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Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht tun?

Erstellt von Mr_Luk, 10.07.2005, 12:19 Uhr · 59 Antworten · 3.963 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Mr_Luk

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    Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht tun?

    Farangtypische 'Fehltritte' in Thailand, aber auch seltsame und unüberlegte Umgangsformen mit thailändischen Frauen im Heimatland, war und ist ein Thema das mich noch immer interessiert hat. Ich rede nicht von den kleinen und grossen Fehlern wie mit dem Fuß auf etwas zeigen, ein viel zu hoher Wai bei jüngeren Personen, oder ähnlichen "Anfängertölpeleien" bei denen man noch eine gewisse Narrenfreiheit genießt. Nein es sind die weitreichenderen Aktionen, Gewohnheiten und zuweilen auch das sture und eigensinnige Verhalten und Handeln das dem Farang (aus Thaiperspektive) eben schlimmstenfalls die Qualifikation 'stupid' oder "söböh" einbringt.

    Sicherlich ein kontroverses aber wohl auch interessantes und ergiebiges Thema.

    Ich möchte hierzu kurz ein Beispiel erzählen das mir ziemlich zu denken gegeben hat.

    Ich war auf einer ganz gewöhnlichen Expatparty eingeladen, auf der sowohl bekannte wie auch unbekannte Gesichter (und die dazugehörigen Körper) anwesend waren. Internationale Farangs und ihre Mias.

    Einer der Anwesenden, ein eher guter Bekannter war bereits mehr oder weniger angetrunken als er mit seiner deutschen Schwägerin (der Ehefrau seines Bruders) ankam. Die Schwägerin war sichtlich aufgeregt, sauer, - erzählte aufgeregt aber nicht sehr lautstark über irgendwelchen Vorkommnisse im Haus meines Bekannten.

    Über dem Essen wurde ich dann auch in die Geschehnisse eingeweiht, und es stellte sich heraus dass es 'andauernde und unzumutbare' Eifersuchtszenen der thailändischen Frau meines Bekannten gegenüber der deutschen Schwägerin die zu Besuch war, gegeben hat.

    Erst dann viel mir auf dass die Schwägerin relativ freizügig und modisch gekleidet war, eventuell etwas übertrieben reizvoll für ihr Alter, ich schätzte sie auf knapp 40, eventuell 37-38. Dass sie für ihr Alter sehr hübsch und ich möchte fast sagen rassisch, etwas lateinamerikanisch aussah war mir wiederum sofort aufgefallen...

    Sie war für 2 Wochen, zwar mit Tochter aber ohne Ehemann nach Chiang Mai gekommen, und wohnte im Haus des Bekannten. Die Geschichte ist etwas komplex und ganz sicher diskutabel, - ist auf der anderen Seite aber exemplarisch für die verschiedenen Ansichten zwischen dem Dialog Orient-Okzident.

    Von der Farangseite wurde (während der Diskussion am Tisch) gemeit, dass es selbstverständlich war dass der Bekannte die Schwägerin in sein Haus einladen würde, - da er während seinen kurzen Aufenthalt in Deutschland auch beim Bruder und der Schwägerin wohnte.

    Aus Thaiperspektive sah es wierderum anders aus, die Frau des Bekannten war nie in Germany und hatte keine Ahnung von freizügiger Kleidung und den Gewohnheiten einer alleinreisenden Frau, von 'Küsschen' der Schwägerin, von der "Harmlosigkeit" des gutem Verständnisses und dem "komplizenhaften Umgang" der Beiden, etc...

    Für die Mia des Bekannten war die Schwägerin (die übrigens das erste Mal in Thailand war und keinen Schimmer über Thaikultur, über 'do and don't do' hatte) eine absolute Zumutung im Haus, - für den Farang hingegen war ihre Präsenz, ihre Aufmachung und ihr Verhalten eher eine Selbstverständlichkeit!

    Der Versuch beider (Thai und Farang) Ansichten in Bezug auf "die leichtbekleidete Schwägerin ohne Ehemann im Haus" auf einen Nenner zu bringen, konnten auch keinen Erfolg bringen. Es kam später zur ausgewachsenen Ehekrise, gefolgt von einer längeren "Saufperiode" des Bekannten, mit schwerem Motaradunfall als Folge und vorläufiger Zwischenbilanz.

    Beim Bekannten handelt es sich um einen als "alten Thailandhasen" zu bezeichnenden Typ, der Thailand seit ca. 20 Jahren bereist. Die Frau ist wie gesagt eine Nodthailänderin, ca 34 Jahre alt, für meine Begriffe nett, aufgeschlossen und sehr entgegenkommend (was man hier in der Gegend von einigen Mia Farangs nicht unbedingt behaupten kann). Stur oder unumgänglich schien sie mir keineswegs.

    Ist der Farang, der in Thailand leben will nicht doch irgendwo verpflichtet, sich zumindest in die Haut der eigenen Frau zu versetzten, vorausgesetzt er hat die nötige Sensibilität und die nötige Einsicht? Wieviele Frangs verdienen sich den .....l 'stupid' oder verdammter Frarang, - was ja eigentlich ein "eigengeprägter Begriff" ist, wohl selbst? Wo liegen die Grenzpunkte, wo muss man sich unbedingt anpassen, Rücksicht nehemen, und wo muss man sich durchsetzen?

    Wie verhällt es sich im Gegensatz mit Ausssenstehenden? Wie kann der 'Farang' sich wohl in der 'Thaigesellschaft' bewegen, ohne überall anzuecken, - wenn er sich nicht einmal während prekären Situationen ansatzweise in die Haut seiner eigenen Frau versetzen kann?

    Ist man ein "verdammter Farang" oder macht man sich dazu?

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Nokhu

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="258801
    Ist man ein "verdammter Farang" oder macht man sich dazu?
    "Verdammt gute Frage" !

    Inwieweit muss man seine Eigenständigkeit in punkto Kultur aufgeben, um anerkannt zu werden ?
    Ich denke, sobald man etwas von sich aufgibt, hat man verloren.
    Anpassung ist die eine, Aufgabe eine andere Sache.
    Meine Frau hat sich wunderbar hier in D angepasst, allerdings ist Sie immer noch eine 100%ige Thai. Und das wird ebenso 100% toleriert.

    Wie es für mich irgendwann mal umgekehrt aussieht ???

  4. #3
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    @Nokhu,

    Meine Frau hat sich wunderbar hier in D angepasst, allerdings ist Sie immer noch eine 100%ige Thai.
    Kann man das auch von den einzelnen Expats (die man zumindest nicht alle in einen Topf werfen sollte) behaupten?

    Manche meinen ja auch, Frauen wären im allgemeinen anpassungsfähiger als Männer. Aber das wäre eine zu billige Ausrede, oder?

  5. #4
    Avatar von Samuianer

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    Zusammenfinden waere in jedem Fall angeraten, mit anpassen kann ich mich nicht abfinden, NIE im Leben!

    Betitelt mich meine Frau/Freundin/Lebenspartnerin mit dem Titel: "Stupid" dann stelle ich sie zur Rede - bis klar ist was meine 'vermeintliche Uebertretung' gewesen sein soll. Das wird dann bis zum beiderseitigen Verstaendniss durchgesprochen - solange bis ALLEs klar ist. Bleibt was unklar - geht es solange weiter bis auch da keine Schatten mehr das Licht verdunkeln.

    Alles Andere ist Schwachsinn, Selbstaufgabe um des Partners Willen oder um eine 'bessere' Parnterschaft herbeizufuehren wird in einer Misere enden, weil wir nicht dafuer geschaffen wurden um uns 'unterzuordnen'.
    Auch kann es keine gesunde Beziehung sein/werden wenn sich ein Partner um des lieben Hausfriedens willen immer wieder unterordnet und nur Lippenbekenntnisse liefert.

    Ich habe keine Schwaegerin, kenne aber das Problem mit anderen westlichen Frauen in Kontrast zu ihren thailaendischen 'Konkurrentinnen'.

    Haeufig leiden, besonders die aus dem einfacheren Reihen der Thaigesellschaft, unter einer Art Profilneurose, Minderwertigkeitskomplexen etc. gegenueber ihren vermeintliche 'cleverene' westlichen 'Kolleginnen - noch besonders gut geschuert durch diese hoechst einfaelltigen, ja fast kranken Soap-Operas die taeglich, ja fast stuendlich im TV laufen....

    Ich bin ganz fest der Meinung das ein jedes Individium so seine ureigensten Eigenarten hat - das ist ja auch gut so - deswegen sind wir ein so schoen bunter, schrill schillerender Haufen! ;-D

    Wozu in aller Welt diese Eigenschaften einfach ablegen? Nur weil sich Mensch in einer anderen Gesellschaft befindet - es ist ausreichend, meine ich mal, das sich Mensch ueber gewisse Taboo's, Doe's und Dont's informiert und sich auch an diese zu halten hat aber sich unter keinen Umstaenden allem anpassen sollte.

    Sonst gaebe es Heute kein "Chinatown" in San Francisco und kein Bavarian Braeuhaus in Las Vegas und in den Thai-Restaurants in Frankfurt, Berlin oder Muenchen wuerde es Schweinshaxe mit "Nam Prik" geben.....

    Was Eigenheiten, wie 'Zuneigungsbekundungen' zwischen Verwandten oder lang befreundeten Menschen, gegenueber des jeweiligen Lebenspartners angeht - liegt es wohl immer an den Ausfuehrungen, an das wie - ist es tatsaechlich rein 'platonisch' ist es absolut O.K. wirkt es auf den anderen Partner anzueglich, aufdringlich, konkurrierend - so wuerde ich dem sofort ein Riegel vorschieben - denn das heisst immer unnuetzen Trouble... Eine Kunst unter Frauen - untereinander Eifersucht zu schueren - nur so....um 'der' mal zu zeigen wer hier der 'Herr' im Hause ist.

    Deswegen steh ich ganz persoenlich ueberhaupt nicht auf derlei 'hautnahe' Verwandten Kontakte - ich in meiner Bude - die in ihrer - notwendigerweise auch im Hotelzimmer... und in mein Leben hineinpfuschen - das mach ich - wenn dann lieber selbst!

    :"Trouble free Zone"!

  6. #5
    Avatar von zero

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="258801
    Ist der Farang, der in Thailand leben will nicht doch irgendwo verpflichtet, sich zumindest in die Haut der eigenen Frau zu versetzten, vorausgesetzt er hat die nötige Sensibilität und die nötige Einsicht? Wieviele Frangs verdienen sich den .....l ´stupid´ oder verdammter Frarang, - was ja eigentlich ein "eigengeprägter Begriff" ist, wohl selbst? Wo liegen die Grenzpunkte, wo muss man sich unbedingt anpassen, Rücksicht nehemen, und wo muss man sich durchsetzen?
    Genau da liegt das Problem, deinem Bekannten fehlt ganz offensichtlich diese "Sensibilität und Einsicht". Hätte er sie gehabt, so wären ein paar Worte mit der Schwägerin wahrscheinlich die ganz einfache Lösung des Problems gewesen. Die von dir genannte Situation hat nichts mit "Rücksicht nehmen" oder "sich durchsetzen" zu tun, sondern bloß mit Hausverstand!

    Wenn es sich um "einen als alten Thailandhasen zu bezeichnenden Typ" (deine Worte) handelt, so frage ich mich, was er in diesen 20 Jahren über die Denkweise der Thais gelernt hat.

  7. #6
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    @samuianer,

    Ein Dialogversuch zu diesem Thema, ganz unbefangen:

    Was Eigenheiten, wie 'Zuneigungsbekundungen' zwischen Verwandten oder lang befreundeten Menschen, gegenueber des jeweiligen Lebenspartners angeht - liegt es wohl immer an den Ausfuehrungen, an das wie - ist es tatsaechlich rein 'platonisch' ist es absolut O.K. wirkt es auf den anderen Partner anzueglich, aufdringlich, konkurrierend - so wuerde ich dem sofort ein Riegel vorschieben
    Ohne Zweilfel eine gute Beschreibung und Konsquenz der von mir angesprochen Problematik und Situation.

    Ausser dass beide Auffassungen (Thai-Farang) durch die Bank verschieden sind, was 'platonisch' und was OK, was Ausdruck von Freundschaft und Sympathie anbelangt.

    Die müssten entweder syncronisiert (zumindest ansatzweise auf beiden Seiten erläutert) werden oder aber man sollte die Schwägerin erst gar nicht in's Haus nehmen. Manchen Leuten ist das aber zu kompliziert, sehen gar nicht ein dass sowas überhaupt nötig ist. "Jeder ist doch wie er ist, benimmt sich doch wie er ist". Wieso und auf was soll man da überhaupt aufpassen?

    Und hier ist eben der sensibele Punkt, das feine Rädchen das es an der Mechanik gibt, das aber vielleicht nicht jeder sieht oder zu bedienen weiß.

    Rücksicht und Sensibilität, Feinfühligkeit und Zurückhaltung ist eben nicht geleichbedeutend mit Anpassung, sich verstellen oder verbiegen, sich ändern oder drehen. Das ist glaube ich der entscheidende Unterschied

  8. #7
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    @zero,

    Die von dir genannte Situation hat nichts mit "Rücksicht nehmen" oder "sich durchsetzen" zu tun, sondern bloß mit Hausverstand!
    Mit "sich durchsetzen" hat es nichts zu tun damit bin ich einverstanden - mit "Rücksicht nehmen" das läßt sich diskutieren. Siehe auch Antwort @samuianer.

  9. #8
    Avatar von J-M-F

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="258801
    Die Frau ist wie gesagt eine Nodthailänderin, ca 34 Jahre alt, für meine Begriffe nett, aufgeschlossen und sehr entgegenkommend (was man hier in der Gegend von einigen Mia Farangs nicht unbedingt behaupten kann).
    hui hui :O

    eine beurteilung einer thai von einem farang, wenn das mal nicht in die hose geht

    wenn ich eines gelernt habe, dann das nichts so ist wie es schein ...

  10. #9
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    Es war eher als eine Beschreibung gedacht, damit man eine ungefähre Vorstellung von der Frau hat. Sie hätte ja genausogut 19 sein können und offensichtlich zickig, empfindlich, abweisend gegenüber den Bekannten ihres Mannes - oder was weiß ich.

    Eine Beurteilung mit einer Beschreibung zu verwechseln, gehört, so befürchte ich, in die Gleiche Kategorie, wie eine Verstellung mit einem Fein-tuning zu verwechseln

    Sonst noch Fragen, Mister Hui-hui?

  11. #10
    Avatar von J-M-F

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    Re: Was soll der "verdammte Farang" um Himmelswillen nicht t

    fui fui

    interessant ist ja dabei eigentlich nicht deine beurteilung, sondern die des betroffenen falang.

    die meisten falang scheitern genau deshalb an den thaifrauen.

    selbst hier wird es genug geben die diese nette erfahrung machen durften

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