Unterschiede Erziehung TH - DACH

lucky2103

Senior Member
Registriert
30. Sep. 2008
Beiträge
11.660
Ort
Heidelberg, Phayao
Wir haben bekanntermaßen vor 3 Jahren Nachwuchs bekommen.

Nun tun sich Abgründe bei der Kindererziehung auf.
Ausgangspunkt ist, dass die Kleine sehr auf mich fixiert ist, während sie ihre Mutter rein als Respektperson wahrnimmt.

Ich bin mittlerweile zum Schluss gekommen - auch aus den Beobachtungen bei ihren Schwestern auf dem Dorf - dass Thais ihre Kinder zuerst zu absolutem Gehorsam erziehen und mit zunehmendem Alter die Kinder nicht mehr erziehen, sondern einfach nur ruhigstellen, zu Verwandten im Dorf abschieben oder sonstwie beschäftigen.

Empathie, Zuneigung Fürsorge sehe ich hier nicht wirklich ausgeprägt.
Das schafft Konfliktpotential und es wird auch mal laut im Hause.

Oder habe ich mal wieder die "beste" aller möglichen Ehefrauen erwischt ?
 
Empathie, Zuneigung Fürsorge sehe ich hier nicht wirklich ausgeprägt.
Das schafft Konfliktpotential und es wird auch mal laut im Hause.

das dürfte zumindest bei der ländlichen Bevölkerung ja durchaus öfter vorkommen,

bei den Thais ja meist so:
der leibliche Vater verabschiedet sich aus der Kleinfamilie, spätestens nach dem 2. o. 3. Kind ist er weg,
die Familie der Frau hat dann die Kinder an-den-Hacken,
sprich: die Frau geht ja dann meistens arbeiten und die Kinder verbleiben bei der Familie, sprich: Oma/Opa o. Tanten/Schwestern der Frau.

da bleibt die emotionale Bindung an die leibl. Mutter auf der Strecke, bestensfalls finden die Kinder dann Ersatz beim Rest der Familie

in Deutschland holt man inzwischen auf, die komplette Familie gibt es ja auch inzwischen immer seltener
 
@lucky2103

Du hast hier irgendwo mal ein Foto gepostet, wo du mit der Kleinen auf einer Treppe sitzt.

Ein schönes Bild, wo es sehr danach aussieht, was du hier beschreibst.
 
Ich bin mittlerweile zum Schluss gekommen - auch aus den Beobachtungen bei ihren Schwestern auf dem Dorf - dass Thais ihre Kinder zuerst zu absolutem Gehorsam erziehen und mit zunehmendem Alter die Kinder nicht mehr erziehen, sondern einfach nur ruhigstellen, zu Verwandten im Dorf abschieben oder sonstwie beschäftigen.
Die "typischen Thais" gibt es ebensowenig wie die "typischen Deutschen". Kindererziehung hängt auch hier sehr stark mit Bildungsstand und sozialem Hintergrund zusammen.

Das was du hier beschreibst, trifft eher auf die traditionell orientierte, bildungsferne Schicht zu, also auf einen großen Teil der Landbevölkerung. In der städtischen Mittelschicht sieht das anders aus.
 
Die "typischen Thais" gibt es ebensowenig wie die "typischen Deutschen". Kindererziehung hängt auch hier sehr stark mit Bildungsstand und sozialem Hintergrund zusammen.

Das was du hier beschreibst, trifft eher auf die traditionell orientierte, bildungsferne Schicht zu, also auf einen großen Teil der Landbevölkerung. In der städtischen Mittelschicht sieht das anders aus.
Ich möchte hinzufügen, viele jüngere thais lösen sich langsam von den sturen althergebrachten Hierarchien und nehmen mehr Einfluss auf die Erziehung ihrer Kinder.
Die alten sind der Zeit einfach 50 Jahre hinterher.
Das hat natürlich sehr viel mit Bildung zu tun.
 
Wir haben bekanntermaßen vor 3 Jahren Nachwuchs bekommen.

Nun tun sich Abgründe bei der Kindererziehung auf.
Ausgangspunkt ist, dass die Kleine sehr auf mich fixiert ist, während sie ihre Mutter rein als Respektperson wahrnimmt.

Ich bin mittlerweile zum Schluss gekommen - auch aus den Beobachtungen bei ihren Schwestern auf dem Dorf - dass Thais ihre Kinder zuerst zu absolutem Gehorsam erziehen und mit zunehmendem Alter die Kinder nicht mehr erziehen, sondern einfach nur ruhigstellen, zu Verwandten im Dorf abschieben oder sonstwie beschäftigen.

Empathie, Zuneigung Fürsorge sehe ich hier nicht wirklich ausgeprägt.
Das schafft Konfliktpotential und es wird auch mal laut im Hause.

Oder habe ich mal wieder die "beste" aller möglichen Ehefrauen erwischt ?
Mittlerweile ist unser gemeinsames Kind ein Jugendlicher und mir ist diese autoritäre Erziehungsform nicht aufgefallen. Mag es daran gelegen haben, dass wir zu dieser Zeit unseren Lebensmittelpunkt in Deutschland hatten? Ich glaube eher nicht. Ich denke jedoch, dass diese Eigenschaften, wie Du sie beschreibst, in der Erziehung und an den Erfahrungen liegen, welche die Mutter in ihrer eigenen Kindheit gemacht hat.
Ähnlich vieler Kinder der Nachkriegsgeneration in Deutschland. Das soll nicht heißen, das diese späteren Eltern ihre Kinder nicht liebten, aber es fehlte oft die Zeit und das Verständnis für Zärtlichkeiten, da sie selbst zu wenig davon erhielten.
Und wie immer abschließend der Satz, es ist nicht bei allen so, jedoch bei zu vielen.
 
Die "typischen Thais" gibt es ebensowenig wie die "typischen Deutschen". Kindererziehung hängt auch hier sehr stark mit Bildungsstand und sozialem Hintergrund zusammen.

Das was du hier beschreibst, trifft eher auf die traditionell orientierte, bildungsferne Schicht zu, also auf einen großen Teil der Landbevölkerung. In der städtischen Mittelschicht sieht das anders aus.
Meine Frau hat einen Bachelor in Politikwissenschaften.

Was mir auffällt ist, dass die Kleine einfach so mitgeschleift wird.
Erst unbedingt Kind haben wollen und sich dann nicht richtig kümmern.
 
Wie auch immer. Wenn du Defizite in der Erziehung wahrnimmst, kannst du ja versuchen das zu kompensieren. Wir haben in Deutschland einen autoritativ-demokratischen Erziehungsstil mit Fokus auf Struktur und Autonomie. Das wirst du in Thailand so nicht vorfinden, ganz einfach weil das aus der Landeskultur nicht hervorgeht. Dinge wie Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit musst du daher als Farang Partner quasi übernehmen. Das können die meisten Thailänder/innen nur schlecht bis recht vermitteln.

Falls es an Empathie, Nähe und Nestwärme fehlen sollte, dann liegt das Problem wahrscheinlich woanders. In diesem Fall müsstest du erst herausfinden welchen Grund das hat.
 
Ja, da hast Du Recht mit dem Farang- Teil.
Ich sehe es bei vielen unserer Angestellten im Restaurant.

10 oder sogar 20 Jahre in DE leben und arbeiten, aber nichts auf die Kette bekommen ausser Elend und Schulden.
Warum ?
Weil sie in TH alles vorbewchrieben bekommen haben und dann im Westen ohne Guidance einen Bockmist nach dem nächsten machen.
Manche zahlen fast ihr ganzes Gehalt für Unterhalt.
 
Ja, da hast Du Recht mit dem Farang- Teil.
Ich sehe es bei vielen unserer Angestellten im Restaurant.

10 oder sogar 20 Jahre in DE leben und arbeiten, aber nichts auf die Kette bekommen ausser Elend und Schulden.
Warum ?
Weil sie in TH alles vorbewchrieben bekommen haben und dann im Westen ohne Guidance einen Bockmist nach dem nächsten machen.
Manche zahlen fast ihr ganzes Gehalt für Unterhalt.
Es gibt auch thais ,die in Ausland dazulernen.
Das liegt aber am persönlichen Umfeld.
 
Also wir haben inzischen 35 thail. Angestellte.
Wenn man die Fluktuation über 4 Jahre seit Übernahme des Restaurants dazuzählt, sind mindestens 80 Thais durch unser System gegangen.

Es gibt hier 5 Gruppen:

- Ehefrauen dt. Männer sind idR. stabil, weil der Mann Stabilität gibt.
- Thail. Studenten, die in DE studieren, sind ambitioniert und kommen idR. aus der thail. Oberschicht. Die lenken ihr Leben in richtige Bahnen.
- Geschiedene thail. Ehefrauen von dt. Männern gleiten oft ins Präkariat ab, weil sie nach der Scheidung ihr Leben nicht im Griff haben. Hier rächt sich, dass Erziehung in Thailand keine selbstständigen Menschen hervorbringt.
- "Mitgebrachte" Kinder aus Vorehen von Thais, die nach DE hereiratet haben. Haben den Sozialstaat entdeckt oder sind und sind ambitionslos.
- Angeworbene Spezialitätenköche aus TH ohne fam. Beziehungen zu DE schlagen sich am schlechtesten, sind selbst nach Jahren in DE ausserhalb der Küche völlig hilflos, können absolut kein Deutsch, hängen nach Feierabend in Thai- Pubs ab, geben ihr ganzes Geld aus.
 
- Ehefrauen dt. Männer sind idR. stabil, weil der Mann Stabilität gibt.
- Thail. Studenten, die in DE studieren, sind ambitioniert und kommen idR. aus der thail. Oberschicht. Die lenken ihr Leben in richtige Bahnen.
Aus dem Freundeskreis meiner Frau in Bangkok habe ich eigentlich nur überwiegend stabile, selbständige Frauen kennengelernt. Oberschicht ist das überwiegend nicht, eher untere bis obere Mittelschicht.
Das liegt vielleicht auch daran, dass in Bangkok das Heiratsalter mittlerweile sehr nach hinten verschoben wurde, sehr ähnlich wie in Deutschland. Da mussten die zu einem gewissen Grade vorher selbständig sein.
 
Bei uns in den 3 Restaurants ist Personal aus verschiedenen Gesellschaftsschichten zusammen.
Die Werksstudenten sind alle von privaten Unis im Umkreis, die Köche sind meistens eher aus den unteren Schichten.

Das Zusammenspiel ist oft sehr interessant, weil diese Gruppen in Thailand nicht auf diese Weise zusammenkommen.

Bei den Oberschichtenkindern merkst Du sofort, dass sie einen klaren Fokus haben. Die reisen in den Ferien oder anderen freien Zeiten nach USA, Mexico etc. um sich schlau zu machen wegen Jobs oder Unternehmensgründungen.

Die sind vom Intellekt her auch über dem Niveau des durchschnittlichen DACHlers.
 
Ich habe mich auch gefragt, was für eine Oberschicht das sein soll, aber vielleicht dient das ja der Charakterbildung.

Also, wenn die Eltern eine Fabrik für prozessierte Meerestiere mitsamt Exportbusiness haben, dann ist das schon Oberschicht, unzweifelhaft.

Oder eine fertig ausgebildete thail. Dr. med., die in DE arbeiten will uns auf ihre Aprobation wartet und deshalb die Zeit mit einer Wnstellung bei uns in einem Restaurant überbrückt, ist auch Oberschicht.

Und natürlich sehen die Kids nicht die Küche von innen, sondern arbeiten im Service.

Ach ja, der Sohn von David Beckham hat im Starbucks gejobbt.
 
Also, wenn die Eltern eine Fabrik für prozessierte Meerestiere mitsamt Exportbusiness haben, dann ist das schon Oberschicht, unzweifelhaft.

Oder eine fertig ausgebildete thail. Dr. med., die in DE arbeiten will uns auf ihre Aprobation wartet und deshalb die Zeit mit einer Wnstellung bei uns in einem Restaurant überbrückt, ist auch Oberschicht.

Und natürlich sehen die Kids nicht die Küche von innen, sondern arbeiten im Service.

Ach ja, der Sohn von David Beckham hat im Starbucks gejobbt.
Na ja, Ärzte sind nicht per se Oberschicht, so wie Steuerberater ja auch, sondern eher gehobene Mittelschicht. Bei den Fabrikbesitzern kommt es darauf an, wie groß die Fabrik ist.

Meine Beobachtungsmenge ist jetzt mit 1 nicht so groß, aber von denen haben 100% nicht während des Studiums gejobbt. Das war aber eindeutig Oberschicht.
 
Zurück
Oben