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wie wird man Buddhist???

Erstellt von ChangKhao, 22.06.2005, 15:12 Uhr · 113 Antworten · 5.577 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Taoman

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    Re: wie wird man Buddhist???

    Zitat Zitat von mipooh",p="254923
    Naja, das finde ich nun auch wieder etwas dick aufgetragen...
    (ich mein das mit dem jenseits der....der Anfang ist schon ok..)
    Gruss
    mipooh :-)
    na ja ist doch einfach zu verstehen jenseits meint hinter dem Vorhang der konditionierten Vorstellungen...und eine tiefgehende Samadhi Erfahrung ist zumindest für mich eine völlig andere Dimension welche doch in der Tat jenseits der gewöhnlichen dreidimensionalen liegt.
    Deshalb lässt sich diese Erfahrung ja auch so schwer mit Worten beschreiben.

    gruß taoman

  2.  
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  3. #42
    Avatar von mipooh

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    Re: wie wird man Buddhist???

    ....Erfahrung ist zumindest für mich eine völlig andere Dimension welche doch in der Tat jenseits der gewöhnlichen dreidimensionalen liegt.
    Ich kann diese Überlegungen nachvollziehen, finde sie aber unnötig abschreckend, da der Eindruck der Notwendigkeit des Eintritts in eine fremden Dimension entsteht. Tatsächlich ist aber doch das wovon Du sprichst wesentlich vertrauter als die übliche Sichtweise und wird erlebt, ohne so etwas wie einen "Dimensionswechsel" zu vollziehen. Ich würde es daher eher als ein ganzheitliches Erleben bezeichnen, (von dem ich schon weiss, dass ihm die Beschränkungen des üblichen Wahrnehmens fehlen).

    Den letzten Teil habe ich absichtlich in Klammern gepackt, sonst entsteht wieder dasselbe Problem. Dass alles ganz anders (viel einfacher) ist als man dachte, merkt man in der Erfahrung selber ja doch...

    Ich will diese "Andersartigkeit", die doch im Erleben eher einem Heimkommen als einem Abenteuer gleicht auch nicht vorenthalten, aber ich denke, es wird niemals eine Begrifflichkeit geben können, die in einer differenzierenden Weise dem Erleben gerecht würde. Deshalb habe ich auch prinzipiell nichts gegen den Begriff Gott. Er ist mindestens genauso viel-/nichtssagend wie Tao oder Dharma oder weiss der Geier...zumindest für mich.

    Gruss
    mipooh

  4. #43
    Avatar von Taoman

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    Re: wie wird man Buddhist???

    @mipooh

    ja gut beschrieben hier deckt sich meine Erfahrung mit deiner Aussage und deine Meinung verstehe ich...

    gruß taoman

  5. #44
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: wie wird man Buddhist???

    Ich hab's mir anders überlegt, ich poste dann doch meine 'hasip Satang'!

    Also, wie wird man Buddhist, bzw. wann ist man Buddhist (in 10 Punkten).

    1. Soviele Bücher wie möglich lesen, über Buddhismus und auch andere mystische Praktiken, Meditation, Schamanismus und vieles mehr. Damit man sich seinen ganz eigenen Buddhismus mit Halbwissen zusammenbasteln kann.

    2. Viel über Meditation und andere bewustseissteigernde Techniken reden, aber nie genaue Quellenangaben machen. Viele Fachbegriffe wie Karma, Dharma, Paticciasamuppada, der Achtfache Pfad mit einflechten, aber stets den geheimnisvollen und spektakulären Hintergrund vage halten, damit es noch mystischer wirkt, unerreichbar scheint und zu Spekulationen anregt.

    3. Oft grosse Meister zitieren, aber ohne Erklärungen und Analysen, bzw. Fussnoten anzugeben, - damit sich der Zuhörer od. Leser stets im Nachteil fühlt und lieber erst gar nicht mitdiskutiert. Einen grossen Meister und denjenigen der ihn zitiert ist irgendwie unangreifbar.

    4. Nie ganze Konzepte oder Zusammenhänge des Buddhismus erklären, - damit der Wissensvorsprung den man sich erarbeitet hat nie von einem Gesprächspartner oder Interessenten eingeholt werden kann. Sowas lernt man bereits vom Mathe- oder Physiklehrer - alles nur Happenweise preisgeben.

    5. In buddhistischen Fragen stets Toleranz predigen, immer das Positive erwähnen. Aber ansonsten den unverschämten Zyniker raushängen lassen um damit daran zu erinnern wiso man sich überhaupt dem Buddhismus zugewendet hat. "Ja, ich habe einen unmöglichen Charakter, bin extrem intolerant, ein kleiner Choleriker, - deshalb kann mir der Buddhismus weiterhelfen, - mich eventuell davon zu befreien.

    6. "Ich weiß dass ich nichts weiß" predigen, aber stets auf alle Fragen eine Antwort wissen. Und ja nichts fragen, ausser eventuell gut durchdachte rhetorische Fangfragen stellen. Solche Widersprüche fallen meist keinem auf.

    7. Bei Diskussionen stets aufpassen dass die eigenen Schwächen und Fehler nie zugegeben werden. Und wenn dann immer in der Vergangenheitsform. "Vorher war ich ein absoluter Einfaltspinsel" -aber heute bin ich der grosse Weise - habe Buddha mit dem dicken Zeh gepackt Immer schön erwähnen was man schon so alles gemacht hat, Meditationskurse, Retreats, Seminare, Erfahrungen, etc. Damit die Leute auch wissen mit wem sie's zu tun haben!

    8. Wenn man nicht mehr weiter weiß, einfach alles in's lächerliche ziehen - und wenn das nicht hilft, richtig sarkastisch werden. Das ist zwar nicht sehr buddhistisch - aber man kann immer noch behaupten dass man anderen damit einen Spiegel vorhällt.

    9. Für Fortgeschrittene: in Stresssituationen stets Behaupten man hätte sich "so und so" benommen um dem Gegenüber (oder allen Anwesenden) eine Lehre zu erteilen. Auf diese Weise kann man seine Schwächen und sein überdimensioniertes Ego prima kaschieren.

    10. Für noch weiter fortgeschrittene: Sich in Schweigen hüllen! Buddhistischer geht's gar nicht mehr. Dazu gibt es zudem noch eine weltbekanntes Sprichwort das jeder kennt. Es erzeugt eine enorme Spannung, und zu guter Letzt kann man damit unmöglich etwas falsches sagen!

  6. #45
    Avatar von mipooh

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    Re: wie wird man Buddhist???

    @ Mr_Luk

    Es gibt doch auch ganz einfache Handlungsanweisungen. Ob man dabei zum Buddhist wird oder einfach nur Mensch, sei mal dahingestellt.
    Die einfachste und für mich wirksamste, war wohl auch ziemlich die erste. Ein Freund, der sich mit diesem ominösen Buddhismus beschäftigte gab sie mir vor mehr als 30 Jahren:

    Achte einfach mal nur auf Deinen Atem.

    Gehört, getan, der nächste Weg in die City (zu Fuss) war begleitet von der Wahrnehmung Einatmung..Ausatmung und mir fielen auf einmal Dinge auf, an denen ich vorher einfach vorbeigegangen bin ohne hinzusehen. Das hatte er mir vorher nicht verraten. Er hatte nur gesagt, alles andere kommt dann schon....

    Dass wichtige Erfahrungen, die zu tiefen Einsichten und Erkenntnissen führen, so schwer, manchmal gar nicht beschreibbar sind, ist doch nichts negatives. Das ist doch so normal wie es nur sein kann.

    Wenn ich gefragt werde, weise ich auf eine kleine Übung hin. Man schliesse einmal die Augen und öffne sie dann für ein-zwei Sekunden. Und danach beschreibe man mal alles, was man in diesen ein-zwei Sekunden erlebt hat.
    Danach überlege man mal, wie lange wohl diese Beschreibung gedauert hat. Ich käme leicht auf mehrere Minuten.
    Aber in diesen mehreren Minuten habe ich wieder viele ein-zwei Sekunden etwas erlebt. Wollte ich auch dies mit denselben Mitteln rüberbringen, würden bereits Stunden daraus.

    Für mich war die Feststellung, dass man sich wirklich nur sehr beschränkt mitteilen kann, auch eine Erleichterung. Denn ich war zuvor oft genug in Zugzwang. Ich bin sicher immer bereit, jemandem behilflich zu sein, seine Lösung anzustreben, aber ich kann niemandem ein Dogma vor die Füsse werfen. Auch wenn ich das manchmal schade finde....

    Die Handlungsanweisungen der Religionen sind, vermischt mit unnützem Zeugs, doch sehr ausführlich, besonders im Buddhismus. Da gibt es die "vier edlen Wahrheiten", die zu einer Akzeptanz des Leidens und der Hoffnung auf Besserung führen und den "achtfachen Pfad", der mit seinen schwammig scheinenden Anweisungen, die Dinge "recht" zu tun, doch zu einem nichtextremen Verhalten führen, der besten Voraussetzung für Klarsicht.

    Darüber lediglich zu theoretisieren hilft natürlich gar nichts, ohne Ausprobieren geht es nur im Kreis herum. Es mag hier und da eine Anregung sein, selbst mal zu probieren.

    Ist sehr interessant, diese einfache Übung der Atembeachtung. Menschen, die denken, sie könnten sich ungeheuer stark konzentrieren, werden schnell feststellen, wieweit es damit wirklich bestellt ist.
    Ausserdem, so ganz nebenbei, kommt Fühlen etwas mehr zum Vorschein. Finde ich angebracht...

    Wir sind alle nur Menschen und auch alle Pioniere. Zumindest wenn es um unsere eigene Wirklichkeit geht. Niemand kann uns abnehmen, unseren Weg selbst zu gehen. Trotzdem bin ich auch dankbar all denen die mir wissentlich oder unwissentlich geholfen haben. Die Lehren des Buddha gehören für mich ebenso dazu, wie die Lehren des Nazareners, die Bestandteil meiner Kindheit waren. Auch Krishna hatte einiges zu vermitteln. Was wäre daran nicht ok?

    Ich bin trotz allem ich selbst und muss alles selber prüfen, verstehen und anwenden.

    Gruss
    mipooh

  7. #46
    Labyrinthfisch
    Avatar von Labyrinthfisch

    Re: wie wird man Buddhist???

    @Mr_Luk,

  8. #47
    Avatar von aran

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    28

    Re: wie wird man Buddhist???

    Nach dem Beitrag von Mr_Luk kann man eigentlich den thread schliessen, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. :bravo:

    Was mich allerdings erstaunt, ist der Umstand, daß niemand etwas zur Stellung der Frauen im Buddhismus geschrieben hat. Stört sich tatsächlich keiner daran, wie ungleich Frauen und Männer beurteilt und behandelt werden ?

    Übrigens haben auch buddhistische Staaten Kriege geführt und sich gegenseitig die Schädel eingeschlagen - ganz wie im Christentum und dem Islam, ganz ohne Sanftheit.

    aran

  9. #48
    Avatar von Samuianer

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    Re: wie wird man Buddhist???

    Zitat Zitat von Tramaico",p="254807
    ..Es ist die Software, die Seele, der Geist....

    Eine Kombination aus Genetik, Intelligenz, Charakter, Erlerntem und ausseren Einflussen, die die individuelle Persoenlichkeit praegt.

    Hoffe, die Aussage reicht aus, meinen obigen Satz ISO-tauglich zu machen.
    Reicht! ISO Test, frei nach DIN Martin, bestanden! ;-D
    Boote jeden Morgen neu!


    Sind die Fluegel der Engel schon wieder trocken?

  10. #49
    Avatar von Taoman

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    Re: wie wird man Buddhist???

    @ Luk

    wer hat dich denn gestochen?
    das ist doch hoffentlich nichts autobiografisches? ;-D

    gruß taoman

  11. #50
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: wie wird man Buddhist???

    @aran,
    daß niemand etwas zur Stellung der Frauen im Buddhismus geschrieben hat. Stört sich tatsächlich keiner daran, wie ungleich Frauen und Männer beurteilt und behandelt werden?
    Stimmt, das ist eine recht prekäre Angelegenheit die man aber in den meisten sogenannten Weltreligionen findet. Nun, es ist tatsächlich so dass dieser Umstand sogar auf Gautama Buddha selbst zurückzuführen ist, wenn man der Geschichtschreibung glaubt. Einmal abgesehen vom allgemeinen 'totalitären' Patriarchat aus diesen Zeiten, gibt es in manchen Richtungen der Religionen auch eine metaphysische Erklärung dafür, - die allerdings nicht ohne weiteres nachzuvollziehen ist. Das ist aber mit Sicherheit ein anderes Thema (wert)!

    Übrigens haben auch buddhistische Staaten Kriege geführt und sich gegenseitig die Schädel eingeschlagen - ganz wie im Christentum und dem Islam, ganz ohne Sanftheit.
    Kriege kann man wohl schlecht führen ohne sich die Schädel einzuschlagen, oder? Da allerdings, hat der Buddhismus noch einen Kredit in der Höhe von mehreren Millionen Menschenleben. Das ist glaube ich kein sehr gutes Argument.

    PS: Ich prangere mit meinem Post keineswegs den Buddhismus selbst an. Ich habe lediglich den Jungel auf seltsame Fauna und Flora , sprich auf Plagiate hin durchforstet. Und dabei hoffentlich ein paar seltsame Vögel aufgescheucht

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