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Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

Erstellt von Freya, 15.01.2010, 13:11 Uhr · 66 Antworten · 6.090 Aufrufe

  1. #51
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Zitat Zitat von Potter",p="812810
    ..keine alten Wunden aufreißen/den Schmerz nicht ignorieren ist durch den fremden Kulturkreis zusätzlich erschwert.
    Nein, es ist einfach. Zeigt sie Dir (vertrauensvoll) ihren Schmerz, solltest Du darauf reagieren. Will sie ihn vor Dir verbergen, solltest Du sie respektieren.

    Sie daran zu erinnern, daß sie Schmerz hat, musst Du wirklich nicht.

  2.  
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  3. #52
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Zitat Zitat von tomtom24",p="812813
    Zitat Zitat von rolf2",p="812805
    geh das Genze mal ein wenig philosophisch an, wer bist Du und aus welchem Kulturkreis kommst Du ?
    Der Verlust schon eines geliebten Menschen tut weh. Egal ob ...
    Deine Gedanken dazu sind ja nicht völlig falsch. Aber m.E. spielt dabei auch die Nähe eines solchen traurigen Ereignisses eine grosse Rolle. Diese Sterbefälle liegen ja nun schon etwas zurück und ich meine, man sollte sie nicht ungefragt wieder in den Mittelpunkt stellen.

  4. #53
    Avatar von mike11

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    04.12.2007
    Beiträge
    904

    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Zitat Zitat von tomtom24",p="812783
    Zitat Zitat von Potter",p="812730
    Zitat Zitat von phimax",p="812722
    Mal die kulturellen Unterschiede aussen vor,
    was sagt deine ´weibliche Intuition´?
    [highlight=yellow:52ff2e5763]Die sagt, so ein Verlust kann niemals überwunden werden.
    Die Trauer wird einen immer begleiten.
    Das Leben geht nicht weiter, wenn man ein Kind verliert. Es bleibt einfach stehen. Danach geht es bei jedem Tag ums blanke Überleben.[/highlight:52ff2e5763]

    Ich bin dort im Urlaub, wie soll sich diese Frau von mir verstanden fühlen?
    Das Gelbe wuerde ich von jemandem ins Thai uebersetzen lassen und auf einer schoenen Karte im Kuvert mit uebergeben
    Sicherlich gut gemeint, aber meiner Ansicht nach in der Situation fast schon gefährlich.
    Nachdem was ich hier so von Potter lese, scheint sie intuitiv eh das richtige zu machen.

    mike

  5. #54
    Avatar von tomtom24

    Registriert seit
    09.03.2006
    Beiträge
    4.421

    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Zitat Zitat von Paddy",p="812822
    Zitat Zitat von tomtom24",p="812813
    Zitat Zitat von rolf2",p="812805
    geh das Genze mal ein wenig philosophisch an, wer bist Du und aus welchem Kulturkreis kommst Du ?
    Der Verlust schon eines geliebten Menschen tut weh. Egal ob ...
    Deine Gedanken dazu sind ja nicht völlig falsch. Aber m.E. spielt dabei auch die Nähe eines solchen traurigen Ereignisses eine grosse Rolle. Diese Sterbefälle liegen ja nun schon etwas zurück und ich meine, man sollte sie nicht ungefragt wieder in den Mittelpunkt stellen.
    Nachdem sich schon einige, die mir sehr nahe gestanden sind, verabschiedet haben, gehe ich an dieses Thema ganz anders ran. Offener. Vorher dachte ich wie die meisten.

    Aber ich kann Dich beruhigen, den Verlust eines 5jaehrigen Kindes wirst Du nicht in den Mittelpunkt zurueckbringen. Dort wird er sich nachwievor befinden. Wenn auch mit etwas mehr Distanz. Nur wird diese Verbindung niemals reissen.

    Und gerade die Leute, die sich auch nach laengerer Zeit noch einen Kopf machen, sind die, die ich schaetze. Am Anfang kommt doch jeder. Und versteht nach einem (oder gar 10) Jahr nicht, dass man, wenn auch distanzierter, immer noch mit Trauer erfuellt sein wird.

    Gerade dann tut es gut, jemanden zu haben, der einem echte Betroffenheit zeigt und einem nicht (falsche oder fehlende Trauerverarbeitung vorhaelt). Jemanden zu haben, der einem bestaetigt, dass man NICHT falsch liegt damit oder gar verrueckt ist, wenn es nach Jahren noch genauso weh tut wie am ersten Tag. Das zeigt nur tiefe Verbundenheit

  6. #55
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    @TomTom

    natürlich tut es noch weh. Gar keine Frage.

    Aber Du selbst schreibst von einer gewissen Distanz (die sicher langsam und qualvoll aufgebaut wird).

    Warum sollte man dann plötzlich mit der Tür ins Haus fallen? Kann man Verbundenheit nicht auch anders zeigen? Kann man nicht einfach abwarten, bis der Betroffene darüber mit mir reden mag, wenn er sich mir verbunden fühlt und das Bedürfnis dazu bei ihm entsteht?

    Ein Psychologe in einer Gesprächstherapie wird niemals dem Patienten sagen was der fühlt und ihm dann sein Verständnis dafür zeigen. Immer lässt er den Patienten zuerst sprechen und reagiert erst danach.

  7. #56
    Avatar von tomtom24

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    09.03.2006
    Beiträge
    4.421

    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Zitat Zitat von Paddy",p="812830
    @TomTom

    natürlich tut es noch weh. Gar keine Frage.

    Aber Du selbst schreibst von einer gewissen Distanz (die sicher langsam und qualvoll aufgebaut wird).

    Warum sollte man dann plötzlich mit der Tür ins Haus fallen? Kann man Verbundenheit nicht auch anders zeigen? Kann man nicht einfach abwarten, bis der Betroffene darüber mit mir reden mag, wenn er sich mir verbunden fühlt und das Bedürfnis dazu bei ihm entsteht?
    Meine Erfahrung: jeder Nichtbetroffene, je groesser der zeitliche Abstand, macht lieber einen Bogen um die Sache. Und selbst als Betroffener hat man Angst, auf Unverstaendnis zu stossen, dass einen dass auch viel spaeter tatsaechlich immer noch bewegt.

    Jedoch, ich kann auch nur fuer mich und meine Erfahrungen sprechen. Wobei ich wie gesagt sehr offen mit diesem Thema umgehe und deswegen auch vieles an Meinungen von anderen, die mit mir darueber teilweise sehr ausgibig gesprochen hatten, hier mit einfliessen lasse.

    Jedoch bin ich weder Psychiater noch allwissend. Deshalb auch nur "ich wuerde", denn gewiss geht auch jeder Mensch anders damit um. Wobei aber wieder viele in gewissen unsichtbaren gesellschaftlichen Regeln festhaengen, denn irgendwie ist das Sterben ja auch bei uns immer noch ein Tabu Thema oder viele haben Angst davor, weil sie denken, sie koennten gleich selbst vom Blitz getroffen werden ;-D

    Ich persoenlich fahr gut damit mit meiner Offenheit. Hat man noch nicht sehr intensive eigene Erfahrungen, hat man vielleicht Angst davor, das zum Ausdruck zu bringen.

  8. #57
    Avatar von rolf2

    Registriert seit
    04.09.2006
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    19.346

    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    wie schon oft hier gesagt, Potter muss von ihren eigenen ihr angemessenen, natürlichen Möglichkeiten Gebrauch machen, dann kommt das auch so rüber wie sie das beabsichtigt,

    einfach das ausdrücken was Du fühlst Potter ohne falschen Pathos ohne zuviel Rücksicht/Gedanken auf Thaimentalität zu nehmen, am ende sind wir alle Menschen und fühlen und verstehen zumindest ähnlich was Gestik, Mimik und der Klang der Stimme ausdrückt...... wie gesagt nicht unbedingt die Worte, meienr Meinung nach könntest du sogar Deutsch oder englisch sprechen, die Message würde ankommen

  9. #58
    Avatar von Freya

    Registriert seit
    29.05.2006
    Beiträge
    190

    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Euch allen ganz, ganz lieben Dank für die teils wirklich wertvollen Beiträge. Ihr habt mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben, nun werde ich nochmal alles in Ruhe durchlesen und "drüber schlafen".
    Ich verabschiede mich für eine Skifahr-Woche, dass ihr euch nicht wundert, wenn ich mich dann plötzlich nicht mehr melde.

    Gute Nacht!

  10. #59
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Zitat Zitat von Potter",p="812892
    Ich verabschiede mich für eine Skifahr-Woche, dass ihr euch nicht wundert, wenn ich mich dann plötzlich nicht mehr melde.

    Gute Nacht!
    Hals und Beinbruch !

    Dir auch eine gute Nacht. Du machst das schon!

  11. #60
    Avatar von Nokgeo

    Registriert seit
    18.01.2001
    Beiträge
    11.373

    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Zitat Potter #1:

    " Wie verhalte ich mich? Ich möchte ihr weder zu nahe treten, noch ihren Schmerz ignorieren. Leider kann ich außer ein paar Floskeln kein Thai.

    Ich hatte daran gedacht, ihr eine Kleinigkeit mitzubringen, aber was schenkt man jemanden, der seine kleine Insel noch nie verlassen hat, täglich Urlauber bedienen muss, um zu überleben...?

    Ich hatte an einen Bildband über unsere Region gedacht, etwas typischen Naschkram von hier, vielleicht noch etwas Modeschmuck???
    Oder doch lieber nur Geld? Oder eine Verbindung? "
    ____________________________

    Bring ne " Tüte " gute Laune und Aufmerksamkeit mit..
    Mit dem Herzen dabei..zählt.

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