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Tempelbesuch - was anziehen?

Erstellt von Trottel_vom_Dienst, 02.10.2015, 17:58 Uhr · 91 Antworten · 5.273 Aufrufe

  1. #81
    Avatar von Charin

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    Zitat Zitat von benni Beitrag anzeigen
    Der Grand Palace besteht aus 4 Bereichen. Einer davon ist ein Tempel, und zwar der bekannteste von ganz Thailand, Wat Phra Kaeo. Dort befindet sich der Smaragd Buddha, das National Heiligtum Thailands.

    Dort beim Eintritt gelten seit Jahrzehnten die schaerftsen Kleidungsvorschriften von ganz Thailand. Das ist unter den Touris weltbekannt. Lange Hose, Socken, Schuhe, korrektes Hemd etc etc.
    Whowww...Weltbekannt!!!
    und Krawatte oder Fliege?

  2.  
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  3. #82
    Avatar von benni

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    ja, bis knapp unter die Knie reichende Shorts kannst du anziehen, oben nur Krawatte (vorne) und Fliege (hinten) und auch deinen 7/11 Klappstuhl mitnehmen.

  4. #83
    Avatar von Charin

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    nein...reichte nicht... mit knapp unter die Knie reichende Shorts bin ich nicht durchgekommen....vielleicht hatte man gerade einen schlechten Tag..oder man brauchte dringend Geld..

  5. #84
    Avatar von Spencer

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    Zitat Zitat von benni Beitrag anzeigen
    ja, bis knapp unter die Knie reichende Shorts kannst du anziehen, oben nur Krawatte (vorne) und Fliege (hinten) und auch deinen 7/11 Klappstuhl mitnehmen.
    ---------------------

    also bitte @benni !

    kurze Hosen kombiniert mit Krawatte sind nun auch nicht der Brüller !
    Ein derartiger Stilbruch wäre allenfalls durch eine wirklich großzügige Spende wieder wettzumachen .........


    Dann empfehle ich schon eher ein schmuckes "Süa Paratschtaan", weite Beinkleider und dazu schwarze Lackschuhe ......

  6. #85
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von Charin Beitrag anzeigen
    nein...reichte nicht... mit knapp unter die Knie reichende Shorts bin ich nicht durchgekommen....vielleicht hatte man gerade einen schlechten Tag..oder man brauchte dringend Geld..
    Vielleicht bist Du einfach nur durch die Gesichtskontrolle gefallen.

    Die Kontrolle der Touristenbekleidung im Grand Palace ist über die Jahre strenger geworden, vor allem wegen der teilweise mehr als luftigen Bekleidung vieler Rucksacktouristinnen. Es gibt aber auch Tage, wo das eher lasch gehandhabt wird oder gar nicht kontrolliert wird. Ich erinnere mich an einen Besuch während der Songkran-Feiertage vor etwa 12 Jahren. Da kam man einfach so rein, jede Menge Touristen in Shorts und T-Shirts und es wurde nicht einmal Eintritt kassiert. War irgenwie seltsam, aber möglicherweise gelten zu Songkran andere Bedingungen, oder es fehlt einfach an Kontrolleuren, weil die alle mit ihren Wasser-Bazookas unterwegs sind.

  7. #86
    Avatar von Charin

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    Na hööör mal..Wenn man so schön gewesen ist wie ich...ist es schwer..man bringt es fast nicht wieder weg...

  8. #87
    Avatar von Dune

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    Zitat Zitat von ccc Beitrag anzeigen
    Optisch ist es sicher eine großartige Darbietung, wenn ich Kekse knabbere und Kaffee schlürfe, aber wie bitte soll sich das verbal im Forum niederschlagen?

    Ich habe mich eigentlich in aller Ruhe als Beobachter hierherbegeben, weil Du mit einer Story rund um eine Walking Street Love kommen wolltest, und jetzt soll ich plötzlich etwas darbieten?

    Du hast doch den Geist aus der Flasche geholt, jetzt zaubere mal.

    Schaumermal was rauskommt und ob ich mich dann vielleicht einbringen kann.
    Nächsten Freitag komme ich mit etwas zünftigen um die Ecke.

  9. #88
    Avatar von Trottel_vom_Dienst

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    Der Besuch im Tempel

    Uff! 1 Frage, 87 Antworten - bisher.

    Hätte nie gedacht, daß so eine einfache Frage dann doch soviele Antworten erzeugen kann. Von denen dann auch die meisten im Sinne der Frage waren. Danke Euch Allen.

    Nun sollte ich aber auch meinerseits erzählen, wie es so gelaufen ist (auch wenn ich damit für jeden halbwegs begabten Detektiv identifizierbar werde; auch ohne IP).

    Vorweg: Mei WE ist vollkommen anders verlaufen, als auch nur ansatzweise geplant. Und das war auch sehr gut so.

    Am Mo Morgen (direkt nach der Arbeit, sie ging von So nachmittag bis Mo morgen) sollte ich dann das Geburtstagskind abholen.
    Als ich sie dann sah, war ich sehr dankbar für den Tip mit der Krawatte in der Manteltasche:

    Sie war gekleidet und sah auch so aus wie eine leibhaftige Prinzessin!

    Selbst im Anzug mit Krawatte sah ich neben ihr recht schäbig aus.

    Wir holten dann noch ihre Freundin ab, von Allen "Oma" genannt, aufgrund ihrer jugendlichen 87 Jahre Lebenserfahrung.
    Besonderes Kennzeichen: Sie spricht mmer mit vollem Mund - auch im Tempel.
    Ist aber sehr nett und witzig - wenn man versteht, was sie sagt, was für mich (noch) fast unmöglich ist.

    Dann begann das Abenteuer:

    Ihr kennt die letzten Worte eines modernen Autofahreres?

    "Wegbeschreibung überflüssig! Ich habe ein Navi!"

    Ok, den Namen des Ortes kannte ich dem Namen nach und wußte, daß es einen Ort dieses Namens in dem entsprechenden Landkreis gibt. Hatte die letzten 10 Jahre dort oft beruflich zu tun.

    Aber: Navi kennt Stadt, nicht aber Straße.

    2. Versuch: Navi kennt nicht PLZ.

    Ok, kein Problem. Ortsmitte anvisiert, erst mal in der Ortschaft angekommen, wird sich der Tempel auch finden.

    Losgefahren und gewundert, daß mich das Navi auf eine Autobahn im 90°-Winkel zu der Strecke gelotst hat, die ich gefahren wäre.

    Naja, vielleicht kennt das Navi ja eine Abkürzung...

    An einer mir gut bekannten Kreisstadt vorbeigefahren, wo ein Teil meiner Familie wohnt. Weiter zur nächsten Kreisstadt. Hier wurde ich langsam stutzig. In der nächsten Kreisstadt angekommen, dirigierte mich das Navi durch ein paar Straßen und wieder zurück in die Richtung, von der ich kam. Nach einem Umweg von mehr als 10 km dann auf die richtige Autobahn. Warum nicht gleich?

    2 km weiter wieder runter. Käffertour und immer im Kreis statt in die richtige Richtung. Hätte ich blos das letzte Update dieser Navi-App verweigert....
    Dann Akku heiß, nix mehr laden, dann Akku leer.

    Obwohl: Ich fuhr dann halt nach der alten und bewährten Methode. Papierkarte (hab ich immer noch im Auto) und Gedächtnis sowie gewisse Ortskenntnis und kam dadurch einigermaßen direkt in den entsprechenden Kreis. Mittlerweile war der Akku auch abgekühlt und ich konnte dann die nächstgelegene PLZ anvisieren, was auch klappte. "Sie haben Ihr Ziel erreicht".
    15 Sekunden später: "Bitte wenden"

    Aber ich fuhr einfach weiter nach dem Motto, irgendwannn muß ja mal das richtige Schild kommen.
    In der nächst größeren Ortschaft einen Mechaniker gefragt, der Rest war ene Sache von wenigen Minuten. Das erste Hinweisschild für den richtigen Ort war ca. 4 km vorher.

    Wir kamen über eine Stunde zu spät an, statt rund 45 Minuten waren wir fast 2 Stunden unterwegs.

    Dann der Tempel:

    Wow! Hell, bunt und angenehme Athmosphäre.

    Da meine Stimme wegen des WE heis(ß)er war als frisch gebrühter Kaffee, hatte ich 2 Kannen Salbeitee mit, welcher bei den Mönchen sehr gut ankam.

    Dann gab es reichlich zu essen (stellt Euch das mal in einem katholischen "Tempel" vor).

    Später dann die Zeremonie, mit den Gebeten, die ich im Verlauf der Zeremonie sogar bruchstückweise mitsprechen konnte.
    Wenn auch mit gequältem Gesicht, was aber nicht an den Gebeten und auch nicht an der Zeremonie lag, sondern an der Sitzstellung:

    Auf den Unterschenkeln und der Fußoberseite. Nach 30 Sekunden fingen die Gelenke an zu schmerzen. Nach 1 Minute war die Grenze dessen erreicht, was ich ertragen konnte. Und die Zeremonie dauerte deutlich länger.....

    Also Zähne zusammengebissen nach dem Motto:

    "Wer nett sein will muß leiden".

    Als dann die Sache mit dem Wasser in die Kelche gießen kam und man dabei an die Toten seiner Familie denken mußte, konnte ich mich vor Schmerzen kaum darauf konzentrieren.

    Irgendwann raunte sie mir plötzlich "Achtung!" zu, kurz darauf regnete es - im Tempel!

    Danach kroch sie die 2-3 Meter auf den Knien zu den Möchen und sagte mir, ich solle ihr folgen. Dann hoben wir zusammen Plastikstapelboxen hoch, gefüllt mit Dingen wie Geschirrspülmttel, Kerzen, Arzneimitteln, Körperlotion, Duschgel usw. hoch (insgesamt 3, vor jedem Mönch eine), auf denen dann ein Handtruch oder sowas ähnliches lag und darauf 1 Ikone und 2 x ein Buddha. Jedesmal legte der betreffende Mönch dann eine Art Tischdeckchen drunter.

    Und immer auf den Knien von einem Mönch um Anderen.

    Ich schwöre es: Es war das erste mal in meinem Leben, daß ich einer Frau auf den Knien hinterher gekrochen bin!
    Außer vielleicht als Kleinkind meiner Mutter, aber daran erinnere ich mich nicht mehr (bin auch schon über 50).

    Was danach kam, fand ich allerdings sehr verwirrend:

    Einer der Mönche schenkte ihr eine dieser Broschemn mit Mönchsfoto drauf. Die Dinger kosten 50,--€ das Stück.

    Das Verwirrende daran war aber: Sie packte es aus und steckte es mir ans Revers!

    Wer hat denn hier Geburtstag?

    Der Rest des Tages verlief dann mit Gesprächen über alles Mögliche mit den Mönchen, die kaum Deutsch konnten (aber mehr Deutsch konnten als ich Thai, was aber auch keine Kunst ist bei mittlerweile 29 Vokabeln, die ich glaube zu beherrschen) und nur einer von denen genug Englisch zur Verständigung. Die sind noch nicht lange in Deutschland.

    Am Ende des Tages hatte ich dann Fotos von den Mönchen und ihrer Familienangehörigen auf meinem Handy und umgekehrt.

    In einem Dom kaum vorstellbar....

    Am Abend fuhren wir dann nach Hause und "Oma" schenkte mir auch noch eine dieser Broschen und noch eine Krawattenklemme.

    Fazit: Ich als Begleiter des Geburtstagskindes hatte am Abend insgesamt 3 Broschen und eine Krawattenklemme, dazu eines von den bunten Schnurarmbändern, die Glück und/oder Gesundheit bringen sollen. Denn die Brosche, die mir das Geburtstagskind zu Beginn der Fahrt ans Revers steckte, als Leihgabe, wie ich dachte, wollte sie dann auch nicht mehr zurück haben.

    Und dazu noch einen Auftrag: Als Fahrer für den nächsten Besuch im Tempel in einem Monat......

    Der Gesamtwert der Boschen etc. entspricht etwa dem Budget, welches mir pro Monat für Essen und Trinken, Hygieneartikeln usw. zur Verfügung steht.........

    Schüttelstäbe gab es übrigens nicht.


    PS: Ich erfuhr auch etwas über die Gechichte des Tempels:

    Im kalten Krieg war das eine Kaserne der US-Army. Nach der Wende wurde sie dann von irgendwem gekauft und in einen Tempel verwandelt.

    "Schwerter zu Pflugscharen!"

    So sieht das also in der Praxis aus.....

  10. #89
    Avatar von Pee Niko

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    Die Auszeichnung zum "Hansel des Monats" ist dir so gut wie sicher.

  11. #90
    Avatar von Spencer

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    Zitat Zitat von Pee Niko Beitrag anzeigen
    Die Auszeichnung zum "Hansel des Monats" ist dir so gut wie sicher.
    ------------

    wie jetzt ?
    - zusätzlich zum "Trottel vom Dienst" ??

    aber immerhin : als flankierende Maßnahme / unterstützende Accessoires, kommen zu der, nunmehr ordentlich gesicherten Krawatte, immerhin 3 (drei !) herrliche Broschen hinzu.


    Schwerter zu Broschen - sozusagen.


    Das hat sich doch gelohnt !

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