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Wer kennt Lehmhäuser?

Erstellt von Chumphon, 05.11.2005, 09:35 Uhr · 236 Antworten · 23.686 Aufrufe

  1. #171
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von Lanna Beitrag anzeigen
    Hallo Lehmrolli, Lehmfrank und Lehmdieter

    Hier ganz in der Nähe werden mit Lehm schiffbare Kanäle abgedichtet.
    Ist, glaube ich, das Beste was man im Moment dazu hat.

    Teilweise liegt der Wasserspiegel 2-3m über dem restlichen Land hier.
    diese Art der Gewässerabdichtung funktioniert nur bei sehr konstanten Wasserständen, ansonsten würde der Lehm bei Trockenheit Risse bekommen, gößerer Uferbewuchs würde zur Durchdringung der Abdichtung durch das Wurzelwerk führen. Man verwendet dafür vorgefomte Lehmelemente mit Überlappung in einer Stärke von 25cm.

    Zur Verdichtung von Lehm bzw bindiger Böden kann man übrigens keine Flächenrüttler einsetzen die über eine Amplitudenerregerfrequenz nichtbindige Böden hervorragend verdichten. Gibt jedoch immer wieder "Praktiker" die ohne Fachwissen genau dieses versuchen.

  2.  
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  3. #172
    Avatar von Lanna

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    Nach deinen Ausführungen kann man davon ausgehen, dass ein Haus aus Lehm in den Tropen keine Risse bekommt?!
    Ist die logische Schlußfolgerung....oder seh ich das falsch?

    Lehm, der Feuchtigkeit aufnimmt, gibt diese Feuchte auch wieder ab, im günstigsten Fall. Wenn Feuchte abgegeben wird, so verdunstet diese.
    Demnach entsteht Verdunstungskälte. Der Raum, bzw. die Wand wird kühler?! Oder?

    Bis jetzt zwei Vorteile.
    Nur, gegenüber was?!

  4. #173
    Avatar von rolli

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    Zitat Zitat von Ruedi Beitrag anzeigen
    @Rolf
    Wiso glaubst du in deinem Endlosloop eigentlich , dass Rolli dir irgendwas beweisen müsste ?
    Nur weil er nicht macht , was du von ihm forderst , disqualifizierst du ihn , teilweise mit Argumenten , die ziemlich unter der Gürtellinie sind , und eigentlich mehr über dich aussagen als mit dem Thema zu tun haben .
    Als ernsthafter Interessent kriegt man via PN sicher mehr Infos .
    Interessante ernsthafte Kontakte über den Lehmbau in Thailand sind mittlerweile via PN entstanden.

  5. #174
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von rolli Beitrag anzeigen
    Interessante ernsthafte Kontakte über den Lehmbau in Thailand sind mittlerweile via PN entstanden.


    kann schon sein, deswegen bist Du hier ja auch unterwegs oder? wiederum kein Argument oder eine ernsthafte Antwort auf die hier an Dich gestellten Fragen, vielleicht kannst du ja auch schon von begeisterten Kunden sprechen, mir egal.....

    Hans V. 38 aus F. ist begeistert, so toll habe ich noch nie gewohnt (ach was)

    falls Du Dein "Wissen" aus irgendwelchen Gründen nur über Pin weitergibst,schreib mich mal an

  6. #175
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von Lanna Beitrag anzeigen
    Nach deinen Ausführungen kann man davon ausgehen, dass ein Haus aus Lehm in den Tropen keine Risse bekommt?!
    Ist die logische Schlußfolgerung....oder seh ich das falsch?

    Lehm, der Feuchtigkeit aufnimmt, gibt diese Feuchte auch wieder ab, im günstigsten Fall. Wenn Feuchte abgegeben wird, so verdunstet diese.
    Demnach entsteht Verdunstungskälte. Der Raum, bzw. die Wand wird kühler?! Oder?
    Rissbildung wäre höchstens zu erwarten bei zeitlich extrem trockner Luft, das ist in Thailand nicht der Fall, der Rest stimmt so wie Du sagst, theoretisch also durchaus positiv, wenn da nicht diese extreme Luftfeuchte über mehrere Monate wäre, das halte ich für ein echtes Problem.

  7. #176
    Avatar von Lanna

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    Ich steig aus diesem Thread aus.
    CU

  8. #177
    Avatar von Ruedi

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    Auch während der Regenzeit ändert sich die Luftfeuchte innerhalb vom Tagesverlauf im Bereich 70-90% , ist also nicht konstant bei 90% .
    Regenzeit heisst ja nicht , dass es monatelang regnet . Im Normalfall ist mit 1-2 Stunden Regen zu rechnen , mit einer Spitze von ca 1 Woche mehr oder weniger starkem Dauerregen .

    Was ich eher negativ bei Lehmbau finde , dass die Farbgestaltung aussen und innen sehr eingeschränkt ist . Sobald man einen Farbanstrich macht , verliert man einen Teil der Vorteile , wie die Atmungsaktivität . Man versiegelt die Oberfläche .

  9. #178
    Avatar von Samuianer

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    Zitat Zitat von Ruedi Beitrag anzeigen
    Auch während der Regenzeit ändert sich die Luftfeuchte innerhalb vom Tagesverlauf im Bereich 70-90% , ist also nicht konstant bei 90% .
    Regenzeit heisst ja nicht , dass es monatelang regnet . Im Normalfall ist mit 1-2 Stunden Regen zu rechnen , mit einer Spitze von ca 1 Woche mehr oder weniger starkem Dauerregen .

    Was ich eher negativ bei Lehmbau finde , dass die Farbgestaltung aussen und innen sehr eingeschränkt ist . Sobald man einen Farbanstrich macht , verliert man einen Teil der Vorteile , wie die Atmungsaktivität . Man versiegelt die Oberfläche .

    Nur mit "modernen Anstrichen" geloeschter Kalk, gebundenen Kreideanstriche, wie das mal ueblich war oder heute noch ist, versiegeln die Waende nicht!

    Habe ueber Jahre, monatelang in Suedindien (Goa, Kerala, Tamil Nadu) in Lehmhaeusern gewohnt, war auch in der Regenzeit Innen immer trocken, wurde nie muffig oder feucht, besonders die Waende nicht, so wie es hier in Thailand in der Regenzeit bei Betonbauten der Fall ist, da bildet sich sogar Schimmel, da dem "Zement-Innenputz" meist schnell haertender Binder beigemengt wird, ist der Putz fast glashart und entsprechend atmungsinaktiv!!

    Und wie gesagt im "Fraenkischen" in einem Haus gelebt wo das Obergeschoss aus Fachwerk mit Lehmausfuellungen bestand...trotz der starken innen /aussen Temperaturschwankungen zischen den Jahreszeiten, nichts, keine Risse etc.!

  10. #179
    Avatar von Nokgeo

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    Zitat Zitat von Ruedi Beitrag anzeigen
    Auch während der Regenzeit ändert sich die Luftfeuchte innerhalb vom Tagesverlauf im Bereich 70-90% , ist also nicht konstant bei 90% .
    Regenzeit heisst ja nicht , dass es monatelang regnet . Im Normalfall ist mit 1-2 Stunden Regen zu rechnen , mit einer Spitze von ca 1 Woche mehr oder weniger starkem Dauerregen .

    Was ich eher negativ bei Lehmbau finde , dass die Farbgestaltung aussen und innen sehr eingeschränkt ist . Sobald man einen Farbanstrich macht , verliert man einen Teil der Vorteile , wie die Atmungsaktivität . Man versiegelt die Oberfläche .
    Es gibt offenporige und geschlossenporige Anstriche..speziell beim Holzanstrich..
    OK..hier gehts nicht um Holzanstriche.

    Rolf2 versteh ich.

    Wie kann eine Fläche, aus dem Material X... Luftfeuchte abgeben, wenn die Raumluft, aufgrund von schon vorhandener Luftfeuchte überwiegend gesättigt ist..

    Um zu wissen, wann die Raumluft, zeitlich gesättigt ist..ist eine Luftfeuchtemessung per Hygrometer kontinuierlich angesagt. ( Tropen)

    So eine Raumluft - Feuchtemessung über den Tag / pro Stunde..lässt erkennen, ob die Raumluft ÜBERHAUPT in der Lage ist, weitere Feuchtigkeit aufzunehmen, in %, falls ja, wie lange dauert ein zusätzliche Aufnahme.

    Interessant wäre ein Werkstoff / Wand, was die Luftfeuchte innen aufnimmt, wenn die Luftfeuchte INNEN hoch ist, ( offene Fenster ) dann nach AUSSEN abzugeben vermag..

    Bitte Erklärung dazu..

  11. #180
    Avatar von Lanna

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    Was für eine Erklärung möchtest du?

    Ein Hygrometer alleine nützt nicht viel. Die Abhängigkeit von der Temperatur ist wichtig.
    Je höher die Temperatur der Luft, desto mehr Wasser kann sie aufnehmen.

    Gutes Bespiel ist im Winter die kalte Brille, an der sofort das in der warmen Raum-Luft angereicherte Wasser kondensiert. Deine Brille beschlägt.

    Deshalb wird es so sein, dass dein Hygrometer im kalten Zimmer 90% anzeigt. Heizt du dieses Zimmer auf, so wird, ohne das du lüftest, die relative Luftfeuchte, z.B. auf 50% fallen.

    Wi schnell kann die Luft das Wasser aufnehmen?
    Die Luft kann sofort das Wasser aufnehmen. Z.B. bei der Lehmwand wäre die Luft sofort in der Lage das verdunstende Wasser aufzunehmen, natürlich in Ahängigkeit von der z.Zt. herrschenden rel. Luftfeuchte und der dazugehörigen Temperatur.

    In den Tropen ist es so, dass nicht durchgängig 90 bis annähernd 100% Luftfeuchte herrscht, sondern es gibt Phasen dazwischen, die eine niedrigere relative Luftfeuchte haben. In diesen Zeiträumen können Flächen, wie z.B. die Lehmwand innen, ablüften / abtrocknen. Der pos. Effekt wäre, dass durch die Verdunstungskälte der Raum bzw. die Wand noch gekühlt wird.

    Da die Strahlungswärme bzw. Strahlungskälte eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden in einem Raum spielt, ist die tatsächliche Raumtemperatur nicht unbedingt das Entscheidende.

    Beispiel, im Skiurlaub sitzt du in Badehose auf dem Gletscher und lässt dich von der Sonne (Strahlungswärme) bräunen. Die gemessene Temperatur im Schatten ist dabei unter Null, trotzdem frierst du nicht.

    Du kannst demnach auch in einem durch die Klimaanlage gekühltem Raum sitzen, trotzdem ist dir unangenehm warm. Warum? Weil die Wände oder die Decke des Raumes eine sehr hohe Temperatur haben.

    Ein anderes Beispiel: Wohnungen mit Fussbodenheizung benötigen ca 15% weniger Energie, weil man sich auch bei rel. kühlen Wohnungen wohler fühlt.

    Die Beispiele, umgedreht, gelten für die Tropen, oder generell für heiße Gegenden.

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