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Thai-Mentalität verstehen

Erstellt von MichaelNoi, 12.06.2002, 10:45 Uhr · 153 Antworten · 8.359 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
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    Re: Thai-Mentalität verstehen

    @Xenusion & Michael
    Wandern
    Das mit dem Wandern ist wohl auch eine Frage der Herkunft. Ein Stadtkind wie meine Frau genießt es jedesmal ins Grüne zu kommen. Die Farbe ist gut für die Augen. Außerdem sind die Temperaturen für outdoor Aktivitäten ja hierzulande in der Regel weitaus besser geignet als in Thailand. Also bis 3 Stunden Wandern habe ich bis jetzt immer problemlos mit ihr machen können, dann ist bei mir schon die Grenze erreicht. Ich bin ja auch nur ein Autofahrer-Stadtmensch.

    Ebenso in Thailand waren an den steilsten Hügeln/Wasserfällen, die wir gemeinsam erklommen hatten immer auch viele Thais in Gruppen unterwegs, die sich gegenseitig angefeuert haben um hinaufzukommen. Bergab hat man gegelenglich ein paar sitzen sehen, die auf ihre Leute gewartet haben. Aber die Thais haben bei der sportliche Betätigung bei 35°C und nahezu 100% Luftfeuchtigkeit (dabei kann man nicht mehr transpirieren, weil das Wasser nicht mehr nenneswert verdunstet) trotzdem augenscheinlich snuk maak gehabt.

    Thai-Check
    Kali, unserer Randlage hier im Westen geschuldet, gibt es wohl kaum viele Stehempfänge wo erlauchte oder verruchte Promminenz anwesend ist. Ich denke mal, daß ein Thai-Doktor mit der Berufung als Sprachbuch-Autor das höchste Tier nach den anwesenden Mönchen bei den von uns besuchten lokalen Häppening-Events war. Die am meisten gestellte Frage war allerdings (verständlicherweise) allenthalben nach dem Woher. Die Leute die sich auf den jedesmal ca. 200 Menschen umfassenden Treffen wirklich schon zu kennen scheinen, schienen kleinere Gruppen zu sein. Aber beim gemeinsammen Essen kommt man sich dann regelmäßig näher, diese Erfahrung habe ich jedesmal gemacht.

    MangGon, es ist wohl bei den Thais auch unterschiedlich ausgebildet, diese Fähigkeit zur Rasterfahndung nach gemeinsammen Merkmalen. Ich höre eher immer wie Michael: "Das könnte eine Thai, Vietnamesin oder Kambodianerin sein". Außer in Mons Thai-Shop, wo ganz klar ist wer Thai ist und wer nicht weil alle zusammen plaudern, haben wir noch keine Leute auf offener Straße angequatscht

    Dortmund hat aber auch neben vielen Thai-lookalikes jede Menge Chinesen, die ich relativ gut von den anderen Unterscheiden kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß gerade TH/D-Paare mit jungen Ehemann schon einem Blickkontakt ausweichen. Bei den älteren Semstern ist da schon eher eine gewisse Neugier zu spüren, aber Gespräche haben sich aus dem freundlichen Lächeln bisher nicht ergeben.
    mfg jinjok

  2.  
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  3. #72
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Thai-Mentalität verstehen

    @Kali,
    bin wohl auf meinen Abspann selber reingefallen...

    Gute Nacht!

  4. #73
    xenusion
    Avatar von xenusion

    Re: Thai-Mentalität verstehen

    @Jingjok

    da bringst Du mich auf einen weiteren Gedanken. Wir sind vor Kurzem in den Alpen 1500m Höhenunterschied durch Schnee und über Gestein gestiegen (abwärts). Mit einem 24" Fahrrad mehrmals bis zu 25km (flussabwärts) gefahren und ich konnte keinen Schatten geben. Beim Pflastertreten in Städten war die Stimmung dagegen im Keller.

    Ebenso in einem Orgelkonzert, in das wir geraten waren, weil ich unvorsichtigerweise das Programm vorher nicht studiert hatte. Ich hätte es wissen müssen, sie versuchten mit einem infernalischen Getöse die schöne alte Orgel zu zerstören. Nach einigen Stücken trieb mich der Selbsterhaltungstrieb und die Sorge um die erbleichte kleine Frau zum rettenden Ausgang. Sie gestand mir, dass sie körperliche Schmezen erdulded hatte. Alles, was entfernt wie Kirchenmusik klingt, Opernchöre etwa, ist unschön. Klassik-Radio kann den ganzen Tag laufen, da kamen keine Klagen. Eine andere Thailänderin gestand mir, dass sie weinen musste, als sie zum ersten Mal den Chor der gefangenen Hebräer hörte. Damals entstand bei mir fälschlich der Gedanke, dass die europäische Klassik Menschheitskultur sei, die ohne einschlägige Vorbildung wirkt.

    Wenn ich bei einer atemberaubenden Aussicht im Gebirge, auf einer vor Blüten überquellenden Wiese oder in einem traumhaft schönen Park fragte: Wie gefällt Dir das, Du sagst nie etwas? Bekam ich zur Antwort sinngemäss: "I feel, don´t speak."

    Kennt Ihr das? Ist das typisch?

    Gruss
    Xenu

  5. #74
    Avatar von sunnyboy

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    Re: Thai-Mentalität verstehen

    Zäumen wir das Pferd von der anderen Seite auf.
    Wie erkenne ich im Ausland einen Deutschen (klingelts?).
    Ich möchte behaupten in den meisten Fällen ist uns das an Hand bestimmter Indizien möglich (Kleidung, Gestik, Mimik etc.).
    Bei einem Gespräch läßt sich auf Grund der Rhetorik das Gegenüber sozial einordnen. Bei den Thais wird das auch nicht anders sein.
    Gruß Sunnyboy

  6. #75
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Thai-Mentalität verstehen

    @Xenu,
    deine Beispiele gehen mir nahe!!!

    Thanks, dass auch ein anderer sich über soooowas Gedanken macht.


  7. #76
    Avatar von

    Re: Thai-Mentalität verstehen

    Zum Thema *Erkennen* kann ich nur soviel sagen, dass meine Ex in TH ausnahmslos als Thai identifiziert wurde, egal wo wir uns aufhielten. Viele guckten ganz verdattert, dass es da einen Menschen gibt, der exakt genauso aussieht wie sie selber, aber kein Thai ist und kein Wort dessen ersteht, was gefragt wurde. Wie schon mal an anderer Stelle erwähnt erkannten nicht mal die *Experten* beim Kassieren von Eintrittsgeldern ihr *wahres Gesicht*. Jedenfalls war das immer sehr lustig die erstaunten Gesichter zu sehen, wenn nach einen Wortschwall nur Schulterzucken als Reaktion kam.
    Schöne Woche und Gruß Giga

  8. #77
    Avatar von DisainaM

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    Re: Thai-Mentalität verstehen

    Es gibt bei Thais ein "Erstkontaktritual".

    Wenn eine Thai sich nicht sicher ist, ob die Person vielleicht aus einem benachbarten asiatischen Land kommt, wird ein bestimmtes Anlächeln zu der Person geschickt.
    Ist sie Thai, wird das Lächeln in bestimmter Form erwiedert.

    Dann ist der Fall klar.

  9. #78
    Avatar von MichaelNoi

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    Re: Thai-Mentalität verstehen

    Hallo DisainaM,
    das klingt einleuchtend...nur bei dem Beispiel von Giga ( Phillipina)muß noch etwas anderes dahinterstecken , es sei denn sie hat das "Thailächeln" irgendwo gelernt.

    @ All
    Noch eine andere Beobachtung zur Thaimentalität:
    Wie ist das mit den Geisterhäuschen, oder genauer gefragt :
    wie ist das mit derEntsorgung der Geisterhäuschen?

    Ich habe in BKK des öfteren "Müllkippen" für ausgediente Geisterhäuschen direkt am Straßenrand gesehen. Da lagen -zig solcher Häuschen. Sie waren nicht etwa kaputt ! Als ich Noi zum Scherz den Vorschlag machte, man könnte doch eines mitnehmen, wehrte sie dieses Vorhaben entschieden ab.
    Steckt da mehr dahinter ? Werden so vielleicht Geisterhäuschen entsorgt, die dem Haus kein Glück gebracht haben

  10. #79
    Avatar von Jinjok

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    Re: Thai-Mentalität verstehen

    Michael,
    Du hast sicher gut daran getan, die ausrangierten Geisterhäuschen da zu lassen wo sie waren. Gründe um ein solches gegen ein schöneres, größeres oder besseres auszutauschen gibt es viele. Das alte Häuschen könnte nicht den erwarteten Erfolg gebracht haben, man ist zu Geld gekommen und sieht das alte nicht mehr als ausreichend an oder es wurde irgendwie entweiht. Auf jeden Fall werden die alten außerhalb der Stadtgrenzen abgekippt, wo eventuell darin verbliebene Bewohner den Menschen keinen Schaden zufügen können. Anders als defekte Buddha, Elefanten und Götterfiguren, die werden wenn sie kaputt gegangen sind zu einem Tempel, Bothibaum oder ähnlich heiligen Stätten gebracht.
    Jinjok

    Letzte Änderung: Jinjok am 18.06.02, 09:23

  11. #80
    Avatar von DisainaM

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    Re: Thai-Mentalität verstehen

    Die meisten Phuketurlauber kennen auf der Seestrasse von Kata nach Patong den Baum, wo sich unzählige Geisterhäuschen befinden.

    Um mal mit unpassenden Worten die Situation zu verdeutlichen,
    das Geisterhaus ist ein gemeinschaftlicher Vertrag zwischen dem neuen Hausherrn(herrin) und dem Hausgeist.
    Der Hausherr bemüht sich, den Hausgeist zu respektieren und achten, wogegen der Hausgeist sich bemüht, das der Haussegen im Haus nicht schief hängt.

    Wechselt in einem Haus der Hausherr (hat der alte Hausherr plötzlich nicht mehr das Zepter in der Hand, und jemand neues ist der Chef),
    dann wird ein neuer 'Vertrag' geschlossen.

    (Ist Euch schonmal aufgefallen, das die meisten Thais, die in einem Haushalt einziehen, viele der alten Küchensachen wegschmeissen, und neue anschaffen)
    Mann will das Risiko eines mit negativer Energie belasteten Gegenstandes, oder einen gebrochenen Vertrag des alten Hausherrns mit dem Hausgeist, sich nicht als Hypothek aufladen.

    Darum die Devise :

    Mach alles neu !


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