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Wann ist man Deutscher?

Erstellt von Tramaico, 05.07.2006, 14:17 Uhr · 116 Antworten · 5.200 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Conrad

    Registriert seit
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    Re: Wann ist man Deutscher?

    Wann ist man Deutscher ?

    Wenns einem die Tränen in die Augen treibt, wenn die deutsche Nationalhyme gespielt wird ?


    Ich fand den Werbespot so treffend, wo die Jungs in ihren Trikots mit tränenüberströmten Gesichtern im Stadion stehen (es wird gerade die deutsche Nationalhymne gespielt) und Franz Beckenbauer kommt ganz cool daher und täschelt den Jungs die Wangen (Kopf hoch, Jungs, geht schon ). Aber es waren nur die Balljungs, wie man am Ende des Spots sieht.

    Nationalgefühl ist schon eine sehr komische Sache.

    Ich hatte es in Thailand wirklich sehr oft, daß (meistens) Engländer versuchen, alle Deutschen als ..... hinzustellen. Von wegen, in Deutschland hat ja jede Wohnung einen Gasanschluß (wegen der Juden). Das fanden die Inselaffen immer brüllend lustig. Ich hab dann immer mitgelacht und sie zum Spaß noch darin bestärkt, daß in D ja eigentlich immer noch die ..... regieren, die Polizei in schwarzen Uniformen mit SS-Abzeichen rumrennt usw. Ist wohl der spezielle englische Humor.........

    Wenn ich dann meinte, wie toll ich die Musik der Stones (Kinks, Beatles usw. ) fand, war man schnell mit denen gut Freund.

    Anderen, wie Skandinaviern, Amis, Australiern, Kanadiern, ist die Nationalität meistens erstmal egal.

    Und "deine grundsaetzliche Denkweise, dein ausgepraegtes Wertesystem, dein Wunsch nach Klarheit, all das hast du aus Deutschland mitgebracht" ist mir hier per Erziehung mitgegeben worden.

    Mehr und mehr wächst Europa zusammen und irgendwann wird Deutschland Teil der "Vereinigten Staaten von Europa" sein.

    Als Deutscher muß ich mit den dunklen Seiten der deutschen jüngeren deutschen Geschichte leben. Vielleicht auch deshalb ist mir deutscher Nationalismus und der meist damit daher kommende deutsche Grössenwahn zutiefst zuwider.

    Speziell bei Schröder war dieser Grössenwahn (wahrscheinlich, weil er immer ein paar Gläser Rotwein zuviel intus hatte) besonders deutlich zu sehen. Und seitdem Sozi-Bonzen die Arbeitslosen als Schmarotzer und Parasiten bezeichnen (ehemaliger Wirtschaftsminister Clement) und der fette SPD-Bonze Beck (Ministerpräsident) meint, die Hartz 4 Empfänger sollten doch mehr "Anstand" wahren, beim Leistungsbezug und auch nicht immer alles mitnehmen, hat die deutsche Sozialdemokratie bei mir verschissen.

    Ich bin Deutscher, weil ich zufällig hier geboren wurden. PUNKT !


  2.  
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  3. #12
    Avatar von Micha

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    Re: Wann ist man Deutscher?

    Würde sagen, man ist soviel oder sowenig Deutscher, Engländer, Franzose, Italiener etc., wie man die jeweilige Sprache spricht.

  4. #13
    KraphPhom
    Avatar von KraphPhom

    Re: Wann ist man Deutscher?

    Zitat Zitat von Micha",p="365496
    Würde sagen, man ist soviel oder sowenig Deutscher, Engländer, Franzose, Italiener etc., wie man die jeweilige Sprache spricht.
    Sogesehen betrachtest Du Dich selbst schon als Thai oder ?

  5. #14
    Avatar von mipooh

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    Re: Wann ist man Deutscher?

    Sogesehen betrachtest Du Dich selbst schon als Thai oder ?
    Der Krappi..., immer einen kleinen Scherz auf den Lippen...

  6. #15
    KraphPhom
    Avatar von KraphPhom

    Re: Wann ist man Deutscher?

    Zitat Zitat von mipooh",p="365499
    Sogesehen betrachtest Du Dich selbst schon als Thai oder ?
    Der Krappi..., immer einen kleinen Scherz auf den Lippen...
    Naja, ich muss doch dies wissen. Nicht das ich versehentlich Micha die Hand gebe, wenn der Wai erwünscht ist.

    Bin da voll flexibel , nur wissen muss ich es .


  7. #16
    Avatar von Micha

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    15.941

    Re: Wann ist man Deutscher?

    Zitat Zitat von KraphPhom",p="365497
    Zitat Zitat von Micha",p="365496
    Würde sagen, man ist soviel oder sowenig Deutscher, Engländer, Franzose, Italiener etc., wie man die jeweilige Sprache spricht.
    Sogesehen betrachtest Du Dich selbst schon als Thai oder ?
    Quatsch

  8. #17
    Avatar von eletiomel

    Registriert seit
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    1.110

    Re: Wann ist man Deutscher?

    füe einen selbst,die eigene entscheidung/wille/möglichkeit.
    für die anderen,das äußerliche/abstammung/engagement.

    für mich persönlich,fühlendes lebewesen unter fühlenden lebewesen.

    was den pass betrifft,der mit der grössten sicherheit,annehmlichkeit.

  9. #18
    Avatar von Micha

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    Re: Wann ist man Deutscher?

    Kann man in diesem Forum überhaupt noch einen sachlichen Beitrag einstellen ??!

    Langsam wird es langweilig.

  10. #19
    Avatar von Palawan

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    704

    Re: Wann ist man Deutscher?

    Zitat Zitat von Micha",p="365496
    Würde sagen, man ist soviel oder sowenig Deutscher, Engländer, Franzose, Italiener etc., wie man die jeweilige Sprache spricht.
    Na... für die Schweiz trifft das mit Sicherheit nicht zu...

    Zitat Zitat von mipooh",p="365492
    Sprachlich bin ich Deutsch-Österreicher und [highlight=yellow:54edfd7858]marginal[/highlight:54edfd7858] Schweizer.
    Ich denke, mipooh hat das mit dem "marginal Schweizer" sehr gut erkannt...

    Gruss Palawan

  11. #20
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Wann ist man Deutscher?

    Zitat Zitat von Micha",p="365503
    Kann man in diesem Forum überhaupt noch einen sachlichen Beitrag einstellen ??!
    Micha, es sind nur einzelne, vermutlich die Hitze.

    Vielleicht bin ich auch einfach zu deutsch...


    ...in Anlehnung an das berühmte Interview mit Vic Dorn:


    Nein, ich bin kein Weltbürger, auch wenn ich mich so fühlen möchte.

    Meine Familie stammt aus Ostpreußen, also richtig deutsch ;-D, ich selbst bin in den letzten Kriegstagen dort geboren. Aufgewachsen am Rande des Sauerlandes, in einer Zeit, in der man das Deutschsein auf der einen Seite vergessen wollte und auf der anderen Seite nach einer neuen deutschen Identität suchte. Die Werte des beginnenden Wirtschaftswunders nicht nur von den Eltern, Schule und später Beruf und Bundeswehr vermittelt bekommen, war eigentlich alles deutsch – wie man es zu der Zeit verstehen wollte.

    Und ich hatte verstanden ! Fernsehen hatten wir bis zu meinem dreizehnten Lebensjahr noch nicht, sind also diese ´schädlichen´ Einflüsse in frühester Jugend an mir vorübergegangen. Das einzig medial Aufregende war das gemeinsame Abhören des sonntäglichen Hörspiels im Radio: "Paul Temple und der Fall soundso...".
    Humanistische Grundausbildung am Fichte-Gymnasium, in dem neben der klassischen deutschen Literatur auch noch die Lateiner und die Griechen, die alten, als Vorläufer echten ´Deutschtums´ herhalten mussten.

    Die Bundeswehr tat ein übriges durch zart eingeflochtenen politischen Unterricht, in dem man wegen neokolonialistischer Argumentation noch nicht gesperrt wurde.

    Die postadoleszente Phase vom 23. Lebensjahr an war dann von einer gewissen mentalen Umbruchsstimmung geprägt, und die neoliberalistische Reorganisation der Hochschulen als unausweichliche Folge der berühmt-berüchtigten 68-er Anfang der 70-er Jahre tat ein übriges, mich dem Teutschtum ein wenig zu entfremden.
    Die schlüpfrige demoralisierende Zeit in einer Wohngemeinschaft war dazu angetan, mich nicht nur Pink Floyd, Jennis Joplin, Jimmy Hendrix und anderer Hottentottenmusik zuwenden zu lassen.
    Ungeachtet der Tatsache, dass ich mich im zarten Alter von letztendlich 25 Jahren bereits von meiner Mutter abgenabelt hatte und mich demonstrativ sonntags einfach nicht mehr auf bis dato tradierte Art fein machen wollte.

    Nun, böse Zungen – aber auch wirklich böse – behaupten, das konnte nicht gut gehen, und der Knast konnte mir nicht erspart werden.

    Nun, wie dem auch sei. All´ das, meine Entwicklung, die Abnabelung, sowohl die artikulierten als auch demonstrierten Proteste liefen nicht nur auf deutschem Hoheitsgebiet ab, sie richteten sich gegen überholt vorkommende gesellschaftliche Normen, politische Verhältnisse, verkorkste Zwischenmenschlichkeit – nie aber gegen das ´deutsch´ an sich.
    Ich denke nach wie vor in deutsch, habe meine Wurzeln hier in Deutschland, schätze die relative Sicherheit, und was noch wichtiger ist, ich habe Freunde hier. Mehr war in diesem Leben nicht drin – aber auch nicht weniger.

    Ich denke, ich bin ein Deutscher, auch, wenn nun kaum noch einer was mit mir zu tun haben will

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