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Thailandmüde?

Erstellt von x-pat, 27.10.2014, 04:56 Uhr · 1.179 Antworten · 87.839 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von socky7

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    Zitat Zitat von peter1 Beitrag anzeigen
    nicht vielleicht noch aus oder kiwiland sondern sicher, denn ausbildung fuer kinder sehr gut, lebensqualitaet hoch, vernuenftiges kvsystem, eine weltweit verstaendliche sprache, gute willkommenskultur, keine korrupten beamten, einmal visa immer visa, einfaches steuersystem etc...
    Mit schulpflichtigen Kindern würde ich auf keinen Fall in Thailand bleiben. Da kommen tatsächlich nur noch Australien und Neuseeland oder allenfalls noch eine Kreisstadt in Süddeutschland bzw. Österreich infrage. In jedem Falle sollten die Kinder mit 18 Jahren die englische Sprache wie ihre Muttersprache sprechen können, damit ihnen die Welt offen steht.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Claude

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    @X-pat
    Vollstes Verstaendnis meinerseits.
    Bei mir gab es eine aehnliche Krise als ich 50 wurede, vor einem halben Jahr. Wozu das alles, wozu sich mit gutgelaunten Vollidioten rumschlagen? Und wo bleibe ich, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Das ist etwas ueberspitzt.
    Dann war ich im Juni ne Woche in D und habe festgestellt: Da will ich nicht mehr hin. Zu stressig! Und obige Fragen stellen sich auch in D, ist eher "lebensabschnittsbedingt".
    Wegen der Schulbildung meiner Kinder mache ich mir keinen grossen Kopf. Da ich drei Stueck habe, kam ne internationale Schule nie in Betracht. Die Kinder haben einen Thai Pass, sie reden und denken wie Thais mit einem deutschen Vater. Das ist halt so und sie werden hier ihren Weg gehen, so wie ich genuegend Thais kenne, die ihren Weg gehen, ohne zu betruegen und ohne zu luegen.

  4. #13
    Avatar von markobkk

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    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    Mit schulpflichtigen Kindern würde ich auf keinen Fall in Thailand bleiben.
    So pauschal wuerd ich das nicht sagen. Kommt immer auf die Moeglichkeiten und die Schule an. Mit der richtigen Schule kann das in Thailand besser als in Deutschland sein. Neben der deutschen beziehungsweise Schweizer Schule gibt es zahlreiche wirklich gute internationale Schulen. Das drum herum ausserhalb der Schule ist in diesem Fall wohl eher entscheidend.

  5. #14
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Die Akzeptanz von Farang in Thailand bleibt also immer unverändert?
    Ja, weitgehend unverändert. Die Immigrationsbestimmungen, ebenfalls weitgehend unverändert in den letzten Jahrzehnten, sprechen da eine ziemlich eindeutige Sprache. Westliche Ausländer sind als Investoren oder zahlende Gäste willkommen, aber eine Integration ist weder juristisch noch kulturell vorgesehen. Die meisten Farangs arrangieren sich einfach damit.

    Ich wohne jetzt seit 21 Jahren dauerhaft in Thailand und meine Frau und meine Kinder haben Thai Pässe. Ich glaube damit kann man mich als Defacto-Einwanderer zählen. Trotzdem muss ich jedes Jahr mein Non-Immigrant Visum erneuern. Klar, ich könnte (für eine gesalzene Gebühr) Residency beantragen, aber wofür? Mit dem Residency Lappen habe ich auch nicht viel mehr Rechte.

    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Klar, dass es neben den zahlreichen äußeren Einflussgrößen auch ein gutes Stück an einem selbst liegt, ob man im Land (insgesamt) noch gern gesehen ist oder nicht.
    Sicherlich, aber damit wir sprechen von zwei verschiedenen Ebenen, der offiziellen Ebene und der persönlichen Ebene. Über letztere brauche ich mir zum Glück keinen Kopf machen.

    Cheers, X-pat

  6. #15
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Sicherlich, aber damit wir sprechen von zwei verschiedenen Ebenen, der offiziellen Ebene und der persönlichen Ebene. Über letztere brauche ich mir zum Glück keinen Kopf machen.
    Warum?
    Ist es nicht gerade die persönliche Akzeptanz im täglichen Miteinander, auf die es ankommt?

  7. #16
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Die Akzeptanz von Farang in Thailand bleibt also immer unverändert? Interessant.
    Dabei räumst Du immerhin einen gewissen finanziellen Profit als ausschlaggebend ein.

    Ja und allein die Wirkung dieses Profits ändert sich mit der Wirtschaftskraft Thailands und der beteiligten Länder deutlich. Dabei bin ich mir sicher, dass sich noch unzählige andere bekannte- und unbekannte Einflussfaktoren im Laufe der raschen Entwicklung ändern.

    Klar, dass es neben den zahlreichen äußeren Einflussgrößen auch ein gutes Stück an einem selbst liegt, ob man im Land (insgesamt) noch gern gesehen ist oder nicht.
    würde das eher etwas differenzieren,
    - in die Politik, die im Tourismus 10% ihres Wirtschaftseinkommens sieht, und
    - in die Bevölkerung, die unterschiedlich von dieser Entwicklung profitieren,
    weshalb sich schon längst eine Wagenburgbildung vollzogen hat,
    zwischen denjenigen, vornehmlich der lokalen bevölkerung von Touristenzentren, die von der Entwicklung nicht profitieren,
    die sich aber mit ihrem Ärger aus Loyalität gegenüber der Bkk Bevölkerung, die mit Zweitwohnsitzen massgeblich zur Zuspitzung der Lage beiträgt, vornehmlich auf die Ausländer, als Unruhefaktoren konzentrieren,
    und - auf der anderen Seite natürlich die Profiteure des Tourismusses,
    aber auch die Abkömmlinge von gemischten Ethnien und Gruppierungen,
    die durch die Fokussierung auf die Ausländer, etwas mehr aus dem Focus gerückt sind.

    Grundsätzlich muss ich sagen,
    wenn man langfristig einen Wohnsitz in Thailand plant,
    wird man immer Perioden und Zeiten von angespannten Lagen erleben.

    Hat man Kinder, sieht eine Wohnsitzplanung grundsätzlich anders aus,
    da man hier ganz andere Dinge berücksichtigen muss,
    doch wer die Freiheit hat,, zwischen Wohnsitzen zu pendeln,
    kann sich wesentlich besser emotional von den sogenannten "Tief"-phasen abkoppeln.

    Ob nun x-pat die momentan erlebte Tiefphase mehr von sich persönlich,
    als auf sein Echo als Ausländer, aus seiner Umgebung abhängig macht, muss er darstellen,

    doch unvergessen ist die kambodschanische Massenflucht von 250.000 Menschen,
    die regelrecht in Panik das Land verliessen,
    was insbesondere bei den Kambodschanern interessant ist, die einen legalen Aufenthaltsstatus hatten.
    Ihr "Gefühl", plötzlich nicht mehr willkommen zu sein, hatte sich explosionsartig im ganzen Land verbreitet.

    Da es also nicht darauf ankommt, was die Politik will, sondern was die Mehrheit der Menschen will,
    ändert sich für einen Ausländer auch der Punkt, - zur falschen Zeit, am falschen Ort zu sein -.
    Persönlich bedeutet es für mich, bei Morlam / Luktung Konzerten, sowie Veranstaltungen, (an bestimmten Orten)
    wo ich bislang einer der wenigen Farang war,
    mich mehr zurück zu nehmen,
    um eben weniger Blicke ignorieren zu müssen,
    die meinem Wohlbefinden nicht gut tun.

  8. #17
    Avatar von berti

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    Persönlich bedeutet es für mich, bei Morlam / Luktung Konzerten, sowie Veranstaltungen, (an bestimmten Orten)
    wo ich bislang einer der wenigen Farang war,mich mehr zurück zu nehmen,um eben weniger Blicke ignorieren zu müssen,die meinem Wohlbefinden nicht gut tun.
    au weia, was tust Du denn eigentlich, um solche Blicke überhaupt erst zu provozieren? Oder ist es wieder einmal einfach nur ein Anflug von Paranoia?

  9. #18
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Warum? Ist es nicht gerade die persönliche Akzeptanz im täglichen Miteinander, auf die es ankommt?
    Natürlich, aber in der Sparte habe ich seitens der Thailänder keine Veränderungen erlebt. Allenfalls hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in den ländlichen Gebieten, wo man früher gelegentlich neugierig angestarrt wurde, ein Gewöhnungseffekt eingestellt, weil Farangs mittlerweile in jeder Ecke des Landes anzutreffen sind.

    Wenn man ein Minimalverständnis der thailändischen Sprache mitbringt, einigermaßen umgänglich ist, und einige spezielle Regeln beachtet, hat man auf der persönlichen Ebene kaum Probleme in Thailand. Die Thailänder vermeiden Konfrontationen sowieso von sich aus. Das ist kein Thema. Das Problem sind nicht die Individuen, sondern die Gesellschaft. Die Gesellschaft nervt.

    Wenn ich das mal mit Deutschland vergleichen darf, verhält es sich dort meist umgekehrt. Dort sind es fast immer Individuen die nerven; Erbsenzähler, Wichtigtuer, Denunzianten, Geizgeile, Proletarier etc. Der Knackpunkt ist, dass man Individuen die man nicht mag aus dem Weg gehen kann, während man der Gesellschaft in der man lebt nicht aus dem Weg gehen kann.

    Cheers, X-pat

  10. #19
    Avatar von Micha

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    Zitat Zitat von berti Beitrag anzeigen
    au weia, was tust Du denn eigentlich, um solche Blicke überhaupt erst zu provozieren? Oder ist es wieder einmal einfach nur ein Anflug von Paranoia?
    Denke mal die bewusste Wahrnehmungsfähigkeit von Feinheiten und Details bei Begegnungen mit anderen Menschen dürfte bei den Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

    Der eine spürt eine vorhandene Abneigung sofort ohne jedes äußere Zeichen, ein anderer merkt es erst am überhöhten Preis oder an "nicht verfügbar". Und ein dritter merkt gar nichts.

  11. #20
    Avatar von rolf2

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    Hi Expat,

    wenn man man die Gesellschaft in der Du lebst nicht in allen Belangen versteht bzw akzeptiert und gleichzeitig merkt das es sich umgedreht genauso verhält und sich einige Dinge scheinbar niemals ändern dann heißt es zu vergleichen.

    ich ziehe das mal auf die Mikroebene Deiner Familie, Möglich das manche Verhaltensweise oder Denkweise Deiner Frau auch nach so vielen Jahren zwar bekannt ist aber fremd bleibt und letztlich mit einem Schulterzucken akzeptiert wird, weils eben doch nicht so gravierend ist.

    Du bist ein sehr gebildeter Mann und hast sicherlich das Bedürfnis nach geistiger Reibung und intellektuellem Input, was in Thailand oder auch mit einer Thaifrau weniger gut funktioniert als vergleichsweise mit einer Frau mit einer ähnlichen Herkunft.

    Nun ist aber gerade dies nur ein Aspekt unter vielen anderen. Die Lebensfreude und Schlichtheit mit dem Leben umzugehen und der daraus folgernde Schlendrian haben jedoch auch einiges für sich. Ich kann aus meiner Position heraus eigentlich nur darauf hinweisen das jede Gesellschaft Vor. Und Nachteile hat. Vielleicht wäre eine Auszeit für Dich in einem anderen Land eine Möglichkeit in Ruhe und mit Abstand diese Dinge zu betrachten und zu vergleichen.

    Was Deine Kinder betrifft lohnt es vielleicht deren Meinung und Vorstellungen über ihren weiteren Lebensweg anzuhören, denn sie haben dort sicherlich Fuß gefasst und fühlen sich dort wohler als Du selbst, kennen Deine Zweifel nicht, sondern leben in Ihrer Heimat, die nich die Deine ist.

    Meine Kinder leben in Deutschland und können mit Thailand fast nichts anfangen, Deine Kinder leben in Thailand und fühlen sich dort wohl.