum alten Discount Preis von 10-15 Baht und in der gewohnten 4 min. Frequenz ueber die gesamt 20 km Strecke von Hua Lamphong nach Bang Sue.

Einige Daten:
Die Regierung hat dem Betreiber einen Zuschuss von bis zu 80% angeboten, wenn BMCL weniger als 2.7 mio. Baht taeglich an Wochentagen und 2.1 mio. Baht taeglich an Wochenenden waehrend der Sonderangebotsphase einnehmen sollte.

Die Bangkoker U-Bahn befoerdert 180,000 Menschen pro Tag.

Sie verfuegt zur Zeit ueber 17 Zuege mit je drei Waggons. Zuzueglich den beiden in Reparatur befindlichen, hat die Bkk U-Bahn insgesamt 19 Zuege.
 
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