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Was wird aus einer Thai nach längerem Aufenthalt in Deutschland?

Erstellt von Carradine, 07.02.2011, 16:33 Uhr · 173 Antworten · 21.495 Aufrufe

  1. #131
    Avatar von Heinrich Friedrich

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    Zitat Zitat von Carradine Beitrag anzeigen
    Und ja, ich glaube Thais unterscheiden sich von Vietnamesen.
    Das glaube ich auch aber wie fern unterscheiden sie sich?

  2.  
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  3. #132
    Avatar von Micha L

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    Ich kann nur die Vietnamesen beschreiben und ihr müßt dann den Vergleich anstellen - o. k?

    Also mal kurz, wie die Vietnamesen in der Mehrzahl sind in D:

    -Sie woll(t)en erst mal ebenso wie andere unbedingt hier her, um ihr Leben zu verbessern
    -Hier angekommen, versuch(t)en sie, wie auch immer, möglichst schnell Geld zu verdienen
    -Der Ehrgeiz und harte Arbeit führen zu wirtschaftlichen Erfolgen
    -Selbst mit Deutschen Verheiratete haben am liebsten ein eigenes Geschäft oder einen Job.
    -Wer kann, der kauft sich hier gern ein Haus
    -Schein-Ehepartner zur Erlangung von Aufenthaltsrechten sollen dafür bezahlt, aber auf Distanz gehalten werden.
    -Heimweh geht vorbei
    -Irgendwann sind sie hier etabliert, schätzt Einkommen, Gesundheitswesen und Klima - Deutschland überhaupt, mehr als unsereiner habe ich manchmal den Eindruck
    -Demzufolge mögen sie nicht mehr für immer zurück, sind entwöhnt vom dortigen Klima und der Gesellschaft, haben keine Connections mehr, um dort wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Gar aufs Land zurück will wahrscheinlich keiner.

    Förderlich ist dabei, daß sowohl Männer als Frauen in etwa ausgewogener Menge herkamen, untereinander heirateten und trotz aller Integration auch mental ganz vietnamesische Kinder haben, die oft wiederum untereinander heiraten.
    -Daher gibt es große Gemeinden in den dt. Großstädten mit einem regen, auch kulturellen Innenleben.
    -Große Handelszentren mit zig Groß- und Einzelhändlern bilden einen Mikrokosmos, d.h. da drin kann man sich wie in Asien fühlen
    (auf das Thema Parallelgesellschaft gehe ich hier nicht ein)

    weitere Aspekte:
    -seit der französischen Kolonialzeit innige Westorientierung und -bindung
    -seitdem und besonders seit dem Vietnamkrieg zahlreiche Verwandte im Exil in der ganzen Welt

    Das wars im Großen und Ganzen

    (die sogenannten Boatpeople habe ich nicht berücksichtigt, da sie zahlenmäßig geringer und eher vereinzelt sind. Diejenigen, welche ich kenne sind fast assimiliert)

  4. #133
    Avatar von Armin

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    Zitat Zitat von Carradine Beitrag anzeigen
    Das zum Beispiel ist der Unterschied zu den in Deutschland lebenden Vietnamesen. Und ja, ich glaube Thais unterscheiden sich von Vietnamesen.



    Ich meinte auch die Aussage über deine Mutter. Hab mich mal wieder ein wenig verquer ausgedrückt. Sorry.
    Genau, die Thais unterscheiden sich in dem Sinne, wie @ Micha L die sozialen Verhältnisse beschreibt.
    Ich habe damals meiner Familie versprochen meine Frau nicht aus ihrer Familie zu entführen.
    Erst nach 22 Jahren Ehe habe ich es einigermaßen geschafft meine Familie ihrer Familie gleichzustellen. Heute sind sie in unserem Haus vereint (in Bildern).
    Das ist eine lange Zeit für Integration und der Lernprozess ist noch nicht abgeschlosen.

  5. #134
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    -seit der französischen Kolonialzeit innige Westorientierung und -bindung
    Thailand war nie kolonialisiert. Thailand hat seine eigene Kultur. Das wird u. a. deutlich in der eigenen Sprache und Schrift.

  6. #135
    Avatar von Micha L

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    Genau. Dieser Unterschied ist zwar bekannt - aber wichtig, und unbedingt zu erwähnen.

  7. #136
    Avatar von Heinrich Friedrich

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    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Thailand war nie kolonialisiert.
    Du aber sag mal ich machte mal einen Ausflug nicht weit von BKK zur Bücke am River Kwai und dort soll es Japaner und Engländer gehabt haben zeigen auch die Friedhöfe. Was jetzt?

    Tatsächlich wurden in Kanchanaburi, 111 km WNW von Bangkok, Kriegsgefangene zum Bau von zwei Brücken gezwungen. Zuerst wurde eine Holzbrücke errichtet und fünf Monate später zusätzlich eine stählerne Brücke. Beide wurden durch die Alliierten zerstört, die Holzbrücke zuerst.

  8. #137
    Avatar von Micha L

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    Trotzdem. Ein kriegsbesetztes Land ist keine Kolonie (gilt z. B. nicht als zum "Mutterland" gehörig, wird nicht in dessem Sinne aufgebaut, sondern als Ressource nur "verschlissen"). Es geht hier ja um nachhaltigen kulturellen Einfluß. Den hatten die Japaner im 2. WK sicherlich dort nicht, im Gegensatz z. B. zu Korea, das schon 1910 jap. Kolonie wurde.

  9. #138
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Genau. Dieser Unterschied ist zwar bekannt - aber wichtig, und unbedingt zu erwähnen.
    Ein Teil der Faszination die von dieser fremden Sprache ausgeht, liegt imho u. a. darin begründet.

    ร้อง...ฉันก็ร้องแบบไทยไทย ยิ้ม...ฉันมีรอยยิ้มพิมพ์ใจ
    Singen... ich singe nach Thaiart ..................

    พูด...ฉันพูดไม่เหมือนชาติใด ภูมิ...ใจที่เกิดเป็นคนไทย
    Sprechen ... ich spreche wie in keinem (andern) Land gesprochen wird ... Stolz ... als Thai geboren zu sein

    เธอลองมองดูซิว่าเธอนั้นมีเสน่ห์ ....






    Schaut euch mal die Gesichter der mitsingenden Menge an.
    Wenn man in einem besiegten Land mit einer fremden Kultur aufgewachsen ist, kann man diesen Text und diese Freude mglw. nicht nachvollziehen.

  10. #139
    Avatar von Armin

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    Sie sprechen wie in keinem anderen Lande gesprochen wird und darauf stolz sein?
    Einer der mit dem Motorbike in SOA unterwegs war sagte mir daß er nur in Thailand mit der Verständigung Probleme hatte.
    Ich verstehe ja den nationalen Stolz der Thais und ich bin auch stolz Deutscher zu sein. Und ich hoffe, ich kann als stolzer Deutscher mit meiner stolzen Frau unseren Lebensabend in diesem schönen Land verleben.

  11. #140
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von Armin Beitrag anzeigen
    Sie sprechen wie in keinem anderen Lande gesprochen wird und darauf stolz sein?
    Ist offenbar nicht selbstverständlich. Andere asiatische Länder haben zumindest ihre eigene Schrift verloren.
    Hat Deutschland eigentlich noch eine eigene Sprache? Immerhin ist das hier gesprochene Daenglich auch so ziemlich einmalig in der Welt.

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