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Wie wird man vereidigter Thai- Übersetzer ?

Erstellt von lucky2103, 12.03.2012, 02:37 Uhr · 19 Antworten · 2.509 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von lucky2103

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    Wie wird man vereidigter Thai- Übersetzer ?

    Habe schon ein wenig im www. herumgeschaut und herausgefunden, dass es keine standardisierte Prüfung zum am Gericht zugelassenen Thai- Übersetzer gibt - es existiert nur ein Institut bei Darmstadt, welches in unregelmässigen Abständen Prüfungen veranstaltet.

    Oke, die Materie ist teilw. sehr kompliziert. So sollte ich also z.B. in der Lage sein, auf Thai über die Zusammensetzung von gewissen Stahlarten zu referieren oder eine Betriebsanleitung bezüglich der Funktion von elektrischen Reglern oder Transformatoren anzufertigen.

    Aber eine Frage drängt sich auf: Ist so ein Job überhaupt noch lukrativ in der heutigen Zeit ?
    Ich habe das Gefühl, das Überregionale, wie z.B. Kiesow, seit es Internet gibt, den Markt quasi aufsaugen - in der Gegend um Heidelberg haben sogar zwei Übersetzer ihre Tätigkeit eingestellt (kann aber auch persönliche Gründe haben).

    Weiß jemand was Genaueres ?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von phimax

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    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    Weiß jemand was Genaueres ?
    Eine Freundin von mir (30 Jahre in D) ist nicht vereidigt, übersetzt aber bei Ämtern etc.
    Bei Gerichtsterminen wird sie vorort 'schnellvereidigt'.
    Die Prüfung zur vereidigten Dolmetscherin macht sie nicht,
    weil sie nach der langen Zeit hier in D schriftlich einige Defizite hat.
    Für sie ist das ein netter Nebenverdienst.

    Vielleicht prüfst du mal, ob es bei dir auch so gehen würde.
    Falls ja, kannst du hier bestimmt interessante Erfahrungsberichte schreiben.
    Besonders, wenn du bei Gericht übersetzt...

  4. #3
    Avatar von franky_23

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    wenn jemand neben Thai noch zwei weitere Sprachen kann, dann wäre die EU Bürokratie eine gute Adresse.

  5. #4
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    wenn jemand neben Thai noch zwei weitere Sprachen kann, dann wäre die EU Bürokratie eine gute Adresse.
    Ja, da hast du Recht. Aber die verlangen etwas mehr als eine Erfahrung mit Schweinefuetterung.

  6. #5
    Avatar von JT29

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    So einfach ist die Sache nun auch nicht.

    Um an einem Gericht zugelassen zu werden: http://www.landgericht-baden-baden.d...rMerkblatt.pdf
    Hierzu bedarf es einer staatlichen bzw. staatlich anerkannten Prüfung

    Für Thai ist dies in Hessen beim Amt für Lehrerbildung möglich, dazu gibt es auch wieder gewisse Voraussetzungen.

    www.afl.hessen.de
    -> Internationales, falls der untere Link unbrauchbar wird.

    http://www.afl.hessen.de/irj/servlet/prt/portal/prtroot/slimp.CMReader/HKM_15/AfL_Internet/med/d12/d122eca9-0a91-b21f-012f-31e2389e4818,22222222-2222-2222-2222-222222222222,true



    Keine Ahnung , wie das in Thai aussieht, aber hier mal ein schriftlicher Teil einer Prüfung aus 2008.

    http://www.sdi-muenchen.de/uploads/m...8_Aufgaben.pdf

  7. #6
    Avatar von lucky2103

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    Wie gesagt, es gibt für Thai keine standartisierte Prüfungsprozedur und auch keinen Lehrgang.
    Thai unterscheidet sich hierbei von Englisch, Französisch oder Spanisch

    Für in D lebende Thais scheint die Sache einfacher zu sein, denn sie müssten einfach nur ihre Deutschkenntnisse darlegen...

  8. #7
    Avatar von phimax

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    Zitat Zitat von JT29 Beitrag anzeigen
    Hierzu bedarf es einer staatlichen bzw. staatlich anerkannten Prüfung
    Hier geht es auch ohne die Prüfung.
    Allerdings ist sie hier bei Gericht bekannt, der Richter vereidigt sie beim Termin.
    Ich habe die Freundin auch schon zu Gerichtsterminen begleitet, beruht also nicht nur auf hörensagen.

    @lucky
    Die Freundin war Thai, sie hat schon lange einen DE-Paß.

  9. #8
    Avatar von waanjai_2

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    Kann nix empfehlen, sondern nur über Erfahrungen berichten. Bekannte von mir sind den Weg über die VHS gegangen bzw. Bundessprachenamt. Haben dann dort Sprachkurse angeboten. Das interkollegiale Gespräch war kaum eine Prüfungssituation. Man erklärte denen halt, warum man in der Lage sei, an Deutsche die thail. Sprache zu vermitteln. Natürlich mit Lehrbuch. Viele VHS waren geil darauf, überhaupt einen Anfängerkurs Thai anbieten zu koennen. Hatte man erst einmal den Status "unterrichtet Thai an der VHS" nahmen einen Behoerden und Notare mit Kußhand. Denn die wollten - ironischerweise - gar keinen Thai, der von Tuten und Blasen der deutschen Rechtsordnung keinerlei Ahnung hatte. Denen kam es immer sehr gelegen, wenn man mit den "Übersetzern" klar Schiff reden konnte.

  10. #9
    Avatar von JT29

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    @phimax

    Das sind aber nicht die "richtigen" vereidigten Übersetzer/Dolmetscher - ich rede hier von denjenigen, die per Urkunde vom Gericht zugelassen werden - so wie Kiesow etc - das ist eine ganz andere Liga.

  11. #10
    Avatar von lucky2103

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Kann nix empfehlen, sondern nur über Erfahrungen berichten. Bekannte von mir sind den Weg über die VHS gegangen bzw. Bundessprachenamt. Haben dann dort Sprachkurse angeboten. Das interkollegiale Gespräch war kaum eine Prüfungssituation. Man erklärte denen halt, warum man in der Lage sei, an Deutsche die thail. Sprache zu vermitteln. Natürlich mit Lehrbuch. Viele VHS waren geil darauf, überhaupt einen Anfängerkurs Thai anbieten zu koennen. Hatte man erst einmal den Status "unterrichtet Thai an der VHS" nahmen einen Behoerden und Notare mit Kußhand. Denn die wollten - ironischerweise - gar keinen Thai, der von Tuten und Blasen der deutschen Rechtsordnung keinerlei Ahnung hatte. Denen kam es immer sehr gelegen, wenn man mit den "Übersetzern" klar Schiff reden konnte.
    Das wäre mal 'ne Anlaufstelle für mich.
    Soweit ich weiß, bietet die VHS in HD gar keine Thai-Kurse an.

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