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Thai. Sprechen, Lesen, Schreiben - oder besser andersherum?

Erstellt von Eutropis, 23.11.2015, 13:40 Uhr · 192 Antworten · 11.226 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Siamfranky

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    Nun, alles richtig. Sehr brauchbar Thai zu sprechen, wird kaum über Urlaube, CD`s,
    Bücher etc. funktionieren. Man sollte hier leben, möchte man nachhaltig Thai lernen.
    Tut man das aber und spricht jeden Tag konsequent mit den Locals, passt es auch
    irgendwann immer besser. Nicht zu vergessen - wo bin ich denn in Thailand? Bei den
    unterschiedlichen Dialekten hilft kein Schriftbild. Bringe einem Afrikaner ein gutes
    Deutsch bei, sagen wir in Hannover und dann schicke ihn in den Bayerischen Wald ...

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Siamfranky

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    Zitat Zitat von Ironman Beitrag anzeigen
    Ich muss zu meiner Schande gestehen, das ich es im Moment mangels Zeit und Notwendigkeit auch wieder etwas hinten angestellt habe.
    Es gibt ja viele Farangs, die sich in TH simpel verständigen können und damit zufrieden sind.
    Wohl wissend, dass sie eine Art Baby-Thai sprechen. Aber vielen Thais imponiert das dennoch.
    Das Ganze ist auch eine Frage des Anspruchs an sich selbst. Ich mochte es jedenfalls zu keiner
    Zeit, wenn meine Thaifrau (wie eine Art Ersatzmutti) den Farang ans Händchen nahm, galt es
    etwas zu erledigen. Die Stufe habe ich übersprungen und ausserhalb der Touri-Zentren spricht
    eben kaum ein Thai Englisch. Das kann ein Vorteil bzw. ein Ansp.orn sein, um Thai zu lernen.

    PS: Liebe Software - Ansp.orn ist kein böses Wort!

  4. #13
    Avatar von waltee

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    Mein Bekannter, er lebt seit 10 Jahren in Thailand, spricht fliessend und verständlich Thai. Aber wenn sein 25 j. Sohn, welcher in Bangkok lebt, mit seiner BKK-Umgangssprache der Jungen loslegt dann versteht er vieles nicht.

    Weil auch die thailändische Sprache lebt und sie entwickelt sich weiter.

  5. #14
    Avatar von Ironman

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    Zitat Zitat von Siamfranky Beitrag anzeigen
    Bringe einem Afrikaner ein gutes
    Deutsch bei, sagen wir in Hannover und dann schicke ihn in den Bayerischen Wald ...
    Hehe, auch wieder wahr Wir haben gestern einen Film über Khao Lak geschaut (The Impossible - der Film), da musste selbst meine Frau passen, weil es irgendein südlicher Dialekt war den der alte Mann da sprach.

  6. #15
    Avatar von marekbrodzik

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    Normalerweise ist die Möglichkeit zum rein intuitiven Spracherwerb auf das Kindesalter beschränkt und endet meist zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr. Danach ist es auch fast unmöglich, eine Fremdsprache akzentfrei neu zu erlernen, weil auch keine neuen "Phoneme" (also bedeutungsunterscheidende Laute) mehr erlernt werden können (dann ist nämlich das Sprachzentrum im Gehirn "fest verdrahtet", was immerhin den positiven Nebeneffekt hat, daß die Qualität der Sprachbeherrschung steigt).

    Französisch habe ich z. B. zwar schon ab der 7. Klasse gelernt, meine Aussprache ist aber auch heute zwar formal korrekt, aber als Muttersprachler gehe ich garantiert nicht durch... umgekehrt sprechen viele Kinder von "Gastarbeitern" völlig akzentfreies Deutsch oder den lokalen Dialekt, machen dann aber doch relativ viele kleine Fehler bei Formulierungen oder bei der Grammatik (das nur nebenbei).

    Jedenfalls könnte ich nie eine Sprache (gleichgültig welche - OK, zur Not vielleicht Niederländisch) erlernen, ohne mich ausgiebig mit Grammatik, Schrift und kulturellen Hintergründen zu beschäftigen. Wie kann man denn - bezogen auf Thai - komplexe syntaktische Strukturen, die es in unseren indoeuropäischen Sprachen nicht gibt, auflösen (und sei es nur etwas simples wie das Klassifikatorensystem), wenn man die Sprache nur durch Zuhören erlernt? Oder Prinzipien wie das der "Sprachökonomie" begreifen und richtig anwenden, wenn man dieses Prinzip gar nicht in der Theorie kennt? Und wie fängt man überhaupt an, die Bedeutung zu erfassen?

    Für mich ist flüssiges und differenziertes Sprechen immer die letzte Stufe des Spracherwerbs, die erst erfolgen kann, wenn man die Schriftsprache inkl. Grammatik vollständig beherrscht. Natürlich muß man sich dann noch die passenden Formulierungen und einen Alltagswortschatz z. B. durch spezielle Sprachführer aneignen, mit einer soliden theoretischen Grundlage ist das dann aber eine Sache weniger Wochen.

  7. #16
    Avatar von Siamfranky

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    @marekbrodzik, ich möchte auf keinen Fall abstreiten, dass dein beschriebener Weg
    Vorteile hat. Ich für meinen Teil wollte nur aufzeigen, dass das nicht zwingend so
    laufen muss. Ich kenne eben andere, positive Beispiele - nicht mehr, nicht weniger.

  8. #17
    Avatar von marekbrodzik

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    Mir persönlich geht es beim Lernen auch gar nicht um die praktische Anwendbarkeit, für mich ist das ein reines Hobby, bei dem ich viel lerne, auch und insbesondere kultur- und sprachwissenschaftlich (studiert habe ich ja eigentlich Romanistik im Hauptfach und Anglistik im Nebenfach, und da ist die thailändische Sprache natürlich eine ganz andere Welt).

    Auf jeden Fall begeistert mich die Logik und Ästhetik der thailändischen Schrift, und schon allein deshalb möchte ich nicht darauf verzichten. Abugida-Schriftsysteme (https://de.wikipedia.org/wiki/Abugida) - dazu zählt die thailändische Schrift als indische Schrift ja auch - waren mir zuvor auch völlig unvertraut, also eine absolut faszinierende Entdeckungsreise, bei der es extrem viel neues zu entdecken gibt.

  9. #18
    Avatar von Micha

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    15.465
    Zitat Zitat von Helli Beitrag anzeigen
    Mein lieber Mann, das ist aber jetzt ein Knochen für unsere selbsternannten Thai-Experten.
    Absolut vernünftig und nachvollziebar was der Mann schreibt.

  10. #19
    Avatar von xxeo

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    Mir geht es ähnlich wie marekbrodzik, ich habe auch immer gerne, aus Lust, Sprachen gelernt, es kamen einige zusammen. Zumindest ein bisschen...

    Bei Thai habe ich erst einmal gestoppt. Nun gut, mit dem Kauderwelsch-Büchlein wird's natürlich nichts, aber ob man das ohne Lehrer, allein mit Sprachcassetten/CDs lernen kann, eine Tonsprache?

    Oder lieber vor Ort? Im Bett, wie ich schon mal erwähnte, lernt man eine Fremdsprache am besten.

    Tja, marekbrodzik, wir beiden Virtual Nomads werden uns vielleicht irgendwann in LOS treffen, im Global Village der freelance Cloudworker?

  11. #20
    Avatar von Dieter1

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    Von allen 7 Sprachen, die mir im Laufe meines Lebens gelehrt wurden oder die ich sonstwie erlenen musste, um den jeweiligen Alltag einigermassen autark zu meistern, ist Thailaendisch die mit Abstand schwerste.

    Das liegt sicher daran, dass im Deutschen der Reis einfach ein Nahrungsmittel ist, waerend das thailaendische Pendant "Kao" je nach Aussprache Berg, Reis, innen/hinnein, Nachrichten oder das persoenliche Fuerwort "er" bedeuten kann.

    Normal bekommt man aus dem Zusammenhang mit, um was es geht. Manchmal ist es muehsam.

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