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Traurige Sachen

Erstellt von tomtom24, 22.04.2010, 15:45 Uhr · 99 Antworten · 14.682 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von tomtom24

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    Re: Traurige Sachen

    Zitat Zitat von jerapaan",p="852271

    In Mae Sot war ich vor kurzen auch noch und muss auch wieder hin in den naechsten Tagen.Da habe ich auch so manches gesehen,insbesondere auf der Myanmar Seite.
    Stimmt, das Elend ist gross hier...

  2.  
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  3. #52
    Avatar von ChangLek

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    Re: Traurige Sachen

    ....... @Tomtom, hoffentlich gelingt es Dir hier sinnvoll zu helfen. Das fatale ist, das man der Mutter in diesem System noch nicht einmal alle Schuld geben kann, denn sie hat wohl ein gleiches oder ähnliches Schicksal durchlebt. Und wenn es dann reicht, sie sich rote Hemden anziehen, auf die Straße gehen, dann werden alle ausnahmslos als Terroristen abgestempelt. Eine schlimme Sache das.......

  4. #53
    Avatar von DisainaM

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    Re: Traurige Sachen

    prima Tom, dass Du Deine mitfühlende Art noch konserviert hast, und sie versuchst, zu leben.
    Leider ist die Gefahr des Ausbrennnens dabei sehr hoch, woraus auch die asiatische Gleichgültigkeit resultiert, die jeden als Dummkopf bezeichnet, der sein Licht für Menschen ausserhalb der Familie verbrennt.

    Schlimm sind die Fälle, wo die Mütter auf Pille sind, oder in einem Umfeld leben, dass man sich nicht gerne ins Haus holen möchte (z.B. gewaltätiger Freund im Hintergrund).

    Weiss nicht, wie gut Dein Thai ist, aber sprich doch mal mit der Frau, und schau, wie sie reagiert.

  5. #54
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Re: Traurige Sachen

    Ich habe hier mit den Behoerden im Rahmen unseres Adoptionsverfahrens recht gute Erfahrungen gemacht.Die Gesetze bezueglich Sorgerecht sind denen in Deutschland nicht unaehnlich. Wenn du Kontaktdaten benoetigst, sage Bescheid. Es gibt auch in Thailand ein Jugendamt.

    Die Mutter einzustellen, halte ich fuer eine schlechte Idee. Sie wird ihre Einstellung bezueglich Geld/Kinder nicht aendern, sondern Dich als wandelnden ATM betrachten. Wir haben einschlaegige Erfahrungen mit Hauspersonal.

    Wenn du wirklich helfen moechtest, sollte Deine erste Anlaufstelle die tourist police sein. Lt. meiner Frau finden die Behoerden das Verhalten solcher Eltern ueberhaupt nicht lustig. Die koennen auch klaeren, ob die saubere Dame wirklich die Mutter ist, respektive das Sorgerecht hat.

    Ich sage Dir grundsaetzlich unsere Unterstuetzung im Rahmen unserer Moeglichkeiten zu, Details aber nicht oeffentlich. (Helfen und zuviel darueber reden versaut den Buddhistischen Punktestand ;-D )

  6. #55
    Avatar von tomtom24

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    Re: Traurige Sachen

    Zitat Zitat von DisainaM",p="852402
    dass Du Deine mitfühlende Art noch konserviert hast, und sie versuchst, zu leben.
    Leider ist die Gefahr des Ausbrennnens dabei sehr hoch, woraus auch die asiatische Gleichgültigkeit resultiert, die jeden als Dummkopf bezeichnet, der sein Licht für Menschen ausserhalb der Familie verbrennt.
    Das ist eine interessante These. So hab ich das noch gar nicht gesehen...

    Zitat Zitat von Volker M. aus HH.",p="852403
    Ich habe hier mit den Behoerden im Rahmen unseres Adoptionsverfahrens recht gute Erfahrungen gemacht.Die Gesetze bezueglich Sorgerecht sind denen in Deutschland nicht unaehnlich. Wenn du Kontaktdaten benoetigst, sage Bescheid. Es gibt auch in Thailand ein Jugendamt.
    Es geht hier um Burmesen. Burmesen, die hier in Mae Sot leben, also auf thail. Seite und die wahrscheinlich (ziemlich sicher sogar) illeagal hier sind, bloss mittlerweile so weit unten, dass sie nicht mal mehr Polizei und Immi mit ner Kneifzange anlangen zu scheinen.

    Zitat Zitat von ChangLek",p="852350
    ....... @Tomtom, hoffentlich gelingt es Dir hier sinnvoll zu helfen. Das fatale ist, das man der Mutter in diesem System noch nicht einmal alle Schuld geben kann, denn sie hat wohl ein gleiches oder ähnliches Schicksal durchlebt.
    Es ist schwierig, eigentlich unmoeglich, die wahren Geschichten zu erfahren. da kommt ja alles zusammen. Stolz, Eitelkeit, Dummheit, Kurzsichtigkeit und asiatisch sein

  7. #56
    Avatar von mipooh

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    Re: Traurige Sachen

    Als ich noch in TH lebte, habe ich auch versucht zu helfen. Am Ende trug das dazu bei, dass diese Menschen noch weniger versuchten aus eigener Kraft weiterzukommen, dabei aber einen höheren Lebensstandard anstrebten und in Nullkommanix weit mehr Schulden hatten als vorher.
    Nicht dass sie undankbar gewesen wären, nicht dass sie es nicht gebraucht hätten. Es war nur so, dass ihnen einfach die geistigen Möglichkeiten fehlten, sinnvoll aufbauend zu leben.
    Ich habe mich dann später aus diesem Helferverhalten zurückgezogen, nicht zuletzt, um meine eigene finanzielle Lage nicht zu gefährden. Denn so viel, dass ich diese Fässer ohne Boden füllen könnte, hatte ich nicht.

    Nach einiger Zeit in der Provinz, wenn erstmal der Blick auf die Exotik einen nicht mehr völlig ausfüllt, sieht man eben auch, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse und somit die Einzelschicksale in einem solchen Land weit entfernt sind von unserem Land, in dem wir eine gewisse Basis an Sozialverhalten (auf christlichem Hintergrund und mit vielen Macken) bekommen haben.

    Für Dich persönlich wird es schwierig sein, einerseits Deiner Seele/Psyche gerecht zu werden, andererseits ohne Abzustumpfen die Grenze Deiner Möglichkeiten zu finden. Vielleicht wird es Dir sogar wie mir ergehen, dass Du einmal die Entscheidung treffen wirst, lieber in einem zivilisierteren Land zu leben. (Obwohl man ja auch dort mit enormen Ungerechtigkeiten leben muss)

    Es ist seit meiner Kindheit ein Skandal, dass es überhaupt Hungernde auf diesem Planeten geben kann und dieser Skandal wird größer statt kleiner (trotz viel guten Willens etwas zu verbessern). Hilfst Du persönlich, ist das zunächst einmal eine schöne Geste. Siehst Du was aus Deiner Hilfe wird, kann es auch große Enttäuschungen geben (beim Tsunami habe ich im ersten Schock fast alles hergegeben was mir noch möglich war um dann zu lesen, dass damit reiche Menschen unterstützt wurden und die armen wieder mal leer ausgingen).

    Selbst der umsichtigste Umgang mit den eigenen Spenden wird sowas nicht sicher verhindern können.

    Ich will jetzt nicht sagen, "tu nichts". Solche Schicksale wie Du sie beschreibst, müssen einen schon anrühren. Abzustumpfen ist nicht unbedingt eine saubere Alternative und Du kannst fast sicher sein, dass einige Kollegen maximal darauf warten, dass Deine kleine Freundin alt genug ist und werden sie dann mit Vergnügen billigvögeln und sich damit hier brüsten. Wenn die sich dann ein Mobilephone leisten kann, werden sie sich gerechtfertigt fühlen, weil die ja "sowieso nur auf Kohle aus" ist. Und wenn die dann irgendwann kaputt genug ist einen Falang abzuzocken, dann werden wir "den armen Typ" kollektiv bedauern oder für zu dumm erklären.

    Beiß Dich dadurch, Tom. Tu was Du denkst und hilf. Du wirst sehen, dass es auch gut ist. Aber evtl wirst Du auch schwer enttäuscht.

  8. #57
    Avatar von tomtom24

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    Re: Traurige Sachen

    mipooh

    Grade dem ersten teil Deines Postings stimme ich voll zu (auch dem Rest, habe halt gerade insbesondere dem ersten Teil). Und ja, es stimmt. Ich mein, ich bin ja auch nicht auf der Brennsuppe dahergeschwommen. Mir ist klar, dass eigentlich alles ein Fehler sein kann. ich kann es drehen und wenden, wie ich es will.

    Gebe ich Geld fuer die Suppe, wird das evtl. Standard. Will man (diese Familie) überhaupt noch raus aus dieser Misere, denn es laeuft ja augenscheinlich ganz gut?! Oder sollte man besser sein Schinken-Kaese Crossant und seinen Kaffee reinziehen, und die erwartungsvollen Augen, die einen dabei anschauen ignorieren, weiss man doch, dass es keine wirkliche Hilfe ist?!

    Ich bin mir bewusst, dass es eine Gratwanderung ist. Nur, ich hab halt letztendlich 3 Moeglichkeiten.

    1.) Ich geb brav meine 20 oder 50 Baht, die kaufen sich ihre Suppe, ich hab mein Gewissen beruhigt und ich denk nicht weiters ueber deren Zukunft nach (obwohl so klar vorhersehbar)

    2.) ich ignorier das total - die Dinge nehmen auch ohne mich seinen Lauf. Und ignorier dabei die mir selbstgestellte Frage - koennte man nicht doch hier eine Zukunft aendern?

    Oder 3.) Ich versuche die Sache anzupacken, und habe durchaus groessere Chancen, mir die Finger gewaltig zu verbrennen, anstelle zu helfen. Diesem Risiko bin ich mir bewusst

    Waere ich jetzt grade mal ein paar Wochen hier im Lande, wuerde ich die Finger auch davon lassen. Zuviel Unkenntnis ueber alles. Mittlerweile konnte ich aber wenigstens schon den einen oder anderen tieferen Einblick unter die Oberflaeche bekommen (gerade in Kambodscha bspw.). Wobei - ganz klar und offen: recht viel "wissender" bin ich jetzt natuerlich auch nicht. Gerade als Farang erschliesst sich einem ja vieles nie wirklich.

    Ich gehe jetzt einfach mal den Weg, das Vertrauen dieser Familie einigermassen zu gewinnen. Dann schalte ich sie mit meinen burmesischen Bekannten kurz und dann werde ich mehr wissen. Es koennte ja wirklich durchaus sein, dass das einfach "deren Geschaeftsidee" ist und zuhause sich ein Burmese tierisch ins Faeustchen lacht. Nur, ich sehe halt die Gefahr bei dem Maedchen, irgendwann kommen Leute und die werden das notwendige Geld bieten und dann war es das...

    Die 2 (Bruder und Schwester) sind viel zu sehr oeffentlich zu sehen, als dass sich das nicht bald aendern wuerde... Mir ist auch aufgefallen, dass Puk und ich auf dieses Maedchen auch irgendwie wie ein Magnet wirken. Selbst wenn sie ihr Geld bekommen haben (mit ihrem Bruder), schwaenzeln sie um uns herum. Nur ist momentan auch Puk nicht da sondern auf Besuch bei ihren Eltern...

    Natuerlich kann ich das alles auch voellig fehlinterpretieren....

  9. #58
    Avatar von mipooh

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    Re: Traurige Sachen

    Warum sollten Euch die Kinder auch nicht mögen?
    Wahrscheinlich seid Ihr auch nett zu denen.

    Was immer Du da tust, etwas Positives wird es dann schon haben, auch wenn Du den Verlauf derer Leben wohl nur gering beeinflussen wirst. Besser als gar nicht...

  10. #59
    Avatar von jerapaan

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    Re: Traurige Sachen

    Mipooh.Bin ganz Deiner Meinung.Habe mir auf die ersten Zeilen von Tom auch so einige Gedanken gewmacht,insbesondere um das Maedchen was da wohl wie befuerchtet irgendwann mit dem Thema Aids Bekanntschaft macht.
    Eine wahrlich gute Frage wie man dort helfen koennte.Man weiss ja nicht was dahinter steckt.Koennte tatsaechlich ne ausgekluegelte Geschaeftsidee von den Burmesen sein.Es koennte ein heisses Eisen sein was Du Tom da bedenkst anzupacken. :-( .

    Wenn Du nunmehr feststellt was es mit den dreien auf sich hat,kannst Du eventuell handeln oder nicht.Ich mach Dir hier folgendfen und unbedingt zu beachtenden Vorschlag.

    Lass den Laufweg von eine Art Dedektiv beobachten bis nach Myanmar rein,solltest Du das notwendige Kleingeld dazu haben.Du musst unbedingt wissen auf was Du Dich einlaesst.Nicht das es nachher fuer Dich noch arge Konsequenzen hat.Finde herraus ob die 3 alleine sind oder ein Clan dahinter steckt !!!!.

    Wenn die 3 alleine sind wuerde ich aus meiner Sicht folgendes tun um diese drei von der Strasse zu holen,(sofern sie es wollen,andernfals wuerde ich eh sie verachtend links liegen lassen und die waeren dann auch nicht weiter Wert als Dreck auf der Strasse.)

    In jeden Fall musst Du die Mutter mit einbeziehen,nicht nur die Kinder.Grundvorrausetzung !!.

    Hier bei uns gibts zum Beispiel so ein paar Gelaende wo Bretterbuden von solchen Aermeren Familien schlicht aufgestellt werden.Wenn Du das schaffst sie von Mae Sot wegzubekommen und fuer sie sorgst,koennte man so ne Blechholzhuette hinstellen.Dort waeren die Kinder unter Ihres gleichen.Ich sehs tagtaeglich,sie spielen dort Fussball usw.Sie sind alle gluecklich.\

    Ueberlege Dir ob sowas in Frage kaeme.Um gewisse einzelheiten koennte ich mich kuemmern.

  11. #60
    Avatar von mipooh

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    Re: Traurige Sachen

    andernfals wuerde ich eh sie verachtend links liegen lassen und die waeren dann auch nicht weiter Wert als Dreck auf der Strasse.
    Für meine Begriffe viel zuviel Bewertung. Wozu? Du würdest damit nur eine Herzlosigkeit begehen, denn selbst wenn sie unehrlich wären, wüsstest Du nicht wie das wiederum entstanden ist.

    Ich würde nicht so paranoid damit umgehen und noch Geld für einen Detektiv rausschmeißen. Dann könntest Du dem Detektiv einen Detektiv hinterherschicken und dem wieder einen Detektiv.

    Der Herr, der schickt´ den Jockel aus....

    Es ist doch völlig ok, dass man helfen möchte. Und es ist ebenso sicher, dass man dabei nie sicher wissen kann, ob ein gedachtes Ziel erreicht wird. Dass man abwägt, sich nicht sicher ist, was der beste Weg wäre, ist auch ok.

    Mach es einfach wie Du es jetzt für richtig hältst. Fühl Dich gut, wenn Du etwas tust, was Du gut findest. So funktionieren wir eben, ist doch ok so...

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