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Wieder mal... bauen in Thailand.

Erstellt von Ralf2209, 21.02.2012, 21:39 Uhr · 26 Antworten · 7.777 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Ralf2209

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    Wieder mal... bauen in Thailand.

    Habe ein Stück Land ohne Chanot für meine Isaanbraut gekauft. Baugenehmigung braucht man nicht. Deshalb anscheinend auch keinen Architekten. Also habe ich angefangen selber einen Plan zu entwerfen. Besser so als Bauen ohne Plan...
    Im Moment hole ich gerade Angebote von Bautrupps ein. Der erste hat meinen Plan genommen, 5 Minuten mit seinem Taschenrechner hantiert und mir dann einen All-Incl.-Preis bis auf 30 Baht genau genannt..... LOL

    Jetzt habe ich noch folgende Fragen bzgl. der Statik:
    - Wie hoch (ca.) kann man ein Stück Land mit Erde füllen und dann dort Bauen - eine Mauer rumziehen - ohne dass die Bauten nach ein paar Monaten Risse bekommen?

    Das Haus selbst hat die tragenden Pfeiler (15x15) in Abständen von ca. 3 Metern. Nur in der Mitte des Hauses, im Wohnzimmer, haben die Eckpfeiler Abstände von 5,7 bzw. 6,4 m.
    - Ist das bedenklich? (guter Bau vorausgesetzt!)

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Lanna

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    Empfehlung:

    Am Besten ist, du löscht was du geschrieben hast,
    dann denkst du nach, und schreibst nochmal.

  4. #3
    Avatar von ReinerS

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    Zitat Zitat von Lanna Beitrag anzeigen
    Empfehlung:

    Am Besten ist, du löscht was du geschrieben hast,
    dann denkst du nach, und schreibst nochmal.
    guter Ratschlag-vielleicht hat Ralf2209 das ganze vor seinem geistigen Auge, aber ich verstehe nur Bahnhof.

    mfg
    Reiner

  5. #4
    Avatar von waanjai_2

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    Ich hoffe, Du läßt die Bautrupps nur die reinen Lohnkosten kalkulieren. Alles, was verbaut wird, wird von Dir auf eigene Rechnung eingekauft.

    Aufschüttungshoehe und Lage der Säulenfüße
    Als Faustregel gilt: Die Loecher für die Säulenfüße müssen so tief gegraben werden, dass sie in der bereits seit Jahren verfestigten Erde liegen. Keinesfalls innerhalb der Schicht der neu aufgefüllten Erde. Diese Füße tragen später das Haus. Sie sollten dann auch so ca. 1.20 bis 1.50 m im Quadrat sein.
    Das selbe Prinzip gilt für die Säulenfüße der Mauer.


    Fußboden auf der Erde oder Fußboden ist später eine Decke.
    Man kann vieles tun, um die Verdichtung der neu aufgeschütteten Erde zu befoerdern. Allerdings kaum Planieren, da man sonst die frisch gesetzten Säulen verletzen würde. Aber Rüttler gibt es, es gibt Versuche mit Unmengen an Wasser die Erde zu verdichten (so hat es meine Frau mehrere Tage-lang gemacht), es gibt Schichten-Modelle, zuerst Lehm, dann hin-hin, dann Sand (so haben wir es gemacht, weil wir das Haupthaus noch einmal einen Meter hoeher gelegt haben und also das Streifenfundament entsprechend in der Luft befestigt und ausgegossen haben). Was man auch macht - ob Verdichtung oder gar Ausgießen einer Bodenplatte ganz zu unterst - immer bleibt es eine Illusion, dass sich später nicht die aufgeschüttete Erde weiter kontraktiert. Mit anderen Worten, es entsteht ein Zwischenraum zwischen gegossenem Fußboden-Unterkante und Erdreich. Sodaß jedes Haus letztlich auf den Pfählen der Säulen(-füße) steht und der Fußboden schwebend ist.

    Abstände zwischen den Säulen
    4 x 4 m ist ein sehr gebräuchlicher Abstand. Habe aber auch schon kleinmaschigere Ausmaße gesehen. Aber man orientiert sich halt gerne an max. 4 x 4 weil es für diese Groeße ebenfalls auch vorgefertigte Teile gibt. Z.B. Betonplatten als Zimmerdecken. Bei den anderen Maßen bin ich mir nicht sicher. Einfach bei den Baumateriallieferanten nachfragen. Fast 6 m oder gar mehr würde ich nicht als Abstand zwischen 2 Säulen akzeptieren wollen. Dann lieber eine oder mehrere Säulen mehr. Die Säulenstärke, die Du planst ist wohl etwas für den Garagenbau: 15 cm x 15 cm. Die Thais verwenden, wenn man sie nicht besonders instruiert, standardmäßig 20 x 20 cm. Habe selbst 25 x 25 cm verwandt, habe aber auch 4 m hohe Decken.
    Im übrigen ist es in Thailand immer bedenklich, wenn man gleich in der Planung alles Moegliche schon voraussetzt. So z.B. gute Bauausführung.

  6. #5
    Avatar von AndyLao

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    949
    Such dir bitte(!) ein Architekten/Statiker-Büro, auch wenn du außerhalb vom Stadtgebiet keine Baugenehmigung brauchst, wäre es doch verdammt mies für dein Karma, eine ganze Familie in den Trümmern zu verlieren.

    Hier in Nakhon Si Thammarat zahlt man rund 90 läppische Baht/m² für Planung, Statik und die bei dir entfallende Behörden-Lauferei.

  7. #6
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    I.....Als Faustregel gilt: Die Loecher für die Säulenfüße müssen so tief gegraben werden, dass sie in der bereits seit Jahren verfestigten Erde liegen. Keinesfalls innerhalb der Schicht der neu aufgefüllten Erde. Diese Füße tragen später das Haus. Sie sollten dann auch so ca. 1.20 bis 1.50 m im Quadrat sein.
    Das selbe Prinzip gilt für die Säulenfüße der Mauer......
    In der statik gibt es keine Faustregeln.

    Wie tief die Stuetzen versenkt werden oder ob eine Bodenplatte mit Fundamentstreifen ausreicht, haengt von der Beschaffenheit des gewachsenen Erdreichs ab.

    Der Querschnitt, die Armierung und der Abstand der Stuetzen, wird vom Statiker berechnet und das auch in Thailand.

    Man kann natuerlich auch auf die Erfahrungen der Maurer zurueck greifen oder so wie du vorschlaegst, frei nach Schnauze=Faustregeln bauen.

  8. #7
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von woody Beitrag anzeigen
    In der statik gibt es keine Faustregeln. Wie tief die Stuetzen versenkt werden oder ob eine Bodenplatte mit Fundamentstreifen ausreicht, haengt von der Beschaffenheit des gewachsenen Erdreichs ab.
    Was Du nicht alles weiß.
    Also unser Bauzeichner/Architekt und dann auch der Statiker, der die ganzen Bauzeichnungen noch ein wenig veränderte, hat nie das Grundstück gesehen. Sondern wir haben denen hoechstens erzählt, dass wir nach Kauf des Grundstücks ca. 80 cm haben aufschütten lassen. Und die Loecher für die Säulenfüße wurden alle 1.35 m tief in den Boden gegraben, wie sich dies aus der Bauzeichnung ergab. Es gab zwei verschiedene Groeßen der Säulenfüße bei den Säulen, dies aber nicht in Abhängigkeit von der Bodenbeschaffenheit. Die Bauzeichnungen, die insbesondere während der Regierungszeit von Thaksin als bereits genehmigte Bauzeichnungen kostenlos an die Thais herausgegeben wurden, enthielten ebenfalls klare Anweisungen wie tief die Säulenfüße zu versenken seien. Deshalb käme ja auch ein Thai nie auf die Idee, gleich 2 m aufschütten zu lassen (oder nur, wenn er schon jetzt weiß, dass Baubeginn erst in 10 Jahren sein wird).



    Und der Wunsch, die Säulen alle 4 Meter zu haben, entsprang unserer groben Grundriss-Planung (Zimmergroeßen), war unsere Vorgabe an den Architekten und den Statiker. Wir wollten ja nicht, dass der Schwanz den Hund wackelt.

  9. #8
    woody
    Avatar von woody
    Ist ja alles schoen und gut und wenn dein Architekt die Bodenstruktur nicht kannte, hat er halt eine Statik gemacht, die vielleicht auch passt.
    Sehr vorsichtig solltest du aber sein, daraus eine Faustregel abzuleiten.

    Woher willst du wissen, wie die Bodenbeschaffenheiten und der Grundwasserstand bei dem TS mit deinem Grundstueck zu vergleichen sind?

    Nur mal so nebenbei, das muss man jetzt noch nicht auf Thailand verallgemeinern, aber ich bin mir sicher, dass es in den urbanen Zonen schon so ist.
    In D wird vor Baubeginn ein Bodengutachten erstellt und das ist bestimmt nicht fuer die Katz, sondern kommt dem Bauherren zu gute.

  10. #9
    Avatar von ernie

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    Beiträge
    181
    Zitat Zitat von woody Beitrag anzeigen
    In der statik gibt es keine Faustregeln.
    Auf em Bau und bei der Statik gilt immer noch:
    - Was stabil aussieht hält auch (meistens jedenfalls)
    - Ergebnisse x 10, da die Bau Ing. sich gerne mal um ein Komma vertut
    - Was nicht passt, wird passend gemacht

  11. #10
    antibes
    Avatar von antibes
    Ist ja völlig unwahrscheinlich, dass die Beschaffenheit des Bodens vom Statiker nicht berücksichtigt wird.
    Natürlich kann man auch von der Erfahrung eines guten Baumeisters profitieren.
    Spricht aber für dich, dass du Fachleute beauftragt hast.

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