Streitereien wegen Kultur zwischen TH und Nachbarn

lucky2103

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Die nie enden wolltende Story wegen Pra Viharn ist seit Jahren bekannt und soll hier nur kurz erwähnt werden.
Jetzt gibt's eine neue Variante, diesmal mit Laos: Kao-niaw Ma-muang (Klebreis mit Mango) sei aus Laos, nicht Thailand.

Generell würde ich sagen, dass solche Sachen keinen normal denkenden Menschen lange beschäftigen sollten....ABER wenn die eigene Kultur kollektiv egal ist, dann entsteht - wie in Europa - eine Vakuum, welches gerade mit recht unschönen Dingen wie Islamismus gefüllt wird.

 
Nachdem der Hardcore Kommunismus erst mal alles 'alte' und Kulturelle auslöschte, dieser nun langsam Zerfällt, nichts mehr zusammenhält, versucht man diesen zu verklären indem man ausgesuchte Traditionen wieder finden will bzw. erfindet oder kopiert. Um dieses uminterpretiert als 'Identitätsstiftend' dem Kommunismus zuzuordnen.

China hats vorgemacht seit 25 Jahren schleichend aber stetig, die kleinen versuchen es nun.

Aber die Kommunisten können schlecht sagen wir sind Kyhmer, die Sukothai Gewinner können schlecht sagen nach knapp ca 200 Jahren Bestrebung Thailand ein Volk werden zu lassen, ja wir sind zu 90% Kyhmer mit kulturellen wurzeln in dieser alten Kultur. (Plus die~ Millionen Chinesischen Flüchtlinge mit Ihren Nachfahren die eigentlich auch suko Kulturfern sind).

Es verwundert also nicht das nun einerseits solche Diskussionen von diesen Ländern angestoßen werden und auch das Thailand so energisch darauf einsteigt.

(Nagelt mich nicht fest mit den Zahlen, die sind nur grob beschrieben, wer genaue Wissen will, kann diese bei wiki recherchieren).

Die Thai Seite tut so als ob die Region nur 400 Jahre alt ist und davor nur wilde kleine Stämme waren. Das dort mächtige Imperien vor 2000 Jahren herschten die sogar Mehrfach Indische und Chinesische Expeditionen Vernichteten in Kriegen wird komplett ignoriert.
 
Sogar die Mongolen bissen sich die Zähne an ihnen über 1200 Jahre später aus.

Das Kulturelle Erbe, zumindest was noch da ist, ist daher bei gesundem Menschenverstand werder Thai noch Laotisch noch Kambodschanisch. Aber das darf man nicht laut denken.
 
Das hat scheinbar in Thailand hohe Wellen geschlagen.

Die Lady die dort interviewed wurde ist in den USA aufgewachsen, wie man vielleicht an ihrer Sprache hört, hat nicht in ihrem Heimatland gelebt und hat auch von dessen Kultur ganz offensichtlich wenig Ahnung. Khao Niaw Mamuang (Mango with Sticky Rice) ist natürlich ein Thai Gericht und nicht "ethnically Laotian", wie die meisten Laoten bestätigen können. Das bedeutet nicht, dass es das in Laos nicht gibt. Laos hat natürlich viel von der Kultur des dominanten Nachbarns übernommen (und umgekehrt), aber deswegen sollte man nicht die Claimbodia Leier spielen, schon gar nicht im amerikanischen Ausland.

Ein echt überflüssiges Social Media Phänomen.
 
Die Thai Seite tut so als ob die Region nur 400 Jahre alt ist und davor nur wilde kleine Stämme waren. Das dort mächtige Imperien vor 2000 Jahren herschten die sogar Mehrfach Indische und Chinesische Expeditionen Vernichteten in Kriegen wird komplett ignoriert.
Die Wahrheit liegt eher dazwischen, weder waren es kleine Stämme, noch große Imperien.
 
Ich wollte nur darauf Hinweisen, das alle Beteiligten Länder an diesen "Streitereien" Propaganda betreiben aus verschiedenen Gründen.
Die Situation ist damit vergleichbar als ob wir in Europa und Deutschland uns darüber Streiten welches kulturelle Erbe Landkartentechnisch innerhalb des Römischen Reich erfunden wurde um dies als Lokale Errungenschaft einer heutigen Nation zu Propagieren.

Hier ein kleiner Abriss der "Heritage", nicht annähernd Vollständig:

Ab ca 220 B.C.E als die chinesischen Han anfingen Nam Viet (People of the South) als Tribut und später südliche Provinz einnahmen und Garrisonen unterhielten war zumindest das Red river Delta und die (Nördliche - heute zu China gehörende) Viet Küstenregion wirklich 'nur' Stämme Adel und ein König im Titel, aber alles sehr lose. Kulturelle Unterschiede (z.b. Frauen die deutlich Familiäre Macht hatten und auch Geschäfte selbst unterhielten, wollten sich nicht den konfuzianischen Weltanschauung beugen - "Assimilieren", so das es nach etlichen Aufständen und perioden der Unabhängigkeit letztendlich doch zur vollen "unabhängigkeit" Viets bis zu den Franzosen gekommen ist).

Natürlich haben die Viets unter Chinesischer 1000 Jähriger Occupation die Cham verdrängt und sich bis and die Khmer im Süden ausgedehnt.

Aber scheiterten an den Funan die ganze Süd und Mittelthailand beherrschten. Obwohl sie als Chinesische Provinz eine sehr gut ausgebildete und bewaffnete Soldaten Armee hatten.

Im 6 Jahrhundert A.D. wurden die FUNAN wiederrum von Khmer und Charms 'verdrängt'.

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Dann kamen die Angkor ab ca 820 A.D. Wobei die eigentlich Khmer sind, b.z. Diese Herrscher stellten.
Kulturel ist wichtig das die Angkor erst Hindus und dann Buddhistisch mehrheitlich wurden.
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Diese wurden dann später, ab 1200 A.D. von den 'Thai'* zurückgedrängt und Dominiert. (Das Bild istr allerdings von 1540~)
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Nam Viet heißt nicht "People of the South" (warum hier überhaupt in Englisch), sondern südliches Viet (chinesisch Nan Yue), gelegen im heutigen Südchina (Guandong).
Folglich gab es in China mehrere Staaten der Yue ("Streitende Reiche").

Der Gründer von Nan Yue, also Nam Viet war übrigens der abtrünnige chinesische General Zhao Tou (auf Vietnamesisch Trieu Da).
Der besiegte Au Lac im heutigen Nordvietnam. Das Gebilde Nan Yue wurde später von China wieder ausgelöscht.

Die Bezeichnung Viet Nam (Vietnam) gibt es erst seit 1803, in Abstimmung mit dem chinesischen Kaiser.
 
Danke zu der Ergänzung! Bin sehr interessiert in dem Thema. Das ganze hat leider sehr viele Dogmen hat und man ironischerweise ausländische Experten und Quellen benötigt (China gehört da auch zum Ausland).

Meine Zitierte Quellen sind in English, daher versuchen ich wenig zu übersetzen wenn es schon um verallgemeinerte Übersetzung geht. (English).

Name Viet, oder "People in the South" nicht "of", mein Fehler. Die Quote stammt von einer Vorlesung von Craig G. Benjamin, Ph.D. zur Geschichte Ost Asiens, Abschnitt V Südost Asien, Vietnam.
 
So wie Old Quarter und Red River usw. Aber dafür sind die Fremdenführer verantwortlich, die selbstverständlich Englisch für Alle benutzen.
Interessanterweise gibt's das Phänomen der Anglizismen deutscher Touristen bei China nicht: Da heißt es Verbotene Stadt, Sommerpalast, Große Mauer.

Bezüglich Vietnam empfehle ich einen anspruchsvollen Klassiker (auch in Enlisch :) ): Keith Weller Taylor: "The Birth of Vietnam".

P.s.: Yue/Viet ist ein Volksname, so wie Germane.
 
Alles sehr interessant, aber Funan hat sicher wenig mit Khao Niaw Mamuang zu tun.

Ich glaube wir sind uns einig, dass es sowohl Kokosnüsse, als auch Mangos, als auch Klebereis schon sehr lange und fast überall in Südostasien gibt. Mangos kamen vor mehr als 2000 Jahren von Bengal nach Thailand, Kokosnüsse gibt es überall in tropischen Küstengebieten, weil die Frucht sich verbreitet indem sie über das Meer treibt, und Klebereis kommt ursprünglich aus der Mekong Region.

Demnach ist es wahrscheinlich, dass Menschen in Südostasien Kombinationen dieser Lebensmittel wahrscheinlich schon vor der Entstehung der genannten Reiche konsumiert haben. Niemand hat ein Patentrecht darauf.

In der thailändischen Küche hat Khao Niaw Mamuang allerdings schon seit langem eine prominente Stellung und ist weit über die Landesgrenzen bekannt. Die erste historische Erwähnung geht in die späte Ayutthaya Periode zurück (17. Jahrhundert). Basierend auf der Ok Rong Mango Art nahm das Gericht später in der Küche der Ratanakosin Königshäuser eine wichtige Stellung ein.
 
Wäre interessant, auf welche Epoche sich die Dame bezieht, oder woher sie die Daten hat. Mal die KI fragen :)

Also KI sagt:

Ja, Klebreis mit Mango (oft Mango Sticky Rice) ist eng mit der laotischen Küche verbunden, da Klebreis (Khao Niao) das absolute Grundnahrungsmittel in Laos ist. Die weltbekannte Süßspeise in ihrer heutigen Form stammt jedoch ursprünglich aus den zentralen Regionen Thailands, hat sich aber in ganz Südostasien, einschließlich Laos, Vietnam und Kambodscha, verbreitet. [1, 2, 3, 4, 5]

Auf Englisch kommts ein bisschen detailierter aus der KI

Sticky rice with mango, known locally as khao niao mamuang, originated in the central regions of Thailand during the late Ayutthaya period (1351–1767)
Historical records show the dish evolving in the royal court, with traditional recipes from the reigns of King Rama II (1809–1824) and King Rama V (1868–1910) detailing the pairing of sweet coconut sticky rice with ripe fruits. [1, 2]

Vielleicht hat sie nur den ersten Satz gelesen, so wie das bei vielen heutzutage ist, wenn einem die KI das eigene Denken abtrainiert hat. Ich freu mich schon auf die kommenden Jahre. Orwell lag mit seiner Weissagung der Zukunft gar nicht so verkehrt. :)
 
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