Was habt Ihr denn heute für Musik gehört?

Mal etwas für die Freunde von altem Zeug, also @Micha L und @strike .
Alle Nase lang kommt mal eine Reminiszenz über mittlerweile alte Platten auf achgut.com rein.
Was haltet ihr davon?

Stattdessen begann ich (ähem) „Jazz“ zu hören (oder was ich dafür hielt): George Benson, Lee Ritenour, Spyro Gyra, Mezzoforte und diesen ganzen Rotz, den ich inzwischen überhaupt nicht mehr (oder nur noch in homöopathischen Dosen) ertragen kann. Das war auch die Zeit, wo in meinem Freundes- und Bekanntenkreis auf einmal viele damit anfingen, Bier zu verschmähen und sich stattdessen Weinkenner-Attitüden zuzulegen.

Dem Himmel sei Dank, dass ich über neue Leute zur Indie-Szene kam; was musikalisch auch so etwas wie ein back to the roots für mich war. Zurück zu den Anfängen meiner frühen Leidenschaft für den Beat der 60er, dem Glamrock der 70er und allem, was mit Songs, Stimmen und guten Melodien zu tun hat. Damit verband sich auch eine bestimmte Herangehensweise ans Musikmachen, bei der es wieder stärker um Intuition und Spontaneität ging, anstatt Verkopftheit und Virtuosität. Gitarre einstöpseln und los! Rock’n’Roll! Jazz ist für Angeber!
 
Rock’n’Roll! Jazz ist für Angeber!

Darf man so sehen. Ich sehe es nicht so.

Black Sabbath, Deep Purple, Led Zeppelin - alles toll.
Aber irgendwann war es dann Pink Floyd und Frank Zappa.
Vor allem Frank Zappa hat meine Neugier auf mehr Jazz geweckt.

Heute höre ich eher Jazz als Rock - hätte ich als 20-jähriger nicht für möglich gehalten.
Aber für die ganz harten Dinger habe ich nicht mehr die Nerven und sie ermüden schneller.

Das sind dann auch die wenigen Momente, wo ich den ÖRR ab und an höre: irgendwelche Jazztage oder via BR Klassik.

 
Ich hänge immer noch an Floyd, Zeppelin, .....
Passt doch.
Status Quo eher nicht.

😁

Nebenbei: ich hätte mir als junger Mann auch nicht träumen lassen, dass mich Klassik fesselt oder Gregorianik.

Jeder wie er mag. Einzig Techno, Operette und Volksmusik ist nicht so mein Ding.
 
Klassik bei mir geht auch, nicht viel, aber manchmal. Ravel, Smetana, Bach.
Quo ist einfach nur Party. Ist halt toll, wenn 3.000 Leute die Songs mitschmettern.
 
Oh Mann, das hatte ich ja schon fast verdrängt. Ich habe mal den Rudolf Schock in Essen in einer Aufführung von Madame Butterfly gesehen.
Ein altes aufgedunsenes Gesicht auf japanisch geschminkt.
Habe mich sofort wieder dem Zupfgeigenhansel näher gefühlt.
 
Passt doch.
Status Quo eher nicht.

😁

Nebenbei: ich hätte mir als junger Mann auch nicht träumen lassen, dass mich Klassik fesselt oder Gregorianik.

Jeder wie er mag. Einzig Techno, Operette und Volksmusik ist nicht so mein Ding.

Jede Musik ist doch Volksmusik !
Du meinst vermutlich deutsche vokstümliche Musik a la Musikantenstadl & Co
 
Man muß den Zeitraum berücksichtigen.
Um 1970 war Jazz revolutionär, in Fortsetzung von Spitzenrock ala Cream, Hendrix, usw.
Und "Rockbands wie Colosseum, Chicago, The Ides of March, Blood, Sweat & Tears, Chase, Santana, Soft Machine, Nucleus, Brand X, The Mothers of Invention und IF vermischten Jazz und Rock mit elektrischen Instrumenten". (Google).

Das war ein kreatives Gemenge hoher Emotionalität.

Wenn da heute die Luft raus ist, dann beim Pop um so mehr.

Die Rückbesinnung kann also genausogut auf den damaligen Jazz erfolgen.
Den "Rotz", wie er es nennt, mag ich ebenso nicht.
Genauso wenig Till Brönner heute.
Da gibt es Anderes.

Er hat sich einfach die Falschen rausgesucht.

Überhaupt die Methode zunächst bekannte Namen herauszusuchen.

Besser ist es doch. Gefallen an einer Musik zu finden und erst dann nach dem Namen zu schauen, um noch mehr dieser Musik zu finden.
......
Angeber, die meinen, sich in Jazzkonzerten zeigen zu müssen, um intellektuell zu erscheinen, sind ein anderes, gar nicht musikalisches Thema.
 

das Mädel sieht besser aus als sie singt - optisch wirklich klasse
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Als Zuschauer bin ich heutzutage ruhiger geworden. Aber nur weil ich es peinlich finde, jugendlich auszurasten.
Aber früher bebte bei den Leipziger Jazztagen der Saal auch ganz rockgemäß und es wurde Bier getrunken.
Selbstverständlich - weil dort viele bisherige Rock- und "Blueskunden" dabei waren.
(den Blues hat "er" gar nicht auf dem Schirm)
 
Musik höre ich queer Beet - Schwerpunkt 70er, 80er, 90er,
entgegen zu vielen anderen hörte ich die Beatles eigentlich gar nicht o. wenig, auch kein HeavyMetal, wenig Michael Jackson,

Elton John (hatte ich fast alle LPs), Dire Straits viele LPs, UB40 (auch gut 8 LPs), Cat Stevens, Simon+Garfunkel, R.E.M. , Pink Floyd, Coldplay, Lene Marlin, Maggie Reilley, Mike Oldfield, Simple Minds, Simply Red, Spandau Ballet, Madonna, Level 42, Pretenders, Alan Parsons Project,
mal auch Blues, Soul, wie Robert Cray, Katie Webster, Toni Braxton,
in letzter Zeit relativ häufig Tropical House, Deep House, Elektro Musik, wie Aurosonic, Nikko Culture Club, Max Oazo, Bobina Markus Dielen, Paul Lock, Kygo,
und relativ selten auch mal Klassik, Vivaldi vier JZ, J.S.Bach, usw.
 
Ab den 80ern habe ich den Popbereich nicht mehr verfolgt.
Das war wegen einer gewissen Vereinfachung: Wie früher kurze Stücke, nur paar Minuten lang, ohne Improvisationen.
Statt Cream bot Clapton "I shot the Sheriff".
Diese subjektive Eindruck hat mich davon angebracht.
Neue "Supergruppen" konnte ich nicht mehr ernst nehmen. Vor allem als außermusikalische Mätzchen auf der Bühne wie Pyrotechnik überhand nahmen.
 
Passt doch.
Status Quo eher nicht.

😁

Nebenbei: ich hätte mir als junger Mann auch nicht träumen lassen, dass mich Klassik fesselt oder Gregorianik.

Jeder wie er mag. Einzig Techno, Operette und Volksmusik ist nicht so mein Ding.
Alles ist gut, ausser Rap-Musik. Das ist furchtbar. Das ist keine richtige Musik.
Ich konnte jazz nie etwas abgewinnen. Aber ich mag die musik beim starbucks. und man wird ja auch ruhiger.
 
Ich finde die aktuelle und schon seit um 2000 Popmusik
auch uninteressant und öde.
Bin mir aber nicht so sicher ob das nicht an meinem Alter liegt.
Irgendwann scheint selbst jeder Musikliebhaber voll zu sein
und hat Alles was er braucht
 
Ich konnte jazz nie etwas abgewinnen.

Der ist sehr vielfältig und verarbeitet alle Musikgenres.
An den "Rändern" findet sich sicherlich etwas für Rock-, Artrock-Klassik- und Folklorefans.

Miles Davis hat Pop (von Cindy Lauper u. A.), einmal Heavy Metal verarbeitet, zuletzt sogar ein Album mit einem Rapper aufgenommen.
Seine "Sketches of Spain" haben etwas Klassisches.
Wer es spanisch mag, dem sei auch seine Filmmusik "Siesta" empfpholen.

In Richtung Folklore gibt es das großartige Album "Friday Night in San Francisco" dreier Gitarrengiganten (Paco de Lucia, John Mclaughlin, Al Di Meola - mit Akustikgitarren).

Dann der Funk-Jazz mit E-Baß-Gewittern von Stanley Clarke, Marcus Miller und Anderen.
 
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