Ich muß eingestehen, dass ich baumäßig keinerlei Erfahrung habe. Hab zwar schon viel gemacht, aber noch nichts größeres betoniert, schon gar nicht mit Bewehrung. Also parallel zu meiner CAD-Konstruiererei eine Crashkurs im Web und alles aufgesogen was ich bezüglich des Themas so gefunden habe. Speziell Pantip war für mich sehr informativ.
Eigentlich war die nächste TH-Reise erst wieder für den nächsten Sommer geplant, dann wenn Töchterchen Schulferien hat. Jetzt hat es sich aber so ergeben, dass sich bei mir in den letzten Monaten eine Menge Überstunden angehäuft haben und ich die zulässige Schwelle überschritten habe. Dadurch war ich gezwungen innerhalb der nächsten 2-3 Monaten das Überstundenkonto in den zulässigen Bereich zu reduzieren. Meine Frau kam dann auf die Idee, dass ich doch alleine nach TH gehen könnte um den Bau zu beginnen. Mein Chef gab das okay, dass ich kurzfristig 4 Wochen frei nehmen kann. Also Flug bei Air India gebucht und am 13.November gings los. Ein Tag Aufenthalt in BKK und dann ab nach Nong Phai /Phetchabun.
Zwischenstop im Thaiwatsadu in Saraburi:
Nach Ankunft Koffer ausgeladen und sofort die Baugrube vermessen und abgesteckt. Hab davon leider kein Bild gemacht. Arbeitsplatz vor dem Container eingerichtet, Unterstellböcke und Handstampfer, welche mir mein Schwager nach meinen Zeichnungen angfertigt hatte, mit Rostschutzfarbe gestrichen. Habs glaub ich an anderer Stelle schonmal geschrieben, schweissen kann er super aber Pinsel gibt man ihm besser nicht in die Hand. Dann noch Biegemaschinen auf die Unterstellböcke geschraubt.
Am nächsten Tag, Sonntag, hat es leider die erste Tageshälte geschüttet was geht. Das war meine größte Befürchtung. Regen. Der Baggerfahrer war dann irgendwann mal da und meinte, dass der Boden zu weich wäre und wir warten müssten, bis es etwas abtrocknet. Schöne Schei...! Mein ohnehin sehr kritische Zeitplan hat das nicht vorgesehen.
Ich hab dann mal ein Probeloch gebuddelt um zu sehen, wie das Erdreich "da unten" denn so aussieht. Schöne Schinderei. Die Erde klebte an Schaufel und Spaten wie Klebstoff. Ursprünglich wollte ich die Grube ja von Hand ausheben, bis ich mal ausgerecht habe, wieviel Kubimeter ein Loch mit 8x6x1,2m so hat...

Ich weiß, je tiefer umso besser. Bei ca. 110-120cm erschien mir der Untergrund aber ausreichend fest, sodass dies meine Vorgabe für das Ausbaggern sein sollte. Leider hatte ich beim vermessen mit meinem optischen Nivelliergerät festgestellt, dass das Gelände leicht abschüssig ist. Auch das hatte ich in meinen Planungen nicht berücksichtigt. Kurzer Blick in meine CAD-Daten auf dem Laptop, kein Problem, geht trotzdem.
Der Baggermann hat es sich dann im Laufe des Tages doch noch anders überlegt und uns um 18.30Uhr mitgeteilt, dass er um 19.30Uhr anrückt.
Vom Ausbaggern selbst habe ich leider keine Fotos. War zu stark damit beschäftigt mit meinem Rotationslaser und Empänger darauf zu achten, dass er eine einigermaßen Ebene Fläche macht.
Folgendes Bild stammt vom Folgetag, nachdem wir bereits eine Lage Schotter in die Grube eingebracht haben.
Wenn ich "wir" schreibe, dann waren das zu anfangs mein Schwager, sein 25 jährige Tochter und ich.
Unter der grünen Plane versteckt sich übrigens einer meiner Lieblingsmaschinen:
Marton N90, 9,5PS und 30kN
Ich habe mich bei meiner Konstruktion für 8 Säulen mit jeweils 300x250mm entschieden (4xRB20 und 4xRB16). Ich weiß, ziemlich heavy, aber wenn schon, denn schon. Die Säulen ruhen in Bewährungskörben mit 700x700x600mm. Schalung gemauert aus Bigblocks mit 390x190x65mm.

hier sieht man auch bereits rechts das blaue Drainagerohr, welches in das angrenzende Feld mündet.
Hier ein Blick auf mein Material und Werkzeuglager. Bereits etwas übersichtlicher. Bei meiner Ankunft mußte man noch klettern um nach hinten zu kommen.
Arbeitsplatz zur Herstellung der Bewehrungskörbe:
Fertiges Unterteil eines Bewehrungkorbs:
to be continued...