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Thais: ein verschlossenes und undurchsichtiges Volk ?

Erstellt von socky7, 27.04.2011, 09:08 Uhr · 427 Antworten · 38.772 Aufrufe

  1. #411
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Ist bei uns eher umgekehrt. Kein Respekt vor der schimpfenden Mutter, denn Schimpfen ist bei dieser ja normal und somit prallen dann Weisungen unbeachtet ab. Daher dann ihre staerkste Waffe: "Papa, hat gesagt..." oder auch an mich gerichtet "kuemmere Dich mal darum". Im Regelfall wird dann meist schnell lieber agiert und zwar ehe der besagte Papa richtig unpaesslich wird.

    Eine Aussage wie "bababobo" waere da so etwas wie Benzin in den Flammen. In den schwierigsten Zeiten wurde sich auch schon mal 24 Stunden im Zimmer eingeschlossen. Anscheinend das kleinere Uebel, als mir ueber den Weg zu laufen.

    Somit war eigentlich immer nur das Problem, wenn "die Brut" nicht unter vaeterlichen Aufsicht war und nun ja, dieses passierte immer dann, wenn es zur Schule geht. Es gab Zeiten, da musste ICH in der Schule abliefern und am Tor bis zum Klingelzeichen und der Nationalhymne warten und dann abends auch wieder abholen. Muttern konnte sich nicht durchsetzen, denn wenn erst einmal die Freunde noch dabei sind, dann wurde natuerlich auf Teufel komm raus rebelliert. Schreckgespenst war auch immer in der Schule anzukommen und diese war bereits ausgestorben. Eine halbe Stunde vorher Schluss, wegen einer Besprechung oder so etwas. Dann ging erst einmal die Suche los.

    Wie bei einem Sack Floehen. Same, same nur in groesseren Abmessungen und dass Floehe nicht so hirnlos sind. Wenn die Hormone vom Gehirn uebernehmen, dann ist die Welt nicht mehr so, wie wir sie kannten.

    Ein thailaendischer Vater gab einmal folgendes pragendes Statement von sich: "Meine Tochter ist ein .........". Treffender kann man sicherlich eine Pubertierende nicht beschreiben, wobei erfahrungsgemaess pubertierende Maedels hoellischer sind als ihre maennlichen Counterparts, was mir von verschiedenen Seiten auch schon bestaetigt wurde.
    Wie ich schon mal schrieb gibt es unglaubliche Parallelen... Es ist wohl kein deutsches oder thailändisches Problem, sondern eine sich wohl in jeder Generation und in jedem Land wiederholende Tatsache, dass die Mütter von den Kindern keinen Respekt erhalten. Meine Beobachtung endete mit der Erkenntnis, dass viele Mütter zu viel verbieten und letztendlich, wenn die Kids lange genug quengeln, dann inkonsequent werden. Die Väter dagegen, erlauben mehr und wenn sie "Nein" sagen, bleibt es dabei.

    Dadurch erhalten die Kids ihre Grenzen aufgezeigt, an denen sie sich orientieren können. Klar gibt es auch Diskussionen... ich hab die meist provoziert, damit sie lernen, sich zu artikulieren.

    Doch Erziehung endet da, wo Verweigerung beginnt. Bis dahin sollte man den Kids das notwendige Handwerkszeug mitgegeben haben. Ob und wie sie es dann anwenden liegt ab ihrem 18. Geburtstag im Falle der Verweigerung in deren Verantwortung.

    Klar gab es auch bei mir Überlegungen, ob ich versagt habe. Doch es gab keine Möglichkeit "Erziehung" zu lernen. Ich wollte die Fehler vermeiden, die meine Eltern bei mir machten. Das ist mir auch gelungen. Dafür machte ich sicher andere Fehler.

    Nach einigen Jahren Abstand habe ich mich komplett von dem Auftrag "Erziehung" gelöst. Mittlerweile kenne ich einige Familien, bei denen sich die Kids ebenso entschieden haben, den Kontakt ab zu brechen oder die Eltern brachen den Kontakt ab.

    Es sind alles unterschiedliche Geschichten, die das Leben schrieb und diese sind wohl in jedem Land gleich.

  2.  
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  3. #412
    Avatar von Claude

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    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Wie ich schon mal schrieb gibt es unglaubliche Parallelen... Es ist wohl kein deutsches oder thailändisches Problem, sondern eine sich wohl in jeder Generation und in jedem Land wiederholende Tatsache, dass die Mütter von den Kindern keinen Respekt erhalten. Meine Beobachtung endete mit der Erkenntnis, dass viele Mütter zu viel verbieten und letztendlich, wenn die Kids lange genug quengeln, dann inkonsequent werden. Die Väter dagegen, erlauben mehr und wenn sie "Nein" sagen, bleibt es dabei.

    Dadurch erhalten die Kids ihre Grenzen aufgezeigt, an denen sie sich orientieren können. Klar gibt es auch Diskussionen... ich hab die meist provoziert, damit sie lernen, sich zu artikulieren.

    Doch Erziehung endet da, wo Verweigerung beginnt. Bis dahin sollte man den Kids das notwendige Handwerkszeug mitgegeben haben. Ob und wie sie es dann anwenden liegt ab ihrem 18. Geburtstag im Falle der Verweigerung in deren Verantwortung.

    Klar gab es auch bei mir Überlegungen, ob ich versagt habe. Doch es gab keine Möglichkeit "Erziehung" zu lernen. Ich wollte die Fehler vermeiden, die meine Eltern bei mir machten. Das ist mir auch gelungen. Dafür machte ich sicher andere Fehler.

    Nach einigen Jahren Abstand habe ich mich komplett von dem Auftrag "Erziehung" gelöst. Mittlerweile kenne ich einige Familien, bei denen sich die Kids ebenso entschieden haben, den Kontakt ab zu brechen oder die Eltern brachen den Kontakt ab.

    Es sind alles unterschiedliche Geschichten, die das Leben schrieb und diese sind wohl in jedem Land gleich.
    Guter Beitrag zu einem schwierigen Thema, danke.
    Für mich als mehr oder weniger Alleinerziehender wäre es die größte Katastrofe, wenn eines meiner drei Kinder den Kontakt zu mir abbrechen würde. Das Kinderzeugen ist meist ein zufälliger Akt, die Erziehung zu einem verantwortungsvollem, guten und erfolgreichen Menschen sollte berechenbarer sein.

  4. #413
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von Claude Beitrag anzeigen
    Guter Beitrag zu einem schwierigen Thema, danke.
    Für mich als mehr oder weniger Alleinerziehender wäre es die größte Katastrofe, wenn eines meiner drei Kinder den Kontakt zu mir abbrechen würde. Das Kinderzeugen ist meist ein zufälliger Akt, die Erziehung zu einem verantwortungsvollem, guten und erfolgreichen Menschen sollte berechenbarer sein.

    Glaub mir, wenn Du monatelang keine Nacht mehr schlafen kannst, weil aus Gründen, die nicht Du zu verantworten hast, Deine Kids plötzlich abdriften und Du nur noch Horrornachrichten, Zahlungsaufforderungen, Gerichtsladungen erhältst, die Polizei im Haus hast, die nach Drogen sucht, weil ein Freund Deiner Tochter Dein Haus als Bunker benutzt.....wenn Dein Kind sich von diesem Freund verprügeln lässt und sich nicht von ihm abbringen lässt, zuletzt ihren Job als Krankenschwester deswegen verliert und ein Kind von ihm bekommt....dann wirst auch Du froh sein, wenn der Kontakt abreisst und Du nach 3 Jahren im Dauerstress endlich Deine Ruhe hast.

    Als sie sich bei mir nach 2 Jahren wieder per Sms meldeten, dass sie überlegten, den Kontakt wieder auf zu nehmen, habe ich mit der Frage geantwortet, ob das eine Drohung sein soll.

    Es gibt Fälle, da ist das Tischtuch zerschnitten.... und in meinem Fall ist es gut so. Denn ich muss mir keine Gedanken mehr machen, wie ich es anstelle, meinen Kids soviel wie möglich zu hinterlassen.. Ich habe mich entschieden, alles zu verkaufen und mir in 5-6 Jahren ein schönes Leben zu machen...dass ich kurz danach meine thailändische Frau kennenlernte, war Schicksal... durch sie habe ich meine Lebensfreude wieder gewonnen und durch ihre Familie auch eine neue Zugehörigkeit...

    Schlimmer als das was ich hier erlebte, können Thais nicht sein. Im Gegenteil. Wenn ich sehe, wie meine Frau mit 35 Jahren ihre Eltern achtet und verehrt, bewundere ich sie.

    Auch ich war 7 Jahre alleinerziehend und hatte einen 18 Stunden Tag. Kids in die Schule bringen, Firma, Kids abholen, kochen, waschen, bügeln.... vom Lehrergespräch bis Frauenarzt zum Verschreiben der ersten Pille..

    Wir hatten den grössten Spass zusammen... Setzten schon auch mal die Wohnung bei einer Wasserschlacht unter Wasser oder waren mit dem Wohnmobil unterwegs... Rückblickend betrachtet waren diese 7 Jahre die schönsten meines Lebens.

    Das klappte auch deshalb alles hervorragend, weil ich darauf bestand, dass sie den Kontakt zu ihrer Mutter nicht abbrachen. Als diese sich dann nach 7 Jahren aus unserer Stadt verabschiedete, brach für die Kids eine Welt zusammen. Trotz Psychologen und was auch immer, konnte ich das Desaster nicht aufhalten. Dazu die relativ spät aufkommende Pubertät mit 18 und 16 Jahren.

    Ich hab es kommen sehen und ihrer Mutter vor ihrem Abgang noch viel Geld geboten, wenn sie weiter in der Stadt bleibt, bis die Kids alle volljährig sind bzw. ihre Schule abgeschlossen hatten... doch das hat sie nicht interessiert.

  5. #414
    Avatar von tomtom24

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    @socrates

    Deine Erfahrungen moegen hart gewesen sein, keine Frage. Aber ich denke, Du bist nur der "angenommene" Vater, oder? Andernfalls (ich kann es mir schlicht nicht anders vorstellen) denke ich, ein echter Vater und eine Echte Mutter (wenn sie nicht zu sehr unter des "Vaters" Einfluss steht) wird sich niemals davon abringen lassen, hinter seinem Kind zu stehen und es auch zu beschuetzen. Dazu ist Blut einfach zu dick. Und es entspricht allen Erfahrungen, die ich in meinem Leben bisher gemacht habe.

    Was macht die aelteste Tochter ihre Eltern zur Sau... beschimpft sie aufs ueberlste, beleidigt sie, hat eine komplette, neue Huehnerfarm an die Wand gefahren, ihr eigenes Haus, ja, wollte selbst von ihren Kindern nichts mehr wissen (ist der einzige Fall den ich kenne, wo eine Mutter ihre Kinder nicht haben will).; Und dennoch: die Eltern stehen hinter ihr. Wenn auch nicht mehr so viel.

    Aber was ich eigentlich sagen wollte: haetten meine Eltern mich so haengen lassen, ich weiss nicht, wo ich jetzt waere. Ich bin mit 16, 17 auch in die falschen Kreise gekommen (Pseudo Rocker), Schlaegereien, Anzeigen wegen schwerer Koerperverletzung, Landfriedensbruch etc. Spaeter gefolgt Anzeige wegen Kokain Besitzes. Aber nach ein paar Jahren bin ich dann "zu mir selbst gekommen". Und den Weg raus aus diesem Strudel haette ich niemals ohne meine Eltern geschafft. Es haette mich nur noch tiefer reingezogen, weil das alles eine solch starke Eigendynamik entwickelt hatte.

    Und ich hab meine Eltern damals auch aufs Abstellgleis geschickt. Haben sie versucht, mir was zu sagen, hab ich es erst recht genau anders gemacht. So Hilfsgruppen etc. sind sie gegangen, weil sie nicht mehr wussten, wie sie an mich rankommen sollten. Sie haben mich nie aufgegeben. Und nur diesem Umstand habe ich es zu verdanken, dass ich aus dieser Jugendsuende herausgekommen bin. Denn ansonsten waere aus ein paar Fehlern ein echt versautes Leben geworden...

    Ich wuerde als auf jeden Fall noch mal ueberdenken, die Tochter wirklich ziehen zu lassen oder nicht doch wirklich besser als letzter Strohhalm da zu sein...

  6. #415
    Avatar von Claude

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    TomTom,
    Du erklärst es doch selber: Obwohl dein background schwierig war, hattest Du letztendlich noch einen Bezug zu deinen Eltern, wegen dem Du den Strohhalm ergreifen wolltest, den Dir deine Eltern nunmal immer anbieten würden. So funktioniert unsere Kultur. Die Thaiversion ist da halt schwieriger. Diese Mischung aus grenzenloser Ich-Bezogenheit, fehlendem Unrechtsbewusstsein und dem ganzen "Gesicht-Verlieren"-Unsinn führt zu irreparablen Situationen.... hast Du dich eigentlich damals bei deinen Eltern entschuldigt und bedankt für die Hilfe?

  7. #416
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von tomtom24 Beitrag anzeigen
    @socrates

    Deine Erfahrungen moegen hart gewesen sein, keine Frage. Aber ich denke, Du bist nur der "angenommene" Vater, oder? Andernfalls (ich kann es mir schlicht nicht anders vorstellen) denke ich, ein echter Vater und eine Echte Mutter (wenn sie nicht zu sehr unter des "Vaters" Einfluss steht) wird sich niemals davon abringen lassen, hinter seinem Kind zu stehen und es auch zu beschuetzen. Dazu ist Blut einfach zu dick. Und es entspricht allen Erfahrungen, die ich in meinem Leben bisher gemacht habe....

    Es sind meine leiblichen Kinder, bei denen ich bei der Geburt dabei war, die ich gewickelt und nächtelang durch die Gegend trug, wenn sie nicht schliefen...

    Dennoch.. als mein Körper mir mit der Krankheit Krebs ein sichtbares Zeichen gab und ich in einer Therapie lernen musste, mich nur noch um mich zu kümmern, war es eine spürbare Erleichterung, nicht mehr verantwortlich zu sein.

  8. #417
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Carradine, das ist auch wieder so eine Pauschalaussage.

    Es ist oft so, aber nicht immer. Meine Freundin ist genauso alt wie ich.
    meine Frau ist genau 2 Jahre Jünger und wir hatten seinerzeit in Hamburg recht viele Thai-Farang Paare als Freunde, die aus der Mittelschicht und tw. sogar aus der Oberschicht kamen. Eine Frau Dr. (Juristin) verheiratet mit einem Deutschen und seinerzeit gute Bekannte meiner Frau, wurde sogar unsere Trauzeugin. Andere Thais waren in TH Angestellte, Behördenmitarbeiter usw. - nicht alles kommt aus Pattaya.

  9. #418
    Avatar von Heinrich Friedrich

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    Zitat Zitat von Bukeo Beitrag anzeigen
    nicht alles kommt aus Pattaya.
    Dachte es heisst immer alles kommt aus dem Isaan?

  10. #419
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Heinrich Friedrich Beitrag anzeigen
    Dachte es heisst immer alles kommt aus dem Isaan?
    richtig, meist mit Zwischenstation in Pattaya

  11. #420
    Avatar von DisainaM

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    es scheint auch eine Art Tötungsrecht des Grundeigentümers zu geben,
    der z.B. einen Viehdieb erschiesst.

    Phuket Pig Thief Shot Dead By Irate Karon Farmer - TeakDoor.com - The Thailand Forum

    - kein Verfahren

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