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stärkere Verpflichtungserklärung?????

Erstellt von bergmensch, 09.06.2005, 21:56 Uhr · 12 Antworten · 2.234 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von bergmensch

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    stärkere Verpflichtungserklärung?????

    Hallo!

    Ein Bekannter von mir hat vor ca. 3 Wochen eine Verpflichtungserklärung für seine Schwägerin nach Thailand geschickt, nebst aller Sachen die dafür noch nötig sind.
    Jetzt dachte sie schon, nachdem sie am Montag in der deutschen Botschaft war, sie hätte das Visa schon sicher.
    Heute sollte sie es holen, jetzt wollen die aber, das mein Bekannter die Verpflichtungserklärung noch „verfestigt“, es soll in einem Schreiben der ALB oder eines Notars erkennbar sein, das seine Schwägerin das Besuchsvisa nicht für andere Zwecke (Bsp. Heiraten) missbraucht und auch nach den drei Monaten sicher wieder zurückkommt.
    Hat jemand von euch schon mal so etwas gehört? Wie soll so etwas aussehen?

    Dies hier hat übrigens nichts mit meinem Tread von vor zwei Tagen zu tun.

    Grüße der Bergmensch

  2.  
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  3. #2
    Avatar von martinus

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    Re: stärkere Verpflichtungserklärung?????

    ...Schreiben der ALB oder eines Notars erkennbar sein, das seine Schwägerin das Besuchsvisa nicht...missbraucht und auch nach den drei Monaten sicher wieder zurückkommt...
    Das sieht nach einer Eidesstattlichen Versicherung aus. Allerdings frage ich mich, was das soll!
    Die Verpflichtungserklärung umfaßt doch schon alle wichtigen Punkte aller evtl. entstehenden Kostenübernahme, die eine Behörde evtl. auslegt und zwar so lange, bis der Ausländer D wieder verlassen hat.

    Eine 100%ig Garantie, daß der Gast unser Land wieder verläßt? Dafür müßte demnach eine gesetzl. Vorschrift als Grundlage vorhanden sein, deren Vorhandensein ich stark anzweifle.

    Martin

  4. #3
    Schulkind
    Avatar von Schulkind

    Re: stärkere Verpflichtungserklärung?????

    Zitat Zitat von bergmensch",p="251192

    die Verpflichtungserklärung noch „verfestigt“, es soll in einem Schreiben der ALB oder eines Notars erkennbar sein,

    steht denn da ein Verweis über die Rechtsgrundlage in der Anforderung ?

    Nach Anfrage in der AB von 10.05.2005 um 9:05 folgende verbindliche Auskunft vom KVR MUC.

    1.)

    Es genügt wenn die Verpflichtungserklärung auf dem Formblatt der AB gemacht wurde. Da hat die AB schon gegengezeichnet.

    2.)

    Wenn der Einlader die AB für eine Verpflichtungserklärung umgangen hat, dann muss diese von einem Notar oder der AB gegengezeichnet werden.

    Deswegen der Hinweis, hat der Einlader diese auch bei seiner zuständigen AB abgegeben ??
    Wenn ja, gibt es keine Rechtsgrundlage der Botschaft eine erweiterte Verpflichtungserklärung zu verlangen.

    Achtung : die Betonung liegt auf " Formblatt der Ausländerbehörde " nur dann ist die auch glütig.

    Eine Erklärung muss immer im Beisein des Sachbearbeiters vom Einlader ausgefüllt werden.

    Gruss, ----------------- >>

  5. #4
    Avatar von bergmensch

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    128

    Re: stärkere Verpflichtungserklärung?????

    Hallo Schulkind!

    Danke erst mal für die Mühe.

    Er war bei der ALB (im KVR), hat dort im Beisein der Bediensteten (ne ältere Frau) seine Verpflichtungserklärung ausgefüllt, sie hat Lohnzettel usw. geprüft und das wars. Nachdem er dann seine 25 € gelöhnt hatte, hat er das Original bekommen und es dann weiter nach LOS geschickt.
    Auf der Verpflichtungserklärung hinten ist aber ein teils fast unleserlicher Stempel „draufgehaun“, mit der Aufschrift „nur für Besuchszwecke“. (Ich hab es bei meiner letzten VE selbst gesehen, es sieht wirklich nicht gerade amtlich aus)
    Eben dieser Stempel ist es, was der Botschaft nicht ausreicht.
    Der nette Herr meint, es müsste in der VE RICHTIG drinstehen, dass es eben nur für BESUCH gilt.
    Eine Freundin in Bangkok meinte gestern Abend, das wäre jetzt des Öfteren so, teilweise gebe es gegen einen kleine Obolus einen „Vordruck“ von dem Botschaftsbediensteten (Thailänder) außerhalb der Botschaft, der dann in Deutschland unterschrieben und von einer ALB bzw. einem Notar zur 1000 prozentigen Visaerteilung führt.


    Grüße der Bergmensch

  6. #5
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: stärkere Verpflichtungserklärung?????

    Zitat Zitat von bergmensch",p="251324
    Eine Freundin in Bangkok meinte gestern Abend, das wäre jetzt des Öfteren so, teilweise gebe es gegen einen kleine Obolus einen „Vordruck“ von dem Botschaftsbediensteten (Thailänder) außerhalb der Botschaft, der dann in Deutschland unterschrieben und von einer ALB bzw. einem Notar zur 1000 prozentigen Visaerteilung führt.

    Grüße der Bergmensch
    Bitte auesserste Vorsicht mit oeffentlichen Verkuendungen dieser Art. Hiermit wird niemanden ein Gefallen getan, speziell wenn es sich auch nur um Geruechte und/oder Latrinenparolen handelt, die hier in Thailand leider zuhauf kursieren, aber nur in die Kategorie "Strassenweisheit" gehoeren.

    Es gibt weder eine 100%ige und schon gar nicht eine 1000ige Sicherheit in Bezug auf eine Visaerteilung. Die Entscheidung in Bezug auf ein Visum der Klasse D (nationales Visum) bedarf einer Zustimmung der deutschen Auslaenderbehoerde waehrend die Entscheidung zu Visa der Klasse C (Schengener Durchfuehrungsabkommen) ausschliesslich bei den Auslandvertretungen liegt. Selbst wenn die Auslaenderbehoerde ein D Visum bewilligt hat, kann die Botschaft trotzdem noch ablehnen, naemlich dann, wenn sie Insider Informationen hat, dass etwas nicht kosher ist.

    Die meisten Antraege auf ein Visum nach Schengen werden derzeit aufgrund mangelnder Glaubhaftmachung eines bestehenden zwingenden Rueckkehrgrundes abgelehnt. Diese Beweislast liegt ausschliesslich beim Reisenden und NICHT beim Einladenden (= Verpflichtenden). Die Verpflichtungserklaerung dient dazu sicherzustellen, dass die ausreichende Versorgung (finanziell und Unterkunft) des Reisenden waehrend des Aufenthaltes gewaehrleistet ist, so dass diese Person nicht zur Last des deutschen Steuerzahlers wird.

    Im Verpflichtungserklaerungsformular ist somit auch keine Kategorie in Bezug auf einen Reisegrund vorgesehn, anders als im Visaantragsformular. HIER muss der Grund der Reise angegeben werden, z. B. touristische Zwecke, Besuch eines Freundes, Verwandten etc. Im uebrigen kann ein Visum nach Schengen auch aus geschaeftlichen Gruenden erteilt werden.

    Wenn in einem speziellen Fall echte Unklarheiten bestehen, koennte Klaerung mit Herrn Werner Grohe, Leiter der Visastelle der Deutschen Botschaft Bangkok, herbeigefuehrt werden. Koennte hier gegebenenfalls vermitteln. Falls Interesse bitte eine PN an mich schicken. Informationen, die bei der Aufklaerung von moeglichen Missverstaendnissen helfen, koennen dann anschliessend hier offiziell publiziert werden.

    Im uebrigen sind die Botschaften durchaus autorisiert zusaetzliche Dokumente einzufordern, speziell auch dann, wenn Verdachtsmomente und/oder Ungereimtheiten beim Interview des Antragsstellers bzw. der Antragstellerin entstanden sind. Bestehen echte Zweifel an der Richtigkeit des angegebenen Reisegrundes bzw. am Rueckkehrwillen, dann muss die Botschaft den Antrag ablehnen, denn sie alleine zeichnet bei der Visumserteilung verantwortlich und kann somit zur Rechenschaft gezogen werden.

    Letztendlich weise ich darauf hin, dass ich weder bei der Botschaft angestellt bin, noch eine verwandtschaftliche Beziehung irgendeiner Art besteht. :-) Bin nur sehr regelmaessig dort und habe die Mitarbeiter dort als sehr hilfsbereit kennengelernt. Haeufig ist der Service weitaus besser, als der, der von den lokalen deutschen Behoerden gewaehrt wird.

    Unter anderem warnt die Botschaft auch ausdruecklich, die Hilfe von zwielichtigen Dienstleistern in Anspruch zu nehmen. Dieses sind gewoehnlich solche, die angeblich einen Weg kennen, der die Erteilung eines Visums garantiert. Solche Aussagen sind schlechthin das, was man des oefteren auf Kuhweiden findet und hierbei sind nicht die Pusteblumen gemeint.

    Mit viele Gruessen aus Bangkok,
    Richard

  7. #6
    Avatar von Lungkau

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    Re: stärkere Verpflichtungserklärung?????

    ruf doch einfach selbst bei der Botschaft an.

    Die Durchwahlnummern der deutschen Botschaft in Bangkok!

    0066 2 2879 000 - Zentrale

    Visa-Abteilung:

    038 deutschsprechender Mitarbeiter

    070
    071
    072
    073

    086 deutschsprechender Mitarbeiter!

    ...also, die entsprechende Endziffer dranhängen. Das sind die Durchwahlnummern der Sachbearbeiter, die jeder für sich in den Computer sehen und sagen können, was Sache ist.

    Fax: 0066 2 2856232 = Visaabteilung

    Fax: 0066 2 2871776 = Allgemeine

    hier noch die Durchwahl vom Rechts- und Konsularreferat, da kann zumindest verbunden werden: -9066

    Wenn es sich um die Legalisierung der Papiere handelt, nach Herrn Jamrath fragen, einem Thai, der ausgezeichnet deutsch spricht.
    Dem kann man dann auch noch sagen, dass die legalisierten Papiere denn via Auswärtigem Amt in Berlin an die Heimatadresse geschickt werden.

    Keine Angst, die Rechnung erreicht Euch trotzdem...

    Noch ein Wort zur Dauer der Legalisierung. Da es auch davon abhängt, wie schnell die einzelnen thailändischen Behörden, die die unterschiedlichen Papiere ausgestellt haben, antworten, kann es unterschiedlich dauern. Bei uns hatte es bis zur Zusendung nach hier 3 Monate gedauert. Ich habe aber auch von kürzeren Zeiten gehört.

    Und noch ein Tipp:
    Die Deutsche Botschaft in Bangkok ist eine deutsche Behörde. Wenn Ihr sie anschreibt oder anmailt, immer den Namen und Geburtsdatum von Eurer Lieben, evt. Visumsantragsnummer und wann beantragt, angeben - kein Beamter hat Lust lange zu suchen....

  8. #7
    Avatar von dawarwas

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    Re: stärkere Verpflichtungserklärung?????

    Ich dachte die druecken deshalb jetzt Stempel auf, mit dem Hinweis "Visum nicht zum Zwecke der Eheschliesung geeignet"?




  9. #8
    Avatar von Jensnicole

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    Re: stärkere Verpflichtungserklärung?????

    Zitat Zitat von martinus",p="251205
    Die Verpflichtungserklärung umfaßt doch schon alle wichtigen Punkte aller evtl. entstehenden Kostenübernahme, die eine Behörde evtl. auslegt und zwar so lange, bis der Ausländer D wieder verlassen hat.

    Eine 100%ig Garantie, daß der Gast unser Land wieder verläßt? Dafür müßte demnach eine gesetzl. Vorschrift als Grundlage vorhanden sein, deren Vorhandensein ich stark anzweifle.

    Martin
    Moin zusammen,

    ich habe diese Ve´s mal vertretungsweise bei mir in der Arbeit ausgestellt. Nach meinen Informationen ist der Einlader nur solange seinem Gast zum Unterhalt verprlichtet, wie das Zeitfenster der Verpflichtungserklärung ist. Du sagst es selbst, keiner kann eine Garantie geben, dass der Gast das Land auch wieder verlässt.

  10. #9
    Schulkind
    Avatar von Schulkind

    Re: stärkere Verpflichtungserklärung?????

    Zitat Zitat von Jensnicole",p="251602
    Zitat Zitat von martinus",p="251205


    Eine 100%ig Garantie, daß der Gast unser Land wieder verläßt? Dafür müßte demnach eine gesetzl. Vorschrift als Grundlage vorhanden sein, deren Vorhandensein ich stark anzweifle.

    Martin
    Du sagst es selbst, keiner kann eine Garantie geben, dass der Gast das Land auch wieder verlässt.

    Der Einlader hat dafür Sorge zu tragen das der Eingeladene auch pflichtgemäss das Land wieder verlässt. Nach dem Buchstaben muss er sich überzeugen das er das Land ordnungsgemäss verlassen hat.

    Ausführungsbestimmungen des Ausländergesetzes.

    Solange der Eingeladene sich im Land aufhält hat der Einlader die volle Verpflichtung alle Kosten zu tragen, auch wenn der Eingeladene sich von ihm verflüchtigt und absetzt. Im schlimmsten Fall - wenn er eine unberechtigte Arbeit auf nimmt und dabei verunglückt oder erwischt wird ist der Einlader zur Zahlung aller Rückführkosten verpflichtet. Noch vor dem der ihm eine Anstellung verschafft hat. Die aufgelaufenen Kosten werden dann gedrittelt - die sich im nach hinein, nach dem verschwinden ergeben haben.

    Selbst dann, wenn der Eingeladene die Grenze wieder unberechtigt überschreitet und sich hier unberechtigt wieder aufhält und der Einlader sich nicht von ordnugsgemässen Grenzübertritt vergewissert hat.

    Was sich daraus ergibt : achte auf dein Schäfchen und las es nicht aus den Augen.

    Gruss, ---------------- >>

  11. #10
    Avatar von moselbert

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    Re: stärkere Verpflichtungserklärung?????

    Zitat Zitat von Schulkind",p="251877
    Der Einlader hat dafür Sorge zu tragen das der Eingeladene auch pflichtgemäss das Land wieder verlässt. Nach dem Buchstaben muss er sich überzeugen das er das Land ordnungsgemäss verlassen hat ...
    Dann muss man den Eingeladenen wohl eigenhändig mit Handschellen am Flugzeugsitz festmachen?

    Also, spätestens am Flughafen (Passkontrolle) sollte meiner Meinung nach die Verantwortung für den Eingeladenen aufhören.


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