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100 Verletzte bei U-Bahn Unglueck in Bangkok

Diskutiere 100 Verletzte bei U-Bahn Unglueck in Bangkok im Thailand News Forum im Bereich Thailand Forum; Heute morgen um 9.00 Uhr kam es bei der erst vor fuenf Monaten eroeffneten Bangkoker U-Bahn zu einem ersten Zwischenfall. Waehrend der...
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Serge

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Heute morgen um 9.00 Uhr kam es bei der erst vor fuenf Monaten eroeffneten Bangkoker U-Bahn zu einem ersten Zwischenfall. Waehrend der morgendlichen Rush Hour stiessen zwei Zuege zusammen und verletzten mehr als 100 Personen. Der Service der U-Bahn ist bis auf weiteres eingestellt.

Der Unfall ereignete sich um 9.30h als der Zug in Richtung Hua Lam Pong die Station Thai Cultural Center verliess und von einem auffahrenden Zug getroffen wurde, der sich ohne Passagiere auf den Gleisen befand. Das sagt Gen Dusitsan Terapha, Deputy Metropolitan Commissioner, gerade im Fernsehen.

Erste Berichte gehen von ca. 100 verletzten aus. Die Polizei und Angestellte der U-Bahn konnten alle Passagiere des Zuges retten.

Prapt Chonsanguan, der CEO der Bangkoker U-Bahn, sagte im Fernsehen, das der leere Zug gerade eine Wartungsstation verlassen haben soll, in der dieser sich zu Reparaturarbeiten befand, als er den mit 700 Personen besetzten Zug rammte.

Zur Zeit laufen die Untersuchungen, um die genauen Ursachen feststellen zu koennen. Geruechte besagen, es handele sich um einen Computerfehler. Aber genaueres wird wohl in den naechsten Stunden zu hoeren sein.

Prapat sagte weiterhin, das der Fahrer des leeren Zuges mit schweren Verletzung ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Eine Passagier, Wasita Buranasing, sagte zum Fernsehen, sie hoerte ein lautes, kreischendes Geraeusch vor dem Aufpralll.

"Passagiere waren in dem Zug gefangen, fuer ungefaehr 10 bis 15 Mintuen, bevor die Tueren sich oeffnen liessen. Der Zug wurde schwer beschaedigt, und ueberall flogen Truemmerteile umher."

Der zweite grosse Schock fuer Thailand innerhalb nur zwei Wochen.
 
P

Pustebacke

Gast


Es ist am Thai Cultural Center passiert.

300 Passagiere, 100 leicht, und 10 Schwerverletzte.

Ursache noch Unbekannt
 
Jinjok

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Loso

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Und hier und hier gibt weitere Bilder vom Geschehen. Die dailynews sind für eure Frauen übrigens eine ganz übersichtliche Infoquelle, mit denen sie sich thailandmässig mit dem Wichtigsten auf dem laufenden halten können.
 
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moselbert

Gast
Mittlerer Stiefsohn von mir war auch im Zug, er ist aber unverletzt geblieben.
 
Jens

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Weiden/Ubon
ich wollte das verkehrsmittel, auf empfehlung meiner mia im februar mal testen. :super:
aber nun? :???: ....werd wohl das taxi nehmen. :P ....aber passieren, kann ueberall etwas. ;-)

:wink:
 
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Chak2

Gast
jens, ob das so eine kluge Entscheidung ist? Ich denke im Taxi ist die Gefahr einem Unfall zum Opfer zu fallen auch nicht gerade gering.
 
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moselbert

Gast
Chak2" schrieb:
[...]Ich denke im Taxi ist die Gefahr einem Unfall zum Opfer zu fallen auch nicht gerade gering.
Es sei denn das Taxi steht im Stau. ;-D

Ich werde im Februar die UBahn auch mal testen. Da lasse ich mich weder von Unfällen noch von ängstlichen Ehefrauen abhalten. ;-)
 
C

Chak2

Gast
Was hier noch keiner erwähnt hat, mittlerweile geht man von menschlichem Versagen aus. Ich gehe mal davon aus, dass man zukünftig Vorkehrungen treffen wird, dass da nicht irgendwelche leeren Wagen herumstehen.
 
S

Serge

Gast
Gemaess heutiger Medlung und der klasse Aussage unseres PM es sei ein "lousy Traindriver" gewesen, sieht es nach menschlichem Versagen aus. Es hies heute morgen, das mit dem Computersystem alles in Ordnung sei. Gemaess dem Transportminister, einer wahren Leuchte modernen Ingenieurswesens, Suriya Jungrungreangkit, fand der Unfall um 9.15 Uhr statt. Ursache war, das die Bremsen eines stehenden Zuges, geloest wurden. Der stehende Zug sollte in das Depot Rama IX geschleppt werden. Dies sollte geschehen, in dem ein weiterer Zug diesen in das Depot schleppt. Waehrend des ankoppelns wurden die Bremsen geloest. Der leere Zug rollte nun die Gleise entlang und krachte in die Spitze des vollbesetzten Zuges, waehrend dieser immer noch auf der Station wartete. Suriya sagte, dass die Sicherheitsregeln besagen, die Bremsen muessen waehrend des gesamten Ankoppelvorgangs angezogen sein, bis dar schleppende Zug fest verkoppelt ist.

Angeblich wurde der Zug in der Station gestoppt. Waere er in voller Fahrt auf den entgegenkommenden leeren Zug geprallt, waere dies wohl eine weitaus groessere Katastrophe gewesen.

Auf die Frage, warum die Passagiere nicht gewarnt wurden, dass ein leerer Zug sich naehert, sagte man, es gab nur 10 Sekunden bis zum Aufprall. Zur Zeit ist noch unklar, ob das Loesen der Bremsen von der Kontrollzentrale aus angewiesen wurde, oder ober der Fahrer des Zuges, Thanapol Nithichotiyanon, es eigenstaendig tat. Der arme Kerl wird wohl jetzt zum Bauernopfer des Wahlkampfs.

Man geht davon aus, dass das gesamt U-Bahn Netz fuer 7 Tage geschlossen bleibt. Der Gesamtschaden belaeuft sich auf ca. 100 Mio. Baht oder 2 Mio. Euro.
 
C

Chak2

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Serge, so wie ich das verstanden habe kommt der Unfall Thaksin nichtganz ungelegen, will er doch seit längerem die U-Bahn verstaatlichen (wie auch den Skytrain), wofür er ja jetzt erst recht ein Argument hat.
 
T

Thaiman

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Ich habe im Dezember selbst die U-Bahn getestet, einfach toll. :super:
Diese Art des Unfalls dürfte alleine auf Menschliches Versagen zurückzuführen sein, also nicht Bangemachen die U-Bahn sollte man schon erleben. :bravo:
 
Loso

Loso

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Beängstigend finde ich, dass lt. Zeugenaussagen in der Nation, die Notausstiege/Notöffnung der Türen erst mit Verzögerung funktionierten, sodass im Brandfall wertvolle Sekunden für eine Evakuierung des Zuges verloren gewesen wären.
 
S

Serge

Gast
Loso" schrieb:
sodass im Brandfall wertvolle Sekunden für eine Evakuierung des Zuges verloren gewesen wären.
Wenn ich das richtig verstanden hab, waren es wohl einige Minuten.

@Chak
Ja, das koennte gut sein. Wir werden sehen.
 
Jinjok

Jinjok

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Ein auf dem Bahnsteig wartender Fahrgast gab als Augenzeuge an, daß es mehr als 10 Minuten dauerte, bis ein U-Bahn-Angestellter kam und das Sicherheitssystem der Bahnsteig-Türen entriegelte. Bei einem Brand hätte sich dieser Angestellte wohl gar nicht erst zur Brandstelle begeben (können) und wie das ausgegangen wäre, mag man sich gar nicht vorstellen.

http://www.nationmultimedia.com/2005/01/18/national/index.php?news=national_16105274.html

Der Unfall wirft einige Sicherheitsfragen auf. Nicht nur warum der Lokführer die Bremsen nicht wieder anlegte bzw. eine Notbremsung auslöste. Auch wieso die Bahnsteigtüren eine perfekte Falle im Unglück darstellen und erst von Hand geöffnet werden müssen, was offenbar nicht jeder tun kann.

Wir haben im Dezember die Fahrt in den eisigen Zügen probiert und es ist in der Tat ein kunkurrenzloses Vergnügen aus der Chinatown (Hua Lampong) zum Central Plaza (Pahol Yothin) in 25 Minuten zu fahren.
Jinjok
 
Jinjok

Jinjok

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In der Nation von morgen, Mittwoch wird man lesen können:

Der Fehler lag vermutlich in der Kommunikation zwischen dem Kontrollzentrum und der Fahrer der Unglücksbahn. Die Stimmenaufzeichnung ergab jetzt, daß das Kontrollzentrum Anweisung gab, die Druckluftbremse zu deaktivieren, anstatt die normale Bremse B09 zu lösen. Der Fahrer echote den falschen Befehl auf Thaiart ohne darüber nachzudenken und belüftete sein Bremssystem. Hiernach waren freilich alle Bremsen ohne Wirkung.

Normalerweise wird die Entlüftung nur an durch Hemmschuhen gesicherten Fahrzeugen vorgenommen, wenn die Bremsen festsitzen um diese wieder zu lösen. Es ist fast überflüssig zu erwähnen, daß im Depot kein Hemmschuh vorrätig war und die Instruktionen von Siemens einen solchen Befehl über Funk an einen Fahrer auf Strecke ausdrücklich nicht empfehlen.

Die Computersteuerung des U-Bahnsystems ist somit aus dem Fokus der Ermittlungen und die Sichervorkehrungen (fehlende Hemmschuhe) und die Qualität der Ausbildung des Personals stehen nun in Frage.
Jinjok

http://www.nationmultimedia.com/2005/01/19/headlines/index.php?news=headlines_16117994.html
 
S

Serge

Gast
Die Regierung erwartet klare Worte und 100%ige Aufklaerung des Vorfalls. Die Oeffentlichkeit soll dem U-Bahn System wieder vertrauen koennen.

Ganz im Sinne von Jinjoks Posting richtet sich aber schon eine gewisse Kritik an den Betreiber der U-Bahn. Der haette sich naemlich das "falsche" Sicherheitssystem, dass der NFPA, der National Fire Protection Association USA, zu eigen gemacht. Da dieser Vorwurf auch an seinem Stuhl saegt, erwiderte Transportminister Suriya, dass die MRTA, Mass Rapid Transit Authority, keine Erfahrung im Umgang mit einer U-Bahn habe, und somit auf die Hilfe der NFPA angewiesen sei. Er forderte weiterhin die Regierung auf, eine Untersuchungskomission einzusetzen, die das gesamte System von hinten bis vorne durchleuchtet. Bis es klare Ergebnisse zur Ursache und Folgen gibt, wird der Betrieb ausgestzt. Man rechnet mit einer Woche.

In der Zwischenzeit hat der Fahrer, wie Jinjok sagte, zugegeben, er haette die Bremsen geloest, allerdings auf Weisung eines Beamten des Kontrollzentrums, einer Stimme die ihm bekannt vorkam, er wuesste aber nicht genau, wer dieser sei. Nachdem die Bremsen geloest waren, bewegte sich der Zug den Abhang hinunter, wieder zurueck in den Tunnel. Er hat zwar noch versucht, den Zug wieder zu stoppen, aber dieses kam zu spaet. Anstatt zu fliehen, hat er noch alles versucht, um den Schaden so gering wie moeglich zu halten.

Dem Fahrer, sowie anderen Mitarbeitern, welche verantworlich fuer den Unfall sind, wird ruecksichtsloses Verhalten vorgeworfen, welches zum Schaden vieler Passagiere fuehrte. Falls schuldig gesprochen, koennten die Beteilligten mit einer Geldstrafe in Hoehe von 60,000 Baht sowie einer Gefaengnisstrafe von bis zu 3 Jahren belegt werden.

Eine Kommission, die mit der Klaerung der Ursachen und derFindung der Verantwortlichen, die zu diesem Unfall fuerhten, beauftragt ist, wird heute vorraussichtlich ihre Ergebnisse der Oeffentlichkeit praesentieren.
 
M

moselbert

Gast
Jinjok" schrieb:
In der Nation wird inzwischen unter den 700 Fahrgästen von knapp 200 Verletzten ausgegangen, wovon 70 im Krankenhaus behandelt werden mußten.
Im Thai Fernsehen wurde (gestern glaube ich) gesagt, daß Verletzte eine Art Schmerzensgeld von 2000 Baht bekommen haben. Offenbar haben sich dann auch ein paar Menschen verletzt gemeldet die nichts hatten. Aber bei Aussicht auf 2000 Baht kann man ja auch mal eine leichte Verletzung vortäuschen. Bei Kopfschmerzen sieht man ja von außen nicht immer was.
 
C

Chak2

Gast
Serge" schrieb:
Man geht davon aus, dass das gesamt U-Bahn Netz fuer 7 Tage geschlossen bleibt. Der Gesamtschaden belaeuft sich auf ca. 100 Mio. Baht oder 2 Mio. Euro.
Ich habe da was von eher zwei bis drei Wochen gelesen.
 
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