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Stromversorgung in Thailand. Braucht man einen UPS?

Erstellt von sanukk, 25.07.2015, 22:22 Uhr · 428 Antworten · 27.579 Aufrufe

  1. #201
    Avatar von Kubo

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    - geht man in manchen Gegenden in Internetshops,
    warum schützen die Shopbetreiber ihre PCs mit diversen UPSen ?
    Die können und müssen sich das leisten.. denn auch wenn die Netzspannung nicht schwanken würde, knipst das thailändische E-Werk bei irgendwelchen ggf. viel zu häufig vorkommenden Umschaltvorgängen den Strom kurz aus.. und alle Hauptspeicher der im Laden vorhandenen Computer wären plötzlich so leer wie ein umgeworfenes Bierglas auf einem Hobby-Elektriker-Symposium*.. ( *Tagung von Fachleuten)

    Das mit dem vor Schreck umgeworfenen Bierglas könnte beim Studium der in Thailand ständig auf die darauf unvorbereitete Stromkundschaft lauernden Schreckens-Szenarien passiert sein..,
    welche ich der werten Leserschaft natürlich nicht vorenthalten möchte:

    In den heutigen Stromversorgungsnetzen kommt es immer häufiger zu Netzstörungen.

    Nicht lineare Betriebsmittel wie z.B. Schaltnetzteile, USV-Anlagen, Frequenzumrichter, Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) oder auch zunehmend Wechselrichten von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) "verschmutzen" in erster Linie die interne Energieversorgung eines Gebäudes und natürlich auch das öffentliche Stromversorgungsnetz.

    Der Stromverlauf u.a. ist dann oft nicht mehr sinusförmig sondern "verzerrt, eingedrückt" und mit unterschiedlichsten Frequenzen beaufschlagt. Die reine Grundschwingung von 50Hz wird mit harmonischen Oberwellen belastet die beispielsweise 150, 250, 350 und 750 Hz betragen.

    Sie verteilen sich in der gesamten Elektroanlage. Ist diese dabei nicht als reines 5adriges System (TN-S Netz), also Schutzleiter und Neutralleiter separat aufgebaut sondern als TN-C System mit gemeinsamen PEN Leiter, verursachen zudem vagabundierende Ströme Ausgleichströme auf Datenleitungen, Korrosionsschäden an metallischen Systemen (Blitzschutz- Sprinkleranlagen, Regenrohren…). Neutralleiter werden durch die überlagerten Ströme überlastet und schmelzen im Extremfall (Brandgefahr).

    Zudem laufen Elektromotore nicht mehr im günstigen Drehzahl / Drehmomentbreich, da diese durch die 5. und 11. Oberwelle gebremst werden. Die Motoren überhitzen und ein höherer Energieverbrauch stellt sich ein.

    Auch Netztransienten (Überspannungen) führen immer häufiger zu Ausfällen der Elektronik in Niederspannungsanlagen. Oft betroffen sind dadurch Frequenzumrichter, SPS, EVG´s oder Netzteile. Es wird hier unterschieden zwischen energiereichen transienten Störimpulsen (Stoßspannung - Surge) und schnellen transienten Störimpulsen (Burst).

    Diese transienten Spannungen sind zeitlich nicht vorhersehbar, nur von kurzer begrenzter Dauer und sie wiederholen sich nicht periodisch.

    Blindstromkompensationsanlagen können durch die verwendeten Stromrichter ebenfalls Schwingungen erzeugen, die zusätzlich die Netzspannung verzerren. Es kommt dabei zu einer erhöhten Stromaufnahme der Kondensatoren, die eine Verringerung der Lebensdauer zur Folge hat.

    Es können Resonanzfälle auftreten, bei denen die in der Elektroanlage vorhandenen Induktivitäten mit den Kondensatoren einen Schwingkreis bilden.

    Angeregt durch die harmonischen Oberwellen können erhebliche Schäden in der E-Anlage entstehen. Um die Verfügbarkeit zu verbessern ist es sinnvoll eine verdrosselte Kompensationsanlage zu installieren.

    Quelle : http://www.elektro-gutachten-gramlic...werquality.php

  2.  
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  3. #202
    Avatar von Spencer

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    Hallo @Kubo,

    bei meiner vorgeschlagenen Stromversorgung für den PC hatte ich mich wohl unklar ausgedrückt.

    So habe ich es gemeint :

    - Platzierung von 2 oder 3 Stück 12-Volt 100 Ah LKW Batterien ( Lebensdauer ca. 5 Jahre ) in einem feuersicheren Nebenraum
    - Diese Batterien werden von einem automatischen Ladegerät permanent im geladenen Zustand gehalten
    - Ein Umformer stellt nun aus diesen Batterien 230 Volt Wechselstrom zur Verfügung welchen man über separate Leitungen zu besonders sensiblen Verbrauchern ( wie z.B. den PC ) führt. Eventuell wären sogar mehrere kleinere Gleichrichter besser als ein einziges größeres Gerät; bis zu einer gewissen Leistungsgröße haben diese Geräte in der Regel keinen Extra-Lüfter für die Kühlung. Dies bedeutet dass der PC grundsätzlich immer und ausschließlich über den Gleichrichter mit 230 Volt Strom versorgt wird. Die Leistung des Automatik-Laders müsste selbstverständlich den angeschlossenen Verbrauchern angepasst sein und genügend Leistungsreserven haben.

    Bei einem Haus-Neubau könnte man dies von vorneherein so planen und z.B. jedes Zimmer mit einer Extra-Steckdose, verbunden mit dem Gleichrichter-Notstrom versehen. Dies hätte zudem den Vorteil dass man bei einem kp. Stromausfall für eine gewisse Zeit auch Beleuchtung usw. weiter betreiben könnte.

    Für aircon, Kühlgeräte usw. wäre dann bei länger dauerndem Stromausfall der Dieselgenerator zuständig.

    Spencer


    PS
    Hier zu Hause habe ich mir schon vor vielen Jahren einen 2500 W-Umformer fest in einen alten 11-PS Deutz-Traktor eingebaut. Ein Lescha-Betonmischer, hinten an die Hydraulik des Schleppers angehängt wird von diesem Gerät mit Strom versorgt.
    Klaglos verrichtet das Gerät nun schon seit mehreren Baustellen seinen Dienst und schafft selbst schwere Betonmischungen ( 20 Schaufeln ) mühelos. Ob zum Hecke schneiden oder Rasentrimmen - überall habe ich mein mobiles Stromnetz dabei.

  4. #203
    Avatar von Kubo

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    Zitat Zitat von Spencer Beitrag anzeigen
    Hallo @Kubo,

    bei meiner vorgeschlagenen Stromversorgung für den PC hatte ich mich wohl unklar ausgedrückt.

    So habe ich es gemeint :

    - Platzierung von 2 oder 3 Stück 12-Volt 100 Ah LKW Batterien ( Lebensdauer ca. 5 Jahre ) in einem feuersicheren Nebenraum
    - Diese Batterien werden von einem automatischen Ladegerät permanent im geladenen Zustand gehalten
    - Ein Umformer stellt nun aus diesen Batterien 230 Volt Wechselstrom zur Verfügung welchen man über separate Leitungen zu besonders sensiblen Verbrauchern ( wie z.B. den PC ) führt.
    Soweit habe ich es verstanden.. , aber dann ..

    Eventuell wären sogar mehrere kleinere Gleichrichter besser als ein einziges größeres Gerät; bis zu einer gewissen Leistungsgröße haben diese Geräte in der Regel keinen Extra-Lüfter für die Kühlung. Dies bedeutet dass der PC grundsätzlich immer und ausschließlich über den Gleichrichter mit 230 Volt Strom versorgt wird.
    Das bringt mich wieder durcheinander, weil du plötzlich von "über den Gleichrichter" schreibst.. Vermutlich meintest du "Wechselrichter" d.h. den Umformer , welcher den Batteriestrom (.. Gleichstrom) auf 230 Volt Wechselstrom umformt. Und mit diesem selbst erzeugten 230-Volt Wechselstrom wird dann z.B. dein PC versorgt.

    Bei einem Haus-Neubau könnte man dies von vorneherein so planen und z.B. jedes Zimmer mit einer Extra-Steckdose, verbunden mit dem Gleichrichter-Notstrom versehen. Dies hätte zudem den Vorteil dass man bei einem kp. Stromausfall für eine gewisse Zeit auch Beleuchtung usw. weiter betreiben könnte.
    Wie zuvor schon erwähnt, schreibst du auch hier wieder von "Gleichrichter-Notstrom" und bringst dadurch erneut mein Bastlerhirn stark ins Grübeln..
    Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass du Wechselrichter - Notstrom gemeint haben wirst, also den von Batteriespannung 12 Volt Gleichstrom in 230 Volt Wechselstrom umgeformten Strom. Genau so wie bei deiner Traktor-Anlage mit mobilem 230 Volt Stromerzeuger.

  5. #204
    Avatar von Spencer

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    sorry .... Wechselrichter natürlich

  6. #205
    Avatar von sanukk

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    Zitat Zitat von Spencer Beitrag anzeigen
    für mich persönlich wäre es interessant zu erfahren welche Verbraucher auf Spannungsschwankungen besonders empfindlich reagieren ......

    ...
    ICH als Verbraucher reagiere sehr empfindlich auf Stimmungsschwankungen aller Art........

    Zitat Zitat von Loso Beitrag anzeigen
    Um das heraus zu finden sollte sich der gewöhnliche Hobby-Klugscheisser erst einmal ein einfaches Multimeter anschaffen.
    Das war nicht die Frage. Thema verfehlt, 6, setzen!!!

    PS: Ein Multimeter misst Strom, schützt aber nicht vor Schäden! Man kann ihn gut gebrauchen, wenn man feststellen möchte, ob noch Strom fliesst oder nicht. Auch bei Batterien. Hat aber, wie gesagt, nichts mit dem Fred zu tun.........

  7. #206
    Avatar von pegasus

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    Zitat Zitat von sanukk Beitrag anzeigen
    PS: Ein Multimeter misst Strom, schützt aber nicht vor Schäden! Man kann ihn gut gebrauchen, wenn man feststellen möchte, ob noch Strom fliesst oder nicht. Auch bei Batterien. Hat aber, wie gesagt, nichts mit dem Fred zu tun.........
    Wenn wir schon beim Hobby-Klugscheissen sind, ein Multimeter misst meist Strom, Spannung und Widerstand. Deshalb heißt es MULTI-meter. Wenn es nur Strom messen würde, wäre es ein Amperemeter. Aber das war ja nicht die Frage.

  8. #207
    Avatar von Loso

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    Zitat Zitat von sanukk Beitrag anzeigen
    ...PS: Ein Multimeter misst Strom, schützt aber nicht vor Schäden!.......
    Für 5€ kann man damit zwar die Spannung messen, hilft einem als Storm-Troll aber natürlich auch nicht weiter, zugegeben.

  9. #208
    Avatar von pegasus

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    Es gibt auch vernünftige Multimeter, die kosten allerdings mehr als 5€.

  10. #209
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von pegasus Beitrag anzeigen
    Es gibt auch vernünftige Multimeter, die kosten allerdings mehr als 5€.
    in Thailand haben wir es mit folgendem Problem zutun,

    - weil die Gerätschaften nicht durch einen Grob-Überspannungsschutz geschützt wurden,
    arbeiten sie zwar noch, aber verursachen einen Kabelbrand.

    - ein Kabelbrand wird immer dann besonders Problematisch, wenn er unterschiedliche Phasen miteinander verbindet.
    In diesem Fall gehen einem die billigen Multimeter kaput, weil sie nicht bis 600 V messen, sondern nur bis 240 v.
    Wer nur einen 1 Phase Stromanschluss hat, der bleibt von diesem Problem verschont.

    - die Konsequenz wäre, dass man eben genau solche Geräte einen eigenen Stromkreis zuweisst,
    und auch auf die Kabelführung Sicherungskasten - Problem Gerätschaft, besonderes Augenmerk zuwendet.
    Problem gerätschaften sind,
    - Multipoint Heater,
    - elektrischer Herd,
    - Brunnen-Wasserpumpe (die durch einen Defekt, weil der Schwimmer im Tank irgendwann kaputt geht, / kein Tank ist voll Signal/ und so ohne Ende Wasser pumpt, bis die Leitungen glühen und es brennt)

    - aber natürlich kann es auch passieren, das an dem Tag X, wo man Besuch hat, die Bude voll ist, und alle Aircons laufen,
    während jemand warm duscht, andere Leute kochen was, und nahezu jedes Gerät wird gleichzeitig im Haus benutzt.
    Ist das Wochenende vorbei, und der Besuch ist weg, hat man irgendwo im Netz einen Schwellbrand bekommen,
    wodurch Kabel blank nebeneinander Kontakt haben. Sowas ist besonders tragisch, wenn es sich unter beton und gefliessten Böden und Wänden abspielt.

    Solange keine Stromkapazität aus einem Stromkreis Phase/Neutralleiter "verloren" geht, wird der FI nicht auslösen,
    sodass der Umstand, dass nun Phase auf den Neutralleiter fliesst, solange die Menge nicht für einen Kurzschluss der LS Sicherung ausreicht, nun andere Gerätschaften, die an diesem Stromkreis hängen, ebenfalls Schaden nehmen können und kaputt gehen.

  11. #210
    Avatar von pegasus

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    In diesem Fall gehen einem die billigen Multimeter kaput, weil sie nicht bis 600 V messen, sondern nur bis 240 v.
    Wer nur einen 1 Phase Stromanschluss hat, der bleibt von diesem Problem verschont.


    Solange keine Stromkapazität aus einem Stromkreis Phase/Neutralleiter "verloren" geht, wird der FI nicht auslösen,
    sodass der Umstand, dass nun Phase auf den Neutralleiter fliesst, solange die Menge nicht für einen Kurzschluss der LS Sicherung ausreicht, nun andere Gerätschaften, die an diesem Stromkreis hängen, ebenfalls Schaden nehmen können und kaputt gehen.
    Bei einer Spannung von 240V auf einem Leiter hätte das Drehstromnetz 240V x sqrt(3) = 415 V (gemessen zwischen zwei Phasen). Bei Installationene in Thailand mit denen ich bisher zu tun hatte, hatte das Netz einphasig nominell 220V, also bei Drehstromanschluß 380V (zwischen zwei Phasen gemessen).

    Was Du mit dem letzten Satz meinst, verstehe ich nicht. Bei ordnungsgemäßer Installation lösen Sicherungsautomaten bei Kurzschluß aus. Maßgeblich für das Auslösen des Sicherungsautomaten ist der Strom, der durch denselben fließt und nicht die anliegende Spannung.

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