Unterwegs im hohen Norden: Chiang Rai und Umgebung

Wir haben - als "Kontrast-Programm" zum "touristisch vereinnahmten" und überlaufenen Wat Rong Khun - auf der Weiterfahrt nach Chiang Rai City dann auch noch einen kurzen Abstecher beim Wat Tham Phra, dem Buddha Cave Temple, gemacht...



Der Höhlen-Wat liegt etwas versteckt fast direkt am Mae Kok River...







Und hier:

Eine menschenleere Oase der Ruhe!

Wobei die Buddha-Statue(n) in der Höhle über 2.500 Jahre alt sein sollen.

Ob der große Buddha oder einer der kleineren so alt sein soll(en)...keine Ahnung!





Die nächsten zwei sind es aber auf jeden Fall nicht...



 
In Chiang Rai waren wir im Selene Hotel, einem nur ein paar Jahre alten Hotel mit modern ausgestatteten Zimmer und einem Rooftop-Pool mit einer schönen Aussicht auf Chiang Rai und die dortige Umgebung.

Unser Zimmer...









Und man beachte:

Mit einer hochmodernen Toilette, für die man fast schon eine Gebrauchsanleitung benötigte...

 
Round about 350 Meter westlich von unserem Hotel an der Pho-Khun-Kreuzung:

Das King Mengrai Monument.

Der Monarch lebte von 1238 bis 1311 und war der 25. König der Lua Changkharat Dynastie.

King Mengrai war einer der herausragenden und prägenden Herrscher des frühen Thailand.

Er war nicht nur ein bedeutender Monarch, sondern auch der visionäre Gründer des damaligen Lanna-Königreichs, das von 1296 bis 1598 den Norden Thailands prägte.

Seine Herrschaft leitete mit der Etablierung des Lanna-Königreichs eine Ära des Wandels in Nordthailand ein.

1296 wurde von ihm als neue Hauptstadt seines Reiches Chiang Mai gegründet.

Und auch schon vorher gründete er 1262 (als Vorgänger-Hauptstadt) Chiang Rai...























Opfergaben zu Ehren von King Mengrai...

 
Mitten im Zentrum von Chiang Rai an der Tha Luang Road im Tambon Wiang:

Der Wat Phra Singh.

Er ist das (schlichtere) Gegenstück zum Wat Phra Singh in Chiang Mai und geht auf das Jahr 1358.

Und hier geht es rein zum Tempelbereich...







Die zwei wichtigsten Gebäude direkt nebeneinander:

Der Ubosot und der Wihan Kaew...





 
Der Ubosot wurde erst 1890 erbaut.

Wobei vermutet wird, dass er auf dem Fundament eines ehemaligen Viharn aus der Lanna-Zeit errichtet worden ist.

Er ähnelt dem Ubosot im Wat Phra Kaew und ist wohl von dem gleichen Architekten-Team entworfen worden...



Die dortige Haupt-Buddha-Statue ist der 2 Meter breite und 2,80 Meter hohe Phra Singh Luang.

Und zwar in der Maravijaya-Haltung (sitzender Buddha im Augenblick der Erleuchtung, als er die Erdgottheit als Zeugin anruft, um den Sieg über den Dämon Mara zu besiegeln)...



 
Round about 300 Meter westlich vom Wat Phra Singh:

Der Wat Phra Kaew!

Er ist einer der ältesten und am meisten verehrten Tempel von Chiang Rai. Wobei das Gründungsdatum allerdings unklar ist.

Historisch ist der Wat Phra Kaew insbesondere deshalb besonders bedeutsam, da hier 1434 der Smaragd-Buddha (Phra Kaew Morakot) gefunden worden ist. Und zwar nachdem ein Blitz in einen alten Chedi einschlagen hatte.

Hier ist auch eines der wichtigsten Zentren buddhistischer Bildung und der Sangha-Verwaltung von Nord-Thailand. Der dortige Abt ist außerdem das religiöse Oberhaupt von Nord-Thailand.

Der Legende nach wurde der Smaragd-Buddha von Göttern für Nagasena, einem sarvastivadan-buddhistischen Weisen, der um 150 vor Christus in Indien lebte, geschaffen.

Danach soll sich der Smaragd-Buddha an den verschiedensten Orten und Ländern in Südostasien befunden haben:

Über Sri Lanka in Kambodscha in Angkor.

Danach in Sri Ayudhaya oder in Lawo, der heutigen Provinz Lopburi.

Anschließend dann in Vajiraprakarn, dem heutigen Kamphaeng Phet.

Von 1391 bis 1436 dann in Chiang Rai.

Danach bis 1468 in Lampang und bis 1553 in Chiang Mai.

Anschließend von 1553 bis 1778 (225 Jahre) in Luang Prabang und Viantiane in Laos.

Und ab 1778 dann wieder in Thailand.

Zuerst bis 1784 in Thonburi und schließlich dann bis heute im neu gegründeten Bangkok im Wat Phra Kaeo im dortigen Königs Palast.

Von Laos kam er übrigens deshalb wieder nach Thailand, da der damalige General und spätere König Rama I (während der Herrschaft von König Taksin aus der Thonburi-Periode) damals Vientiane erobert hatte.
 
Eine Nachbildung des Smaragd Buddha, der im Original ja aus grünem Jade ist, befindet sich seit 1991 im Haw Phra Yok.

Anlässlich des 90. Geburtstags der Prinzessin-Mutter Somdej Phra Srinagarinda wurde 1990 in China eine neue Phra Kaew Marakot Statue aus kanadischem Jade in Auftrag gegeben.

Die Statue ist eine ähnliche Nachbildung des Originals.

Mit 48,3 cm Breite und 65,9 cm Höhe ist sie auch nur 0,1 cm kleiner...







Rückwärtige Ansicht...

 
Zum Vergleich:

Der Original-Smaragd-Buddha im Wat Phra Kaeo in Bangkok (Bilder "geklaut" im www)...





Die Sitzhaltung mit nach oben gerichteten Samadhi-Mudra-Meditations-Handflächen ist übrigens die indisch-heroische Virasana-Pose.

Interessant auch:

Die Statue hat drei, den Jahreszeiten (heiße, kühle und regnerische) angepasste Gewänder, die immer in einer feierlichen Zeremonie vom König oder einem Prinzipien Vertreter gewechselt werden.

Und hier noch das Wat-Gebäude im Grand Palace, in dem die Original-Statue jetzt ihre (endgültige) Heimat gefunden hat...

 
Hier der Eingang zum Wat Phra Kaew...





Und gleich dahinter der 1890 erbaute Phra Ubosot.



In dem geweihten Gebäude finden nicht nur die Zeremonien der Sangh statt.

Dort ist außerdem auch eine der größten und schönsten Buddha-Statuen in Nordthailand.

Der Phra Chao Lan Thong.

Der aus Messing und Kupfer gefertigte sitzende Buddha in der Haltung des Mara Bezwingers und im Hintergrund mit einem Lotusknospen-artigen "Heiligenschein" soll über 700 Jahre alt sein.









 
Hinter dem Ubosot dann der Phra Chedi:

Ein vergoldeter spiralförmiger Chedi, der auf einem quadratischen Sockel "thront".

Erwähnenswert vor allem deswegen, da dort (in einem seiner Vor-Vorgänger) 1434 der Smaragd-Buddha "entdeckt" worden ist...



 
Chiang Rai und der Hohe Norden hat mehr zu bieten als nur Tempel.
Das Wahrzeichen von Chiang Rai ist der ....

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Schon die Struktur und die Architektur verrät, wer dieses Wahrzeichen erstellt hat.
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Wenn ihr mal übers Wochenende in Chiang Rai seid schaut euch den Clocktower an. Sehenswert, wie er abends in verschiedenen Farben angeleuchtet wird und so ständig sein Gesicht verändert.
Sehr berühmt sich auch die TOURISTEN-Nightmarkets von Chiang Mai. Wobei mir der Saturday nightmarket außerhalb der Stadtmauern sehr viel besser gefällt als der sonntags.
Ein ständiges Geschiebe und Gedrängele ist jedoch auf beiden überfüllten Märkten die Regel. Zudem sind sie auf Touristen ausgerichtet und daher meist überteuert.
Da lohnt sich mein Geheimtip in Ching Rai. Jeden Samstagabend ist in der Parallelstraße zur Glocktower Avenue in der Thanalai-Road der Chiangrai-nightmarket. Kein Gedrängele durch übermäßigen Touristenbesuch, gemütliche Athmosphäre und vor allem normale PREISE für Andenken aus dem Norden. Zusätzlich ist im benachbarten Park immer was los. Tanzveranstaltungen meist Lateinamerikanischer Tänze laden jeden Amateur zum mitmachen ein. Von Amateuren für tanzbegeisterte Amateure lautet das Motto. Zudem läd der Park im abendlichen Lichterglanze zu verweilen ein. Natürlich ist wie überall in Thailand ausreichend für das leibliche Wohl gesorgt.
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Auch bei Tage ist der Park einen Spaziergang wert. Die ständig wechselnde Blumenpracht ein sändig ein Augenschmaus.
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Und natürlich die holden Damen in ihren bezaubernden Blumenkleidern

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Und da wir in Chiang Rai nicht nur Tempel besucht haben:

Am Abend dann in angenehmer Atmosphäre und mit dezenter Live Musik im Lelawadee, direkt am und auf dem Kok River...











Die Live Band...



 
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