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TAKSIN fordert MOENCHE auf, ......

Erstellt von KLAUS, 03.10.2002, 17:18 Uhr · 22 Antworten · 2.005 Aufrufe

  1. #1
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    TAKSIN fordert MOENCHE auf, ......

    ...sich nicht so aufzuspielen...

    ...so titelt die SOAZ/Ausg. 40/S.7.
    Hintergrund ist die Tatsache, dass sich etwa 3.000 Moenche und Laien
    in BKK versammelt haben,weil sie ein Ministerium fuer "Buddhismus und Kultur" fordern, statt eines , was nun gegruendet wird und "Ministerium fuer Religion und Kultur" heisst...
    Zuvor soll ein Moench gedroht haben, sich zu verbrennen, wenn diese Forderung nicht erfuellt wuerde...
    Die Drohung aber konnte nicht bestaetigt werden....
    Taksin wies auf die Lehre "Dhamma hin, nach der ein Moench nichts besitzen oder kontrollieren kann!
    Sie(die Moenche) sollten deshalb auch nicht an ihrem "Ego" festhalten...
    Die 63 Mill. Buerger Thailands sind berechtigt jede Religion auszuueben.
    Taksin sagte:
    "Fuehrende Moenche seien ueber die Demonstration nicht sehr erfreut, denn sie werde weltweit veroeffentlicht und das ganze Land und die Religion macht sich damit laecherlich."
    Ein Senator meinte , ein Senatskollege stecke dahinter und haette das Ganze angezettelt, indem er Briefe an viele Aebte versandt hat, mit der Aufforderung zu demonstrieren, geklaert ist das alles aber noch nicht.
    ----------------------
    Der Bericht ist sicher in der Online-Ausgabe nachzulesen?
    Hier sollte es nur ein kleiner Themenhinweis sein.
    Gruss Klaus






    Letzte Änderung: KLAUS am 03.10.02, 17:29

  2.  
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  3. #2
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: TAKSIN fordert MOENCHE auf, ......

    Hi,
    gleich noch ein interessanter Hinweis zum Thema Gesundheitswesen-Reformen:
    Die gleiche Ausgabe:
    Seite 13
    TITEL:
    Proteste der Aerzte werden Patienten beinflussen

    In diesem Artikel geht es um das neue Gesetz , mit dem die Aerzte in gewissem Umfang nun bei Aerztepfusch in den Regress genommen werden koennen, zumindest ein erster Ansatz fuer eine sonst weltweit schon lange existierende Rechtsnorm, jedenfalls in den westlichen Rechtsstaaten...:-)
    Interessant, wie die Aerzte darauf reagieren und mit welchen Argumenten und Handlungen...lesenswert, besonders fuer Falangs, die hier leben oder mit Thais verheiratet sind...
    Gruss Klaus
    ...es gibt auch einen kleinen Einblick in die "Zustaende" hier...
    :-)... :-(


  4. #3
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: TAKSIN fordert MOENCHE auf, ......

    Zwei Zitate, die zum Teil Taxins Funktionsweise erklären:

    "Fuehrende Moenche seien ueber die Demonstration nicht sehr erfreut, denn sie werde weltweit veroeffentlicht und das ganze Land und die Religion macht sich damit laecherlich."
    "Better to die than to live like a loser."
    Einerseits unstabiles Selbstvertrauen, andererseits der sich selbst Mut machende Cowboy.

  5. #4
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: TAKSIN fordert MOENCHE auf, ......

    Hi Iffi,
    ich verstehe nicht recht, was Du damit sagen mochtest...?
    Gruss Klaus

  6. #5
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
    05.07.2001
    Beiträge
    5.556

    Re: TAKSIN fordert MOENCHE auf, ......

    Hallo Klaus
    Was er sagen will? Der Tycoon hat wieder mal gesprochen. Aber eine Linie ist nicht in seinen Worten.

    Ich habe selbst eine Straßendemonstration vom Democrazy Monument zur Rachadamnoen Avenue gesehen. Imposant mehrere tausend Mönche in einer gigantischen Prozession. Leider nur kein schöner Anlaß. Ich bin auch am Parlament vorbeigefahren, vor dem immer noch viele Anhänger eines eigenen Buddhismus-Ministeriums campierten um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen.

    Die Ausflüchte Shinawatras, daß sich andere Religionen unterdrückt fühlen könnten ist doch nur eine Schutzbehauptung. Oder sollte der erste Moslem als Innenminister Thailands da ein Zugeständnis abgerungen haben? Jedenfalls hätte ein eigenes Ministerium bei den Anliegen und Problemen die die Buddhistische Gemeinschaft heute im Land hat, um einiges besser wirken können, als die Einrichtungen bis dato. Mit der Ablehnung ist Thailand vom Anspruch eines Buddhistischen Landes einen großen Schritt weiter abgerückt.
    Jinjok

  7. #6
    woody
    Avatar von woody

    Re: TAKSIN fordert MOENCHE auf, ......

    Hallo Jinjok

    Du liegst ganz in der Nähe.
    Der Süden ist traditonell demokratisch (Chuan ist in Trang z.H.),
    TS will dort wildern und Wähler gewinnen, deshalb die Bestellung von 'Wan Muhamad Nor Matha' zum Innenminister und deshalb auch kein Buddhismus Ministerium

  8. #7
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: TAKSIN fordert MOENCHE auf, ......

    Hi,
    also ich persoenlich, sehe das ein klein wenig anders...:-)
    Abgesehen davon, ob der "Auftritt: TAKSINS richtig war in der Art und Weise und der Formulierung, das will ich mal gesehen aus meiner "Kultursicht" dahingestellt lassen...
    Richtig ist, dass , was er sagt betreffs der Aufgabe eines Moenches, es entspricht der Lehre, soweit ich sie kenne...
    Auch halte ich ein Ministerium fuer "Gesamtreligioese Angelegenheiten"
    also fuer alle Religionen zustaendig, fuer den richtigen Weg,
    weshalb?
    Ich denke, es gibt bereits ein Oberhaupt der Buddhisten und es gibt den sog. Sangha-Rat, das Oberste Grenium, welches fuer die Angelegenheiten innerhalb der buddhistischen Gemeinschaft insgesamt zustaendig ist.
    Ausserdem sehe ich es eher so, dass die derzeitige Regierung das bereits immer, bzw. schon lange bestehenden "Amt fuer Religioese Angelegenheiten" lediglich in ein Ministerium umwandeln will um die Wirkung und Arbeit dieser Einrichtung zu erhoehen.
    Was soll daran verkehrt sein, wenn man beruecksichtigt, dass es zwar eine Minderheit ist, wenn man von den Problemen im Sueden spricht und die Moslems meint, aber immerhin gab und gibt es Spannungen aus nicht zuletzt religisosen Differenzen, die sich auch und besonders innerhalb dieser Minderheiten abspielt und nach aussen wirkt!
    Ist es da nicht eher angebracht mit einer staatlichen Einrichtung
    durch sachliche religioes orientierte Politik die Spannungen abbauen zu wollen?
    Ich halte auch die Berufung eines Moslems in die Regierung fuer einen richtigen Schritt, der zeigt, dass die derzeitige Regierung bemueht ist, Spannungen in Volksgruppen zu mildern indem sie durch Vertreter an der Regierung und Politik beteiligt werden.

    Abgesehen davon, ist es Moenchen wohl eher nicht erlaubt politische Aemter zu bekleiden, das verbietet die Lehre, so mein Kenntnisstand, was ja auch nachvollziehbar ist, wenn man die Lehre einigermassen richtig verstanden hat.
    Schon die Forderung nach "Politischer Macht" widerspricht, meiner bescheidenen Meinung nach der Grundlehre des Buddha und der aktuellen Meinung des Sangha, jedenfalls ist bisher nicht bekannt , dass die
    Buddhistische Fuehrung, die Lehre bzw. deren Auslegung entsprechend geaendert hat, was hier passiert zu sein scheint, ist, wenn man die "Drahtzieher" im Senat feststellt, dass die (einige) Moenche eher missbraucht wurden fuer weltliche "Machtansprueche".
    Soweit erstmal meine persoenliche Sicht zu diesem Thema, sicher nicht vollstaendig, aber es soll ja keine Romanabhandlung werden...:-)
    Gruss Klaus


  9. #8
    woody
    Avatar von woody

    Re: TAKSIN fordert MOENCHE auf, ......

    @Klaus
    Wenn sich die Mehrheit der Sangha für eine Vertretung in Form eines Ministeriums ausspricht, dann ist das eine berechtigte Forderung.
    Wenn TS, der Forderung nicht nachkommt und sich anders entscheidet, dann ist das seine Sache und sein Recht als PM.
    Deine Meinung dazu und auch meine sind dabei nicht von Belang aber trotzdem interessant.
    Meine Meinung ist, Religion ist Privatsache und nicht Staatsangelegenheit, aber ich bin sicher, PM TS hat andere Beweggründe für seine ablehnende Haltung.

  10. #9
    KLAUS
    Avatar von KLAUS

    Re: TAKSIN fordert MOENCHE auf, ......

    Hi Woody,
    es kann sein, dass mir die von Dir beschriebene Forderung nach einem Buddhistischen Ministerium ausgesprochen durch den thailaendischen Sangha-Rat entgangen ist!
    Gesprochen(geschrieben) wurde vielmehr das viele andere fuehrende Moenche diese Art der Demonstration und Forderung missbilligten.
    Sollte das so sein, ich habe es bisher nirgends gefunden, dann ist dies sicher eine andere Dimension, die auch sicher neu betrachtet werden muss.Du schreibst:

    "Meine Meinung ist, Religion ist Privatsache und nicht Staatsangelegenheit, aber ich bin sicher, PM TS hat andere Beweggründe für seine ablehnende Haltung."

    Fuer mich ist diese Deine Formulierung etwas missverstaendlich, ich denke, wenn Taksin ein "Ministerium fuer Religionen" einrichten moechte, schliesst das selbstverstaendlich den Buddhismus ein, anders kann ich mir das nicht vorstellen, einer der Beweggruende Taksins koennte sein, dass er damit allen Religionen einschliesslich des Buddhismus gerecht werden moechte!
    Ein reines "Buddhistisches Ministerium" wuerde sicher auch Deinem Anspruch auf die Privatsphaere der Religion fuer den Buerger widersprechen...?
    Aber wie gesagt, Deine Formulierung ist fuer mich ein wenig undeutlich.
    Natuerlich, ich stimme Dir da voll zu, Religion ist PRIVATSACHE!
    Nur, ich denke in einem Land, welches sich dermassen auch religioes in Veraenderung befindet, kann es nicht schaden, wenn der Staat gewisse Regularien benutzt um alle Religionen zu schuetzen und zu foerdern, davon gehe ich jedenfalls aus, das dies einer der vorderen
    Ziele ist,
    wie ja auch Seine Majetaet der Koenig,
    SCHUTZHERR ALLER RELIGIONEN ist.
    das ist die staatliche Einrichtung eines solchen religioes multiplen Ministeriums ja eigentlich folgerichtig..., oder?
    Dann wuerde ja der Anspruch des Buddhismus als Staatsreligion in TH auch Deinem Anspruch auf Privatitaet der Religion widersprechen?
    Es ist schon ein schwieriges Thema, gleichwohl halte ich es fuer sehr interessant, mal sehen, was da noch so kommt und wie sich das weiter entwickeln wird.
    Gruss
    Klaus


  11. #10
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
    05.07.2001
    Beiträge
    5.556

    Re: TAKSIN fordert MOENCHE auf, ......

    Klaus und Woody
    Der Posten eines Innenministers im Schachspiel eines Staatsgefüges ist eine zentrale Position. Diesen mit einem Repräsentanten einer Randgruppe zu besetzen, weil sie vielleicht Probleme macht und vielleicht gerade weil sie gewalttätig sind, halte ich für ein gefährliches Zugeständnis.

    Die Sangha ist sicher ein 'Instrument', die sich um die Probleme in den Tempeln kümmern kann. Ein Ministerium wäre meiner Meinung nach eine gute Unterstützung von staatswegen. Das sehen die Protestierenden wohl auch so, wie ich das mitbekommen habe. Die 3% Moslems sowie je 1% Christen und Hindus wären von einem Amt unterhalb der Ministeriumsebene sicher ausreichend in ihren Interessen vertreten.
    Jinjok

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