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Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

Erstellt von Freya, 15.01.2010, 13:11 Uhr · 66 Antworten · 6.092 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von ernte

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    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Ich denke mir Sie freut sich über Süssigkeiten, aber ein Bildband wäre bestimmt auch nicht schlecht. Dann hat Sie was, was nicht jeder hat und kann es zeigen.
    Ich weis ja nicht wielange du dort bleibst, aber Geld würde ich zum Abscheid geben. max 500

    Und ansonsten verhalte dich ganz normal, wie es die Situation halt ergibt.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Freya

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    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Ja, das mit dem Geld zum Abschied ist eine gute Idee!

    Ansonsten bin ich schon authentisch, nur halt die Frage, ob das überhaupt in Ordnung ist.
    Wie wird mit Trauer umgegangen? Schnell weggewischt (Gesicht wahren) oder ruhig gezeigt? Dann will ich nämlich auch nicht in Wunden herumbohren.
    Das war meine Überlegung.

    Und dann die erwähnte Sprachbarriere als großes Hindernis.
    Ich kann grad so fragen, wie es ihr geht. Aber dann...

  4. #13
    Avatar von phimax

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    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Zitat Zitat von Potter",p="812717
    Und dann die erwähnte Sprachbarriere als großes Hindernis.
    Ich kann grad so fragen, wie es ihr geht. Aber dann...
    Keine Anspielung o.ä.:

    Mal die kulturellen Unterschiede aussen vor,
    was sagt deine 'weibliche Intuition'?

  5. #14
    Avatar von Freya

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    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Zitat Zitat von phimax",p="812722
    Mal die kulturellen Unterschiede aussen vor,
    was sagt deine 'weibliche Intuition'?
    Die sagt, so ein Verlust kann niemals überwunden werden.
    Die Trauer wird einen immer begleiten.
    Das Leben geht nicht weiter, wenn man ein Kind verliert. Es bleibt einfach stehen. Danach geht es bei jedem Tag ums blanke Überleben.

    Ich bin dort im Urlaub, wie soll sich diese Frau von mir verstanden fühlen?

  6. #15
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Zitat Zitat von Potter",p="812683
    Hallo Ihr Lieben,

    in einigen Wochen werden wir zum 7. Mal auf "unsere" Insel reisen und es wird einige freudige Wiedersehen geben.
    Unter anderem mit unserer lieben Gastgeberin - und vor diesem Treffen habe ich auch ein wenig Angst, weil ich nicht weiß, wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll.

    Die Frau ist in meinem Alter -mitte dreißig- und musste in den letzten Jahren zwei fundamentale Verluste hinnehmen:
    erst starb ihr Mann an einem Anfall, dann, letztes Jahr, ihr 5jähriger Sohn.
    Ich habe mich damals ein wenig rumgehört und mir wurde geraten, mein Mitgefühl mit einem Umschlag mit ein wenig Geld deutlich zu machen.
    Gesagt, getan.
    Beim Überreichen habe ich noch mit betretenem Gesicht "I´m so sorry" gestammelt, dann sind wir beide in Tränen ausgebrochen und lagen uns kurz in den Armen.
    Danach bin ich relativ schnell weg gegangen. Bei den nächsten Zusammentreffen war sie immer freundlich, aber gefasst.
    Nach dem emotionalen Treffen nagten noch lange Zweifel in mir, ob ich der Frau mit dieser Konfrontation einen Gefallen getan hab, aber ich wollte einfach authentisch und natürlich auch respektvoll sein.
    Wenn man die Sitten in einem Land so wenig kennt, fühlt man sich allerdings echt wie ein Elefant im Porzelanladen...

    So, das war das.
    Und nun kommen wir wieder.

    Wie verhalte ich mich? Ich möchte ihr weder zu nahe treten, noch ihren Schmerz ignorieren. Leider kann ich außer ein paar Floskeln kein Thai.
    Ich denke, Du hast das absolut prima gemacht und bist sensibel, genug, auch beim nächsten Treffen nichts falsch zu machen.

    Verhalte Dich einfach nur liebevoll. Worte sind überflüssig und drüber reden solltest Du nur, wenn sie dieses Gespräch sucht.

    Solche Schicksalschläge bleiben lebenslang in der Erinnerung und führen immer wieder zu depressiven Schüben.
    Das ist aber völlig normal und betrifft unendlich viele Menschen.

  7. #16
    Avatar von jeen

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    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Wenn Ihr schon so oft da wart, habt Ihr bestimmt auch Fotos gemacht. Denkt mal über ein Photoalbum nach.

    Wenn würde ich allerdings die Photos mitnehmen und das Album in TH kaufen.

  8. #17
    Avatar von Freya

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    190

    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Vielen Dank für eure Tipps und Ermutigungen, ich hoffe nun, der Situation gewachsen zu sein und meine Unbeholfenheit zu meistern und komme nicht mit leeren Händen, was ein schönes Gefühl ist.

  9. #18
    Avatar von rolf2

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    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    ehrliche Gefühle mit ehrlicher Körpersprache werden überall verstanden

    Worte machen es nur unnötig kompliziert und werden nicht immer richtig verstanden

  10. #19
    Avatar von Sommer

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    163

    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Hallo Potter,
    jetzt meldet sich mal ein Weibsbild zu Wort :-)

    Es ist alles völlig richtig, was die Herren Dir hier empfehlen. Ich würde auch Parfüm, etwas Süßes und einen schönen Bildband mitnehmen und Geld erst bei der Abreise

    Wenn Du sie wiedersiehst, nimm sie einfach in den Arm und drück sie ordentlich. Ich denke, dass sie auch weiß, dass Dir die richtigen Worte fehlen. Vielleicht ergibt sich ja in den 14 Tagen doch noch die Gelegenheit zu einem Gespräch.

    Ich drück Dir die Daumen und bin sicher, Du wirst schon das Richtige tun.

    Mir geht es hier in Deutschland mit Deutschen ja auch nicht anders, ich weiß auch nie, was ich sagen soll. Dieses "mein herzlichstes Beileid" finde ich immer so platt und irgendwie nichtssagend

    Meistens mache ich es in Deutschland auch so, dass ich den/die Trauernden einfach in den Arm nehme und drücke

  11. #20
    Avatar von Freya

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    190

    Re: Wenn einem zum Mittrauern die Worte fehlen...

    Zitat Zitat von rolf2",p="812758
    ehrliche Gefühle mit ehrlicher Körpersprache werden überall verstanden

    Worte machen es nur unnötig kompliziert und werden nicht immer richtig verstanden
    Danke.
    Das versöhnt mich ein wenig mehr mit meinem Gefühlsausbruch bei der Beileidsbekundung.
    Ich habe einfach eine wahnsinns Angst vor dieser Gesichtsverlust-Geschichte.
    Aber wenn ihr meint, dass Authentizität wertvoller ist, als "korrektes" Verhalten, kann es eigentlich kein falsches Benehmen geben, wenn man mitfühlt.

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