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Tod im Nationalpark

Erstellt von xenusion, 07.06.2002, 23:09 Uhr · 1 Antwort · 866 Aufrufe

  1. #1
    xenusion
    Avatar von xenusion

    Tod im Nationalpark

    Im August letzten Jahres hatte ich mit meinen Töchtern eine Jungle-Tour im Kao Sok Nationalpark unternommen. Unsere zwiespältigen Eindrücke hatte ich schon mehrmals publiziert, unter anderem bei Ramiworld und hier.
    Gestern leitete Rami eine Nachricht an mich weiter, die mich sehr schockiert hat.

    Hallo
    ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen und habe den Khao Sok National Park-Bericht von Xenu gelesen. Ich bin ziemlich erschüttert, denn letztes Jahr im August haben mein Freund und ich ebenfalls an dieser Höhlentour mit Überfahrt über den See etc. teilgenommen. Die Fotos könnten von mir sein.
    Nur ist bei uns der Ausflug nicht glimpflich ausgegangen: eine Freundin ist in der Höhle ertrunken. Wir haben nämlich auf die Kenntnisse des Führers vertraut. Zwar habe ich in der Höhle ein sehr ungutes Gefühl gehabt, vor allem wegen der Strömung, die immer stärker wurde. Aber da waren wir wohl naiv.
    Jedenfalls gleicht die Story von Xenu unserer (auch mit den schwachen Taschenlampen etc.) Nach dem Unfall versicherte man uns, so etwas sei noch nie vorgekommen. Jetzt sind wir ja eines besseren belehrt. Und dafür musste ein 22 jähriges Mädchen ihr Leben verlieren.
    PS. Die Thai-Retter, die schließlich kamen, um die Leiche durch den Urwald zu den FLößen zu tragen, trugen Schwimmwesten - Ironie!!!
    Juliane
    Ich habe daraufhin Kontakt zu Juliane aufgenommen und bekam ff. zusätzliche Informationen:

    Hallo Xenu, danke fuer Deine Mail.

    Wir haben an der Tour Mitte September 2001 teilgenommen. Sie wurde von den "Jungle Huts" organisiert. An den Fuehrer kann ich mich nicht mehr genau erinnern, er war aber noch sehr jung, vielleicht 17. Angeblich fuehrte er die Tour schon oefter. Ob er diese TAT-Lizenz besass, weiss ich auch nicht. Eigentlich wollten wir die Tour auch gar nicht machen, aber am Vorabend schwaermte uns ein deutsches Paerchen vor, wie toll es sei, und absolut ungefaehrlich. Folglich war das Wasser am Vortag wohl noch nicht so reissend. Jedenfalls hat es den Fuehrer auf unserer Tour auch ganz schoen erwischt, er war, wie wir andern auch, ziemlich verletzt durch die Felsen und zudem fuerchterlich entsetzt. Ich glaube nicht, dass er mit einem solchen Vorfall gerechnet hat. Die anderen Thais, die uns dann abgeholt haben, und auch die Leute von den Jungle Huts waren eher gefasst.

    Zu dem Maedchen: sie kam auch Belgien und war mit ihrem Freund gerade eine Woche in Thailand. Wir haben sie auf der Fahrt von Surat Thani zum Khao Sok kennen gelernt und waren mit dem Freund nach dem Unfall auch bei der Polizei und im Krankenhaus etc. Ich muss sagen, die ganze Abwicklung mit dem Heimtransport des Maedchens usw. war mehr als kompliziert. Vor allem die Polizei war keine große Hilfe. Eher haben uns die einheimischen unterstuetzt, uns Essen gebracht und uns die ganze Nacht herumgefahren, um einen Oversea-Call taetigen zu koennen.

    Du kannst unsere geschichte gerne aufnehmen in Deinen Bericht. Ich habe auch schon mal an Lonely Planet (den Reisefuehrer, kennst du wahrscheinlich) geschrieben, das auf jeden Fall auf die Gefahren dieser Touren hingewiesen wird. In der naechsten Thailand-Ausgabe wird dann auch ein entsprechender Hinweis stehen.

    Alles in Allem und mal abgesehen von dieser Geschichte (die uns den restlichen Aufenthalt ziemlich schwer gemacht hat) ist Thailand ein wunderbares Land. Deine Fotos sind auch sehr schoen!

    Viele Gruesse Juliane
    Vielleicht kann die Veröffentlichung dazu beitragen, dass wir uns in ähnlicher Situation erinnern, dass das Leben durchaus seine gefährlichen Seiten hat.

    Gruss
    Xenu

  2.  
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  3. #2
    xenusion
    Avatar von xenusion

    Re: Tod im Nationalpark

    Kobras in einer Höhle mit begrenzten Fluchtmöglichkeiten, noch eine Erfahrung, die uns zum Glück erspart geblieben ist:

    Hallo Xenu,

    ich habe heute Deinen Eintrag im Rami Forum über Khao Sok gelesen bzw. den von dem Mädchen.
    Da ich jedes Jahr dort bin habe ich natürlich davon gehört. Im Khao Sok Jungle Huts wurde aber nicht erwähnt, dass es ein eigener Führer war.....
    Ebenso ist die Höhle in der Hauptsaison auch kein Problem (wenn nicht gerade ein Regen voranging!!). Aus dem Schreiben des Mädchens ging nicht hervor, wie hoch das Wasser bereits am Eingang der Höhle war. Normalerweise ist es nicht mehr als ein Rinnsal, das knöcheltief ist. Allerdings wird es die letzten 10 min zum Ausgang hin schon teilweise ein paar Meter tief. Ich würde es aber als nicht reissend bezeichnen.


    Was noch ein Problem heuer war : Aufgrund der Dürre kamen viel Cobras in die Höhle. Unter anderem wurde mir mitgeteilt das eine Woche vor meiner Tour zufällig einmal kein Guide voranging und eine Cobra aus dem Wasser schaute. Deshalb waren die beiden Guides wegen dieses Vorkommnisses sehr vorsichtig. Einheimischen Thais ist das Problem mit den Schlangen bekannt, sie haben deshalb meistens auch Angst, in die Höhle zu gehen. Ich selbst bin die Tour schon mehrmals gegangen, habe aber noch nie Schlangen gesehen.

    Gruß
    helbob


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