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Thailand ist was Besonderes

Erstellt von mrhuber, 02.08.2003, 18:02 Uhr · 50 Antworten · 2.633 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von MadMac

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    Re: Thailand ist was Besonderes

    @Seven & Jinjok

    Tja Jungs, Ihr habt einfach die falsche Richtung eingeschlagen....warum denn nach Westen, wenn es auch nach Osten geht ;-D... aber iss ja alles nur eine Frage der Strecke. Oder der Weg ist das Ziel :P

    Gruss,
    Mac (Exilschwede)

  2.  
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  3. #42
    Avatar von seven

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    1.676

    Re: Thailand ist was Besonderes

    Zitat Zitat von Jinjok

    @ Seven
    Ob unsere Biografien trauriger sind als andere, glaube ich eher nicht. Als Ossi hab ich mich früher auch nicht gefühlt. Erst jetzt wenn ich mit anderen Landsleuten zusammen bin. Jinjok
    Mir geht es da eher andersherum. Zumindest wenn ich bei meiner Verwandschaft im Osten bin. Das ewige Geklage und der Neid auf den "aus dem Westen" geht mir einfach bloß auf die Nerven.
    Hier kann man aber ganz gut Leute ärgern, wenn mal wieder jemand über Ossis lästert und man sich dan outet. Ansonsten merkt das zumindest bei mir niemand.

    @MadMac
    Wenn es nur so einfach wäre. Aber Dir scheint es ja gut zu gehen, zumindest auf Deinem Bild mit dem "Harem".

  4. #43
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Thailand ist was Besonderes

    Wer andere erkennt, ist gelehrt.
    Wer sich selbst erkennt, ist weise.
    lao – tse

    Was will der Kali damit sagen ? Ganz einfach, dass er, der Kali, sich entschieden hat auch danach zu handeln, dass es für mich Vorrang hat meine Entscheidungen nicht nur auf dem Hintergrund rationaler Erkenntnisse zu treffen, sondern auch nach dem, was mein Bauch, mein Gefühl mir sagt.

    Und dieser mein Bauch hatte oft genug gemosert, als ich das erste Mal in Thailand war, um die Heimat meiner damals zukünftigen Frau kennen zu lernen, die Menschen, mit denen sie gelebt hatte und die Bedingungen, unter denen sie aufgewachsen war.

    Wen´s interessiert, kann sich unsere Kennenlerngeschichte hier als PDF-Datei zum Schmökern runter laden.

    Sicher war mein erster Aufenthalt 2001 ein Erlebnis der dritten Art, lediglich unterbrochen von zwei 2-tägigen Besuchen im Rahmen des Visa-Runs in Bangkok. 4 Wochen in einem Dorf im Isaan, das war schon Die-Heimat-meiner-Frau-Kennenlernen pur. Das einzig Europäisch-Gewohnte war die Toiletten-Schüssel (in meiner Firma sagen die Jungs Bello). Und das mir, der ich mich die Jahre davor als Hobby-Ostfriesen bezeichnet hatte.
    Nun, gut, ich hab´s kennen gelernt, nicht nur die berühmt-berüchtigten Saufgelage, auch die Essen-sammelnden Frauen am frühen Morgen, diesen entrückten Gesichtsausdruck der fast in Zeitlupe durch die Gegend gehenden Menschen, die Arbeitslosen, die nicht-trinkenderweise in der Gegend rum sassen, die Mütter, die ihre Töchter über mich an den Mann bringen wollten, die unverhohlenden Blicke der Frauen, die meinten, hübscher als Suay zu sein, das Strahlen des halb-blinden alten Mannes, wenn ich ihm etwas Geld gab, damit er einen Schluck auf unser Wohl trinken konnte. Ich hatte dem sterbenden alten Mann im Nachbarhaus die Hand geschüttelt, der es sich nicht nehmen lassen wollte, mir noch ein Glücksbändchen umzubinden, nachdem er von seinen Kindern aufgerichtet worden war. Ich habe noch dieses weise Lächeln des alten Mönches aus dem Wat gegenüber vor Augen, der es gar nicht ungern sah, dass Suay in diesem Leben doch noch etwas Glück zu haben schien.
    Ich werde es nie vergessen, als ich einen englisch sprechenden Thai zu Hilfe holte, weil mir die Sauferei von Suay auf den Keks ging, und sich ihre Mutter quasi dafür entschuldigte, dass sie in Thailand lebt, und dass man eben nichts ändern könnte. Ich schüttel noch heute mit dem Kopf, dass mein heutiger Stiefsohn jeden Tag, wenn er mich das erste Mal sah, mit einem respektvollen Wai an mir vorbeiging, und auch die Selbstverständlichkeit, mit der mich Suays Kinder als POO ansprachen, obwohl wir ja noch gar nicht verheiratet waren.
    Auch die flehenden Blicke der Frauen (waren´s 7 oder 8 ?), die mir ihr Bild mit der Adresse auf´s Auge drückten, damit ich schon einmal Ausschau halte nach einem möglichen Ehepartner.
    Last, but not the least, die Unmöglichkeit, den Ablauf der Geschehnisse zu verfolgen, obwohl, im nachhinein, es hatte alles geklappt.

    Beim zweiten Aufenthalt im Dezember ´02 war ja bis auf die Namensänderung, ebenfalls von mir mit preussischer Gründlichkeit vorbereitet, nichts zu erledigen. Und so habe ich andere Gegenden kennengelernt. Nicht nur Pattaya und die Susi-Bar, in der die Story eines jungen Mannes von seinem durch Bombenkrater führenden Trip zu den drogenabhängigen vietnamesischen Mädels in Kambodscha meinen Bronchien ein bewunderndes Pfeifgeräusch entlockte; auch Kanchanburi mit seiner weltberühmten Brücke am Kwai, einer Fahrt auf Holzbänken nach Naam Tok und der nachdenkliche Besuch des JEATH-Museums in Erinnerung an die Kriegsgefangenen; beim Aussenministerium brillierte ich in Suays Augen wie ein Profi, der sich von einem Hiwi nicht lange erklären lässt, dass er gefälligst noch zwei Stunden zu warten hätte; auch in Chiang Mai sind wir zum Doi Suthep, mit dem Abschluss durch ein Gespräch mit einem Holländer, der in Indonesien aufgewachsen war, mit einer jungen Kambodschanerin unterwegs, um die Möglichkeiten auszuloten, in Thailand seinen Lebensabend zu beschliessen. Auch das Gespräch im Zug nach Udon Thani mit dem norwegischen Schiffahrtsagenten, der in Khon Khaen wohnt und u.a. von seinem Freund erzählte, der eine Kartei mit ca. 150 heiratswilligen Mädels zuhause hat; und das mit dem Vietnam-Veteranen, der nach dem Fiasko 1975 wohl den Absprung nicht mehr geschafft hatte, sah allerdings, so zugekifft er war, gar nicht unzufrieden aus. Hatte für mich auch schon den Touch des Weitgereist-Exotischen.
    Ausflüge zur Tham Erewan in der Nähe von Nong Bua Lamphu und zum prähistorischen Park nach Ban Chiang (in dem ich als Farang natürlich einen Sonderpreis bezahlte) rundeten diese Fahrt ab, in der ich mir selbst unter Beweis stellen konnte, dass ich in einem fremden exotisch wirkenden Land bei nun doch etwas vorhandenen Kenntnissen nicht so ganz hilflos durch die Gegend lief. Übrigens sah ich während der Auto-Fahrt nach Ban Chiang grasende – oder sagt man auf Reisfeldern ´reisende´ ? – Elefanten, die ersten in meinem Leben, die ich ausserhalb eines Zoos bzw. Zirkus gesehen hatte. Und mit einer fast schon weltmännischen Sicherheit hatte ich sogar einen Taxi-Fahrer am Don Muang Airport um fast die Hälfte des geforderten Fahrpreises gedrückt. Der Bursche war nachher sogar noch ziemlich stinkig, dass ich seine durch die Zähne gepressten Schimpftiraden auf die Farangs im Allgemeinen und auf mich im Besonderen halbwegs verstanden hatte.

    Nun, nicht gerade vergleichbar mit den Erfahrungen, die so manch anderer gemacht hat. Und mir fehlt einiges: so habe ich kaum Einblick in das thail. Regierungssystem, die Hintergründe der Ereignisse im Königshaus, das thail. Rechtssystem, über die Lebensbedingungen der Thailänder, die ausserhalb des Isaans leben. Ich kenne den Süden Thailands nicht, und auch der theoretische Unterbau des Buddhismus ist mir noch ziemlich fremd. Geschichtliches kenne ich so gut wie gar nicht, nur, dass Ayattuya wohl in dem Zusammenhang eine ziemliche Bedeutung hat. Was die Lebenshaltungskosten betrifft, weiss ich lediglich, dass die Hosen in Udon Thani billiger als in Bangkok sind, und, dass der Preis für die öffentliche Toilette innerhalb von zwei Jahren von 2 auf 3 THB erhöht worden war, auch, dass die Flasche Wasser am International Airport dreimal so teuer wie in Udon Thani ist. Zwar weiss ich mittlerweile, was ein Bar-Fine ist, allerdings nicht von der Front, sondern aus den Foren,

    Doch zum Kern des Threads: ich kenne mich selbst, und von daher weiss ich, spüre es, dass Thailand eine ungeheure Faszination auf mich ausübt. Allerdings mehr ausgelöst durch die Art und Weise, wie Suay, meine Frau, mir ihr Leben demonstriert. Und den Frieden und die Ausgeglichenheit, die sie ausstrahlt, ihre Art mit Menschen um zu gehen, ihr Gespür für die Nöte und Sorgen der anderen, und dann auch den Gleichmut, diese zu akzeptieren, nämlich an dem Punkt, wo sie nichts ändern kann. Dazu kommt meine Beziehung zu Wat Ratana Si: Burieng in Ban Tab Kung: ich bin öfter alleine dort gewesen, habe es einfach auf mich wirken lassen, und da habe ich die Ruhe gespürt, die sich in mir ausbreitete. Das ist das Gefühl, dass ich mit Thailand verbinde, und was es für mich so faszinierend macht. Ich habe gar nicht das Bedürfnis noch so viel zu sehen dort, sicher, die ein oder andere Insel, vielleicht mal in den Süden, und sogar Bangkok reizt mich - auch als Städtehasser -, einfach mal so durchgucken. Ich habe ja noch einige Jahre vor mir.

    Der eigentliche Kern meines Wunsches, zumindest zeitweise in Thailand zu leben, ist aber ein anderer: Jean Paul Sartre hat den ´Ekel´ so wunderbar beschrieben, der sich breit machen kann, wenn man längere Zeit, in welchem System auch immer, lebt. Es ist die Gewohnheit, der Trott, das Wissen um die Dinge, kaum noch Highlights, oder auch Kick bei denen, die mit Hilfe von Drogen bzw. Alkohol über den Tellerrand glotzen wollen. Genau dieses Gefühl hatte ich lange Zeit, irgendwie kam ich da nicht raus. Und Vielleicht war´s auch das, was mich so zu Suay, als ich sie kennen lernte, hin gezogen hat, die Aussicht darauf, diesem Trott, dieser Gewohnheit zu entfliehen.

    Nein, ganz leben möchte ich in Thailand nicht, denn auf der anderen Seite habe ich erfahren, was mir in diesem scheinbar so verhassten Lebens-System lieb und teuer geworden ist. Doch ich seh´s einfach als Möglichkeit aufzutanken, um letztendlich den Zustand zu erreichen, der mich zufrieden werden lässt.

    Und wenn ich noch ehrlicher sein soll: es hätte vermutlich auch ein anderes Land sein können, wo meine Frau her kommt, Hauptsache ein anderes als unseres...
    Das kann aber auch daran liegen, dass ich eigentlich über Ostfriesland nie hinausgekommen war. Ich habe halt keine Vergleiche.

    mai khit ma:g ´mach´ Dir nicht so viele Sorgen´, sagt mir Suay oft genug, heisst aber auch schlicht und ergreifend: denk´ nicht so viel...

    Doch jetzt wird´s buddhistisch-meditativ, und davon habe ich zu wenig Ahnung...

  5. #44
    Avatar von Serge

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    Re: Thailand ist was Besonderes

    Kali - toller Bericht, ich war noch nie richtig im Isaan - Du hast das so bildhaft beschrieben - klasse.
    Und Elefanten auf Reisfeldern sind 'reisende'

    Kali Alles Gute und viel Spass bei Deinen weiteren Erkundungen.
    Serge

  6. #45
    mrhuber
    Avatar von mrhuber

    Re: Thailand ist was Besonderes

    @Kali

    und ich dachte immer, ich kann mich schreibenderweise gut ausdrücken - kann ich vielleicht auch einigermaßen, aber diesen Bericht las ich eben mit Begeisterung, natürlich des Inhalts wegen, und je länger ich las, desto deutlicher wurden mir meine Schreib-Stil-Schwächen.
    Ich will Dir nicht den Bauch pinseln, das ist grundehrlich gemeint.
    Vom Inhalt ganz zu schweigen. Es ist schon erstaunlich, wie jeder auf seine ganz eigene Art mit dem Land, dem Begriff Heimat, mit sich und der übrigen Welt umgeht.
    Wie man doch als "Seele" wirkt, diese immer-dauernde Suche, wie andere Menschen darauf reagieren, so als stände es auf der Stirn geschrieben.
    Mit welch einfachen Mitteln, nämlich seiner eigenen Innenwelt, kann man doch Erstaunen und "gute" Wirkung auslösen und seinem Drumherum etwas geben, das wirklich nicht zu bezahlen ist. Leise und unbestechlich.
    Und das war jetzt super-spontan geschrieben.

    Besten Gruß
    Karlheinz

  7. #46
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Thailand ist was Besonderes

    @Kali,

    mir ist mal wieder aufgefallen, wie viel dein Essay über "Leute" zu sagen hast, denen du während deines persönlichen Thailand-Abenteuer's begegnet bist. Die Art und Weise wie du sie beschreibst, zeugt von einem gehörigen Mass an Gelassenheit und vermittelt eine sehr wohltuende Sympathie, die du als deine persönliche Gabe und Geschenk betrachten darfst.

    Ja, du hast eine Gabe und an der hast du uns gerade teilnehmen lassen.

    Danke, alter Friese.

  8. #47
    Avatar von alhash

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    4.824

    Re: Thailand ist was Besonderes

    Gut Kali, Du hast das positive wie auch das negative sehr gut zusammen gefasst In gewissen Dingen überschneiden sich Deine und meine Meinung, wobei ich auch nicht der Meinung bin, daß Thailand das Maß der Dinge ist. Wenn ich ehrlich bin, häte es bei mir auch ein anderes Land sein können, wenn mich nicht die weibliche Seite dieses Landes so in Atem gehalten hätte.

    Ich hätte ebensogut die Türkei in mein Herz schließen können, da ich früher sehr oft dorthin gefahren bin und auch einen herzensguten Menschen dort traf, der mir anbot dort zu leben und mir eine Frau zu besorgen, nur Muslim hätte ich werden müssen. Im übrigen muss ich sagen, auch der Besuch in einer Moschee bewirkt einiges im Seelenleben.

    Mag ja sein, daß einige hier ergriffen sind, von der menschlichen Seite die einem hier entgegenschlägt, dennoch, ich für meinen Teil sehe das ganze doch etwas negativer. Ich bin der Mann meiner Frau, also arrangiert man sich mit mir so gut es geht. Da bei mir die Geldscheine nicht locker sitzen, haben sich die Besuche schon merklich reduziert. Der Thai ist sicherlich ein "pflegeleichter" Typ Mensch, aber wenn er besoffen ist, dann lernt man sein wahres ich erst kennen. Das habe ich schon mehrmals erlebt und dann war meine Stimmung aber auch ganz schön unten. Soll mir keiner sagen, er kennt keine Thais die nicht gerne mal einen bechern. Wenn ich abends in die Karaoke gehe, dann sehe ich sie schon kommen mit ihrem selbst mitgebrachten Johnny Walker, keine Prolls! Und das sich der Thai für etwas ganz besonderes hält, naja...

    Ebenso erschreckend finde ich, daß sich so gut wie niemand für die Umwelt bzw Umweltschutz interessiert, da kann ich viele Beispiele anführen. Die Schönheit des Landes erstreckt sich sarkastisch ausgedrückt, fast nur noch auf die Nationalparks.

    Naja, es gibt wirklich vieles, wo man mosern kann, ich will Euch ja nicht Eure gute Stimmung nehmen, aber Begeisterungsstürme sind nun mal auch nicht mein Fall.

    So, nun haut mich
    AlHash

  9. #48
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Thailand ist was Besonderes

    Danke und sorry, Leute, ich hatte in der Eile - es sass wieder ein Problemfall im Wohnzimmer - den Link vergessen:

    hier iss´ er, der Link, nicht der Problemfall: Geschichte von Suay und Kali PDF-Datei

  10. #49
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Thailand ist was Besonderes

    Zitat Zitat von mrhuber
    ...Mit welch einfachen Mitteln, nämlich seiner eigenen Innenwelt, kann man doch Erstaunen und "gute" Wirkung auslösen und seinem Drumherum etwas geben, das wirklich nicht zu bezahlen ist. Leise und unbestechlich...
    Genau das ist es, Karl-Heinz. Ich habe den grössten Teil meines Lebens damit verbracht, zu überlegen, wie ich gerade den Menschen gefalle, die mir im Grunde nichts bedeuten.

    Heute weiss ich, dass das einzige, das ich wirklich geben kann, ich selbst bin.
    Na, ja, im Isaan dürfen es ein paar Baht ruhig auch sein - so als Beiwerk zu mir selbst, gelle

  11. #50
    Avatar von Serge

    Registriert seit
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    Re: Thailand ist was Besonderes

    @AlHash
    Ich finde zwar, das Thailand ein schoenes Land ist, geb Dir aber recht, es gibt auch anderes. Okay, ich finde Thailand vielleicht etwas reizvoller, aber ohne Frage gibt es andere tolle Laender. Und ich muss auch sagen, dass mich auch die weibliche Seite sehr reizt, wobei ich damit nicht den 5ex meine, sondern das feminine Umfeld. Du hast einfach enorm viel mit wirklich auch sehr netten Frauen zu tun.

    Aber Du hast auch recht, das es hier einige Schattenseiten gibt, die man auch darstellen sollte. Mit dem Saufen, da gibts zwar auch ein paar die ein schoenes Gesicht zeigen, wenn Sie dann soweit sind, aber natuerlich ist das hier schon etwas problematisch. Viele Thais benehmen sich dann doch etwas seltsam, und zeigen auch mal gerne ihre "wahren" Ansichten. Da findet sich dann, allerdings mehrheitlich unter den Maennern, dieser latente Rassismus, der sich auf alles stuerzt, was nicht Thai, nicht asiatisch, und zu guter Letzt Farang ist.

    Hier liegt eines der GROSSEN Probleme fuer die thailaendische Zukunft - der thailaendische Protektionismus, die Abschottung der Maerkte und Ressourcen, und das bei Khun Suphachai Panitchpakdi, dem WTO Praesidenten. Die umliegenden Staaten, wie Vietnam, Malaysia, und natuerlich China, oeffnen sich mehr und mehr. Immer mehr deutsche Firmen lassen in Vietnam produzieren, weil dort die Qualitaet, Preis und der Service stimmt, waehrend viele grosse Thai Firmen doch recht arrogant mit Auftraegen umgehen. Und so weiter und so fort....weil viele hier noch immer glauben, es gibt alles geschenkt. Thailand muss umdenken, in vielerlei Hinsicht, und auch wenn es fuer viele von Euch nicht so aussieht, machen Somkid und Taksin da nicht die schlechtesten Versuche. Und es gibt auch eine neue Generation, die wesentlich weltoffener und mehr global agiert. Viele sprechen ein wesentlich besseres Englisch und lernen aus dem Internet und vom Tourismus.

    Das Thema Umwelt, ja, richtig. Aber da vergessen wir alle immer, in welcher rasanten Entwicklung Thailand vom non-industriellen Agrarstaat zu einer High Tech Metropole in Sued Ost Asien geworden ist. Was bei uns in Deutschland zwei oder gar drei Kriege gedauert hat, ist hier in zwanzig oder maximal vierzig Jahren geschehen. Also innerhalb zwei Generationen. Vor dreissig Jahren war Bangkok eine gruene Stadt, mit viel Wald, und die Thais haben in Harmonie mit ihrer Umwelt gelebt, Plastik gab es kaum oder wenig, Muell war meistens organisch. Da kann das Bewusstsein gar nicht so schnell mitwachsen. PDA, Khun Meechai, und auch andere versuchen gerade auch die laendliche Bevoelkerung aufzuklaeren, aber es wird wohl ein bisschen dauern.

    Aber Du kannst Dich engagieren, wenn immer Du in Thailand bist, und damit schon mal ein Zeichen setzen.

    Warten wir also ab, was die Zukunft bringt.
    Serge

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