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Selbständig in Thailand - Ja, bitte.

Erstellt von strike, 01.08.2014, 07:51 Uhr · 60 Antworten · 5.588 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Wollte vor kurzem lediglich THB 3.200 Vorsteuerrueckerstattung, was eine regelrechte Lawine ausloeste. Zwei Damen von der Steuer fuhren vor, inspizierten, machten Photos und uebergaben mir einen Dokumentenbeibringungsbogen, wo so ca. 50 - 100 Dokumentseiten eingefordert wurden.
    Haha, das ist nicht das erste Mal, dass ich diese Geschichte höre.

    Die Damen haben dir eine Lektion erteilt. Geld zurück vom Finanzamt? Niemals! Der Gesetzesweg ist natürlich offen: er führt über 100 Dokumente, 10 Gutachten, und du wirst einen oder zwei Buchhalter dabei verschleissen.

    Cheers, X-pat

  2.  
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  3. #52
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Haha, das ist nicht das erste Mal, dass ich diese Geschichte höre.

    Die Damen haben dir eine Lektion erteilt. Geld zurück vom Finanzamt? Niemals! Der Gesetzesweg ist natürlich offen: er führt über 100 Dokumente, 10 Gutachten, und du wirst einen oder zwei Buchhalter dabei verschleissen.

    Cheers, X-pat
    Schlimmer noch, eigentlich wollte ich die THB 3.200 gar nicht zurueckbezahlt sondern nur als verspaeteten Vorsteuerkredit gutgeschrieben bekommen.

    Erhielt naemlich den entspechenden Beleg datiert mit dem 09.01.2014 erst am 15.02.2014 und somit reichte ich dann ein Zusatzsteuerformular fuer den Januar nach. Eben mit dem Anliegen, eines Steuerkredits.

    Im Fiananzamt Bangkholaem wies man mich aber darauf hin, dass bei verspaeterer Einreichung kein Kredit wie ueberlich moeglich sei sondern nur eine Rueckerstattung. So sei es denn, meinte ich. Stempelte und unterschrieb. Bankholaem gibt dann abends alle Unterlagen an das uebergeordnete Fianzamt in Yannawa weiter und der Reigen begann.

    Erst kam ein paar Woche spaeter ein Schreiben, dass die Rueckerstattung zur Zeit nicht moeglich sei. So sei es denn, dachte ich mir. Dann fuhren die beiden Damen im Steuerkleinbus vor...

    Zwischenzeitlich kenne ich aber auch meinen Fehler. Haette einfach auf dem Originalbeleg vermerken muessen, "erst am 15.02. erhalten", Stempel und Unterschrift und dann die Vorsteuer als Steuerkredit in der Februarabrechnung im Rahmen der normalen Einreichung geltend machen, so wurde mir gesagt.

    Hier meine Fehldenke. Versuchte es eben 100% korrekt zu machen. Also eine uebliche Nachmeldung, wie diese ja sonst eben problemlos ueberlich ist. Einfach auf dem Formular "Zusatzeinreichung" ankreuzen. Aber eben nicht moeglich bzw. nur unter Sonderbedinungen moeglich, wenn es nicht um die Steuer eines Verkaufs sondern die eines Einkaufs geht.

    Ach ja, wird eine Steuerschuld aus Umsatzsteuereinnahmen erst am 08. anstatt spaetestens des 07. des Folgemonats abgefuehrt, dann werden 1,5% Zinsen pro Monat auf diese Steuerschuld berechnet. Hierbei ist es dann egal, dass es nur ein einziger Tag zu spaet ist, weil immer auf einen vollen Monat aufgerundet wird. Aber wenigstens kommen bei langfristiger Verspaetung keine Zinsenszinsen zu Anwendung. Sicherlich auch viel zu kompliziert das zu berechnen.

    Vor Jahren hatte mal eine Ex-Buchhalterin eine Steuerrueckzahlung von THB 12.000 beantragt. Da hatte ich mich selbst noch nicht mit der Thematik Buchfuehrung auseinandergesetzt, denn wofuer hatte man schliesslich eine Buchhalterin. Irgendwann tauchten dann zwei Jungs vom Finanzamt auf und wollten Belege sehen. Ich verwies an meine Buchhalterin. Das zog sich so ueber 3 Jahre hin. Immer wieder mal ein Schreiben bzw. ein Besuch. Immer meine Antwort, wendet Euch an die Buchhalterin.

    Irgendwann hatten wir uns so lange im Kreis gedreht, dass allen Beteiligen schwindlig war. Loesung: Ich bezahlte diese eingeforderten THB 12.000 als Strafgeld. Zinsen wurden mir aber nicht berechnet, weil man mir meinerseits abnahm, dass es ein "ehrlicher" Fehler war und ich nicht gezielt versucht hatte, mir eine unberechtigte Steuerrueckzahlung zu erschwindeln, was uebrigens laut Aushaengen im Finanzamt Straftatbestand haette und somit dann auch an die Staatsanwaltschaft gehen koennte.

  4. #53
    Avatar von Chak

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    Meines Wissens gibt es in Thailand gar keine Vorsteuererstattungen wie in Deutschland, sondern ein Vorsteuerüberhang wird lediglich vorgetragen und mit künftiger Umsatzsteuer verrechnet.

  5. #54
    Avatar von pegasus

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Meines Wissens gibt es in Thailand gar keine Vorsteuererstattungen wie in Deutschland, sondern ein Vorsteuerüberhang wird lediglich vorgetragen und mit künftiger Umsatzsteuer verrechnet.
    Doch, gibt es. Es dauert aber, wie schon gesagt, recht lang, das Geld wiederzubekommen. Und wie Tramaico schon dargelegt hat, ist auch das eine oder andere Stück Papier beim Finanzamt abzugeben. Ist nicht einfach, aber es geht.

  6. #55
    Avatar von Chak

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    Dann haben die das geändert. Ich fand diese Regelung eigentlich sehr sinnvoll, gerade angesichts dessen, dass man sich in der EU viele Gedanken über Umsatzsteuerbetrug macht.

  7. #56
    Avatar von pegasus

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Dann haben die das geändert. Ich fand diese Regelung eigentlich sehr sinnvoll, gerade angesichts dessen, dass man sich in der EU viele Gedanken über Umsatzsteuerbetrug macht.
    Ist nur blöd, wenn man viele Einkünfte aus dem Ausland hat, also ohne Umsatzsteuer, und dann aber Lieferanten in Thailand mit Umsatzsteuer bezahlen muss. Wenn man die Umsatzsteuer nicht erstattet bekäme, würde man 7% teurer einkaufen und ist somit vielleicht nicht mehr konkurrenzfähig.

  8. #57
    Avatar von StefanM

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    Mein Beileid, Tramaico et al.

    Ich hatte bisher nur enimal direkt mit dem Finanzamt zu tun und das war sehr positiv. Die Firma hatte die Steuern falsch berechnet und der Hohlkopf in der Personalabteilung wollte seinen Fehler nicht zugeben. Da habe ich mir kurz entschlossen die Unterlagen (es ging um den Einkommens-Jahresausgleich, bei dem fast jeder Kohle zurück bekommt) gekrallt und bin selbst zum Finanzamt gefahren. Erst in der falschen Filiale, dann in einem Neubau angekommen und in einen kleinen Saal rein, in dem 20 oder 30 Mädels in Reih und Glied an Schreibtischen saßen. Wie die den Farang gesehen haben, haben die es alle mit der Angst bekommen, weil sie können doch kein Englisch! Ich habe dann auf Thai einen dummen Spruch abgelassen, damit klar wurde, daß wir in Thai reden können. Massig Steine vom Herzen gefallen, fast hörbar. Dann bin ich zur ersten, besten gegangen, hab ihr meine Papiere vorgelegt und gesagt, was ich auf dem Herzen habe. Innerhalb von nicht mal 10 Minuten hatte ich die Steuerfrage in meinem Sinne gelöst und sie sagte nur noch, dass es etwa 2 Wochen dauern würde, bis ich den Scheck bekäme. Easy going. Ich bin sicher, die alle hatten am Abend zu Hause etwas zu erzählen...

    Ganz generell habe ich, mit Ausnahme von Polizei und (teilweise) Immigration, nur gute Erfahrungen mit Thai Beamten gemacht. Ich kann nicht beurteilen, ob sie die hellsten sind, aber die höflichsten und freundlichsten sind sie auf jeden Fall. Gerade heute wieder war ich auf der SSO, und alles lief wie am Schnürchen, mit Winken zum Abschied...

    Vielleicht ist der Schlüssel, dass man die Thais fragt, wie man eine Sache am besten angeht, statt selbst und aufgrund der eigenen Logik zu entscheiden. Und die meisten Thais freuen sich ja, wenn sie Ausländern helfen können.

  9. #58
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Kurzum, da gibt es erheblichen Interpretationsspielraum, weil eigentlich niemand so 100% weiss, wie der Hase laufen soll. Vermutlich wird vieles auch einfach im Unklaren gelassen, damit es besseren Ermessensspielraum gibt.

    Wie auch in Sachen Work Permit.
    wenn Du versuchst 100% gesetzeskonform zu sein, kannst Du letztendlich nur im Gefaengnis enden.
    genau deswegen kann man in Thailand sein Budget nicht hart kalkulieren,
    sondern man braucht ein Festgeldkonto für besondere Notfälle,
    das regelmässig gefüttert werden muss.

    Die Frage, ob sich etwas wirtschaftlich lohnt, wird meistens erst am Ende beantwortet,
    dennoch sollte man immer regelmässig einen Status bericht für sich selbst machen.

  10. #59
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von StefanM Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist der Schlüssel, dass man die Thais fragt, wie man eine Sache am besten angeht, statt selbst und aufgrund der eigenen Logik zu entscheiden. Und die meisten Thais freuen sich ja, wenn sie Ausländern helfen können.
    Sicherlich, dann bekommt man schnell eine pragmatische Lösung. Das ist dann aber nicht unbedingt die für einen selbst günstigste Lösung, die das Gesetz vielleicht vorsieht.

  11. #60
    Avatar von StefanM

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Sicherlich, dann bekommt man schnell eine pragmatische Lösung. Das ist dann aber nicht unbedingt die für einen selbst günstigste Lösung, die das Gesetz vielleicht vorsieht.
    Ist eine Frage dessen, welches Kriterium man anlegt. Wir sind gewohnt, meist nur nach finanziellen Gesichtspunkten zu entscheiden. Für Thais gibt es da noch eine ganze Reihe weiterer Aspekte, die sie als wichtig ansehen, z.B. Gesicht wahren, Sanuk, angenehmes Arbeitsklima, etc. Die Thais fragen heißt ja auch nicht, alles kritiklos hinzunehmen. Ich frage dann gerne mal, ob sie es so und so schon mal versucht hätten, dann merken sie, daß ich Bescheid weiß und nicht vera***t werden kann. Ich kann ja auch nicht zu meinem Chef hingehen und ihm sagen, wie eine Angelegenheit gemacht werden sollte. ABER ich kann ihn fragen, ob ich ihn richtig verstanden habe, daß er das so und so gelöst haben möchte. Funktioniert eigentlich so gut wie immer... Und klingt mehr nach Thai-Style. Auf die Steuer-Geschichte übertragen geht das doch auch, zumindest kann man es versuchen.

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