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Verkehrsproblematik in LOS und ein paar Gedanken dazu

Erstellt von Schwarzwasser, 26.04.2006, 11:41 Uhr · 29 Antworten · 1.590 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Netandy

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    192

    Re: Verkehrsproblematik in LOS und ein paar Gedanken dazu

    Also ich fahre auch zukünftig micht mit dem Rad. Das ist für mich ein reines Sportgerät und mehr nicht!
    Ein Verkehrsmittel muss für mich auch zukünftig möglichst viele der SBBS Grundsätze erfüllen. Das heisst:

    Schneller, Bequemer, Billiger, Sicherer !

    Und öffentliche Verkehrsmittel hasse ich grundsätzlich. Ausnahmen sind Hochgeschwindigkeitszüge für Langstrecken im Inlandsverkehr sowie Flugzeuge.

    Da sitze ich doch lieber (auch in der Stadt) im bequemen Sitz meines kühlen klimatisierten Autos, habe bessere Luft dank Rundumluftsystem und Pollenfilter, esse nebenbei Schokoladenkonfekt, trinke kalte Drinks aus der elektrischen Kühlbox, und lausche klassischer Musik in Stereo.

    Auch muss ich immer schmuzeln wenn ich Dinge wie "Knappheit von Rohstoffen" und vor allem dieses Schlagwort "Energie sparen" höre. Ist übrigens seltsamerweise in Deutschland am verbreitesten, in den USA und Thailand (wo ich auch noch lebe) aber kaum populär. Warum auch? Wird eine Energieart zu teuer wird eben auf etwas Besseres, Bequemeres und womöglich auch Billigeres umgestiegen. Vieles wird sicher verfügbar sein wenn es erst gebraucht wird oder wird eben noch erfunden werden! Also da mache ich mir gar keinen Kopf!


    Eine der weltweit führenden Wirtschafts- und Forschungsinstitute das erzkonservative Cato Institute in Washington, das auch die US Administration berät schreibt dazu 2005:

    "Die momentan nachgewiesenen Ölreserven sind heute 15 mal grösser als 1948, und werden noch 230 Jahre reichen. Heutige Erkenntnisse und Tiefenmessungen mit modernsten Technologien lassen aber vermuten das es noch mindestens ein Vielfaches davon an unentdeckten Lagerstätten gibt. Man kann deshalb von mindestens ca. 400 Jahren ausgehen. Danach werden Ölschiefer und Teersande nochmals für ca. 600 Jahre Oel in heutigen Mengen verfügbar machen. Nur solange die Preise noch so tief wie heute sind (60$/ Fass), wird dieses Öl natürlich im Boden bleiben".


    Fakt ist doch, das die deutsche Regierung in den letzten Jahrzehnten Energie aus ideologischen Gründen immer mehr verteuert hat. Schon heute liegt der Steueranteil z.B. im Treibstoff bei mehr als 85 Eurocent je Liter. und dies ist mehr als der Liter Treibstoff in Thailand oder den USA insgesamt kostet. Also ist dies doch eine Sache die die Deutschen aus ideologischen Gründen so haben wollten, warum also nun das Gejammer darüber?

    Das Ganze, eine richtige Ideologie des Untergangs wurde übrigens 1972 durch ein Schwachmatten-Buch des damaligen "Club of Rome" mit dem Titel "The Limits of Growth" (Die Grenzen des Wachstums) ausgelöst. Damals wurden darin heute lächerliche Schreckenszenarien beschrieben, so das z.B. in 30 Jahren die Oelvorräte bis auf den letzten Tropfen erschöpft wären. Das es dann auch kein Aluminium oder Kupfer mehr gäbe und ähnlicher Unsinn. Heute haben wir das 34. Jahr nach Erscheinen und fahren immer noch Auto wie der Teufel.

    Und vom Kuper- und Alu-Mangel habe ich auch noch nichts bemerkt Mitte der 80er Jahre wurde z.B. der damalige bayrische Ministerpräsident lächerlich gemacht mit seiner Aussage: "In 20 Jahren ist Waldsterben kein Thema mehr". Öko Freaks sagten spöttisch er hätte recht, dann gäbe es nämlich sowieso keinen Wald mehr. Und trotzdem hat er letztendlich gegenüber diesen Volkspesimisten recht gehabt.

    Leider hat dieses Buch (das in den letzten Jahrzehnten übrigens auch immer wieder berichtigt wurde) sowie der ganze übertriebene Öko Unsinn eine ganze Generation nachhaltig beeinflusst. Sogar Kindern in der Schule wurde damals dieser Mist verzapft. Es wurden "Zukunftsfilme" gezeigt wo Kindern im Jahr 2000 im Museum ein Blatt gezeigt wurde. Noch heute schlummert sicher so etwas in den Filmarchiven. Was daraus entstand war in der "westlichen Welt" dann die sog. "Null Bock Generation" die in einer verseuchten und zum Untergang verurteilten Welt für sich ja kaum mehr eine Perspektive sah. Besonders in Deutschland war dieser Trend besonders stark ausgeprägt.

    Plötzlich sah man Dinge wie "Wirtschaftswachstum" in einem ganz anderen Licht, wurde zögerlich, und die Zauderer, Mahner, und Fortschrittsängstlichen gewannen die Oberhand. Dies zeigt sich besonders wenn es um die Entwicklung modernster Technologienen geht. Für den Transrapid wurde nicht einmal eine kommerzielle Strecke im Land gebaut, die Kerntechnik in der Deutschland durch jahrelange Forschungsinvestitionen weltweit führend ist wurde im eigenen Land fast eingestellt, und mit der Gentechnik hat man erst gar nicht richtig angefangen... na Bravo.

    Alles Dinge die nun plötzlich andere Volkswirtschaften an Deutschland vorbeiziehen oder sich wenigtens annähern lassen. Aber selbst bei einer Annäherung ist Deutschland der Verlierer, den können andere "Das Gleiche" für weniger Geld geht es mit Deutschalnd nur in eine Richtung... nämlich nach unten.

    Schon heute ist Deutschland für die meisten Produkte kein Produktionsland mehr. Aus Kostengründen können heute nur noch "spezielle High Tech (Investitions) Güter", z.b. Spezialmaschinen / Geräte, bzw. Luxusgüter hergestellt werden. Mit Luxusgüter sind Produkte gemeint, bei denen es wegen des "Prestige Charakters" im Export weniger auf den Preis ankommt. Z.B. bei Fahrzeugen die Marken "Mercedes, Porsche, Audi..usw..".

    Dies alles führt dazu, das Menschen die z. Zt. noch mit der Produktion einer Sache beschäftigt sind, mittelfristig ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Schlimm wird es aber, wenn in Deutschland zusätzlich auch noch das "Know How" verloren geht oder auch in diesem Bereich andere Länder stärker aufschliessen. Schon heute spucken manche chinesische Unis jährlich mehr Ingineure aus als alle deutschen Fachhochschulen zusammen.

    Was ich damit meine, das Wachstums eines Landes wird auch durch die Gedanken und die Schaffenskraft eines Volkes bestimmt. Und mit diesen ist es in Deutschland eben schlecht bestellt. Man ist träge, unfelxibel, ängstlich und vor allem gegenüber Neuem unendlich zögerlich geworden. Beispiele hierfür gibt es wie oben beschrieben zur Genüge. Solange aber "Feinstaub" und "Elektrosmog" diskussionsfähige Themen sind sehe ich schwarz. Andere Volkswirtschaften sind dagegen frisch und hungrig.

    Wenn es etwas Neues (z.B. eine neue Technologie) gibt, so fragen sich:

    Chinesen, Inder, Koeraner .... wann können wir anfangen, wie können wir es noch verbesern, wie billiger herstellen?

    Amerikaner .... was können wir daran verdienen, ist es profitabel, wem können wir es verkaufen?

    Deutsche .... ist es gefährlich, wurde es geprüft, wurde es genehmigt, sollte man es verbieten?

    Gruss an alle von

    Netandy

  2.  
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  3. #22
    guenny
    Avatar von guenny

    Re: Verkehrsproblematik in LOS und ein paar Gedanken dazu

    @Netandy:

    Mir war bis jetzt nicht bewusst, welch geistige Höchstleistungen heute schon möglich sind.
    Mit dem Bewusstsein verdrängst du doch mindestens soviel Allgemeinwissen wie ein vollbeladener Supertanker Meerwasser.
    ;-D
    Günny

  4. #23
    Thai-Robert
    Avatar von Thai-Robert

    Re: Verkehrsproblematik in LOS und ein paar Gedanken dazu

    @ Netandy ...Bravo ! :bravo:

    Endlich mal einer,
    der nicht nur labert sondern auch selber denkt und informiert !

    Einer der vorwärts geht ..
    ..und nicht erst mal lieber einen Schritt zurück macht um abzuwarten !

    Aber das ist Deutschland, man hinterfragt, diskutiert, überprüft, wägt ab usw.

    .....und in der Zwischenzeit haben uns die anderen wieder einmal überholt.

    Und überhaupt, warum sollen wir die ersten sein ...
    ...warten wir doch erst mal ab und lassen die Anderen machen !

    Da bleibt uns doch viel mehr Zeit zum Diskutieren und Ratschläge geben wie man´s besser machen könnte.

  5. #24
    Avatar von Schwarzwasser

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    1.552

    Re: Verkehrsproblematik in LOS und ein paar Gedanken dazu

    Hallo Robert,

    du weißt mittlerweile nach einigen Nackenschlägen aus anderen threads, daß deine Schreibe oftmals polarisiert. Dafür hast du auch verdient Kritik erhalten. Jetzt schreibst du erneut über andere - vermutlich auch über mich - daß hier Leute labern würden.

    Dass du nichts dazu lernst und dein verletzendes Verhalten beibehältst, indem du pauschal andere des Laberns bezichtigst, gleichzeitig aber nichts Gescheites beiträgst, läßt tief blicken.

    Ich habe beruflich sehr eng mit diesem Thema zu tun (Umweltpädagogik) und weiß sehr wohl, über was ich schreibe. Wenn ich etwas schreibe, dann nur, wenn ich mir darüber sicher bin, daß es auch stimmt. Wenn ich das nicht bin, dann halte ich mich zurück. Was du offensichtlich nicht tust und dazu noch beleidigend wirst.

    Trage bitte entweder was Gescheites dazu bei oder halte dich einfach aus meinem Beitrag raus. Wenn du jedoch das Niveau Deiner bisherigen Beiträge aufrecht halten möchtest, dann gibt es doch so viele "tolle" andere Foren über Thailand. Was hält dich denn dann hier ?

    Kopfschüttelnde Grüße

    Rainer

  6. #25
    Avatar von eletiomel

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    1.110

    Re: Verkehrsproblematik in LOS und ein paar Gedanken dazu

    @Netandy

    nun du hast zum teil recht.

    es gibt aber zwei faktoren die man unbedingt berücksichtigt muss.

    das eine ist zu welchen kosten die reserven jeweils förderbar sind und wie schnell verbrauchen sich die vorräte bei steigendem verbrauch.

    wäre das jährliche wirtschaftswachstum in den vergangenen 40-50 jahren nur wenig höher wären sämtliche zur zeit rentablen ölresurcen aufgebraucht.

    theoretisch ist es überhaubt kein problem weitere fabriken hochzuziehen und mehr menschen auszubilden damit jeder einen komfortablen wohlstand geniessen kann.

    leider würden sich unsere förderbaren recursen in windeseile verbrauchen.



    der tod deutscher leistungsfähigkeit ist glaube ich stark übertrieben,gele.

  7. #26
    Thai-Robert
    Avatar von Thai-Robert

    Re: Verkehrsproblematik in LOS und ein paar Gedanken dazu

    @ Schwarzwasser
    Ich gebe Dir vollkommen Recht !
    Werde aber trotzdem das schreiben was Dir evtl. nicht passt !
    Mit freundlichem Gruß !

  8. #27
    Avatar von alhash

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    4.824

    Re: Verkehrsproblematik in LOS und ein paar Gedanken dazu

    Was wissen wir schon, was in den Schreibtischen der Entwicklungsabteilungen schlummert, jedoch nicht zum Vorschein kommt, weil das vorhandene noch zuviel Gewinn einbringt.

    Der unwissende
    AlHash

  9. #28
    Avatar von Gerd / Muenchen

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    857

    Re: Verkehrsproblematik in LOS und ein paar Gedanken dazu

    Was Netandi schrieb, trifft absolut zu.

    Glückwunsch zu diesem Super-Beitrag!

  10. #29
    Avatar von Shiai

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    403

    Re: Verkehrsproblematik in LOS und ein paar Gedanken dazu

    Zitat Zitat von moselbert",p="340323
    Und genau das ist es was Bangkok fehlt:
    Ein leistungsfähiges Nahverkehrsmittel, das auch die Außenbezirke bedient. Ob es nun der Skytrain ist oder eine U-Bahn. Die Ansätze sind vorhanden, der Anfang ist gemacht. Jetzt geht es darum, den weiteren Ausbau so schnell wie möglich voranzutreiben. Und sich nicht mit internen Streitereien zu beschäftigen.

    Ich habe aber wenig Hoffnung. Wann wird der neue Flughafen an ein leistungsfähiges Verkehrsmittel angeschlossen? Auch so eine ungelöste Frage. Die einzelnen Lösungen sind Stückwerk, ein leistungsfähiges Netz existiert nicht.

    Außerdem braucht man einen Verkehrsverbund. Es geht nicht an, dass ich bei jedem Verkehrsmittel (Bus, Fähre, U-Bahn, Skytrain) einen eigenen Fahrschein oder einen Coin brauche.

    Ich möchte im Vorort in einen Bus steigen können, der mich zur nächsten Endhaltestelle eines schienengebundenen Verkehrsmittels bringt, mit dem ich dann, vielleicht nach ein- oder zweimaligem Umsteigen an mein Ziel bringt. Und das alles mit einer (Monats- oder Tages-)Karte.
    War letztes Jahr seit lange auch mal wieder in TH und kann das nur bestätigen. Der öffentliche Nahverkehr ist eher ein Witz. Die Skytrain besteht aus zwei Ministrecken, die Metro hat nur eine. Beide decken eine Bruchteil der Grundfläche BKKs ab, sind teuer und umständlich handhabbar. Ich finde das sehr erstaunlich. Bsp. für gelungene Verkehrssysteme liegen ja praktisch vor der Haustür. Hong Kong und Singapore wären hier zu nennen. Da ich letztes Jahr auch gleich noch mal in HGK war, viel mir der Vergleich nur zu deutlich auf. Das wir in DE den Zug inzwischen schon verpasst haben, daran hab ich mich ja schon gewöhnt, wenn man aber etwas neu aufbaut, wie eben in BKK, könnte man es ja gleich mal richtig machen.

  11. #30
    Avatar von Nokgeo

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    11.373

    Re: Verkehrsproblematik in LOS und ein paar Gedanken dazu

    DAS.. ist doch nicht soo verkehrt..


    Compact Low Emission Vehicle for Urban Transport
    _______________________________________________

    http://www.autobild.de/erlkoenige/ne...tikel_id=11183

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...386739,00.html


    13.04.2006 - Berlin

    Sieht so aus, als ob drei Räder weniger verbrauchen als vier: Das Dreirad "Clever" soll für 100 Kilometer umgerechnet 2,5 Liter Benzin benötigen. Der wahre Grund für den gezügelten Appetit des Flohs ist ein Erdgas-Triebwerk mit bescheidenen 17 PS Leistung und einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

    Forscher des Fachgebiets Kraftfahrzeuge der Technischen Universität (TU) Berlin haben den Technologieträger in nur drei Jahren entwickelt. Der "ideale Cityflitzer" ist nicht nur leise und sauber, er benötigt mit drei Meter Länge lediglich einen haben Meter mehr Parkraum als der Smart fortwo und käme mit vollen Gasflaschen immerhin 200 Kilometer weit. Wenn er denn gebaut würde. Diese Chance ist allerdings gering: Clever – der Name steht übrigens für das Wortmonster "Compact Low Emission Vehicle for Urban Transport" (Kompaktes Niedrig-Emissions-Fahrzeug für Stadtverkehr) – ist eine praxistaugliche Studie, mehr nicht.

    Insbesondere in die Unfallsicherheit wurde viel Know-How investiert: Britische Kollegen der Universität von Bath konnten die Kipp-Gefahr abwenden, indem sie eine elektronisch geregelte Hydraulik installierten. Wie ein Motorrad legt sich die Kabine nun in die Kurve, so daß kein Rad abhebt. Auch die Kabine, in der die beiden Passagiere hintereinander sitzen, hat es in sich: Ein besonders steifer Karosserierahmen ersetzt durch besondere Fähigkeit zur Energieaufnahme die Knautschzone. Aufwendige Rückhaltesysteme bewahren die Passagiere bei einem eventuellen Crash vor lebensgefährlichen Beschleunigungen. Bei Crashtests hat Clever sich gut gehalten, meldet die TU. 2,2 Millionen Euro Fördergelder der EU stecken in dem Projekt, an dem neben drei Universitäten auch Unternehmen wie BMW beteiligt sind.

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