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Unfall in LOS und kein Thai hilft...

Erstellt von UAL, 25.06.2004, 18:35 Uhr · 62 Antworten · 5.413 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von moselbert

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    Re: Unfall in LOS und kein Thai hilft...

    Es scheint in Thailand keiner wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt werden zu können.

  2.  
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  3. #22
    birgit08
    Avatar von birgit08

    Re: Unfall in LOS und kein Thai hilft...

    Also mich hats mal vor Jahren mit dem Bike flach gelegt, da kamen gleich zich Thais angerannt und haben mir das Bike aufgehoben. Keier kam jedoch zu mir ! Naja hauptsache dem Bike ist nix passiert.

  4. #23
    Avatar von manao

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    Re: Unfall in LOS und kein Thai hilft...

    Also ich glaube, daß wir uns einfach damit abfinden müssen,
    daß Thailand 8ooo km von Deutschland entfernt ist und wir uns dort in einem ganz anderen Kulturkreis befinden. Ich denke mir mal, daß diese Frage von Thais ab besten beantwortet werden kann.

    Ich habe mal vor ein paar Jahren in China eine diesbezügliche Erfahrung gemacht. Bei einer Spazierfahrt lag ein kleiner Junge leblos mitten auf der Strasse. Der Fahrer machte einen flotten Bogen um das Kind. Auf meinen Protest versuchte man mich mit Ausflüchten zu beruhigen. Ich habe mich aber nicht beruhigen lassen, so war es den Chinesen schon peinlich.
    Ein Jahr später traf ich einen der Mitfahrer und er erklärte mir, daß er auf der gleichen Strasse erst neulich wieder gefahren sei und der Junge wieder auf der Stasse gelegen sei. Offensichtlich ein verwirrtes Kind,vielleicht Epilleptiker ? aber warum legt es keiner auf die Seite? Eine Antwort erhielt ich nicht.

    Ich habe auch immer Proteste meiner Freundin erhalten wenn ich nicht-Familienmitgliedern auf irgend eine Art und weise geholfen habe ober einen Gefallen erwies. Selbst kleinste
    Gefälligkeiten wurden kritisiert.

    Einen gewissen Sadismus erlebte ich vor ein paar Jahren als
    ich erlebte wie der Schwager meiner Freundin lustvoll ein
    Huhn überfuhr. Ein Freund von mir erlebte dasselbe bei einer Taxifahrt in Malaysia. Seither will er von Asien überhaupt nichts mehr wissen. Bei uns kompensieren Kinder und Jugendliche wohl ihre Aggressionen bei irgendwelchen Videospielen. Meine Freundin hat ihren Schwager verteidigt, "das Huhn war eben zu langsam".

    Ich glaube, daß ein Volk welches so vielen sozialen Zwängen
    unterworfen ist, wo Aggressivität überhaupt nicht opportun ist, wo immer geduldiges Lächeln selbst in schlimmsten Situationen erwartet wird, das alles irgendwo auch kompensieren muss, wohl in einer gehörigen Form von Sadismus.... und man kann das eigene Unglück auch besser ertragen wenn man sich am Unglück anderer weidet. Beispiele diesbezüglich gibt es zuhauf, man muß nur eine Tageszeitung kaufen! Klingt vielleicht brutal aber es ist so.

    Also, akzeptieren wir das ganze als kulturelle Eigenheit.
    Ich habe Thais oft als sehr, sehr egoistische und eigennützige Menschen erlebt, wo nur das eigene Wohl und das der eigenen Familie zählt. Ich glaube aber nicht, daß Thais sich Farangs gegenüber anders verhalten als gegenüber ihren Landsleuten. Bewerten will ich diesen Egoismus nicht. Wo viel Licht ist ist auch viel Schatten und in Thailand ist sehr, sehr viel Licht.
    ... und wer an einen thailändischen "Gutmenschen" glaubt ist sowieso auf dem Holzweg und ein Illusionist. Die Menschen sind dort wahrscheinlich nicht besser als bei uns nur das Wetter und das Essen !

  5. #24
    Avatar von DisainaM

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    Re: Unfall in LOS und kein Thai hilft...

    Zitat Zitat von manao",p="146749
    Einen gewissen Sadismus erlebte ich vor ein paar Jahren als
    ich erlebte wie der Schwager meiner Freundin lustvoll ein
    Huhn überfuhr. Ein Freund von mir erlebte dasselbe bei einer Taxifahrt in Malaysia. Seither will er von Asien überhaupt nichts mehr wissen. Bei uns kompensieren Kinder und Jugendliche wohl ihre Aggressionen bei irgendwelchen Videospielen. Meine Freundin hat ihren Schwager verteidigt, "das Huhn war eben zu langsam".

    Ich glaube, daß ein Volk welches so vielen sozialen Zwängen
    unterworfen ist, wo Aggressivität überhaupt nicht opportun ist, wo immer geduldiges Lächeln selbst in schlimmsten Situationen erwartet wird, das alles irgendwo auch kompensieren muss, wohl in einer gehörigen Form von Sadismus.... und man kann das eigene Unglück auch besser ertragen wenn man sich am Unglück anderer weidet.
    Auf einem Grillfest in Spanien regte sich ein deutsches Ehepaar auf, weil ein Spanier nach einem Hund getreten hatte.
    Es folgte eine Diskussion über die spanische Eigenart, Kindern kleine Hunde zu schenken, die dann ausgesetzt werden, wenn sie ausgewachsen sind.
    Der Spanier fing darauf an, auf diese verweichlichten Deutschen zu schimpfen, schnappte sich eine Katze, und preßte sie in den Grill.


    Jedes Volk hat wohl seinen eigenen Tierbezug.

    Entweder sie sind anders, oder wir sind anders

  6. #25
    Avatar von manao

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    Re: Unfall in LOS und kein Thai hilft...

    @desainaM

    oh das war heftig ...

  7. #26
    Avatar von FarangLek

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    Re: Unfall in LOS und kein Thai hilft...

    [quote="DisainaM",p="146761"] schnappte sich eine Katze, und preßte sie in den Grill.quote]

    Wenn das einen Nutzen haben soll? Naja!

    Ich habe für sowas zwar nichts übrig, aber vestehen muss man es ja nicht!?

    Andere Völker - andere Sitten

  8. #27
    Avatar von Serge

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    Re: Unfall in LOS und kein Thai hilft...

    @manao
    Guter Punkt - der Familien Egoismus - sehr guter Punkt. Allerdings ist das Wort Egoismus nicht so passend. Es handelt wohl eher um eine Form das alten Clan Denkens oder der Sippschaft. Gutmenschen gibt es bestimmt keine, wobei natuerlich das Beispiel Unfallhilfe auch nur einen kleinen Ausschnitt der gesamten Palette einer moeglichen sozialen Einstellung wiedergibt. So ist es zum Beispiel beim Thema Umgang mit Kindern anders, da wuerde der Verlgeich Deutschland Thailand wohl verschieden ausfallen.

    Die Chinesen sind anders, die Vietnamesen auch. Die Vietnamesen sind gar super tough, was ich so erlebt habe. Da werden einem schon mal giftige Froesche an den Kopf geworfen oder kollektiv ein Mottrradpolizist ermordet. Malaysia, der Umgang mit Tieren ist in einem muslimischen Land anders als bei den Buddhisten.

    Der Spanier, na ja, es gibt halt ueberalle Saecke!

  9. #28
    Avatar von DisainaM

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    Re: Unfall in LOS und kein Thai hilft...

    Das Thema Unfallhilfe könnte man auf folgendes Planspiel umstellen :

    Wenn die asiatischen Länder die reichsten Länder auf der Welt wären,
    welche Länder würden in Afrika helfen ?

    Muslimische Länder würden in muslimisch-afrikanischen Ländern helfen,
    aber dann ?
    Japan gibt den Kurs vor, den man von den anderen Ländern erwarten kann.

    Ich hab nicht kaputt gemacht, also muß ich nicht helfen.
    Gute Taten gegenüber meiner Familie und dem Tempel.

    Wer Macht hat, kann erwarten, dass diejenigen, ohne Macht, ihm dienen.
    Wer etwas will, muß zuerst zeigen, was er bereit ist, zu geben.

    Sollte hirarchisches asiatisches Denken mit wirtschaftlicher Macht zusammen sein, würde dies bei denjenigen Thailandfans, die noch sehr in den christlichen Wertvorstellungen verankert sind, ein anderes Bild ergeben.

    Zum Thema Tiere :
    Selbst im deutschen Recht sind Tiere eine Sache, demzufolge gilt die Tötung des Nachbarhundes als Sachbeschädigung.

    Während Hunde in Deutschland oft zum Lebenspartner-ersatz mutierten, werden sie in anderen Länder als Nahrung angesehen.

    Die spanische Beziehung zu Tieren ist u.a. durch die Stierkampftradition geprägt, wo das kollektive Erlebnis des Gladiatorenkampfes durch den Stierkampf ersetzt wurde,
    und bis heute Teil des Lebensgefühls ist.

  10. #29
    Avatar von Serge

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    Re: Unfall in LOS und kein Thai hilft...

    Na ja, Stierkampf und Beziehung zu Tieren
    :???: :???:

    Aus der Geschichte des Stierkampfs:

    Der Stierkampf ist einer der bekanntesten und zugleich umstrittensten spanischen Bräuche. Er könnte nicht bestehen ohne den Toro Bravo, den Kampfstier, der einer uralten Rinderrasse, die nur in Spanien überlebt hat, angehört. Seinen Vorfahren, den Urus, gab es in weiten Teilen der Welt. Er wurde von zahlreichen Zivilisationen verehrt, der Stierkult auf der Insel Kreta etwa ist weithin bekannt. Auch die Bibel berichtet von Stier-Opfern zu Ehren der "göttlichen Gerechtigkeit". In den religiösen Kult-Handlungen der iberischen Stämme, die in prähistorischer Zeit in Spanien lebten, spielten Stiere ebenfalls eine bedeutende Rolle.

    Die Ursprünge der Plaza, der Arena, gehen nicht auf die römischen Amphitheater zurück, wie vielfach angenommen wurde, sondern auf die ebenfalls ringförmigen keltisch-iberischen Tempel, in denen vor Urzeiten die oben erwähnten Zeremonien abgehalten wurden. Ein solcher Tempel ist übrigens in der Nähe von Numancia, in der Provinz Soria, erhalten.

    Die Iberer begründeten zwar den Stier-Kult, es waren aber wahrscheinlich griechische und römische Einflüsse, die ihn in ein Spektakel umwandelten.

    Im Mittelalter war der Stierkampf zu Pferde ein beliebter Sport der Aristokratie, und wurde suerte de cañas genannt. In 18. Jahrhundert kam diese Tradition mehr oder weniger aus der Mode, während gleichzeitig die ärmeren Bevölkerungsschichten begannen, den Stierkampf zu Fuß zu praktizieren. Erst mit der Zeit wurden Regeln dafür entwickelt, Francisco Romero spielte dabei eine entschiedende Rolle.

    Für ihre Anhänger ist La Corrida eher eine Kunstform denn ein Sport, ein Ausdruck des Kampfes zwischen dem Menschen und der rohen animalischen Kraft; eine archaische Tradition, die nur in diesem Land überlebt hat, genau so wie es der Toro Bravo getan hat.

  11. #30
    Avatar von DisainaM

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    Re: Unfall in LOS und kein Thai hilft...

    Zitat Zitat von Serge",p="147170
    Na ja, Stierkampf und Beziehung zu Tieren
    :???: :???:
    Gerade beim Stierkampf entläd sich der Deutsch-Spanische Konflikt.

    Viele deutsche Spanien-Residenten empörten sich in den letzten Jahrzehnten über die spanische Haltung von Kettenhunden, die Tötung von Katzenwürfen, (u.a.) und natürlich auch dem Stierkampf.

    Damit wurde ein spanischer Nerv getroffen, der zur Reaktion führte, daß man die übermäßige deutsche Tierliebe dadurch versucht zu provozieren, indem man besonders brutal mit Tieren in Gegenwart von Deutschen umgeht.

    In anderen Ländern, wie in Lateinamerika, oder Mexico findet man Hahnenkämpfe und Hundekämpfe, wo das deutsche Tierschutzherz rebelliert.

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