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Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht tun?

Erstellt von Mr_Luk, 10.07.2005, 12:19 Uhr · 59 Antworten · 3.975 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    @Uwe,

    Echtes, ehrliches Interesse? Einem Mann, der Jahre enthaltsam im Kloster zubringt nehme ich das ab, jemandem, der wochenlang bei der Reisernte mitmacht auch, auch einem der unter Mühen asiatische Kampfkunst erlernt oder sonstwas anstrengendes unternimmt.
    Aha, sehr gut! Das hört sich jetzt viel eher nach etwas an über das man (wie sagt man doch so schön) diskutieren kann! Aber muss es (so wie du das jetzt beschreibst) denn immer der 'volle Einsatz' sein?

    Ist es bei vielen aber wirklich mehr als der schlichte Versuch, die junge bzw. deutlich jüngere Thaifrau zu beeindrucken mit ein paar billigen Worten und Gesten?
    Und dann das andere Extrem? Glaubst du nicht dass sich die Mehrzahl der Thailandliebhaber, "Puas", Expats und wie sie alle heissen, irgendwo dazwischen bewegen? Die Thaiforen spiegeln meiner Meinung nach, nicht ganz das Gesamtbild der "Thailandliebhaber" wieder. Das ist glaube ich nicht der Fall, denn da gibt es eine Menge Leute denen das schreiben in Foren keinen Spass macht, bzw. die gar kein Interesse daran haben. Ein einfaches Beispiel: hier in CNX gibt's tausende Expats - in der Memberlist vom Nitty gibt's gerade mal eine Handvoll die als Heimatort Chiang Mai angeben!

    Du versetzt dich doch gern in fremde Menschen, wie würde es denn bei dir ankommen, wenn dich einer nachäfft ohne zu wissen was er tut?
    Sorry, das habe ich zu oft gesehen bei Farangs im Wat oder in Thaigesellschaft.
    Na, na,... das ist wie soll ich es ausdrücken, möglicherweise nur ein Eindruck von dir. Zumindest habe ich in Thailand selten etwas beobachtet was mir als Nachäffen vorgekommen ist. Doch einmal ein Geschäftsmann, der mit seinem traditionellen "Gewand" herumstolziert ist wie der "Elefantenhändler von Chiang Mai" und alle fünf Meter ein Wai wie ein indischer Maharadscha gemacht hat. Aber das sind nach meinem Empfinden eher die Ausnahmen. Ich bin da sehr vorsichtig - "ehrliche Bemühungen" interprätiere ich zumindest nicht automatisch als Nachäffen. Denn, mich selbst sehe ich ja auch nicht, wenn ich mal einen Wai mache oder mich mit den Dorfbewohnern zu unterhalten versuche.

    Aber ein ganz anderes Beispiel aus einer anderen Perspektive: ein Chinese der dir die Hand reicht und gebrochenes Luxemburgisch spricht, dazu noch einen Dialekt, - hat sicherlich einen gewissen Seltenheitswert, es würde aber nie ein Ortsansässiger auf die Idee kommen, seine Bemühungen als ein Nachäffen zu sehen, obschon es auf Manche schon mal sehr belustigend wirkt.

    Eines steht jedenfall fest, solche Extreme oder Karrikaturen schinden vielleicht Eindruck aber sehr Wenige können sich damit identifizieren - und auch irgendwo mit Recht.

  2.  
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  3. #32
    Avatar von UweFFM

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    @Mr_Luk,
    ja das Mittelfeld gibts sicher bei den Farangs, die Extreme aber auch.
    Wie ist das bei den Thais? Gehen in D. wohnende Thais ein bisschen ins Wat und ein bisschen in die Kirche wegen der Anpassung? Ich weiss das wirklich nicht, habe nur mal gehört, das das beim Christentum nicht geht (§1).
    Beim Respekt sehe ich das Mittelfeld dann nicht mehr. Ich sehe Thaifrauen, die ihren Pua, Fan, Mann korrekt behandeln und solche, die ihn verächtlich behandeln.
    Mein Weg ist da einfach. Wenn ich mit einer Thaifrau unterwegs bin und sie ins Wat möchte, lasse ich sie in Ruhe beten (oder was man da tut?) und bewundere solange die Kunstfertigkeit und Architektur.
    Gruß Uwe

  4. #33
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    @Uwe,

    ja das Mittelfeld gibts sicher bei den Farangs, die Extreme aber auch.
    Natürlich gibt's die Extreme, die gibt's in jeder Disziplin - nicht dass hier (wieder) der Eindruck entsteht ich wolle von etwas ablenken! Das Problem mit den Extremen ist aber, dass sich darüber so schlecht diskutieren lässt, die bleiben viel besser als Karrikatur und als Mahnmahl so stehen

    Wie ist das bei den Thais? Gehen in D. wohnende Thais ein bisschen ins Wat und ein bisschen in die Kirche wegen der Anpassung?
    Das ist ganz allgemeingesehen eine Frage des Interesses und der Religionsfreiheit/zugehörigkeit, auch das lässt sich schlecht diskutieren.

    Wer z.B. traditionell-buddhistisch heiraten will, wie meine Wenigkeit, der setze sich doch wenigsten ein kleinwenig mit der Materie auseinander... aber das ist im Grunde keine Bedingung. Eine christlich-katholische Heirat einer Thai ist (wäre) da übrigens weitaus komplizierter. Das wäre dann tatsächlich nicht nur eine Frage der Anpassung der Thai, sondern eine Frage der religiösen Regeln. Erst mal Taufe, dann heilige Kommunion, Firmung, Glaubensbekenntnis - und erst dann darf geheiratet werden!

    Ich habe auch bereits in einer Moschee gebetet, weil's mich interessiert hat und weil ich sehen wollte was da abläuft. Und auch das geht nur nach den "Regeln der Kunst". Du brauchst zwar nicht beschnitten zu sein, da interesssiert Keinen (ausser vielleicht in Afganistan, wo es vorkommen könnte dass ein paar Verrückte dich veralbern wollen), aber eine vernünftiges Wudu, (das heißt wirklich so), also eine traditionelle Waschung solltest du schon hinkriegen, und auch da müssen deine Latschen draußen bleiben. Ja, andere Länder andere Sitten, das gilt fast immer und überall, - ausser auf'm Ballermann 6

  5. #34
    Avatar von UweFFM

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    Solange es ernsthaft (aus ganzem Herzen) betrieben wird und nicht nur, um jemandem zu gefallen habe ich damit kein Problem, praktiziere ja selber manch fremdländisches.
    Den Unterschied sieht man denke ich aber recht schnell und ist dann auch schnell "unten durch" mit allen bekannten Abzockfolgen.
    Das Watbeispiel sollte doch nur zeigen, das man auch was akzeptieren und unterstützen kann ohne selber halbherzig mitzumachen.
    Gruß Uwe

  6. #35
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    @Uwe,

    Das Watbeispiel sollte doch nur zeigen, das man auch was akzeptieren und unterstützen kann ohne selber halbherzig mitzumachen.
    Dein Beispiel mit der Architektur bewundern während deine 'Holde' ihrem Bet- oder Meditationsbedürfnis nachkommt finde ich ganz OK. Nun, manchmal lassen sich Dinge eben verbinden - manchmal aber auch nicht.

    Wenn's Stress gibt, dann wird wiederum getüftelt und gesucht wer derjenige ist der sich nicht anpasst bzw. nicht versteht wieso und weshalb.

    Den Unterschied sieht man denke ich aber recht schnell und ist dann auch schnell "unten durch" mit allen bekannten Abzockfolgen.
    Und auch wenn ich jetzt ein blaues Auge riskiere, ich denke dennoch, dass die eine oder andere Abzockgeschichte (wie man das so schön nennt) ihren Ursprung dort hat, und besonders die letzte und dunkle Episode sich genau um diese Problematik dreht und vor diesem Hintergrund spielt.

  7. #36
    Avatar von J-M-F

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    Zitat Zitat von UweFFM",p="258958
    Mein Weg ist da einfach. Wenn ich mit einer Thaifrau unterwegs bin und sie ins Wat möchte, lasse ich sie in Ruhe beten (oder was man da tut?) und bewundere solange die Kunstfertigkeit und Architektur.
    Gruß Uwe
    wenn ich da so an eine thai denke, die hat sich aber in meiner gegenwart nicht getraut so etwas zu tuhen. trotz meiner verwunderten frage warum nicht und als ich dann noch ihre freundin fragte warum sie angst hat (oder was weiss ich) dat gab knatsch. ich weiss es bis heute noch nicht. mittlerweile habe ich aber auch den kontakt abgebrochen, sie hat sich halt nicht ein bischen damit befasst das ich kein thai bin/war

  8. #37
    Avatar von Thaimaus

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    Zitat Zitat von tuxchiangdao",p="258913
    Das geht doch manchmal bis zur Blutrache,die es glaube ich in allen "Kulturen" gibt egal ob in TH D A oder sonstwo auf der menschlichen Welt.Ich weiss nicht ob es das bei Staatsvoelkern wie Bienen Ameisen gibt.Waer interessant zu wissen
    Hier deine Antwort dazu....

    Hornissen video

    Es dauert ein wenig bis das Video geladen ist

  9. #38
    Avatar von mipooh

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    Ich denke im Kern der Eingangsgeschichte geht es wenig um kulturelle Anpassung, ich sehe da eher Menschen denen es an Kommunikationsmöglichkeiten mangelt. Auch wenn der betroffene Mann schon lange hier lebt, sagt das noch nichts darüber, was er verstanden hat und was nicht.

    Wenn ich in ein Wat gehe, zB um unser neues Motorrad weihen zu lassen (weil es meiner Frau wirklich wichtig ist), dann macht meine Frau, was so eine Thai halt macht und ich setze mich etwas abseits daneben. Ich knie nicht gern, das tut mir weh. Und wenn der Mönch dann rezitiert, lausche ich dem und versuche zu fühlen, was da abgeht. Zu verstehen, versuche ich gar nicht erst, dazu fehlen mir zu viele Informationen. Aber es fühlt sich für mich gut an.

    Selber verzichte ich auf soweit möglich auf diese Rituale, die ich nicht immer ganz vermeiden konnte, zB wenn ich zu überraschend aufgefordert wurde etwas mitzumachen (zB Hauseinweihung, da wurde ich inmitten einer Zeremonie einbezogen. Da bricht mir echt kein Zacken aus der Krone, denn Zeit für eine Diskussion ist da nicht). Es hat sich dann aber bald eine klare Einstellung entwickelt, die auch soweit ich das sehe respektiert wird. Ich bin da respektvoll und doch etwas außenvor.

    Ich glaube, was Falang falsch machen können, ist, nicht mitzufühlen, was wem wertvoll ist. Ohne es im Einzelnen nachvollziehen zu können. Umgekehrt geht es oft genug den Thai. Wenn sich eine gute Gelegenheit ergibt, das anzusprechen, warum nicht. Wenn nicht, bleibt auch mir letzlich ein Mai pen rai.

    Ich glaube, dass man im Einzelfall an konkreten Beispielen eher etwas nahebringen kann. Es pauschal zu versuchen halte ich für aussichtslos.

    Beispiel mein Freund Kea, der einen Wai vor der BigC-Kassiererin machte. Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass dies kaum einmal ein Thai täte, es aber für die Verkäuferin zu ihrem Job gehört. Bei dem die Hacken zusammenknallenden Parkplatz-Karten-Einsammler brauchte ich nichts zu erklären. Kea kam gar nicht auf die Idee...

    In einem fremden Land kann man recht unbeholfen sein. Das ist gut zu wissen. Viel mehr als den guten Willen, die Menschen hier zu repektieren kann man von niemandem erwarten. Das Kennenlernen ergibt sich dann schon... übrigens einige der "allgemeingültigen Tips" scheinen mir ein Schmarren, wie zB das mit den Füssen oder nicht Berühren des Kopfes. Das mag irgendwo irgendwann mal gegolten haben, scheint mir aber zu sehr verabsolutiert zu werden.

    Gruss
    mipooh

  10. #39
    Avatar von Taoman

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    Zitat Zitat von mipooh",p="259008
    ... dann macht meine Frau, was so eine Thai halt macht und ich setze mich etwas abseits daneben. Ich knie nicht gern, das tut mir weh. Und wenn der Mönch dann rezitiert, lausche ich dem und versuche zu fühlen, was da abgeht. Zu verstehen, versuche ich gar nicht erst, dazu fehlen mir zu viele Informationen. Aber es fühlt sich für mich gut an.

    ... Ich bin da respektvoll und doch etwas außenvor.

    Ich glaube, was Falang falsch machen können, ist, nicht mitzufühlen, was wem wertvoll ist.

    Das Kennenlernen ergibt sich dann schon...

    Gruss
    mipooh
    genau so einfach betrachte ich es auch
    Solche Dinge unmittelbar bewusst erleben ohne komplizierte Hirnakrobatik bringt einen viel näher an die Essenz der Dinge als 1000 Erklärungen dafür.

    Das wichtigste dabei ist wie du sehr schön formulierst:
    Ich glaube, was Falang falsch machen können, ist, nicht mitzufühlen, was wem wertvoll ist.

    wer das beherzigt kann eigentlich gar nichts verkehrt machen

    Gruß taoman

  11. #40
    Avatar von wingman

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    Hallo Taoman,
    mir wurde einmal in Samarkand eine Ehre erwiesen, ich durfte an einer muslimischen Gebetsrunde in einer der berühmtesten Moscheen teilnehmen. Es war einfach eine schöne Erfahrung. Meine Gastgeber erklärten mir später die Gebete und das eigentliche Ritual. Ich konnte natürlich das Ritual nicht nachvollziehen, was mir aber nachgesehen wurde.
    Trotzdem fand ich es schön, habe etwas lernen können. Moslems sind toleranter als ich vorher angenommen hatte.

    Jetzt bald in Thailand wird es mir ähnlich gehen, die Hochzeit meines Freundes, ich kann wieder lernen. Für meine Hochzeit später in Thailand.
    Wenn man sich nicht völlig wie eine Axt im Walde bewegt und einige grundsätzliche Regeln einhält (Schuhe aus vor dem Tempel, der Moschee, keine kurzen Hosen oder Bikinis dürfte auch jedem klar sein) dann wird dem Farang (in fast allen Ländern) auch vieles nachgesehen.
    Ich mache es wie auf allen anderen Reisen, ich selbst sein, mich völlig normal verhalten. Nicht verstellen, man würde es bemerken.
    In Russland habe ich mich einfach in die Gastfamilie eingefügt, auch Hausarbeiten mit übernommen. Zuerst wollte man es nicht zulassen, ich war ja der Gast. Ich wollte aber nicht immer nur bedient werden. Es machte mir auch Freude, bin mit einkaufen gefahren, konnte das normale Leben miterleben.
    So möchte ich es auch in bei ihr in ihren Dorf machen, ob sie mich lassen wird . Ich habe ihr schon gesagt, ich möchte nicht nur als Gast bedient werden. Ich möchte gern in ihrer Familie "mitleben" die kurze Zeit.

    Wingman

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