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Selbständig in Thailand - Ja, bitte.

Erstellt von strike, 01.08.2014, 07:51 Uhr · 60 Antworten · 5.589 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Chris61

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    Zitat Zitat von StefanM Beitrag anzeigen
    Schön, dann hat man einen Gewerbeschein. Wenn ich eine Dönerbude aufmache, muß ich da keine Hygiene-Kontrollen etc. über mich ergehen lassen? Keine Zwangsmitgliedschaften anmelden/automatisch angemeldet werden? Wenn's so einfach ist, warum gehen dann nicht viel mehr Arbeitslose her und werden Selbstständige? Viel zu verlieren hätten die ja dann nicht (aber früher aufstehen, das ist hart...).
    Zwangsmitgliedschaften gibt es in der Gastronomie nicht. Sicher gibt es Hygienekontrollen, aber es liegt an einem jedem selbst, wie sie ausfallen.

    Warum eröffnen so wenige Arbeitslose einen gastronomischen Betrieb (oder scheitern schnell)? Weil sie keine Rücklagen haben. Erstmal sind die Kosten da. Und eine Einrichtung in Gewerbequalität kostet richtig. Kaffeemaschine ab 4.000 Euro, Spülmaschine auch die Preislage, Kücheneinrichtung aus Edelstahl: fünfstellig. Einrichtung: Teuer. Computerkasse: ca. 2.000 Euro. Dann kommt die Miete, Kaution, etc. Nun hast du zwar ein Lokal, aber niemand weiß, dass es da ist. Ergo: Teure Werbung. Und jeden Monat Kosten bis sich der Laden etabliert hat und langsam läuft.

    Welcher Arbeitslose hat so viel Geld und den langen Atem?

  2.  
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  3. #42
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von StefanM Beitrag anzeigen
    Und wenn man bedenkt, daß die ersten 100.000 Baht/Jahr steuerfrei sind (sind die letzten Zahlen, die ich kenne, aber 2, 3 Jahre her)...
    Zwischenzeitlich 150.000 Baht.

    Im Grunde ist es aber auch mehr, weil ja weitere THB 30.000 Freibetrag fuer einen Unverheiratete, weitere 40% fuer persoenliche Aufwendungen, aber nicht mehr als THB 60.000 und AN-Ateil Sozialversicherung in Abzug gebracht werden.

    Bei THB 20.000 Monatseinkommen sieht dann die Rechnung wie folgt aus:

    12 x THB 20.000 = THB 240.000 - THB 60.000 = THB 180.000 - THB 30.000 = THB 150.000 - THB 9.000 (An-Anteil Sozialversicherung) = THB 141.000 zu versteuerndes Einkommen.

    Somit fallen bei THB 20.000 Monatseinkommen keine Steuern an, wenn es zu keinem zusaetzliches Einkommen wie z. B. Sonderzahlungen, Boni etc. gekommen ist.

    Bekanntlich liegt der Mindestlohn hier bei THB 300 pro Tag x 31 = THB 9.300/Monat. Man meldet zwar den Angestellten an die Steuerbehoerde per Por Ngro Dor 1 Formular bringt aber nur THB 1 sozusagen als Erinnerungswert an Steuern in Abzug. Der Angestellte haette dann am Ende des Jahres das Recht auf 12 Baht Steuerrueckerstattung. An Sozialversicherung werden bei diesem Einkommen THB 930/Monat faellig, die jeweils zu 50% von AN und AG zu tragen sind.

    Auch ist zu bedenken, dass fuer studierte Neueinsteiger Zwichenzeitlich ein Mindestanfangsgehalt von THB 15.000 festgelegt wurde. Somit waere auch dieses Einkommen steuerfrei.

    Ergo wird in Thailand das staatlicher Personal Income Tax Einkommen eher nicht von der Masser des Durchschnittsbuergers getragen.

    Hier zeigt sich dann auch, dass wohl auch die meisten unzaehligen Gewerbetreibenden vom Garkuechenbetreiber bis zum Taxifahrer keine Einkommenssteuer abfuehren muessen. Eine MWST-Pflicht entsteht erst bei 1,8 Millonen Umsatz/Jahr.

    Bei Auslaendern mit Work Permit sieht das natuerlich anders aus. Hier will man natuerlich eher moeglichst viel Einkommen generieren und zahlt auch gerne Steuern, damit es bei der Verlaengerung der WP nicht zu Probleme kommt. Schliesslich ist es ja ein Privileg in TH als Auslaender eine WP zu haben. Verstehen aber viele Thailaender nicht und sind eher entsetzt darueber, was man da so als Normalbueger-Farang an Steuern abfuehrt. Es wird oftmals gemeint, wer als Auslaender eine thailaendische Familie hat wird praktisch wie ein Thailaender gehandhabt, was natuerlich nicht stimmt.

    Auslaender ist Auslaender und nur die thailaendische Staatsangehoerigkeit kann dies letztendlich aendern. Ansonsten werden Auslaendern bestenfalls nur gewisse Privilegien eingeraeumt. Oftmals wird zwar von Auslaendern gemeint, dass die thailaensiche Staatsbuergerschaft nichts wert sein, was zwar auf globaler Ebene argumentativ gestuetzt werden koennte, doch nicht auf nationaler. So eine Thai-ID Karte ist eine Menge wert auf thailaendischem Boden. Nur sie gewaehrt letztendlich wirkliche Freiheit im Land der Freien.

  4. #43
    Avatar von pegasus

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    Zitat Zitat von StefanM Beitrag anzeigen
    So wie die meisten Thais drauf sind, und dann noch die Beamten, da geht kaum einer her und ergreift die Initiative, um mal eine Buchprüfung zu machen, ob eine Firma korrekt Steuern abführt,... oder ob sie überhaupt abzuführen hat. Da kann man sich, auch als Beamter, nur Ärger einhandeln, also lieber nichts riskieren.
    Wenn Du Dich da nicht mal täuschst. Wir hatten in den letzten fünf Jahren schon drei unangemeldete Umsatzsteuerprüfungen des Finanzamts. Da kommen drei Beamte, die sich alle Belege zeigen lassen. Problematisch ist bei uns immer, dass die Beamten der englischen Sprache nicht mächtig sind, unsere Rechnungen, Angebote, Bestellungen etc. meist jedoch auf Englisch sind, da wir international tätig sind. Ist dann immer eine längere Geschichte mit den Herrschaften.

  5. #44
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von pegasus Beitrag anzeigen
    Warum das bei mir so ist: unsere Kunden befinden sich mehrheitlich im Ausland, was hauptsächlich am Produkt selbst liegt (Sondermaschinenbau). Der Markt in Thailand ist dafür nur sehr klein.
    Das ist sicher kein Zufall.

    Warum finden so wenige ausländische Selbstständige und Kleinunternehmer einen Markt in Thailand? Einerseits weil der Aufbau eines Vertriebs vor allen Dingen persönliche Beziehungen und kulturelle Anpassung voraussetzt. Dabei ist ganz klar die berüchtigte Sprachbarriere im Weg, die oft gleichzeitig auch eine Kulturbarriere ist. Abgesehen davon ist der Aufbau eines Beziehungsnetzwerks in einer neuen Umgebung immer mühsam und zeitraubend.

    Andererseits, und dieser Grund ist vielleicht entscheidender, gibt es einen deutlichen Unterschied im Technisierungsniveau der Industrien, und zwar quer durch alle Sparten. Thailand operiert auf einem Level deutlich unterhalb der sog. Knowledge Economy, wobei ähnlich wie in China die Fertigungswirtschaft dominant ist. China befindet sich damit jedoch auf einer sechsspurigen Autobahn und hat Thailand eigentlich schon überholt.

    Als Folge dieses Umstands ergeben sich zwei typische Szenarien: entweder wollen die Thais die westlichen hochtechnisierten Produkte und Dienstleistungen gar nicht, weil sie heimische Low-Tech Lösungen bevorzugen. Oder sie wollen die Produkte und Dienstleistungen, aber können oder wollen sie nicht bezahlen. Die Anzahl der Betriebe die auf einem hochtechnisierten Niveau arbeiten und bei denen Know-How, Prozesse, und Fähigkeiten der Belegschaft wettbewerbsentscheidend ist, ist relativ gering.

    Daher fällt es vielen westlichen Unternehmern häufig schwer ihrem Kram an den (thailändischen) Mann zu bringen. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

    Cheers, X-pat

  6. #45
    Avatar von StefanM

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    Zitat Zitat von Nokgeo Beitrag anzeigen
    Besser adressiere -> ICH <- Botschaften ( Tip meinerseits )

    -> Du <- hast mich falsch verstanden..könnte ein Auslöser für xxxx sein..smile.
    ____________________________

    Mea Culpa.

  7. #46
    Avatar von StefanM

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    Zitat Zitat von Chris61 Beitrag anzeigen
    Zwangsmitgliedschaften gibt es in der Gastronomie nicht. Sicher gibt es Hygienekontrollen, aber es liegt an einem jedem selbst, wie sie ausfallen.

    Warum eröffnen so wenige Arbeitslose einen gastronomischen Betrieb (oder scheitern schnell)? Weil sie keine Rücklagen haben. Erstmal sind die Kosten da. Und eine Einrichtung in Gewerbequalität kostet richtig. Kaffeemaschine ab 4.000 Euro, Spülmaschine auch die Preislage, Kücheneinrichtung aus Edelstahl: fünfstellig. Einrichtung: Teuer. Computerkasse: ca. 2.000 Euro. Dann kommt die Miete, Kaution, etc. Nun hast du zwar ein Lokal, aber niemand weiß, dass es da ist. Ergo: Teure Werbung. Und jeden Monat Kosten bis sich der Laden etabliert hat und langsam läuft.

    Welcher Arbeitslose hat so viel Geld und den langen Atem?
    Danke für die Zahlen, da bekommt man gleich einen besseren Eindruck. Ich hatte allerdings eine Nummer kleiner gedacht, etwa eine Döner-Bude an der Ecke mit "to go" Verkauf. Die Zwangsmitgliedschaften galten so Institutionen wie Unfall-Versicherungen etc. Ich habe da allerdings zugegebenermaßen nur 2.Hand Informationen von Bekannten, die da zahlen mußten, ohne raus zu kommen.

    Um zum ursprünglichen Thema zurückzukommen, ich glaube, jedes Land will kontrollieren, wie viele "Gäste" in dem Land einen Betrieb aufmachen dürfen. Die "Gast"-Arbeiter konnte man ja auch problemlos wieder abschieben, wenn es keine Arbeit mehr gab. Mit Firmen geht das nicht so einfach, also muß "man" an anderen Ende den Finger drauf haben. Die Thais machen es genauso. Wenn sie das Gefühl haben, von ausländischen Firmen etc. zu profitieren, dann ist es leicht; wenn "die Wirtschaft" (Sind eh immer nur die Großen) sich beschwert über zu viel Konkurrenz, dann wird der Zufluß an neuen Firmen entsprechend reduziert. Sicher gibt es auch da noch Ausnahmen, aber es geht um die Tendenz. Und IT ist ein Bereich, wo es leichter sein mag, als etwa im Bereich Lebensmittel-Veredelung, sprich Ananas-in-Dosen.

  8. #47
    Avatar von StefanM

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    Zitat Zitat von pegasus Beitrag anzeigen
    Wenn Du Dich da nicht mal täuschst. Wir hatten in den letzten fünf Jahren schon drei unangemeldete Umsatzsteuerprüfungen des Finanzamts. Da kommen drei Beamte, die sich alle Belege zeigen lassen. Problematisch ist bei uns immer, dass die Beamten der englischen Sprache nicht mächtig sind, unsere Rechnungen, Angebote, Bestellungen etc. meist jedoch auf Englisch sind, da wir international tätig sind. Ist dann immer eine längere Geschichte mit den Herrschaften.
    Ist das eine Thai Firma oder eine Firma mit ausländischen Anteilseignern? Das ist ein Riesen-Unterschied. Bei Ausländern ist die Wahrscheinlichkeit, einem Thai-Bigshot auf die Füße zu treten i.d.R. sehr gering. Un die Ausländer haben ja alle Geld, da können die auch ordentlich Steuern zahlen. Bei den Thais könnte es ja sein, daß da jemand seine arme Familie durchfüttern muß etc., wie gehabt.
    Die Argumentation "armer Thai - reicher Ausländer" ist ja nicht wirklich neu.

    Trotzdem viel Glück und Erfolg mit Ihrem Geschäft!

  9. #48
    Avatar von StefanM

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Das ist sicher kein Zufall.
    ...
    Als Folge dieses Umstands ergeben sich zwei typische Szenarien: entweder wollen die Thais die westlichen hochtechnisierten Produkte und Dienstleistungen gar nicht, weil sie heimische Low-Tech Lösungen bevorzugen. Oder sie wollen die Produkte und Dienstleistungen, aber können oder wollen sie nicht bezahlen. Die Anzahl der Betriebe die auf einem hochtechnisierten Niveau arbeiten und bei denen Know-How, Prozesse, und Fähigkeiten der Belegschaft wettbewerbsentscheidend ist, ist relativ gering.

    Daher fällt es vielen westlichen Unternehmern häufig schwer ihrem Kram an den (thailändischen) Mann zu bringen. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

    Cheers, X-pat
    Deckt sich mit meinen Erfahrungen, ist aber in ganz Asien ziemlich verbreitet, mal mehr, mal weniger ausgeprägt.
    Solange Produktivität nicht im Vordergrund steht, kann man auch mit den Low-TechMethoden werkeln, es geht und es bringt ein gewisses Einkommen.
    Neue Maschinen etc. wollen sie natürlich alle, aber doch bitte möglichst umsonst. Weil die Thais ja so nette Menschen sind,- oder so...
    Neue oder optimierte Prozesse einzuführen ist nur in sehr wenigen, modern geführten Betrieben möglich, in allen anderen wehrt sich die Belegschaft mit Händen und Füßen. Das Argument aus der Steinzeit gilt: Warum ändern, wir haben das schon immer so gemacht.
    Ich erwarte die Rechnung dafür ab Ende 2015...

    Ich glaube, daß für eine Entscheidung für Thailand als Standort neben den unternehmerischen Aspekten auch - mehr als anderswo - "Nebengeräusche" eine Rolle spielen. Und damit meine ich nicht nur das Nachtleben.

  10. #49
    Avatar von pegasus

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    Zitat Zitat von StefanM Beitrag anzeigen
    Ist das eine Thai Firma oder eine Firma mit ausländischen Anteilseignern? Das ist ein Riesen-Unterschied. Bei Ausländern ist die Wahrscheinlichkeit, einem Thai-Bigshot auf die Füße zu treten i.d.R. sehr gering. Un die Ausländer haben ja alle Geld, da können die auch ordentlich Steuern zahlen. Bei den Thais könnte es ja sein, daß da jemand seine arme Familie durchfüttern muß etc., wie gehabt.
    Die Argumentation "armer Thai - reicher Ausländer" ist ja nicht wirklich neu.

    Trotzdem viel Glück und Erfolg mit Ihrem Geschäft!
    Ist eine Thai Firma, an der ich Anteile besitze. Was ich mit meinem früheren Post sagen wollte ist, dass es bei "normalen" Firmen jederzeit und regekmäßig Steuerprüfungen geben kann. Natürlich gibt es Ausnahmen, es ist in Thailand nun einmal so, dass man gewissen Leuten nicht auf die Füße treten will. Die Firmen dieser "Big-Shots" sind aber nicht die Mehrheit der in Thailand registrierten Firmen. Der thailändische Staat hat auf jeden Fall ein Interesse daran, seine Steuereinnahmen zu maximieren. Das zeigt sich zum Beispiel daran, wie schwierig es ist, ein Umsatzsteuer-Guthaben erstattet zu bekommen. Kann bis zu einem Jahr dauern.

  11. #50
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von pegasus Beitrag anzeigen
    Das zeigt sich zum Beispiel daran, wie schwierig es ist, ein Umsatzsteuer-Guthaben erstattet zu bekommen.
    Aha, das koennte die Pruefungen erklaeren. Wollte vor kurzem lediglich THB 3.200 Vorsteuerrueckerstattung, was eine regelrechte Lawine ausloeste. Zwei Damen von der Steuer fuhren vor, inspizierten, machten Photos und uebergaben mir einen Dokumentenbeibringungsbogen, wo so ca. 50 - 100 Dokumentseiten eingefordert wurden.

    Anschliessend dann drei Vorprachen beim Finanzamt Yannawa. Zwar meinte ich zwischenzeitlich vergesst es und sorry, dass ich gefragt habe und der Aufwand steht absolut nicht mehr im Verhaeltnis zum Zweck. Ich moechte keinen einzigen Satang von Euch jemals wieder zurueckhaben. Wurde also zu Protokoll genommen, aber danach war die Sache trotzdem noch nicht zu Ende. Musste dann doch noch einiges beibringen, trotz der Forderungsruecknahme.

    Versuchte es dann sogar mit Logik und teilte mit, das niemand die Mitarbeiter vom Finanzamt gerne sieht, wenn ihr so einen Aufstand macht. Wir haben jetzt in diese Sache sicherlich gut und gerne 10 Stunden Arbeitsaufwand investiert, wegen THB 3.200, was in niemandens Interesse sein kann. Keine Zeit zum Arbeiten und Einnahme zu machen, keine Einnahmen und somit auch keine Steuerzahlungen.

    Lief also trotz aller Nervigkeit recht locker und im hier ueblichen Sanuk-Ambiente ab. Wenigstens letztendlich durch die Sache in Bezug auf Finanzamt, Steuern und auch Buchfuehrungserfordernisse dazugelernt. Die haben da ein Vorschriftenwerk vom Format der Bibel und meinten, dass im Grunde alles ganz einfach sei. Mitnichten entgegnete ich, denn dann wuerde es sicherlich bei Ihren Richtlinien um lediglich einen Leitfaden in Broschueren- und nicht Bibelformat handeln. Manchmal hatten wir auch Situationen, dass selbst die Mitarbeiterinnen vom Finanzamt nicht mehr durchstiegen, was eigentlich die korrekt Handhabung ist. Dennoch versuchten sie zu unterstuetzen und gaben mir sogar den Hinweis Einkaeufe mittels eines bestimmten Formblatts zu dokumentieren, da ich andernfalls mit THB 10.000 Geldstrafe bedacht werden koennte. Man instruierte mich bei der Gelegenheit auch gleich, wie dieses Formblatt auszufuellen ist. Praktisch ein Intensivkurs in thailaendischer Buchfuehrung.

    Mal schauen was noch eventuell kommt. Seit ca. 6 Wochen nichts mehr gehoert. Alles ist moeglich. Das Thema ist absolut vom Tisch, es keimt irgendwann noch einmal auf oder ich bekommen irgendwann doch noch einen Scheck ueber THB 3.200 per Post zugestellt.

    Und auch meine Rechnungsstellungen waren natuerlich ausschliesslich in englischer Sprache und musste auch erst einmal erlaeutern, was meine Firma eigentlich macht und wie sie dieses tut und warum in manchen Faellen VAT zur Anwendung kommt und in welchen Faellen nicht. Kurzum, da gibt es erheblichen Interpretationsspielraum, weil eigentlich niemand so 100% weiss, wie der Hase laufen soll. Vermutlich wird vieles auch einfach im Unklaren gelassen, damit es besseren Ermessensspielraum gibt.

    Wie auch in Sachen Work Permit. Ansich ist man selbst mit Work Permit so gut wie handlungsunfaehig, wenn man sich strikt an alle Auflagen haelt oder wie mir meine Rechtsberaterin in den Anfangsjahren hier mitteilte, wenn Du versuchst 100% gesetzeskonform zu sein, kannst Du letztendlich nur im Gefaengnis enden. Mehr als 80% sind fuer niemanden drin. Der allbekannte Pragmatismus. Kann sein, muss aber nicht, vielleicht aber doch aber egal dann sehen wir weiter, weil es ganz darauf ankommt und bis dahin machen wir aber erst einmal. The Thai way.

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