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Selbständig in Thailand - Ja, bitte.

Erstellt von strike, 01.08.2014, 07:51 Uhr · 60 Antworten · 5.594 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von StefanM

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    Zitat Zitat von MadMac Beitrag anzeigen
    Man sollte also schon vorsichtig sein, welches Land man sich rauspickt. Fuer mich waere Thailand absolut kein lohnendes Ziel fuer eine Firmengruendung. Viel zu viel Buerokratie und Steine, die einem in den Weg geschmissen werden. Ausserdem viel zu hohe Steuersaetze. Warum sollte man sich sowas antun? Thailand ist ok zum Wohnen, arbeiten sollte man aber woanders
    Logisch sollte man sich das richtige Land herauspicken, aber wenn Firmen nach Übersee expandieren, dann gelten da andere Kriterien, z.B. wo welche Zulieferer sind oder auch wo gute Absatzchancen sind, wie die Infrastruktur ist, etc.

    Bürokratie und Steine sind nur eine Frage, wer einem darüber hinweg zu steigen hilft, gegen entsprechendes Backschisch natürlich. Ob gute oder schlechte Firmen, es gibt jedenfalls Firmen, die genau das für jeden machen, der sich an sie wendet. Genauso wie es Firmen gibt, die die Buchhaltung und Steuern im Auftrag anderer machen.

    Und was die Steuern betrifft, ich bin hier VIEL besser dran als in Deutschland, muß erkennbar weniger Steuern für gleiches Einkommen bezahlen, selbst in den oberen Gehaltsklassen. Wo ist in Deutschland das Linmit? Bei 49%? Hier ist es bei 37%, ich glaube für Leute mit über 10.000 Euro pro Monat (!) Einkommen, und das auch nur für einen Teil der Summe.

  2.  
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  3. #22
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Derzeitiger Einkommenststeuerhoechstsatz ist 35% aber nur fuer den Betrag, der THB 4 Millionen/Jahr uebersteigt.

    Bei 10.000 Euro Monat (THB 420.000 x 12 = THB 5.040.000 Jahreseinkommen, Abzug THB 30.000, Abzug THB 60.000, unverheiratet, keinerlei weiteren Abzugsmoeglichkeiten wie z. B. Versicherungen, Hypothekenzinsen etc., zu versteuerndes Jahreseinkommen THB 4.950.000).

    Monatliche Einkommenssteuer THB 108.125 oder in Prozent 25,744% des Bruttomonatseinkommens.

  4. #23
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von StefanM Beitrag anzeigen
    Das haben die bis heute noch nicht erkannt! Vor ein paar Jahren ist ein DAX-30 Unternehmen hier so blauäugig angekommen und hat voll den Karren in den Mist gefahren. Die dachten eben auch, am Deutschen Wesen soll die Welt genesen. Hat nicht funktioniert und außer vertaner Zeit und einem Haufen Kosten ist nichts davon geblieben.
    Das passiert sicher immer noch.

    Ich glaube aber nicht, dass die Unternehmen blauäugig sind, sondern dass es grundsätzlich riskant ist, neue Märkte in fremden Ländern zu erschließen, wobei Thailand sicher oft vom Schwierigkeitsgrad unterschätzt wird. Da hilft leider auch kein Consulting. Es geht meist um strategische Entscheidungen die am Anfang, vielleicht schon vor der Filialgründung, von Managern getroffen werden, die sich auf firmeninterne Richtsysteme und eigene Erfahrung verlassen. Würdest du strategische Entscheidungen einer Consulting Firma überlassen?

    Was man aber sicher durch Hilfe von außen verbessern kann, sind Kommunikation, Recruiting, Betriebsaufbau, und die Anpassung und Abwicklung von betrieblichen Prozeduren. Da sehe ich in der Tat ein reiches Betätigungsfeld (u.a auch für Tramaico).

    Zitat Zitat von MadMac Beitrag anzeigen
    Ausserdem viel zu hohe Steuersaetze.
    Die Steuern sind doch moderat. Bei 7% VAT und den bereits genannten Einkommenssteuersätzen kann man nicht meckern. Zusätzlich gibt es noch steuerliche Anreize über das BOI. Das ist natürlich mehr als beispielsweise in Hong Kong, aber man muss immer das Gesamtpaket sehen. Die Betriebs- und Lohnkosten dürften in Thailand dafür wesentlich niedriger ausfallen. Der gewichtigere Abturner ist in Thailand eher die (nicht vorhandene) Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Leuten.

    Cheers, X-pat

  5. #24
    Avatar von MadMac

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    Man sollte hier schon auseinanderhalten, ob es um selbststaendig (Threadtitel) oder Firmengruendung geht. Wobei es da ja fliessende Uebergaenge gibt. Ich fuer meinen Teil bin selbststaendig seit 10 Jahren, d.h. Freelancer mit Firma. Letztere in Singapore. Ich arbeite regional als Berater auf Projekten, also in etwa sowas wie "offshore" fuer einen bestimmten Zeitraum. Mach mir die Haende aber nicht so schmutzig wie auf 'ner Plattform.

    Das ist was Anderes, als eine Firma mit lokalen Angestellten, um die man nicht herum kommt, in Thailand aufzubauen. Gute Leute sind sehr sehr knapp und heiss umworben. So gerade passiert, dass mehr als eine Handvoll ex-Kollegen mit Kusshand von Deloitte uebernommen wurden, die teilweise fast 10 Jahre bei der Firma waren. Win-win fuer alle Beteiligten, abgesehen vom ex-Arbeitgeber.

    Summasummarum, fuer mich ist Thailand nichts um geschaeftlich taetig zu werden, gibt regional bessere Hubs und Steuern kann man praktisch eliminieren, wenn man nicht ganz bloed ist

  6. #25
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von StefanM Beitrag anzeigen
    Und was die Steuern betrifft, ich bin hier VIEL besser dran als in Deutschland, muß erkennbar weniger Steuern für gleiches Einkommen bezahlen, selbst in den oberen Gehaltsklassen. Wo ist in Deutschland das Linmit? Bei 49%? Hier ist es bei 37%, ich glaube für Leute mit über 10.000 Euro pro Monat (!) Einkommen, und das auch nur für einen Teil der Summe.
    Sicherlich ist 37% weniger als 44% (nicht 49), die Thailänder müssen ja auch kaum Sozialausgaben davon bezahlen, auch die Bildung nimmt einen viel geringeren Anteil ein, aber auch in Deutschland zahlt man nicht 42%+Soli auf das gesamte Einkommen.

  7. #26
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Die Steuern sind doch moderat. Bei 7% VAT und den bereits genannten Einkommenssteuersätzen kann man nicht meckern.
    Wenn man dann aber berücksichtigt, dass aufgrund exorbitanter Zölle viele Importprodukte deutlich teurer sind relativiert sich das mit den vermeintlich niedrigen Steuern wieder. Zölle sind auch Steuern.

  8. #27
    Avatar von StefanM

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Das passiert sicher immer noch.

    Ich glaube aber nicht, dass die Unternehmen blauäugig sind, sondern dass es grundsätzlich riskant ist, neue Märkte in fremden Ländern zu erschließen, wobei Thailand sicher oft vom Schwierigkeitsgrad unterschätzt wird. Da hilft leider auch kein Consulting. Es geht meist um strategische Entscheidungen die am Anfang, vielleicht schon vor der Filialgründung, von Managern getroffen werden, die sich auf firmeninterne Richtsysteme und eigene Erfahrung verlassen. Würdest du strategische Entscheidungen einer Consulting Firma überlassen?

    Was man aber sicher durch Hilfe von außen verbessern kann, sind Kommunikation, Recruiting, Betriebsaufbau, und die Anpassung und Abwicklung von betrieblichen Prozeduren. Da sehe ich in der Tat ein reiches Betätigungsfeld (u.a auch für Tramaico).
    Da hast Du mich falsch verstanden. Ich will dem Vorstand etc. nicht absprechen, solche Entscheidungen zu treffen, mir geht es darum, dass dann die Projektierung übersieht, daß da die Notwendigkeit besteht, die Leute auf die andere Geschäftskultur zu eichen. Oder nicht übersieht, aber als nicht relevant abtut. Und damit das Geschäftsziel riskiert.

    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Die Steuern sind doch moderat. Bei 7% VAT und den bereits genannten Einkommenssteuersätzen kann man nicht meckern. Zusätzlich gibt es noch steuerliche Anreize über das BOI. Das ist natürlich mehr als beispielsweise in Hong Kong, aber man muss immer das Gesamtpaket sehen. Die Betriebs- und Lohnkosten dürften in Thailand dafür wesentlich niedriger ausfallen. Der gewichtigere Abturner ist in Thailand eher die (nicht vorhandene) Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Leuten.

    Cheers, X-pat
    Ich muß sagen, ich bin eigentlich ganz zufrieden damit, daß hier die Steuererklärung auf einer Seite DIN A4 gemacht werden kann. Die Vorschriften für Einkommenssteuern sind relativ einfach, bei Firmen mag das anders sein. Und unheimlich viele Leute machen erst keine Steuererklärung und werden von der Behörde auch nicht erfasst... Nur wer in einer Firma regulär arbeitet, dem werden die Steuern abgezogen.

    Übrigens machen die lumpigen 7% MWSt etwas über 50% des gesamten Steueraufkommens aus. Aber die 7% sollen demnächst auf erst 8 und dann 10% angehoben werden. Naj, das war schon mal vorgesehen...

  9. #28
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von StefanM Beitrag anzeigen
    Und unheimlich viele Leute machen erst keine Steuererklärung und werden von der Behörde auch nicht erfasst... Nur wer in einer Firma regulär arbeitet, dem werden die Steuern abgezogen.
    Es ist bei der Jahreseinkommenssteuererklaerung zwischen Por Ngor Dor 90 (allgeimeines Einkommen) und Por Ngor Dor 91 (Einkommen aus einem Anstellungsverhaeltnis) zu unterscheiden.

    Korat Legal Law Office - Attorney or Solicitor in Isaan, Thailand - Personal Income Tax


  10. #29
    Avatar von pegasus

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    Zitat Zitat von MadMac Beitrag anzeigen
    Das ist was Anderes, als eine Firma mit lokalen Angestellten, um die man nicht herum kommt, in Thailand aufzubauen. Gute Leute sind sehr sehr knapp und heiss umworben. So gerade passiert, dass mehr als eine Handvoll ex-Kollegen mit Kusshand von Deloitte uebernommen wurden, die teilweise fast 10 Jahre bei der Firma waren. Win-win fuer alle Beteiligten, abgesehen vom ex-Arbeitgeber.

    Summasummarum, fuer mich ist Thailand nichts um geschaeftlich taetig zu werden, gibt regional bessere Hubs und Steuern kann man praktisch eliminieren, wenn man nicht ganz bloed ist
    Wenn man ohnehin Mitarbeiter benötigt, um z.B. Projekte abzuwickeln, ist Thailand nicht so schlecht. Gut ausgebildete Leute sind rar, aber mit etwas Glück bekommt man auch gute Mitarbeiter. Habe erst im letzten Jahr einen neuen Mitarbeiter eingestellt, der sich als sehr produktiv und kreativ herausgestellt hat.

    Die Gehälter sind hier in Thailand sehr moderat, was die laufenden Kosten überschauber hält. Gleiches gilt für die Mieten. Das ist in Singapur sicherlich etwas anders. Insofern ist für einen Setup als Freelancer die Wahl mit Singapur nicht so schlecht, mit einem anderen Hintergrund sieht das schon wieder anders aus. Ist immer individuell zu betrachten, ein generelles "Einheitsrezept" gibt es da sicherlich nicht.

  11. #30
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Auch sicherlich ein wesentlicher Unterschied ob man in ein bestimmtes Land geht um dort zu arbeiten oder in einem Land arbeitet um dort zu leben.

    Fuer mich ist letztgenanntes der Fall und fuer viele andere anscheinend auch, in Sachen Thailand. Arbeit bzw. Erwerbstaetigkeit ist unter diesen Voraussetzungen nur Mittel zum Zweck.

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