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Warum gibt es "keymoney"?

Erstellt von Claude, 21.01.2007, 23:58 Uhr · 52 Antworten · 6.251 Aufrufe

  1. #21
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Warum gibt es "keymoney"?

    @mipooh schreibt:
    "Ich denke, dass nur sehr selten der Verlierer eines Grundstückes aufgrund eines Gefühls "nun gar nichts mehr zu verlieren zu haben" irgendetwas täte, was für den Wucherer nachteilig ist."

    Da reicht schon ein normaler Zins.
    Passiert nicht selten, daß da Blut fließt.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von mipooh

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    Re: Warum gibt es "keymoney"?

    Da reicht schon ein normaler Zins.
    Passiert nicht selten, daß da Blut fließt.
    Ich lebe ja scheinbar am [s:75ff46dabb]falschen[/s:75ff46dabb] richtigen Ende der Welt...

  4. #23
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Warum gibt es "keymoney"?

    @Monta,
    Theorie, Recht und Praxis - was hindert dich (edit: den Verleiher natürlich) daran das Chanood an Jemand Anderen zu verpfänden, der dir nur die Hälfte des aktuell geschätzten Wertes dafür bietet? (was unter Umständen genau das ausmacht was dir unterm Strich fehlt) The show must go on...

    @mipooh,

    Es ist wohl einfacher sich seinen Standpunkt argumentativ zu erhalten, als auch einmal "aha" zu sagen und doch noch etwas klitzekleines dazu zu lernen. Wer redet hier gerade schön... wenn's grad gebraucht wird?

    PS: Nicht weitersagen, wir haben unser Grundstück beim "Verleiher" gekauft, im Beisein der rechtlichen Besitzerin versteht sich...

  5. #24
    Avatar von simon

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    781

    Re: Warum gibt es "keymoney"?

    Von den mir bekannten selbständigen Kleinunternehmern haben es eine Menge geschafft, die meisten aber nicht, meistens aufgrund versteckter Kosten, abzockerisch-kriminellen Vermietern, Fehlkalkulationen und zu optimistischen Verkaufserwartungen.
    Auch wenn ich schon sehr viele unsaubere Geschäftsmethoden mit ansehen musste, denke ich grundsätzlich dass jeder und jede sein Lehrgeld machen muss und nur mit weniger Naivität, besserer Kontrolle und Kalkulation es schlussendlich schaffen... Wenn auch meist die "guten" Menschen auf die Fresse fallen.. Auch meine Freundin wurde schon betrogen, ausgetrickst und um ihr Geld gebracht.. und das schon x mal.. Dass sie Leuten trotzdem immer noch so unvoreingenommen und freundlich gegenüber ist, sehe ich als Partner als Vorteil.. als Geschäftspartner wäre ich allerdings sehr skeptisch.

  6. #25
    Avatar von Claude

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    2.292

    Re: Warum gibt es "keymoney"?

    Nun, wir sind jetzt wohl beim Geldverleiher angelangt.
    Auch hier Beispiele, daie für die Mittelschicht nicht, aber für die unteren Bildungsklassen doch repräsentativ ist:

    Bekannte hat sich Geld geliehen bei einem privaten Verleiher.
    Frage: Wieviel Zinsen bezahlst Du?
    Antwort: 10 Baths auf 100 Baths
    Frage: Pro Jahr oder pro Monat?
    Antwort: Pro Monat
    Wer nicht rechnen kann, liegt in der Schuldenfalle!

    Eine Kusine hat sich ein Haus bauen lassen.
    Frage: Wo hast Du das Geld her?
    Antwort: Von einer Geldagentur geleihen ("easymoney" oder so)
    Frage: Wieviel Zinsen bezahlst Du?
    Antwort: Weiss nicht.

    Ich glaube, dass viele Unwissende hier komplett überrollt werden. Dies vor dem Hintergrund, dass auf Samui ein relativer Wohlstand ausgebrochen ist, der sehr verlockend auf die unteren Klassen ist. Das fängt bei der Kundenkarte für den Tesco an (bis 40.000 überziehbar) und hört beim keymoney für Geschäftsräume in unglaublich lukrativer Lage auf.

    Nix gegen Kapitalismus, nur die Leute müssen drauf vorbereitet werden und dazu gehört zumindest eine Beratung auf kommunaler Ebene. Und natürlich auch, dass Kreditvergaben limitiert werden müssen.

    Ich will die Thais nicht dumm reden, es gibt sicher viele, die sich wirtschaftlich vernünftig verhalten. Aber leider hat ein Großteil der jetzt Erwachsenen eine sehr bescheidene Schulbildung und ist den Verlockungen des Geldes nicht gewachsen. Wo das hinführt, darauf bin ich mal gespannt.

  7. #26
    Avatar von x-pat

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    Re: Warum gibt es "keymoney"?

    Claude: Wo das hinführt, darauf bin ich mal gespannt.

    Ist doch klar wohin das führt. In eine überdurchschnittliche Verschuldung der Privathaushalte. Die wird dann in Zukunft das Wachstumspotential ausbremsen einige soziale Probleme nach sich ziehen.

    Cheers, X-Pat

  8. #27
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Warum gibt es "keymoney"?

    Es führt wohl auch dazu dass sowas wie ein "Sozialstaat" sobald nicht in Aussicht ist. Den Sozialstaat finanzieren letzendlich die Bürger - und dazu braucht es einen allgemeinen und vor allem stabilen Wohlstand. Und das ist REALITÄT, das was in der westlichen Welt zusammenzubrechen droht, erreicht man in anderen Teilen der Welt möglicherweise überhaupt nicht mehr...

    Aber auch hier täuscht der erste Eindruck: ist es nicht auch so gewesen dass die westlichen (sogenannten) Sozialstaaten sich auch über die Jahrhunderte an "anderen Welten" hochgehievt haben? Angefangen bei der Sklaverei, Kolonialismus, Ausbeutung und Förderung der internen Ausbeutung von "Kolonialwaren" und dann auch "Geldverleih", um letzendlich den Bankrott zu verhindern und die Quelle nicht versiegen zu lassen. Und der Krieg um die Rescourcen geht ja mittlerweile in die letzte Runde. Nein, Keymoney haben die Sklavenhändler, Kolonialisten und Ausbeuter (und letztlich die Warlords) von Gestern und Heute nicht verlangt... wozu auch

  9. #28
    Avatar von Claude

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    2.292

    Re: Warum gibt es "keymoney"?

    Mr. Luk,

    da hast Du aber einen weiten Bogen in die Geschichte geschlagen! Sklaverei und Kolonialismus sind imho von der selbstgewählten Verschuldung der Privathaushalte etwas weit entfernt. Aber interessant war der Beitrag trotzdem.

    P.S.: Esch war nach nie obb da Schewafouer!

  10. #29
    Avatar von x-pat

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    Re: Warum gibt es "keymoney"?

    Luk: Angefangen bei der Sklaverei, Kolonialismus, Ausbeutung und Förderung...

    Das ist jetzt in der Tat ein weiter Bogen und hat mit dem Thema "keymoney" nicht mehr viel zu tun, trotzdem ein kurzer Kommentar: jegliches wirtschaftliche Wachstum basiert letztendlich auf der Nutzung/Verbrauch von natürlichen Ressourcen und menschlicher Arbeitskraft. Das Problem ist das beides auf diesem Planeten begrenzt ist, denn es gibt nur eine limitierte Anzahl von Ressourcen und der Planet kann nur eine limitierte Anzahl von Menschen ernähren.

    Dieser grundlegende Gedanke wurde bereits in der Studie "Die Grenzen des Wachstums" von 1972 im Auftrag des Club of Rome dokumentiert. Dem ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen. Gegenwärtig überschreiten wir den ökologischen Fußabdruck (die Regenerationskapazität des Planeten) um ca. 25%, und die Tendenz ist beschleunigend.

    Cheers, X-PAt

  11. #30
    Avatar von Samuianer

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    04.09.2003
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    17.303

    Re: Warum gibt es "keymoney"?

    Raubtierkapitalismus, oder 's geht, was geht...

    Mal sehen wie lange noch...ich habe dazu nichts weiter zu sagen, weil ich es fuer sinnlos halte sich ueber derlei menschliche Abarten auch noch Gedanken zu machen, es wird trotz aller frommen Sprueche, Ermahnungen, Abmahnungen, Warnhinweisen so weiter gehen mit VOLLGAS!

    Wer will/kann Heute einem Thai, Chinesen oder Inder erzaehlen Dies und Das zu unterlassen? Wer in aller Welt wird in der Lage sein diesen Leuten den "neuen Wohlstand" auszureden.

    Es wird (hoechst wahrscheinlich) erst zu einer Neubesinnung kommen - wenn die fuenf vor Zwoelf ueberschritten sind...



    WYSIWYG - as simple as that!


    cheers Freunde


    @Claude:
    "Keymoney" ist, auf Samui, meist zu hoch angesetzt. Der Sinn davon ist das in den Raeumen, Haeusern, Geschaeften vorhandene Mobiliar, Einrichtung, Einbauten etc. mit zu verkaufen.

    In Deutschland nennt die Branche sowas "Abstand".

    nach Nathon...

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