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Verständigung mit Thaifrauen aus dem Isaan

Erstellt von Udo Thani, 16.04.2006, 00:56 Uhr · 39 Antworten · 2.530 Aufrufe

  1. #31
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Verständigung mit Thaifrauen aus dem Isaan

    Mit meinem ersten Thailandurlaub vor ungefähr 20 Jahren kam auch direkt das Interesse, von dieser Sprache etwas zu lernen. Mit jedem Urlaub (und es waren einige) kam mehr dazu. Es hat einfach Spaß gemacht.

    Richtig angestrengt gelernt hatte ich seinerzeit nur in wenigen Phasen, aber ich hatte meist ein kleines Vokabelheft bei mir, wo ich mir jeweils Sätze (in Deutsch) in Alltagssituationen aufschrieb, was ich gerade in Thai sagen wollte, aber natürlich (noch) nicht konnte. Diese Sätze habe ich mir dann, mal hier, mal da, übersetzten lassen und sie einfach gelernt. Je mehr ich sie anwenden konnte, desto mehr blieb hängen. Es war wie bei einem LKW. Im ersten Gang brummt er nur, dann mit jedem höheren Gang geht es immer schneller.

    Mit den Jahren kamen da schon eine Menge Vokabeln zusammen und auch das (bescheidene) Zusammenfügen zu Sätzen war möglich.
    Zwischendurch gab es dann auch mal Schübe von intensivem Lernen, im großen und ganzen hatte ich mir aber in der Zeit, wo ich nur Urlauber war, kein Bein ausgerissen und nur nach dem Lustprinzip gelernt.

    Dann kam die Vorbereitungszeit zum Umzug nach Thailand, die insgesamt mehr als ein Jahr dauerte. In dieser Zeit habe ich öfter ausdauernd gelernt, so daß ich bei meinem Aufschlagen in Thailand in der Lage war, in vielen normalen Alltagssituationen, selbstständig zurecht zu kommen.
    Dann war da die Wahl des Wohnsitzes. Nicht Phuket oder gar Patty, sondern eine normale Thaistadt im Süden (Nakhon Si Thammarat), ohne Tourismus, wo man die Farang an den Fingern einer Hand zählen konnte, die man zu Gesicht bekam.

    Da war nichts mit Englisch oder gar Deutsch, sieht man von den nicht so häufigen Gesprächen mit Farangfreunden und -Bekannten ab. Also jeden Tag Thai, von morgens bis abends.
    Und ich hatte natürlich viel Zeit. Jeden Tag habe ich gelernt, ohne mich überwinden zu müssen, manchmal eine halbe Stunde nur, manchmal mehrere Stunden.
    Erwähnen muß ich noch, daß meine damalige Thaiehefrau, mit der ich schon vorher fast 10 Jahre in Deutschland gewohnt hatte, nie (oder ganz selten) ein Verlangen spürte, mich im Erlernen der Sprache zu unterstützen.

    Geholfen hatte mir da sehr viel die 'mae baan' (Haushälterin), die bei uns lebte. Sie hatte mich immer wieder korrigiert und meiner Aussprache auf die Sprünge geholfen. Das alles mit größter Geduld und Anteilnahme. (ansonsten nicht gerade eine thailändische Stärke)

    Der nächste Schub war der Bau unseres Hauses, bei dem ich von der Planung, (einschl. Beschriftung in Thai) Bauantrag beim Obadoh (Ortsvorsteher), Kauf der Materialien, Anwerbung der Handwerker, Organisation der Baustelle und Bauleitung letztlich alles alleine machte (machen mußte).
    Die Hilfe meiner Ehefrau (von der ich wie selbstverständlich ausgegangen war) stellte sich schnell als sehr widerwillig heraus, und es war oft Anlaß diverser Auseinandersetzungen.

    Zu meinem (noch holprigen Thai) kamen da viele Fachtermini hinzu, die sich ums Bauen drehten. Dazu der tägliche Umgang mit den Bauhandwerkern (zeitweise bis zu 40) aber immer mindestens 15. Da das Haus nicht im Thaistyl konzipiert, und recht groß war, mußte alles jederzeit, immer wieder, erklärt und überwacht werden. Die ganze Angelegenheit hatte eineinhalb Jahre gedauert.

    Der nächste größere Schub beim Erlernen der Sprache kam nach der Trennung von meiner Ehefrau nach 2 Jahren in Thailand. Da war ich jetzt alleine mit meinem damals 7-jährigen Sohn. Ich war froh, daß unsere 'mae baan' in einigen Behördensituationen eine große Hilfe war.

    Nach einem Jahr der Trennung, wo ich realisierte, daß die Ehe nicht mehr zu retten war und ich damit rechnen mußte, alles (materielle) zu verlieren und ich die Scheidung wollte, habe ich mehrere Monate lang, fast jeden Tag, bis zu 5 Stunden gesessen und Thai gelernt. Dadurch war ich erst in der Lage, einen Thai-Rechtsanwalt zu finden, der mich nicht über den Tisch zog, und ich mich mit ihm auf Thai auszutauschen kontte, die Scheidung vorzubereiten und durchzuziehen. War ein Unterfangen, was sich ein Jahr lang hinzog.
    Hätte ich kein Thai gesprochen, ich hätte wohl alles verloren.
    Mit meiner neuen Thaifreundin, die ich schon fast 4 Jahre kenne, habe ich mich noch nie anders als in Thai unterhalten.

    Mein Sohn übrigens, beim Umzug nach Thailand 5 Jahre alt und ohne jegliche Thai-Sprachkenntnisse, babbelte nach einem halben Jahr Thai ohne Ende und sprach nach einem Jahr (seinem Alter natürlich entsprechend) fließend. Einschl. des Südthailand-Dialektes.

    Gruß
    Monta

  2.  
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  3. #32
    Avatar von Lungkau

    Registriert seit
    13.04.2004
    Beiträge
    925

    Re: Verständigung mit Thaifrauen aus dem Isaan

    Zitat Zitat von Dieter1",p="336639
    Nee Tira, war er scho lang nimmer :-).

    In der Nana Gegend von Bangkok wimmelts neuerdings von immer mehr Arabs. Die warn zwar schon immer dort, aber in den letzten Jahren gabs nen regelrechten Boom.
    Genau das sind aufgeteilte Viertel und im arabischen Viertel könnte man fast annehmen in Arabien zu sein Micha

  4. #33
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Verständigung mit Thaifrauen aus dem Isaan

    Ein Wiener Schnitzle muss nicht nur über den Tellerrand lappen sondern auch aus Kalbfleisch sein. Wenn es Schwein ist, dann darf es gar nicht als Wiener Schnitzel bezeichnet werden, zumindest in Deutschland nicht, sondern nur als Schnitzel Wiener Art.

    Im übrigen finde ich die Aussage sehr bedenklich, ein Deutscher müsste in Thailand unbedingt auch Thai lernen. Eine Person die mir sehr nahe steht lebt seit 12 Jahren dort und spricht noch weniger als ich, und da frage ich, warum soll man einen alten Mann noch dazu zwingen etwas zu lernen, was er weder lernen muss noch will?

  5. #34
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Verständigung mit Thaifrauen aus dem Isaan

    Zitat Zitat von Chak3",p="336689
    Im übrigen finde ich die Aussage sehr bedenklich, ein Deutscher müsste in Thailand unbedingt auch Thai lernen. Eine Person die mir sehr nahe steht lebt seit 12 Jahren dort und spricht noch weniger als ich, und da frage ich, warum soll man einen alten Mann noch dazu zwingen etwas zu lernen, was er weder lernen muss noch will?
    Genau Chak, warum sollen sich die Farangs anpassen und die Sprache lernen. Sollen doch die Thais endlich einmal vernuenftig Englisch und Deutsch lernen. Auch auf Mallorca haben die das immer noch nicht richtig drauf. Aber gibt ja zum Glueck genug Einheimische Deutsche dort.

    Gilt auch fuer die Deutschen in D. Wer hat noch keinen tuerkischkursch besucht? Schaemt euch, das erwarten die hier lebenden Tuerken von euch. Kann doch keiner verlangen, dass die Deutsch lernen nur weil wir Deutsche zu faul sind tuerkisch zu lernen.

    Zum Schnitzel Wiener Art oder Wiener Schnitzel dass die Thais das aber immer noch nicht koennen. Sind halt Kulturbanausen. Auch die Pommes und der Schweinshaxe hat mir letztesmal gar nicht geschmeckt. Zum Glueck gibt es Mc und KFC, sonst muesste ich in diesem Thailand glatt verhungern.

    Sioux

  6. #35
    Avatar von Tschaang-Frank

    Registriert seit
    26.05.2004
    Beiträge
    4.213

    Re: Verständigung mit Thaifrauen aus dem Isaan

    Im übrigen finde ich die Aussage sehr bedenklich, ein Deutscher müsste
    Muessen muss man nicht!

    Samuianer hat mit seinem Beitrag auch einige Beispile gebracht, es geht auch anders - natuerlich!

    Ich habe das Thema in Hinblick auf einen ganz "spezielen Typ" Expat gestartet.
    Naemlich die Leute die moeglichst alles in ihrem gewohnten ( deutschem ) Standard haben moechten ( faengt beim Hausbau an und hoert beim essen auf ) an das auch recht offen praesentieren indem sie ewig rummaeckeln was die Thais den alles falsch/anders machen - warum gehen die ueberhaupt in andere Laender?

    Das man dort auch gluecklich leben kann ohne die Sprache zu lernen, na klar, dazu gehoert dann aber das man die oretlichen Gepflogenheiten etwas Weltoffen annimmt und nicht alles veraendern will!

  7. #36
    woody
    Avatar von woody

    Re: Verständigung mit Thaifrauen aus dem Isaan

    Zitat Zitat von Tschaang-Frank",p="336720
    ........warum gehen die ueberhaupt in andere Laender?.......
    Na die Frage wundert mich jetzt aber.
    Natürlich als Entwicklungshelfer und Kulturbotschafter?

    Oder kann es sein, dass diese Sorte Langzeittouristen sogenannte
    5expats sind ;-D , die sich eigentlich nur für die willigen Töchter aber nicht für das Land selbst interessieren.
    Nein das glaube ich eigentlich nicht

  8. #37
    Avatar von ReneZ

    Registriert seit
    08.06.2005
    Beiträge
    4.327

    Re: Verständigung mit Thaifrauen aus dem Isaan

    Zitat Zitat von Chak3",p="336689
    Ein Wiener Schnitzle muss nicht nur über den Tellerrand lappen sondern auch aus Kalbfleisch sein. Wenn es Schwein ist, dann darf es gar nicht als Wiener Schnitzel bezeichnet werden, zumindest in Deutschland nicht, sondern nur als Schnitzel Wiener Art.
    @Chak3,

    ich habe nur meine Prioritäten wiedergegeben :-)

    Ein Schweineschnitzel schmeckt mir auch besser als ein
    Kalbsschnitzel, und die Besten habe ich immer nur in
    Oesterreich gegessen.

    In Thailand käme ich nie auf der Gedanke Schnitzel
    zu essen. Pizza genau ein mal (wegen der Käse ).
    War eher eine Enttäusschung...

    Gruss, René

  9. #38
    Moonsky
    Avatar von Moonsky

    Re: Verständigung mit Thaifrauen aus dem Isaan

    Zitat Zitat von Monta",p="336657
    Mit meinem ersten Thailandurlaub vor ungefähr 20 Jahren kam auch direkt das Interesse, von dieser Sprache etwas zu lernen. Mit jedem Urlaub (und es waren einige) kam mehr dazu. Es hat einfach Spaß gemacht.
    :bravo: Das ist ja eine Lebensgechichte im Schnelldurchgang. ~Danke~ für die Offenheit und Einblicke. Sieht so ein wenig nach meiner Zukunft aus. Aber vielleicht lerne ich in einen Jahr auch Spanisch weiter :-)
    Auf jeden Fall ist es, wie Du geschildert hast eine Aufgabe, die nich leicht ist. ~Hutab~

  10. #39
    Avatar von alhash

    Registriert seit
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    4.824

    Re: Verständigung mit Thaifrauen aus dem Isaan

    Ich esse bei mir gerne mal ein Schnitzel, ist mir doch egal, ob Kalb oder Huhn, ähhh. Naja Hauptsache es schmeckt wie Schitzel, bin eh nicht der große Gourmet.

    Und für mich ist die Thaisprache schon schwierig, ich bin da leider ein sprachunbegabter. Heute habe ich mir die Zunge abgebrochen, bzw. die Kiefer verrenkt um das Wort kaufen/einkaufen wiederzugeben. Habe dann in mein Heftchen "Zähne zusammen und Zunge von vorne nach hinten etwa wie nsie" eingetragen. Wer hätte gedacht, daß zwischen reparieren/Reparatur (soom) und Orangen (som) ein klitzekleiner Unterschied ist, habe leider nicht mehr das HIFI-Gehör.

    Es grüßt der gestresste
    AlHash

  11. #40
    Avatar von ReneZ

    Registriert seit
    08.06.2005
    Beiträge
    4.327

    Re: Verständigung mit Thaifrauen aus dem Isaan

    Zitat Zitat von alhash",p="336765
    Wer hätte gedacht, daß zwischen reparieren/Reparatur (soom) und Orangen (som) ein klitzekleiner Unterschied ist, habe leider nicht mehr das HIFI-Gehör.
    @alhash,
    um dieses reale Problem gut zu bewältigen gibt es eine
    ganz präzise Methode.
    Dazu braucht man eine Aufnahme vom Bird Konzert 'Foo Fään',
    und zwar der Titel 'Som Dai' (zusammen mit Jintara).
    Im letzten Satz dieses Liedes macht er es genau vor, als ob er
    damals schon wusste das diese Frage mal gestellt werden wird....

    Gruss, René

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