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Thaigold und Zoll

Erstellt von cybernoon, 27.07.2010, 20:16 Uhr · 51 Antworten · 10.238 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Chak

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    Waren bis 430 €.
    Reisefreigrenzen-Drittland

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Lungkau

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    Wenn wir es mitnehmen mache ich Fotos und gehe zum Zoll und zeige sie vor.da wird dann ein Protokoll gemacht und gut ist.


    Wie bereits erwähnt ist das der sicherste Weg solchen unnötigen Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen.

    Ich frage mich außerdem immer warum so viele Mia- Farang unbedingt mit ihrem neu erworbenen „Reichtum“ so prahlen wollenAnsehen kann man sich auch auf andere Art und Weise verschaffen Micha

  4. #13
    Avatar von Nokgeo

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    Frag mich mal was ganz anderes..

    ..wenn z.B. argumentiert wird..das das Gold schon länger im eigenen Besitz sei, früher mal von TH.-nach D.- land mitgebracht wurde..
    ..was antwortet man dann, wenn die Frage seitens Zoll kommt, nach ner Declaration / Anmeldung aus der Vergangenheit..?

  5. #14
    MUC
    Avatar von MUC

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    Letztes Jahr warf sich diese Frage bei uns auch auf. Ich habe den Zoll angeschrieben. Hier nun meine Anfrage und die Antwort:

    > Sehr geehrte Damen u. Herren!
    >
    >
    >
    > Meine Frau ist Thailänderin und wir leben in Deutschland. Unseren
    > Jahresurlaub verbringen wir regelmäßig in Thailand. Da das Thaigold
    > (96,5%
    > Goldanteil) sehr weich und kratzempfindlich ist, nutzt meine Frau unsere
    > Urlaubsreisen, um ihren getragenen Goldschmuck in Thailand gegen neuen
    > Goldschmuck einzutauschen.
    >
    > Mittlererweile übersteigt ihr Goldschmuck allerdings die
    > Reisefreimenge...
    >
    > Nun meine Frage: Es gibt doch die Nämlichkeitsbescheinigung (INF 3).
    > Ist es möglich, dort nur das Gesamtgewicht eintragen zu lassen. Der
    > Goldanteil aller Schmuckstücke ist identisch. Es sind keine Steine
    > verarbeitet.
    >
    >
    >
    > Mit freundlichen Grüssen


    Hier nun die Antwort:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    vorerst bitte ich zu entschuldigen, dass sich die Beantwortung Ihrer Anfrage verzögert hat.
    Auf Grund des hohen Anfrageaufkommens war eine zeitnahere Bearbeitung leider nicht möglich.
     
    >>> A L L G E M E I N E S
    Werden Waren (Goldschmuck) aus der EU (vorübergehend) ausgeführt, im nichteuropäischen Ausland
    (Thailand) bearbeitet oder repariert und anschließend die bearbeitete bzw. reparierte Ware in die EG (wieder)eingeführt, nennt man dieses Verfahren
    "P a s s i v e V e r e d e l u n g" (PV).
    Die wiedereingeführte Ware m u s s in den zollrechtlich freien Verkehr übergeführt werden.
    Sinn und Zweck dieses Verfahrens ist die v e r r i n g e r t e Zollbelastung, da die
    ausgeführte Ware (Schmuck) = "Waren der vorübergehenden Ausfuhr" bereits Gemeinschaftswaren waren.
    Bei der Einfuhr des umgearbeiteten bzw. reparierten Schmucks sind also lediglich auf die im Ausland
    beigefügten Materialien und/oder die getätigte Arbeitsleistung Einfuhrabgaben zu zahlen.
    Ein kurzer Überblick über die Passive Veredelung bietet Ihnen folgende Internetseite:
    http://www.zoll.de/b0_zoll_und_steuern/a0_zoelle/b0_erfassung_warenverkehr/f0_zollrechtliche_bestimmung/a7_passive_veredelung/index.html
     
     
     
    >>> K E I N E R Ü C K W A R E
    Die abgabenfreie Überführung in den freien Verkehr als so genannte R ü c k w a r e
    ist n i c h t möglich, da n i c h t die i d e n t i s c h e W a r e
    wiedereingeführt wird.
    Das von Ihnen benannte Auskunftsblatt INF.3 wird als Nachweis der Rückwareneigenschaft ein und der selben Ware (nicht des Materialwertes) verwendet.
     
     
    >>> V E R F A H R E N -- ALLGEMEIN --
    Die passive Veredelung ist ein so genanntes "Zollverfahren mit wirtschaftlicher Bedeutung"
    und bedarf grundsätzlich - wie alle Zollverfahren mit wirtschaftlicher Bedeutung -
    der v o r h e r i g e n Bewilligung durch das zuständige HZA.
    Zur Überführung der Waren in das Zollverfahren PV müssen gewisse Förmlichkeiten erfüllt werden.
    Der defekte Gegenstand wird vor der Ausfuhr der örtlichen Zollstelle gestellt, d.h. vorgeführt,
    und zum Verfahren "PV" mittels schriftlicher Zollanmeldung angemeldet.
    Daraufhin stellt die Zollstelle dem hiesigen Ausführer der Ware im Rahmen der Ausfuhrabfertigung einen "V e r e d e l u n g s s c h e i n" aus.
    Wenn dieser Veredelungsschein bei der späteren Wiedereinfuhr des reparierten Gegenstandes
    der Einfuhrzollstelle vorgelegt wird, werden die Zölle und Steuern nur auf der Grundlage der
    R e p a r a t u r k o s t e n berechnet und nicht vom Gesamtwert der Ware.
     
    -----> v e r e i n f a c h t e P V / A u s b e s s e r u n g
    Handelt es sich bei der Reparatur / Ausbesserung um einen Vorgang o h n e
    kommerziellen Charakter, d.h. um eine Ausbesserung die nur g e l e g e n t l i c h
    erfolgt und ausschließlich Waren betrifft, die zum p e r s ö n l i c h e n
    G e - o d e r V e r b r a u c h des Einführers bestimmt sind,
    so kann das Zollverfahren v e r e i n f a c h t werden.

    Die v o r h e r i g e Bewilligung des Verfahrens PV ist dann n i c h t
    erforderlich.
    Des Weiteren kann die v o r h e r i g e Überführung der Waren in die PV
    (mittels schriftlicher Zollanmeldung) und die Ausstellung des Veredelungsscheines e n t f a l l e n.
    Das PV-Verfahren wird dann erst bei der W i e d e r e i n f u h r - also bei
    Ihrer Rückreise - mit der bereits umgearbeiteten bzw. reparierten Ware beantragt und bewilligt. Dies geschieht mit der schriftlichen Zollanmeldung auf dem Einheitspapier - Vordruck 0747.
     
    Anhand Ihrer Angaben gehe ich bei den Umarbeitung / Reparaturen des Schmucks von einer Ausbesserung mit nicht kommerziellem Charakter aus, so dass die "vereinfachte PV / Ausbesserung" hier Anwendung findet.
     
    ------> V e r e i n f a c h t e r A n t r a g
    Bei Veredelungen zu nicht kommerziellen Zwecken wird der vereinfachte Antrag
    mittels schriftlicher Zollanmeldung oder mit Mitteln der Datenverarbeitung
    (IT-Verfahren ATLAS) zur Überführung der Waren nach passiver Veredelung (PV) in den
    zollrechtlich freien Verkehr gestellt werden.
    Es sind die Exemplare Nummer 6 bis 8 des Einheitspapiers - Vordruck 0747 -
    zu verwenden (Artikel 497 Abs. 3 Buchstabe d) zweiter bis vierter Gedankenstrich ZK-DVO).
    Der schriftlichen Zollanmeldung ist die R e c h n u n g (Umarbeitung / Reparatur)
    beizufügen.
     
    ------> E i n h e i t s p a p i er (EP)
    Amtliches Muster für die schriftliche Zollanmeldung zur Überführung von Waren in ein
    Zollverfahren ist grundsätzlich das sog. E i n h e i t s p a p i e r (EP).
    In Ihrem Fall kommt speziell der Teilsatz 0747 zum Einsatz.
    Als ein EG-einheitlicher Vordruck unterliegt das Einheitspapier diversen Formvorschriften,
    die sich in der Farbgebung, der genauen Abmessung der Felder, in der Art des Papiers
    (selbstkopierend, genau festgelegtes Quadratmetergewicht ...), der Zusammenfassung von
    Vordruck-Teilsätzen und anderen Vorgaben widerspiegeln.
    Die Teilsätze des Einheitspapiers (z.B. 0747) sind teilweise mit einer laufenden Nummerierung versehen.
    Aus diesen Gründen kann das Einheitspapier derzeit n i c h t als elektronisches Formular
    im Internet zur Verfügung gestellt werden.
    Sie erhalten den Vordruck 0747 im einschlägigen Formularhandel oder fragen bei Ihrer
    zuständigen Industrie- und Handelskammer nach.
    Darüber hinaus besteht die Möglichkeit eine Zollanmeldung mittels der
    I n t e r n e t z o l l a n m e l d u n g abzugeben.
    Bitte lesen Sie dazu auf folgender Internetseite:
    http://www.zoll.de/b0_zoll_und_steuern/a0_zoelle/c0_zollanmeldung/e0_iza/index.html
    Mit Hilfe der im Internet zur Verfügung gestellten Eingabemasken besteht die Möglichkeit
    der Erstellung einer Zollanmeldung zur Überführung von Waren:
    << in den z o l l r e c h t l i c h f r e i e n V e r k e h r (IZA)
    ....
     
    Als Voraussetzung wird lediglich ein Standardbrowser benötigt. Eine weitere Software muss
    nicht installiert werden. Der Verfahrensablauf ist auf o.g. Internetseite schematisch
    dargestellt und wird nochmals im nächsten Verfahrensschritt ausführlich erklärt.
     
    Als Ausfüllanleitung für die schriftliche Zollanmeldung und die Internetzollanmeldung dient das "Merkblatt zum Einheitspapier 2008"
    http://www.zoll.de/e0_downloads/c0_merkblaetter/index.html
     
    ------> E i n f u h r a b g a b e n
    Die Berechnung der Einfuhrabgaben erfolgt anhand der vorgelegten Umarbeitungs- /
    Reparaturrechnung.
    Bitte rechnen Sie mit folgenden Einfuhrabgaben, b e z o g e n auf den Wert der
    Reparaturrechnung:
     
    Codenummer 7113 1900 00 0
    - Schmuckwaren aus Edelmetall
    - aus Gold
    Drittlandszollsatz: 2,5 %
    Einfuhrumsatzsteuersatz: 19,0 %
     
     
    Aus rechtlichen Gründen kann diese Auskunft nur unverbindlich erteilt werden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag

    Informations- und Wissensmanagement Zoll
    Zentrale Auskunft
    Carusufer 3-5
    01099 Dresden
    Auskunft für Privatpersonen:
    Tel.: 0351/44834-510
    Fax: 0351/44834-590
    E-Mail: info.privat@zoll.de
    Internet:
    www.zoll.de
    Telefonisch erreichen Sie die Zentrale Auskunft des IWM Zoll Montag-Freitag 08:00-17:00 Uh

  6. #15
    Avatar von Nokgeo

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    @ MUC, ist schon erstaunlich wie exact in D.Land was behandelt wird..viel Text.
    Dein Geschriebenes ner Thai zu übersetzen..stell ich mir nicht sooo easy vor..

    Von Reinigungs und Reparatur- Dingen mal abgesehn..

    So ein z.B. Thaigoldkettchen..Armband..muss ja irgendwann mal in die BRD eingeführt worden sein.
    Einfuhrzoll - Kontrollen gibts ja nicht erst seit gestern, sicher schon ne ganze Weile usus in der BRD.

    Wundert mich..das der Zoll da nicht auf was schriftliches besteht..wie das Gold mal eingeführt wurde..( Declaration )

    Zitat: " Mittlererweile übersteigt ihr Goldschmuck allerdings die Reisefreimenge..."

    Ist doch irgendwie schizo, aus meiner Sicht.

  7. #16
    carsten
    Avatar von carsten
    Zitat Zitat von Nokgeo Beitrag anzeigen
    Zitat: " Mittlererweile übersteigt ihr Goldschmuck allerdings die Reisefreimenge..."

    Ist doch irgendwie schizo, aus meiner Sicht.
    Aus meiner Sicht nicht.

    Vor 3 oder 4 Jahren warst Du unter der Freigrenze mit einem Baht Gold (war damals so bei THB 6500), hat man (bzw, frau) bei jedem Urlaub eine Kette mitgenommen. Nun will sie das ganze, ueber mehrere Urlaube eingefuehrte Gold (jeweils unter der Freigrenze) auf einmal ausfuehren und wieder eifuehren.
    Das uebersteigt natuerlich die Freigrenzen.
    Uebrigens, seit Erhoehung der Freigrenzen kansst Du trotz dem derzeit hohen Goldpreis wieder ein Baht innerhalb der Freigrenze einfuehren.

  8. #17
    MUC
    Avatar von MUC

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    712
    Zitat Zitat von Nokgeo Beitrag anzeigen
    Zitat: " Mittlererweile übersteigt ihr Goldschmuck allerdings die Reisefreimenge..."

    Ist doch irgendwie schizo, aus meiner Sicht.
    @Nokgeo

    Was daran schizophren sein soll, würde mich doch mal interessieren?

    Mit dem heutigen Wechselkurs kann man 1 Baht abgabenfrei einführen. Das hat ja schon mein Ehering...

  9. #18
    Avatar von cybernoon

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    Das eine Armband was uns abgenommen wurde habe ich mal bei einem Juwelier vor 2 Jahren schätzen lassen da es ein Erbstück (Diamantarmband) ist.
    Ich habe da nur ein bissl Panik dieses gute Schriftstück zu benutzen da ein Wiederbeschaffungswert von 5700€ geschätzt wurde. Die vom Zoll waren die Diamanten total egal und haben wirklich nur den Goldpreis ausgewiesen.
    Mal sehen ob mir oder jemanden noch etwas anderes einfällt.

  10. #19
    MUC
    Avatar von MUC

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    Zitat Zitat von cybernoon Beitrag anzeigen
    Das eine Armband was uns abgenommen wurde habe ich mal bei einem Juwelier vor 2 Jahren schätzen lassen da es ein Erbstück (Diamantarmband) ist.
    Aber damit hast Du doch den Beweis, dass dieser Schmuck schon in der EU war.

  11. #20
    Avatar von cybernoon

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    Das ist richtig, aber dann wollen die auch noch den Beweis, dass in den letzten 10 Jahren dafür mal Steuern bezahlt wurden.
    Oder ich argumentiere, dass das Armband älter als 10 Jahre ist. Das stimmt sogar.
    Das blöde ist immer, dass wir in der Beweispflicht sind.

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