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(Un)freiwillig Bargirl?

Erstellt von UAL, 20.07.2004, 21:08 Uhr · 195 Antworten · 10.830 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von rübe

    Registriert seit
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    Re: (Un)freiwillig Bargirl?

    Zitat Zitat von DomTravel",p="152796
    Zitat Zitat von rübe",p="152794
    ahoi!
    mit not hat das in ihrem fall nichts zu tun...aber es erscheint mir typisch für die mehrheit der frauen in dieser branche...
    Einen gewissen Prozentsatz triffst du mit deiner Aussage sicherlich, aber ob das nun reicht es typisch zu nennen, wage ich sehr stark zu bezweifeln.

    Gruss
    Klaus
    ahoi!

    ich gebs zu...hab viel zu wenig ahnung, um über prozentsätze zu spekulieren...weiss nicht, wie viele bar-ladys in pattaya oder bkk kinder haben...bestimmt eine ganze menge...ich weiss nichts von ihrer not...ich persönlich kam halt bislang eher mit frauen in kontakt, die meiner ansicht nach schon die chance gehabt hätten, in einem anderen bereich zu arbeiten, aber das millieu vorgezogen haben...ob es nun nur die möglichkeit war, dort mehr geld zu verdienen oder ob sie diese arbeit als weniger beschwerlich ansehen keine ahnung...

    naja...wollt halt auch mal wieder was sagen

    beste grüsse in den westen...

    rübe


  2.  
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  3. #22
    Marco
    Avatar von Marco

    Re: (Un)freiwillig Bargirl?

    Dies ist eine sehr interessante Diskussion und ich konnte bis dato keine, grundsätzlich falschen Aussagen erkennen.

    Leider verallgemeinern einige Member ihre Erfahrungen und Erlebnisse. Bitte denkt nicht nur schwarz/weiss, gut/böse. Öffnet euer Denken in alle Richtungen.

    Es gibt nähmlich alle Arten von hier beschriebenen Situationen. Auch solche Frauen, die gezungenermassen an einer Bar arbeiten müssen.

    Das mit den Urintests stimmt. Und die Polizei setzt seit längerem auch verdeckte Ermittler im Milieu ein. Dass dies aber nicht genügt, um ein "sauberes" Milieu zu erhalten, dürfte wohl auch einleuchten.

    :byebye: Marco

  4. #23
    Avatar von khon jöhraman

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    Re: (Un)freiwillig Bargirl?

    @rawaii
    gehe selten konform mit Dir, obwohl ich mich zu Deinen Postings noch nie geäußert habe - dazu bist Du mir zu angriffslustig . Aber hier gebe ich Dir zum Teil Recht. In einigen A gogo Bars sind Yaa baas wirklich fast Zwang. Manchmal sogar mehr als Pillen. Weiß ich - wie Du - ebenfalls von verschiedenen Mädchen. Jedoch habe ich dies noch nie an Bar Beer (Bierbar) erlebt.

    @Klaus und Waldi
    Der Wirt einer Bierbar macht sein Geschäft überwiegend mit dem Umsatz an seiner Bar. Er zahlt den Mädchen ein festes Gehalt - auch wenn es täglich nur 100,-- Baht – in der Nebensaison auch weniger – sind. Das Mädchen sollte durch ihre Anwesenheit den Umsatz steigern. Wenn sie während der Arbeitszeit die Arbeitsstelle verlässt, sollte doch ein finanzieller Ausgleich geschaffen werden (Lohn für das Mädchen und entgangener Gewinn). Wenn nun hier 200 Baht vom Auslösenden gezahlt werden, würde ich dies nicht als Mädchenhandel bezeichnen. Die Sache sieht natürlich etwas anders aus, wenn das ganze Geschäft der „Bar“ darauf ausgerichtet ist.

  5. #24
    Avatar von Charly

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    Re: (Un)freiwillig Bargirl?

    Zitat Zitat von khon jöhraman",p="152821
    @rawaii
    Jedoch habe ich dies noch nie an Bar Beer (Bierbar) erlebt.

    ... Die Sache sieht natürlich etwas anders aus, wenn das ganze Geschäft der „Bar“ darauf ausgerichtet ist.
    Diese Pillen, wie Du sie nennst gibt es ueberall, nicht nur in den Gogos, auch in den Bars, Discos usw. Razzien gibt es sehr haeufig.

    Zum zweiten Absatz: Keine Bar wird Girls einstellen nur so zum Spass, Du kannst fast jeden aus irgendeiner Bar mitnehmen, vorausgesetzt sie will und das tut sie in den meisten Faellen. Da die Girls ja aus freien Stuecken in die Bars u. Gogos kommen, kann man mit Sicherheit nicht von Menschenhandel reden.

    Zwang, nein sicher zu 99% nicht. Die Girls sind volkommen frei in ihren Entscheidungen, wer nicht erscheint bekommt kein Geld fuer diesen Tag, wer zu spaet kommt weniger.

    Es gibt reichlich Jobs in den Fabriken in Bangkok, doch leider kann man von diesem Gehalt sich nicht immer die neusten Klamottten kaufen und nicht immer das neuste Handy, oder anders rum gefragt, was machen die Girls, die tagsueber im Big C, Lotus oder wo auch immer arbeiten denn nachts in der Marine Disco ?

  6. #25
    Avatar von khon jöhraman

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    Re: (Un)freiwillig Bargirl?

    @Charly
    Yaa Baas gibt es wirklich überall. Doch den Zwang, diese zu nehmen habe ich bisher in Bierfbars noch nicht erlebt. Und dies meinte ich. In A gogo sieht dies zum Teil anders aus.
    Zum zweiten: Dies habe ich doch so in etwa geschrieben. Das Mädchen geht freiwillig mit. Und wenn sie mitgeht, muss ein Ausgleich geschaffen werden. Eben als Barfine oder Auslöse.
    Stimmen also überein!
    Gruß, ebenfalls aus Pattaya
    K.J.

  7. #26
    Chak2
    Avatar von Chak2

    Re: (Un)freiwillig Bargirl?

    Zitat Zitat von DomTravel",p="152796
    Ich denke, viele von den Barmädels haben tatsächlich kaum noch eine andere Chance, ihre vom Vater verlassenen Kinder großzuziehen.
    Warum denn nicht, andere Frauen gehen doch auch in eine Fabrik zum Arbeiten. Schließlich gibt es in Thailand ja nicht solche Arbeitslosenzahlen wie hier. Selbst wenn sie dann nur 2.000 Baht nach Hause schicken können, für eine Schulausbildung im Rahmen eines Familienverbundes reicht das.
    Fehlt dieser familiäre Rückhalt, da gebe ich dir recht, aber dann fragt sich ohnehin, wer passt dann auf die Kinder auf?

    Ich halte das mit der finanziellen Not eher für eine Schutzbehauptung der ich erstmal skeptisch gegenüber stehe, ebenso wie der ewigen Mär vom nichtnutzigen Thaimann. Überlegt doch mal, wer mit solchen Behauptungen in einem besseren Licht erscheint.

  8. #27
    Avatar von DisainaM

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    Re: (Un)freiwillig Bargirl?

    Zunächst einmal ist klar, das Thema Drogen im Milieu sollte nicht an die ganz große Glocke gehängt werden.

    Schon 1992 konnte man in Deutschland erleben, wie manch ein Farang, der mit der falschen Thai zusammen war, unwissentlich mit Yaba angefüttert wurde, bis er völlig drauf war, und anschließend abging.

    Kaum eine Bar in Thailand kommt ohne einen Thaipartner über die Runden, entweder bei den Behörden, oder bei den Angestellten, ohne eine Thaiführung klappt es nicht.

    Manche machen die Führung sauber, andere wollen noch mehr Geld machen,
    und leben mit dem Risiko, eines Tages aufzufliegen.

    Wer Rotlichtbars betreibt, kann als Farang nur hoffen, daß sein Thaipartner zu den Sauberen gehört, denn die anderen wissen, das Geld, was die Mädchen von den Kunden bekommen, können sie nur über 2 Schienen bekommen,
    - entweder die Mädchen gehören ihnen, dann müssen sie alles abgeben (aber über Ameisen mit Vertrag reden wir hier nicht), oder
    - die Mädchen bekamen in der gästelosen Zeit täglich kostenlos Yaba, um nun in der besseren Zeit ihren Geldteil für Yaba abzuliefern.

    Das anfüttern mit Yaba ist überhaupt nicht kompliziert, manch eine Thai, oder auch Farang nimmt es unwissentlich in einem morgentlichen Cafe zu sich, die regelmäßigkeit machts.
    Dann, nach Monaten kommt die Zeit, wo plötzlich abgesetzt wird, und bei der Person der Entzug entsteht.
    Der Geber verbindet das Absetzen meistens mit einem Streit.
    Die Angefütterte weiß gar nicht (kalter Entzug), was mit ihr geschiet, gibt klein bei, und fertig ist die Weichenstellung, anstatt zur Familie in den Isaan fließt nun die Kohle zur Yaba-Quelle.

  9. #28
    Avatar von Jinjok

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    Re: (Un)freiwillig Bargirl?

    Zu den Drogenrazzien: So wie ich es verstanden habe, sind die Lokalitäten besonders im Visir, wo das Zeug verkauft wird. Da die vielen fliegenden Händler ihr Zeug ja beim Bemerken der razzia schnell durch len Lokus jagen können, wird zur Beweissicherung die Kundschaft mittels Urinprobe abgeklärt. Damit hat man dann dem Betreiber gegenüber das Druckmittel, für das richtige Publikm zu sorgen. Wo keine Drogenverkäufer - da auch weniger Junkies - so die offizielle Philosophie-

    [hr:4024ecd1b4]

    Bei der Freiwilligkeit der Prostituierten gibt es mehrere Stufen, die zwar fließend in einander über gehen aber dennoch recht aussagekräftig sind.

    Am schlimmsten sind wohl die ausländischen Sklaven daran, die oift als Minderjährige von ihren Eltern in Kambodscha, Vietnam, Laos oder Burma von ihren Eltern für ein paar Dutzend Dollar abgkauft wurden. Sie vegetieren oft in Hinterzimmern in sprichwörtlicher Gefangenschaft die ersten Jahre, bis sie völlig gefügig sind. Mit ihrem illegalen Aufenthalt in Thailand sind sie obendrein erpreßbar.

    Als nächstes kommen die freiwilligen Prostituierten, die von ihren Eltern oder Verwandten als lebende Wechsel eingestzt wurden und nun einen Wucherkredit abarbeiten müssen. Sie könnten zwar jeden tag ihres Weges gehen aber dann würde dem Schuldner etwas zustoßen oder im Mindesten wäre der Ruf der Familie auf Ewigkeiten ruiniert.

    Bei diesen beiden Gruppen gibt es als mehr oder weniger physische Gewalt, die die Frauen zur Prostitution zwingen. Beide sorten werden die Touristen in Pattaya nur im Ausnahmefall antreffen. Hier ist die Zielgruppe eher der Inlandsmarkt.

    Auch auf dem Inlandsmarkt sind die mehr oder weniger freiwillig eingereisten erwachsenen prostituierten Ausländerinnen entlang der Grtenzen und der Highways tätig. Sie verkaufen sich für minimale Preise an Thais. Die WHO hat unter ihnen HIV-Tests stichprobenweise vorgenommen und die Rate ist irgendwo in den 90er % weil hier komplett auf Kondome verzichtet wird.

    Schon mehr freiwillig ziehen Frauen aus dem ländlichen Teil Thailands in die großen Städte, weil Freunde versprochen haben einen gutbezahlten Job in der Hotel- und Gaststättenbranche zu haben. Dort angekommen finden sie sich mehr oder weniger schnell als Prostituierte in der Realität wieder. Wegen Gesichtsverlust kehren viele dieser von den Frischschleisch-Lieferanten getäuschten nicht stehenden Fußes zurück, zumla ja noch die Möglichkiet gesehen wird noch relativ kurzer zeit genug Geld gespart zu haben um den Ausstieg noch zu schaffen.

    Etwas zweifelhaft scheinen mir die Geschichten, das eine Frau die zwei oder 3 Kinder geboren hat, als Prostituierte abreiten kann. Aber es gibt sicher vieles was es gibt. Neben Kindern gibt es ja noch andere Versorgungszwänge wie Eltern oder jüngere geschwister und wenn die Schulden über den Kopf gewachsen sind, entscheidet sich wohl manche Frau im stillen dafür, das geld asl prostituierte zu verdienen. Und wenn keiner was davon weiß ist es vielleicht auch gar nicht so schlimm.

    Zuerst will sie nur die Schulden abbbezahlen und schnellstens wieder zurück. Dann nach Monaten sind die Schulden weg udn sie will nur noch ein Haus für die Eltern kaufen, dann eines für sich selbst, dann noch einen Pickup usw. usf. Hier kehren sich die Zwänge von echten wirtschaftlichen im Laufe der gewöhnung in Gier um. Es geht nicht mehr ums Müssen sondern ums Wollen. Die Extreme sind ja schon beschrieben worden, wenn man weniger gut bezahlte Arbeiten aufgibt oder nicht mehr in Erwägung zieht, weil man nur noch Luxusgüter zum Glücklichsein braucht.

    Unfreiwillig unter physischer Gewalt bis freiwillig aus purer Gier ist also das ganze Spektrum in der Prostitution in Thailand zu finden. In allen Gruppen hat man das Phänomen gefunden, daß je länger die Frauen die Tätigkeit ausüben, desto zufriedener sind sie damit. Anfangs denken sie meist nur daran, so schnell wie möglich wieder damit aufzuhören. Wenn erst das Selbstwertgefühl gebrochen ist, geht auch der Drang zum Aussteigen rapide zurück. Aber ein großer Teil verliert sein Selbstwertgefühl nicht durch die Gewöhnung an den Job sondern kann diesen nur unter Alkohol- oder Drogenmißbrauch aushalten.

    Der Anteil von Drogen- und Alkoholkranken ist unter den Prostituierten signifikant höher als unter dem Durchschnitt der Bevölkerung. Das ist nicht thailandspezifisch sondern in den meisten Ländern so. Diese Erkenntnis stammt aus eine Vielzahl von Feldstudien die in allen Teilen der Welt ähnlich ausgefallen sind, daher kann man sie wohl auch verallgemeinern.
    Jinjok

  10. #29
    Avatar von Bökelberger

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    Re: (Un)freiwillig Bargirl?

    Hallo Jinjok !
    Ein richtig starkes Posting ! Gratuliere !
    Ich kann dem von A - Z zustimmen. Nur den Zahn - dass es zweifelhaft erscheint, dass Frauen die ein, zwei oder noch mehr Kinder geboren haben, an einer Bar arbeiten - kann ich dir ziehen. Das ist vielleicht nicht die Regel, aber auch ganz sicher nicht selten. Das hat sich in unzähligen Gesprächen jedenfalls bei mir fest eingegraben. Meist sind diese Frauen von ihren Männern verlassen worden. So eine Frau vom Lande versucht dann erstmal alles mögliche, nimmt ein, zwei oder noch mehr Jobs an. Wenn dann aber irgendwann gar nix mehr geht, weil es für de Unterhalt der Kinder resp.Eltern einfach nicht reicht, geht sie an die Bar.

    Und noch eine Motivation gibt es, um an einer Bar zu arbeiten, nämlich einen Farang für lange Zeit, oder gar für Leben zu finden, aus welchen Gründen auch immer.

    Klaus

  11. #30
    Avatar von Jinjok

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    Re: (Un)freiwillig Bargirl?

    Hallo DomTravel
    Stimme nicht zu früh zu, bis Du die Gegenargumente gehört hast.

    Vielleicht habe ich nicht genügend Phantasie, aber ich denke nach 2 oder 3 Geburten hat der Körper der Frau ein paar Veränderungen erfahren, die einer Arbeit als Prostituierte nicht gerade förderlich sind. Aber wie geschrieben, auch das mag es geben. Der Gedanke kam mir nur so zwischendurch und ist für den großen Überblick nicht weiter wichtig.
    Jinjok

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