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Von wegen, Kinder armer Thailänder könnten nicht studieren

Erstellt von Chak, 06.10.2015, 14:51 Uhr · 112 Antworten · 6.328 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von rolf2

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    @ Volker

    Deine Geschichten erinnern mich an Thilo Sarrazin der als Wohlstandsbürger den Harzern erklärt das man mit 5 Euro am Tag ganz prima leben kann.

    Es ist möglich ja und es ist auch möglich als arme Familie es irgendwie zu schaffen das Kind studieren zu lassen, es ist aber nicht so wahrscheinlich und es ist nicht nur die Frage des Geldes. Dazu gehört zunächst mal Einsicht und eiserne Disziplin, beides Dinge die im Lumpenproletariat nicht so ohne weiteres vorhanden sind.

    Es es nun mal so das es faktisch zweierlei Voraussetzung braucht, zunächst mal eigene Bildung der Eltern und ausreichend sichere Geldmittel. Diese beiden Faktoren entscheiden darüber wie wahrscheinlich ein Studium der Kinder ist. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Aus Statistiken kann man bestimmte Gesetzmäßigkeiten oder Wahrscheinlichkeiten ableiten. Zum Beispiel das ab einem bestimmten Level von Einkommen die Wahrscheinlichkeit eines Studiums der Kinder wächst, oder die Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins bestimmter Zeitungen oder Bücher oder auch von einem Aktiendepot.

    Daraus kann man je nach Gusto verschiedenste Rückschlüsse und Vermutungen entwickeln. Jeder kann es schaffen z.B. wenn er nicht so faul wäre. Oder aber alle Menschen sind gleich faul aber manche haben trotzdem Geld genug um sich Nachhilfe zu kaufen und diese Faulheit zu kompensieren. Es herrscht keine Not, die Eltern sind entspannter. Es gibt Rücklagen um unvorhergesehene Umstände zu meistern usw.

  2.  
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  3. #72
    Avatar von Micha

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    Na ja, einige Familien müssen schon sehr hart kämpfen um vielleicht einem ihrer Kinder ein Studium zu ermöglichen. Andere bekommen es nach geschmissen und verhalten sich entsprechend, im Sinne von, was nix kostet taugt nix.

    Nach meinem Eindruck spielt die Erwachsenenbildung auch eine Rolle.

  4. #73
    Avatar von rolf2

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    Ein ganz simples Beispiel was ich schon mehrfach so erlebt habe.

    Proletariereltern sind mit ihrem Kleinkind unterwegs, das Kind stellt eine Frage, irgendeine Frage, wie z.B

    " Papa, wieviele Sterne gibt's eigentlich? "

    Antwort

    Frag nich so blöd, das weiß ich nicht.

    Die Wahrscheinlichkeit einer besseren Antwort wächst mit zunehmendem Bildungsstand der Eltern, einhergehend sehr wahrscheinlich mit gutem Job, gutem Auskommen und Eigenheim.

  5. #74
    Avatar von benni

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass Thailand seit Jahrzehnten ein Schwellen- bzw.
    Entwicklungsland (je nach Definition) ist und in selbigen gibt es gewöhnlich viele arme Menschen.
    ....
    Ich fuhr und fahre seit 30 Jahren kreuz und quer durch Thailand, von Betong bis Mae Hong Son. Habe sogar interessehalber in einem Slum gewohnt. Viele arme Menschen habe ich nicht gesehen. Ganz im Gegenteil, die Leute scheinen alle ueberall mit mehr als dem Notwendigsten ausgestattet zu sein. Im Yanawa Slum/Bangkok hatten so gut wie alle nicht nur immer Lebensmittel, Wasser, eigene, einfache sanitaere Anlagen, sondern viele auch einen TV, Buegeleisen, Ventilatoren, Kuehlschrank, Reiskocher, Moebel etc etc etc

    Armut heisst jeden Tag stundenlang zu einem Wasserloch barfuss zu gehen, in einfachsten Lehmhuetten und Holzbaracken ohne Strom und Wasser zu hausen, Hunger zu erleiden.... Fahr mal nach Chad, Nigeria, Indien, Madagaskar, Bangladesch, Eritrea etc. Sehr viele Laender sind wirklich arm. Thaland ist es nicht. Ich war oefters in Indien und dort sind die Verhaeltnisse sofort ab Betreten des Landes extrem aermlicher. Armut rechnet sich nicht danach wieviele Menschen ihre Kinder in die Uni schicken koennen.

  6. #75
    Avatar von benni

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    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    Ein ganz simples Beispiel was ich schon mehrfach so erlebt habe.

    Proletariereltern sind mit ihrem Kleinkind unterwegs, das Kind stellt eine Frage, irgendeine Frage, wie z.B

    " Papa, wieviele Sterne gibt's eigentlich? "

    Antwort

    Frag nich so blöd, das weiß ich nicht.

    Die Wahrscheinlichkeit einer besseren Antwort wächst mit zunehmendem Bildungsstand der Eltern, einhergehend sehr wahrscheinlich mit gutem Job, gutem Auskommen und Eigenheim.
    Wahrscheinlich wuerde ein Vater eines indigenen Volkes eine wunderbare Antwort wissen. Fuer indigene Voelker bedeutet Armut die Konfrontation mit der enormen Vielfalt an Konsumguetern.

  7. #76
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von benni Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich wuerde ein Vater eines indigenen Volkes eine wunderbare Antwort wissen. Fuer indigene Voelker bedeutet Armut die Konfrontation mit der enormen Vielfalt an Konsumguetern.
    Die Frage nach Sinnhaftigkeit einer nach Profit strebenden Gesellschaft und deren Ausrichtung auf materielle Güter war zwar nicht Inhalt dieser Diskussion, könnte aber auch dahin führen das erst Bildung und Erfahrung in und mit einer solcher Gesellschaft als notwendiger Weg zu Erkenntnis und Wertschätzung anderer ursprünglicher Werte führt.

    Bis jetzt läufts in dieser Welt darauf hinaus das ursprüngliche Gesellschaften dem kapitalistischen System einerseits im Weg stehen und unterlegen sind, andererseits wiederum das Leben am Lagerfeuer ohne Handy und Fernsehen scheinbar auch nicht total zufrieden macht und die "Wilden" nur allzugerne ihr ursprüngliches Leben aufgeben.

  8. #77
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von benni Beitrag anzeigen
    Armut heisst jeden Tag stundenlang zu einem Wasserloch barfuss zu gehen, in einfachsten Lehmhuetten und Holzbaracken ohne Strom und Wasser zu hausen, Hunger zu erleiden.... Fahr mal nach Chad, Nigeria, Indien, Madagaskar, Bangladesch, Eritrea etc. Sehr viele Laender sind wirklich arm.
    Arm ist Mann, wenn Mann so wenig auf die Reihe bringt, dass einem die Frauen aus dem Weg gehen.

    ความจนเป็นอุปสรรค กีดขวางทางรัก ของชายโสดหญิงสาว
    รักกันชอบกันต้องกินข้าว แต่งกันตัวเปล่า จะเอาอะไรทำกิน ...


  9. #78
    Avatar von Siamfranky

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    Zitat Zitat von benni Beitrag anzeigen
    Ich fuhr und fahre seit 30 Jahren kreuz und quer durch Thailand, von Betong bis Mae Hong Son. Habe sogar interessehalber in einem Slum gewohnt. Viele arme Menschen habe ich nicht gesehen. Fahr mal nach Chad, Nigeria, Indien ...
    Ich sehe das so - "Unter den Blinden ist der Einäugige König ... "
    (das bezieht sich auf Thailand, nicht auf dein Augenlicht)

    Und ich meinte ja bereits - so etwas ist auch eine Frage der Definition.

    Thailand Bevölkerungsanteil unter Armutsgrenze - Wirtschaft

  10. #79
    Avatar von benni

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    Laut deines Links ist Thailand das 134-aermste Land weltweit von 162 Laendern. Deutschland ist hierbei als 123-aermstes Land aermer als Thailand.

  11. #80
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Rolf, da kommen wir nicht zusammen. Ein Thailaendische Familie mit 20.000 Baht Monatseinkommen als arm zu bezeichnen deckt sich nicht mit meinen Beobachtungen.

    Diese Diskussionen gehen leider immer Richtung Forum der Millionaere.

    Dass das famliliaere Umfeld eine Rolle spielt, hatte ich ja bestaetigt. Wenn die taegliche Lao Khao Droehnung im Vordergrund steht, hat es der Nachwuchs schwer.
    Was mir auch immer wieder auffaellt ist, dass man sich hier haeufig schwer tut dem Nachwuchs Regeln und Grenzen aufzuzeigen. Das hat auch in meiner Familie zu Zeiten der feindlichen Uebernahme durch mich fuer einige Irritationen gesorgt.

    Worum es eigentlich geht ist Chaks Thema. Und da bin ich absolut bei ihm. Die finanziellen Moeglichkeiten sind im heutigen Thailand nicht mehr das Bildungshemmnis. Das mag irgendwo in der Pampa noch so sein.

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