Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 26

wege des glaubens

Erstellt von antibes, 19.11.2007, 22:17 Uhr · 25 Antworten · 2.213 Aufrufe

  1. #11
    max
    Avatar von max

    Registriert seit
    01.08.2006
    Beiträge
    326

    Re: wege des glaubens

    Zitat Zitat von Shuai_ran",p="543869
    Zitat Zitat von antibes",p="543850
    dass man sich relativ sicher sein kann, dass auch viele der noch offenen Fragen beantwortet werden können, ohne den Gottes-Joker auszuspielen.
    Wer Gott als Joker ausspielen will hat den Glauben noch nicht begriffen.

    Gruß Max

  2.  
    Anzeige
  3. #12
    Avatar von Samuianer

    Registriert seit
    04.09.2003
    Beiträge
    17.303

    Re: wege des glaubens

    Zitat Zitat von Shuai_ran",p="543869
    ...Es geht darum, dass es immer weniger ungelöste Fragen gibt. Diese "Rätsel"/"Wunder" sind genau die Lücken, die Gott bzw. Religion nötig machen. Früher wusste man praktisch nichts über die Entstehung des Universums, der Erde und der Menschen. Deshalb wurden die Religionen "erfunden". Heute ist gibt es so viele Antworten, dass man sich relativ sicher sein kann, dass auch viele der noch offenen Fragen beantwortet werden können, ohne den Gottes-Joker auszuspielen.
    Da ist ein gigantischer Wiederspruch in deiner Aussage!

    "Es geht darum, dass es immer weniger ungelöste Fragen gibt. Diese "Rätsel"/"Wunder" sind genau die Lücken, die Gott bzw. Religion nötig machen."

    und dann schreibst du gleich im naechsten Satz weiter:

    "Heute ist gibt es so viele Antworten, dass man sich relativ sicher sein kann, dass auch viele der noch offenen Fragen beantwortet werden können, ohne den Gottes-Joker auszuspielen."

    Was denn nun?

    Der OT schreibt davon das seine Frau Buddhistin sei, im Buddhismus kommt es erst garnicht zu der Gottes-Frage!

    So gesehen ist es tatsaechlich unwichtig ob es nun einen Gott, einen allmaechtigen Schoepfer gibt oder nicht!

    Es sieht eher verdammt so aus als das die theistische These sich, wissenschaftlich gesehen, selbst wiederlegt!

    In erster Linie dreht es sich, im Buddhismus, um das Konzept: "Leiden und leiden", vermindern durch erkennen!

    Das versucht die buddhistische Heilslehre auf unkonfessionelle Art zu loesen!

    Sie leitet dazu an, nach einer Loesung zu suchen, zu fragen, zu hinterfragen und gibt bestimmte Leitsaetze um das immer wieder neu selbst-entfachte Leiden zu begrenzen, sucht nach der gaenzlichen Aufhebung des Leidens durch Erkenntniss, damals nannte Mensch das halt "Erleuchtung"!

    Der Nazarehner, der zum "sohn Gottes" gekuert wurde, zeigte aehnliche Wege auf, das ist unumstritten!

    Umstritten ist und bleibt diese "Gottesidee" um es nicht Erfindung zu nennen.

    Weil blinde Rituale, den Mensch im besten Falle beruhigen, aber auf seinem Pfad kaum weiterhelfen!

  4. #13
    Avatar von phimax

    Registriert seit
    03.12.2002
    Beiträge
    14.274

    Re: wege des glaubens

    Zerlegt die wissenschaftliche Auffassung in sieben Bilder und schon paßt es...
    ...sogar in der Ab- bzw. Reihenfolge.

    Die Menschen derzeit waren nicht doof, nur wußten sie zu wenig.

  5. #14
    Avatar von kcwknarf

    Registriert seit
    27.06.2005
    Beiträge
    10.249

    Re: wege des glaubens

    Zitat Zitat von Dieter1",p="543886
    Ich wuesste jetzt nicht, wo sie sich nicht widersprechen und was die Quantenphysik mit der Schoepfungsgeschichte zu tun haben koennte
    Das ist doch eine Frage der Definition oder der Interpretation.
    Wer sich Gott als eine Art "Person" vorstellt, kann natürlich keine Parallelen entdecken.
    Doch was wäre, wenn man sagt: Gott ist die Quantenphysik.

    Es gibt so viele verschiedene Ansichten.
    Eine sagt aus: Gott steckt in uns allen. Wenn nach der Definition jemand meint, er glaube nicht an Gott, dann glaubt er auch nicht an sich selbst. Er exisitiert dann nicht mal selber.
    Oder man müsste beweisen, dass in einem nichts göttliches schlummert. Bleibt aber das Problem: was ist denn göttlich?

    Oder was ist mit der Behauptung, Götter seinen Außerirdische, die die Menschheit einfach nur auf der Erde ausgesetzt, bzw. künstlich als Versuchsobjekte erzeugt haben. Das würde erklären, warum so viele Urvölker an verschiedenen Plätzen der Welt plötzlich die Idee eines oder mehrerer Götter gebabt haben. Muss ja irgendwo herkommen. Auch diese Theorie würde natürlich nicht der Naturwissenschaft widersprechen.

    Ich sehe es jedenfalls noch lange nicht, dass alle Dinge erforscht sind. Und solange kann auch keiner behaupten, die "Gegenseite" hat unrecht.

  6. #15
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: wege des glaubens

    Zitat Zitat von phimax",p="543889
    Zerlegt die wissenschaftliche Auffassung in sieben Bilder und schon paßt es...
    ...sogar in der Ab- bzw. Reihenfolge.

    Die Menschen derzeit waren nicht doof, nur wußten sie zu wenig.
    Eben, genau so ist es.
    Und das Bild passt ueberrraschend gut in die wissenschaftliche Lehrmeinung.
    Wenn lt. eigener Aussage manchem dazu auch der geistige Horizont fehlt.

    Und der Hinweis dass Quantenphysik und Relativitaetstheorie nicht zusammenpassen ist wenn ueber Hawking im Zusammenhang der Schoepfung diskutiert wird durchaus wichtig.
    Er zeigt naemlich auf, dass die heutigen Modelle so nicht stimmig sind. Genau das wissenschaftliche Problem das Hawking versucht zu loesen, ist ihm bisher nur nicht gelungen.

    Sioux

  7. #16
    Avatar von Samuianer

    Registriert seit
    04.09.2003
    Beiträge
    17.303

    Re: wege des glaubens

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="543891
    .....vorstellt, kann natürlich keine Parallelen entdecken.
    Doch was wäre, wenn man sagt: Gott ist die Quantenphysik.
    Und wenn DAS wahrhaft verstanden wurde was die letzten Erkennnisse der QP belegt haben, dann wuerdest auch du verstehen warum deine und die Anfuehrungen Anderer genau diese These, durch die QP wiederlegt wurde!

    Das ist halt das Ding mit dem "schon vestanden zu haben" und dem wahrhaften Verstehen, der Einsicht!

    Ist halt ziemlich komplex was diese Theoretiker, sprich Quantumphysiker, da vesuchen zu erklaeren!

    Im Prinzip wird das sogar schon in uralten Schriften, wie den Vedas behandelt - nur eben mit den damals vorhandenen Begriffen, Vergleichsmoeglichekiten (phimax) - daher auch die "psersonifizierung von Kraeften" die dann vom "Poebel" zu Goettern erhoben und angebetet wurden!

    Ein Grund warum der Gautama, eigentlich ein Revolutionaer, versuchte den ganzen WirrWarr um Rituale und Formeln ein Ende zu bereiten und den ganzen Vorgang zu erneuern, zu REFORMIEREN!

    "Wer von Gott redet, weiss nicht wovon er redet!"

  8. #17
    Avatar von Shuai_ran

    Registriert seit
    02.10.2003
    Beiträge
    238

    Re: wege des glaubens

    Zitat Zitat von Samuianer",p="543888
    Da ist ein gigantischer Wiederspruch in deiner Aussage!

    "Es geht darum, dass es immer weniger ungelöste Fragen gibt. Diese "Rätsel"/"Wunder" sind genau die Lücken, die Gott bzw. Religion nötig machen."

    und dann schreibst du gleich imnaechsten Satz weiter:
    "". Heute ist gibt es so viele Antworten, dass man sich relativ sicher sein kann, dass auch viele der noch offenen Fragen beantwortet werden können, ohne den Gottes-Joker auszuspielen."

    Was denn nun?
    Da habe ich etwas unstrukturiert argumentiert. Meine Idee war:
    1. Es gibt immer weniger offene Fragen --> Weniger "Nischen" für Gott.
    2. Weil schon sehr viele Fragen/Phänomene beantwortet wurden, die früher mit "Gott" erklärt wurden, ist es sehr unwahrscheinlich, dass für die unbeantworteten Fragen "Gott" eine adäquate Erklärung ist.

    Also: Früher war für alle unerklärlichen Phänomene "Gott" verantwortlich. Als man die ersten Phänomene ohne Gott erklären konnte, wurde es für Gott aus zwei Gründen eng: Er eienrseits hatte weniger "Aufgaben", andererseits wurde aufgezeigt, dass Gott als universal-Erklärung für alles Unerklärliche nicht taugt.


    Zum eigentlichen Thema:
    Auf der Site http://www.buddhanet.net findest du viele interessante e-books (und erst noch gratis :-) ) zum Thema. In einer Publikation wird die Geschichte des Buddhismus' in TH beschrieben: Der Buddhismus kam über indische "Missionare" nach TH. Diese gaben die neue Lehre zuerst an Inder weiter, die schon länger in TH lebten (mit den Thais konnten sie ja nicht kommunizieren wegen der Sprachbarriere). Über diesen "Umweg" verbreitete sich der Buddhismus in TH.
    Da der Buddhismus aus dem Hinduismus hervorgegangen ist und einige Ideen übernommen hat, ist es nicht verwunderlich, dass die Grenzen zwischen den beiden Religionen teilweise fliessend sind. Der Buddhismus verbietet ja auch nicht explizit andere "Götter", Buddha selber ist ja kein Gott im eigentlichen Sinne, daher sind Götter für den Buddhismus keine so grosse Gefahr wie für die monotheistischen Religionen.
    Für Buddha sind alle Wesen, auch Götter, sterblich, das steht wenn ich richtig informiert bin, im Gegensatz zum Hinduismus. Von daher können Buddhisten auch hinduistische Götter verehren, umgekehrt kann aber ein Hindu nicht gleichzeitig Buddhist sein. Der Buddhismus lehnt auch implizit die strenge Kastenordnung ab: jeder kann Mönch werden.

    Zum Stellenwert der Familie im Buddhismus: Buddha hat seine Eltern weinend und klagend zurückgelassen, seine Frau und sein Kind auch.
    Mönche dürfen ebenfalls nicht heiraten.
    Auch diese Stelle im Pali-Kanon ist aufschlussreich:
    http://www.schattenblick.de/infopool...a/rbud021.html
    (ich zitiere jetzt nicht, ist recht lang). Kurzform: Leiden folgt aus Begierde, darum muss man, um das Leiden auszulöschen, die Begierde auslöschen. Auch Begehren nach einer Frau (und Gründung einer Familie) führt zu Leiden, deshalb sollte ein Mönch keine Familie gründen.


    Zitat Zitat von "Samuianer",p="543895
    Ein Grund warum der Gautama, eigentlich ein Revolutionaer, versuchte den ganzen WirrWarr um Rituale und Formeln ein Ende zu bereiten und den ganzen Vorgang zu erneuern, zu REFORMIEREN!
    Das stimme ich dir zu. Aber in der Ausführung sieht es anders aus: Die Strategie des Buddhismus, sein "Verkaufsargument", war die Toleranz: Jeder kann weiterhin seine Bräuche (z.B. Animismus) beibehalten. Von dem her ist der Buddhismus eine Art "Upgrade". Auch andere Ideen Buddhas wurden, zumindest auf Volksglaubenseben, angepasst, weil sie ziemlich komplex/kompliziert sind (z.B. die Wiedergeburt: Buddha hat die Wiedergeburt NICHT im Sinne einer Seelenwanderung, also alte Seele neuer Körper, verstanden)

    Im Gegensatz dazu setzt das Christentum auf Intoleranz: Entweder du glaubs an Christus (nur durch Christus führt der Weg zu Gott) und schwörst allem anderen ab ODER es setzt ewige Verdammnis. Von dem her ist das Christentum eien Art "Virus", der die heidnischen Religionen verdrängt und wo dies nicht ging (Ostern, Weihnachten Haloween) einfach als christlich umettiketiert hat.

  9. #18
    KKC
    Avatar von KKC

    Registriert seit
    11.12.2006
    Beiträge
    10.671

    Re: wege des glaubens

    Um auf die Frage von Antibes bzgl Thaijugend und budd. Glauben zurückzukommen.
    Ich bin fest davon überzeugt, das es zu dem gleichen Effekt wie in Europa mit den Christentum kommen wird; in 2 Generationen sind die Klöster so gut wie leer.

    Ich sehe das auch im näheren Umfeld, die Jugend hat deutlich weniger Interesse am Glauben (sehr zum Unmut der Älteren).
    Gruß

  10. #19
    Avatar von Samuianer

    Registriert seit
    04.09.2003
    Beiträge
    17.303

    Re: wege des glaubens

    ...buddhanet.xx ist mir gut bekannt!

    Danke fuer die Klaerung der "Unklarheiten"!

    Zitat Zitat von Shuai_ran",p="543899
    jeder kann Mönch werden.
    Moment! NICHT im Thailaendischen Theravada! (noch) Exklusive Maennerenklave!

    Zitat Zitat von Shuai_ran",p="543899
    ..Für Buddha sind alle Wesen, auch Götter, sterblich..
    kleine Haarspalterei: Vergaenglich, nicht dauer-und nicht wesenhaft, "leer"!

    Auch ein wichtiger Kern der Lehre!

    Durch das "Christentum", sprich durch die Kirche, wurden die Heilsreden des Nazarehners ursurpiert - wage ich mir mal an dieser Stelle einfach zu behaupten!

    Da gibt es ja einige hoechst interessante Aspekte wer dieser historische Mann eigentlich war, der Islam kennt ihn, in Indien (Kaschmir) ist eine Grabstaette von der ausgegangen wird das diese die von diesem Mann ist...und, und, und...Indische Philosphen gingen, und gehen damit viel unbelasteter um als die "Kinder aus dem Abendland"! Das geht an dieser Stelle zu weit.


    @KKC:

    Muss aber nicht heissen dass dies eine "schlechte" Enticklung sein muss - auf alle Faelle bestaetigt es sogar den Kern der buddistischen Lehre!

    "ALLES IST VERGAENGLICH, NICHTS HAT BESTAND, ALLES IST EIGEN WANDEL UNTERLEGEN!"

    Bei uns baut ja Heute auch keiner mehr barocke Kirchen oder Schloesser, schoen an zu schauen, keiner zieht mehr den Schweiss, die Traenne,das Blut das dafuer floss!

    Auch waren die Kloester in Europa mal besser belegt!

  11. #20
    Avatar von Shuai_ran

    Registriert seit
    02.10.2003
    Beiträge
    238

    Re: wege des glaubens

    Zitat Zitat von Samuianer",p="543902

    Zitat Zitat von Shuai_ran",p="543899
    jeder kann Mönch werden.
    Moment! NICHT im Thailaendischen Theravada! (noch) Exklusive Maennerenklave!
    Ich habe ja geschrieben jeder... Spass beiseite, Buddha hat ja mal einen Nonnenorden gestiftet, nur ist der "ausgestorben" und weil im Theravada die direkte Verbindung zu Buddha bestehen muss, gibts den nicht mehr.

    Der Punkt mit der Vergänglichkeit / Leere ist IMHO sehr zentral und wird oft missverstanden. In dem Zusammenhang ist ja auc die "Wiedergeburt" im Buddhismus zu verstehen:
    Aus wikipedia:
    Reinkarnation wird im Buddhismus also nicht als „Seelenwanderung“ (Transmigration) verstanden, sondern als ein Impuls aus dem Karma des Gestorbenen. Dieser Impuls ist Folge der nicht ausgeglichenen Karmabilanz des Betreffenden, die sich in einer oder mehreren neu in Erscheinung tretenden Existenzen erneut manifestieren. Eine bekannte Allegorie vergleicht diesen Prozess mit der Flamme einer Kerze, die weitere Kerzen anzündet. Weder die Kerze selbst noch die Flamme bleiben dieselben, aber ohne die ursprüngliche Kerzenflamme gäbe es auch die folgenden nicht.

Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Auf dem Wege zur nationalen Versöhnung
    Von waanjai_2 im Forum Politik und Wirtschaft
    Antworten: 230
    Letzter Beitrag: 28.01.10, 17:26
  2. Puea Pandin - auf dem Wege zur Auflösung
    Von waanjai_2 im Forum Thailand News
    Antworten: 29
    Letzter Beitrag: 01.08.09, 02:27
  3. Wege nach Thailand
    Von Roah im Forum Ehe & Familie
    Antworten: 34
    Letzter Beitrag: 01.12.08, 23:53
  4. Neue Wege zur Malariabekämpfung
    Von Hippo im Forum Sonstiges
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 14.07.08, 13:19