Unterwegs im hohen Norden: Chiang Rai und Umgebung

Auf dem Weg zum Wat Klang Wiang dann vorbei am Old Chiang Rai Clock Tower.

Der eher schlicht, aus weißgrauem Beton und ohne Verzierungen erbaute Alte Uhrturm ist deutlich älter, als der etwa 350 Meter südlich gelegene und 2008 eingeweihte neue Golden Clock Tower (über den ich ja schon berichtet habe).

Er ist direkt neben dem Kad Luang Chiang Rai Market (auch bekannt als Municipal Market), einem großen Frischwarenmarkt, auf dem die Einheimischen aber auch Kleidung und Haushaltswaren kaufen.

Am Abend gibt es dort rund um Uhrturm außerdem auch viele Street-Food-Stände.



 
Der Wat Klang Wiang ("der im Stadtzentrum gegründete Tempel") wurde wohl schon im 15. Jahrhundert erbaut.

Wobei die meisten Gebäude erst im 20. Jahrhundert hinzu gekommen sind.

Grund war ein heftiger Sturm im Jahr 1903, der große Teile des Tempels stark beschädigt hatte.

Die wichtigsten Bauwerke sind dort ein alter weißer Chedi mit kleinen goldenen Buddha-Statuen in den Nischen der drei Ebenen und einer goldenen spiralförmigen Spitze, am quadratischen Sockel umgeben von weißen Elefanten.

Außerdem ein Viharn mit einem dreistufigen Dach, eine Ho Trai (Schriftenbibliothek) und ein Ubosot - alle im traditionellen Lanna-Stil.















 
Und gleich daneben eine weitere (no name) Tempelanlage, wobei sehenswert dort eigentlich nur der Viharn war...





Die Eingangstür...



Im Inneren, wo sich dann allerdings ein prächtiges und goldglänzendes Ensemble von Buddha-Figuren befand...













 
Round about 8,5 KM außerhalb der City ist der auf einer kleinen Anhöhe gelegene Wat Huay Pla Kang (Tempel der Barmherzigkeit).

Die Anlage wird insbesondere geprägt durch eine 79 Meter hohe und weithin sichtbare Guan Ying Statue (Göttin des Mitgefühls), zu der man auf einer langgezogenen Treppe gelangt (und die man z. B. auch vom Roof Top Pool unseres Hotels und von der Roof Top Bar des The Peak Wine & Grill sehen kann).

Der Legende nach war an diesem Ort einst schon ein kleiner uralter Tempel.

2001 wurde dort dann von dem Mönch und späteren Abt des Tempels, Phra Ajaan Phop Chok Tissuwaso, ein kleiner Kloster-Pavillion gegründet.

Und später kamen noch mehrere weitere Gebäude hinzu, bevor die Anlage im Jahr 2009 dann als Tempel anerkannt worden ist.
 
2007 wurde der 49 Meter hohe Phop Chok Dhamma Chedi erbaut.:

Eine 9-stöckige Pagode mit für Chiang Rai einzigartigen Einflüssen aus der alten Lanna-Zeit und vor allem aus China.

Der Zugang wird von zwei chinesischen Drachen bewacht. Und an der Spitze der Pagode ist ein kleiner Chedi-Aufsatz...





 
Daneben ein ganz in weiß (sowohl außen als auch im Inneren) gehaltener Viharn mit ebenfalls weißen Buddha-Statuen.

Wobei auch hier der Aufgang von Naga-Drachen bewacht wird...



Im Inneren...









 
Die Chedi-Pagode und der Viharn in der Gesamtsicht...



Und hier zusammen mit dem 2022 hinzu gekommenen Krankenhaus für Bedürftige...



Wegen des roten Daches des Viharn und der roten Außenfassade der Pagode wird die Tempel-Anlage von manchen "Neuzeitlern" (in Anlehnung an den Weißen, den Blauen und den Schwarzen Tempel in Chiang Rai) auch "Roter Tempel" genannt (wobei für mich das allerdings keinen "Eigennamen" wert ist).
 
Und hier das markanteste Bauwerk der Tempel-Anlage.

Auf einem kleinen Hügel:

Die 79 Meter hohe Guan Yin (Kuam Im) Statue, zu der man auf einer langgezogenen Treppe mit vielen Stufen gelangt (oder sich mit einem Songthaew fahren lassen kann).

Blick vom daneben liegenden Viharn...









 
Guan Yin (Kuan Im) ist der thai-chinesische Name für ein Badhisattva, ein "himmlisches" Wesen, das ins Nirvana hätte eingehen können, aber stattdessen zu den Sterblichen zurück kehrte.

Er/es ist ein mitfühlender Mensch, der/das sich darauf konzentriert, anderen zu helfen.

Guanyin stammt ursprünglich aus Indien, wurde angeblich im 5. Jahrhundert nach China "importiert". Und danach nach Thailand.

In China ist vor allem der Berg Putuo ein Zentrum der Guanyin-Verehrung.

Darstellungen von Guanyin findet man in praktisch allen ostasiatischen Ländern.

In Thailand ist die dortige Statue und der Wat Huay Plan Klang der größte Tempel, der dieser Göttin gewidmet ist...

Viele verehren sie als göttliche Frau oder Göttin, von der sie Rat, Hilfe, Schutz und auch Fruchtbarkeit erbitten.

Vor allem in Zeiten der Verzweiflung, Unsicherheit und Angst suchen Gläubige bei ihr Hilfe und Beistand.





 
Neben der großen und breiten Gala-Treppe gibt es übrigens auch noch einen schmalen und etwas versteckten Weg nach unten, der teilweise im Schatten ist...



Und an der anderen Seite eine etwas breitere Straße mit einem kostenlosen Songthaew-Shuttle-Bus-Service (wobei kleine Spenden dafür natürlich willkommen sind)...



 
Besonders erwähnenswert:

Der Tempel ist auch ein soziales Zentrum für Bedürftige, wie Waisen und alte Menschen.

So sollen hier über 500 Waisen-Kinder betreut werden, die vermutlich aus den umliegenden Bergdörfern kommen.

2022 wurde hier außerdem auch ein Krankenhaus fertiggestellt, das ausschließlich durch Spenden finanziert wurde und wird.

Es bietet kostenlose medizinische Versorgung für arme und benachteiligte Bevölkerungsgruppen.

Das dortige Krankenhaus...





Neben Geldspenden können sowohl in der Pagode als auch in den Räumlichkeiten unter der Kuan Im Statue Sachspenden, wie z. B. Säcke mit Reis oder Hemden für die Waisen-Kinder und dort betreute alte Menschen für 100 Baht gekauft und abgegeben werden.

 
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