Cambodia Part 3 - Phnom Penh

Zum Essen waren wir dann gleich nebenan im Pastamania, ebenfalls mit einer schönen Flußterrasse und mit Blick auf den Tonle Sap und die Landzunge....











 
Und da er dort gleich um die Ecke ist, sind wir dann auch zum Wat Phnom gepilgert.

Die genauen Ursprünge des 27 Meter hohen Tempelberges, der der Stadt seinen Namen gab, sind unklar.

Nach einer Version der Legende gehen sie auf das Jahr 1432 zurück, als der spätere König Suryavarman nach der Verwüstung von Angkor Thom hier her flüchtete und Phnom Penh gründete.

Die adlige Dame Penh soll damals am Ufer des Mekong 4 Buddha-Statuen gefunden haben, die auf wundersame Weise aus dem zerstörten Angkor Thom hier angeschwemmt worden sind.

Auf Befehl des späteren Königs soll dann auf dem Hügel ein Tempel errichtet worden sein, um den Buddha-Statuen eine würdige Unterkunft zu geben. Außerdem begann der spätere König dann um den Hügel herum mit der Errichtung seiner neuen Hauptstadt. Die adlige Frau Penh soll außerdem die erste Königin des neuen Reiches geworden sein.

Nach einer anderen Version der Legende soll der Fund der Buddha-Statuen bereits auf das Jahr 1327 durch eine dort lebende Frau Penh zurück gehen. Und der Tempel auf dem Hügel soll bereits existiert haben, als Prinz Ponhea Yat auf der Suche nach einer neuen Heimat hier angekommen ist.

Wie auch immer, heute ist Wat Phnom der von den Einheimischen am meisten verehrte Ort der Stadt.

Hier der Aufgang über die von Löwen und Nagas bewachte große Treppe auf der Ostseite - wo sich auch das Kassenhäuschen für die Eintrittsgebühren (für Ausländer) befindet - die direkt zum Hauptgebäude Preah Vihear führt, das in seiner heutigen Form von 1926 stammt....


[Bild: 20190306-163321.jpg]


[Bild: 20190306-163347.jpg]


Blick zurück von oben....


[Bild: 20190306-165251.jpg]


Und hier - hinter dem Hauptgebäude - der große Stupa Chedi Thom, der die Reliquien des damaligen Königs Suryavarman (1405 - 1467) enthalten soll....


[Bild: 20190306-163843.jpg]


[Bild: 20190306-163727.jpg]
 
Zwischen dem Preah Vihear....


[Bild: 20190306-164114.jpg]


[Bild: 20190306-164227.jpg]


.....und dem Chedi Thom....

.....dann der Schrein der Daum Penh ("Großmutter Penh") wo Gläubige und vor allem Frauen Opfergaben darbringen und um den Segen der hochverehrten "Großmutter Penh" bitten....


[Bild: 20190306-165015.jpg]


[Bild: 20190306-164015.jpg]
 
Außerdem gibt es dort weitere kleinere Buddha-Statuen und Reliquien sowie sehenswerte Wand- und Deckenmalereien, die Stationen aus dem Leben von Buddha erzählen....


[Bild: 20190306-164707.jpg]


[Bild: 20190306-164814.jpg]


[Bild: 20190306-164829.jpg]


[Bild: 20190306-164647.jpg]
 
Am nächsten Tag stand dann der Königspalast auf dem Programm.

Das Palastgelände ist ein gepflegter Park mit mehreren königlichen Gebäuden.

Mit dem Bau wurde bereits 1866 begonnen, als zu Beginn des französischen Protektorates die Hauptstadt von Qudong wieder nach Phnom Penh verlegt wurde. Erst 1920 erhielt die Anlage dann jedoch ihr heutiges Aussehen.

Und so sieht das Gesamtgelände im Überblick aus....


[Bild: 20190307-103021.jpg]


Allerdings ist nicht das gesamte Gelände und auch nur ein Teil der Gebäude öffentlich zugänglich, da der König hier immer noch residiert und einige Gebäude noch für Empfänge und Zeremonien genutzt werden.

Der Eingang zum Gelände befindet sich an der Flußseite des Sothearos Boulevard und für Ausländer kostet der Eintritt 10 US-Dollar....


[Bild: 20190307-094803.jpg]


[Bild: 20190307-095118.jpg]


Der Thronsaal, Prah Tineang Tevea Vinicchay, ist das größte und auffälligste Gebäude des Ensembles. Es wurde 1917 von König Bat Sisowath als Nachbildung des von König Norodom hier errichteten Holzpalastes errichtet und 1919 offiziell eingeweiht. Seitdem werden alle Könige Kambodschas hier gekrönt....


[Bild: 20190307-095445.jpg]


[Bild: 20190307-095624.jpg]


[Bild: 20190307-095733.jpg]
 
Der Thronsaal und die große Treppe seines Haupteinganges wird von 2 kleineren Gebäuden flankiert.

Hier rechts, abgesperrt im Hintergrund, der königliche Wartesaal Hor Samran Phirun, der nur an den Krönungstagen genutzt wird....


[Bild: 20190307-100611.jpg]


Und hier links die königliche Schatzkammer, Hor Samrith Phimean, in dessen Untergeschoss royale Gewänder und eine kleine Sammlung von Kostbarkeiten aus dem königlichen Besitz zu sehen sind....


[Bild: 20190307-100722.jpg]


[Bild: 20190307-100746.jpg]


[Bild: 20190307-100820.jpg]


[Bild: 20190307-100910.jpg]
 
Eine Besonderheit und mit seiner europäischen Architektur eigentlich ein Fremdkörper ist der Pavillon Napoleon III.

Er wurde 1869 für Kaiserin Eugenie, der Frau von Napoleon III. als Unterkunft bei der Einweihung des Suez-Kanals gebaut.

1876 ließ Napoleon ihn dann nach Phnom Penh transportieren und schenkte ihn dem damaligen König Norodom.

Der Pavillon war damals das erste dauerhafte, nicht hölzerne Gebäude auf dem Gelände des Royal Palace.

Seit 2014 wird die stählerne Konstruktion völlig entkernt und soll neu renoviert werden. Aktuell ist das Stahlgerippe des Pavillons deshalb nicht erkennbar und hinter einer "Baufassade" (Christo lässt grüßen) verborgen.....


[Bild: 20190307-101809.jpg]


[Bild: 20190307-102714.jpg]


[Bild: 20190307-100024.jpg]
 
Südlich des Royal Palace ist der Bereich der Silberpagode.

Die Pagode wurde zwischen 1892 und 1902 erbaut und erhielt ihren Namen von dem Fußboden, der aus tausenden silbernen Fließen besteht. Glücklicherweise blieb die Anlage von der Zerstörungswut der Roten Khmer - aus welchen Gründen auch immer - weitestgehend verschont.

Im Inneren, in dem leider ein streng überwachtes Fotografierverbot besteht, befindet sich eine bedeutende Sammlung wertvoller Buddhafiguren.

Und hier ist außerdem auch der berühmte "Smaragdbuddha", der der Pagode ihren eigentlichen Namen gegeben hat: Wat Phra Keo Morokot.


[Bild: 20190307-104051.jpg]


[Bild: 20190307-103943.jpg]


[Bild: 20190307-104224.jpg]


[Bild: 20190307-104359.jpg]
 
Neben dem im Zentrum stehenden "Smaragdbuddha", der allerdings aus in Frankreich hergestelltem Baccarat-Kristall besteht, wird das Innere der Pagode durch einen goldenen, 90 Kilogramm schweren stehenden Buddha, der angeblich mit über 9584 Diamanten besetzt sein soll, dominiert.

Auf der Rückseite der Anlage sind äußerst sehenswert auch die Reamker-Wandgemälde an der Innenseite der Umfassungsmauer, die 1903 bis 1904 angefertigt wurden....


[Bild: 20190307-103140.jpg]


[Bild: 20190307-103214.jpg]


[Bild: 20190307-103229.jpg]
 
Hier befindet sich auch seit 1892 ein Reiterstandbild von König Norodom, das 1875 ein Paris hergestellt worden ist.

Der umgebende Schrein wurde dann 1953 von König Sihanouk errichtet....


[Bild: 20190307-103853.jpg]


[Bild: 20190307-103552.jpg]


[Bild: 20190307-103740.jpg]
 
Und in dieser Stupa nördlich des Reiterstandbildes wird übrigens die Asche von König Norodom aufbewahrt.....


[Bild: 20190307-110636.jpg]


[Bild: 20190307-110550.jpg]


[Bild: 20190307-110619.jpg]


[Bild: 20190307-110441.jpg]


[Bild: 20190307-110421.jpg]
 
Verteilt in der Anlage befinden sich auch noch mehrere andere Stupas, in denen Royals vergangener Zeiten ihre letzte Ruhestätte haben....


[Bild: 20190307-103431.jpg]


[Bild: 20190307-103453.jpg]


[Bild: 20190307-103330.jpg]


[Bild: 20190307-110324.jpg]


Insgesamt ist das Gelände rund um die Silberpagode mit seinen vielen Gebäuden, Schreinen und Stupas wirklich sehenswert.

Außer dem gezeigten gibt es dort auch noch einen Königlichen Pavillon, eine Bibliothek und 2 Schreine mit Fußabdrücken von Buddha.
 
Und hier kurz vor dem Südausgang noch ein paar weitere Nebengebäude mit kleineren Sammlungen, Buddha-Statuen und zeremoniellen Gegenständen....


[Bild: 20190307-110925.jpg]


[Bild: 20190307-111052.jpg]


[Bild: 20190307-111215.jpg]


[Bild: 20190307-110948.jpg]


[Bild: 20190307-111011.jpg]
 
Zurück
Oben