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Selbständig in Thailand - Ja, bitte.

Erstellt von strike, 01.08.2014, 07:51 Uhr · 60 Antworten · 5.579 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Dieter1

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    "Im Gegenteil, ich finde es für unser Unternehmen sehr befruchtend, wie unsere thailändischen Mitarbeiter eingestellt sind. Sie sind einerseits sehr ehrgeizig....

    .....so etwas wie Mobbingkultur gibt es hier gar nicht."

    Zumindest dieses ist nach meinen eigenen Beobachtungen eine ganz krasse Fehleinschaetzung.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von DisainaM

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    Der Spiegel hat ja eine Serie zu dem Thema aufgesetzt,

    der letzte Thailand beitrag in dieser Serie ist 2 Jahre her,

    und war inhaltlich ähnlich aufgebaut :

    Wenn man länger hier lebt, wird man irgendwann zu einem 'Local'. Die Inselbewohner fangen an, einen zu grüßen und man bekommt bessere Preise in Bars
    toll

    Alle zwei bis drei Monate muss ich in ein anderes Land reisen, um ein neues Visum zu beantragen. Nach Laos, Malaysia, Indonesien, Vietnam oder Singapur. Visa-Run heißt das. Das Touristenvisum gilt nur für 60 Tage. Man kann es um 30 Tage verlängern, aber dann braucht man ein neues. Jeder Ausländer hier macht Visa-Runs. Es gibt hier sogar Agenturen, die sie organisieren, inklusive Fahrt und Unterkunft. Die Reisen tun mir auch sehr gut. Denn ab und zu brauche ich Abstand von der Insel. Aber ich freue mich, immer wieder zurückzukommen."
    nur jetzt heisst es - Du kommst hier nicht rein -

    Traumjob in Thailand: Übersetzerin macht den Strand zum Büro - SPIEGEL ONLINE

  4. #13
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    ".....so etwas wie Mobbingkultur gibt es hier gar nicht."

    Zumindest dieses ist nach meinen eigenen Beobachtungen eine ganz krasse Fehleinschaetzung.
    Dieter, du hast Recht.

    Ich habe auch schon ziemlich krasses Mobbing in Thailand erlebt. Das hängt mit der Unternehmenskultur und -größe zusammen. Größere autokratisch geführte Firmen mit ausgeprägten Hierarchien, Paradebeispiel chinesisches Familienunternehmen, sind für das Mobbing wesentlich anfälliger, weil in solchen Firmen das Verhaltensmuster "nach oben buckeln und nach unten treten" praktiziert und belohnt wird.

    In einem kleinen Unternehmen mit flacher Hierarchie gibt es wenig Motivation zum Mobbing. Insofern kaufe ich das dem Sven Ernst ab, aber er hat wohl dabei nicht das große Ganze berücksichtigt. Und was den Ehrgeiz angeht... da gibt es solche und solche.

    Cheers, X-pat

  5. #14
    Avatar von StefanM

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    Der Spiegel Bericht kann ja nicht so ausführlich sein, dass da alles von A bis Z drinnen steht, sondern so ein Bericht muss einerseits verkürzen, andererseits zusammenfassen können. Und die Fakten sollten Stimmen, was aber Sache des Journalisten, nicht des Interviewten ist. Beispiel: In Deutschland kommt nur an, dass in Thailand 17 Feiertage ohne Abzug da sind, was aber nicht ankommt ist, dass statt 6 Wochen Jahresurlaub eben nur 2 Wochen gegeben werden. Und schon hat die Idylle wieder einen Kratzer mehr...

    Wenn die Firma so gut dasteht wie beschrieben, dann sollten wir ihr das auch gönnen. Nur ist auch klar, dass das dann ein Einzelfall ist, der eben nicht verallgemeinert werden darf. Es werden eben nicht alle Gründungen kleiner Firmen mit BOI-Privilegien bedacht, sondern eher die Konzern-Filialen. Viele Leute würden gerne als Selbstständige in Thailand arbeiten, das geht aber mit Absicht nicht. Andererseits gibt es einige Bereiche, die schlecht zu kontrollieren sind: Wer ausschließlich über's Internet arbeitet, etwa als eBay-Händler mit einem Phantasienamen, den werden die Leute vom Labour Department kaum dingfest machen können. Andererseits sind gerade die Visa-Bestimmungen wieder angezogen worden, um eben solchen Leuten das Leben schwer zu machen. Die Bedingungen sind übrigens nicht neu, nur wurden sie vorher nicht angewandt.

    Was das Mobbing betrifft, das gibt es sehr wohl in Thai Firmen. Da die Chefs äußerst ungern Leute entlassen (und das könnte Abfindungen kosten), weil sie damit ein ungutes Gefühl erzeugen, versuchen es die meisten, wenn sie jemanden los werden wollen, mit Mobbing, bis der Getriezte von alleine geht. Das passiert in praktisch allen Thai Firmen und jeden Tag. Und solange es keine hohe Arbeitslosigkeit gibt, ist das auch effektiv, denn warum sollte sich jemand für länger mobben lassen, wenn er meistens recht schnell in einer anderen Firma anfangen kann?

    Und was den Kulturschock betrifft, der ist im Geschäftsleben noch viel schlimmer als für den Privatmann/-Frau. Was alleine dadurch an Kohle, Zeit und Energie vergeudet wird, weil die Firmen eben glauben, es gehe auch ohne Cross-Cultural-Training, ist unvorstellbar. Da werden teilweise Millionen (Euro) in den Sand gesetzt, statt ein paar hundert oder tausend Euros für ein sinnvolles Training oder Begleitung der Firmen in de Anlauf-Phase auszugeben. Das weiß ich aus eigener Erfahrung! Meinen ersten Job hier habe ich verloren, weil ich so insensitiv war, nicht der Erwartung des Managers zu entsprechen: Der wollte privat Englisch lernen... auf Firmenkosten.

  6. #15
    Avatar von StefanM

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    Irgendwie ist die SPIEGEL Berichterstattung aus Thailand seit langem mehr als dürftig. Erst hatten sie den Typen, der offiziell eine Adresse im Thai-Rotlicht Bezirk (Thilo Thielke (?) in Suttisarn) hatte, dann sitzt der zuständige Journalist nur noch in Singapur, 2000 Kilometer weg von der thailändischen Realität (o.k., von Bangkok, Yala etc. ist näher). Und dann kommen eben solche Berichte dabei raus, wenn schon nicht Agentur-Zeugs.

    Was ich gerne hätte wäre etwas in der Art, wie Harry Rollnik früher seine "Letter from Hong Kong" geschrieben hat. Keine straighte Nachrichten, eher was so in der öffentlichen Diskussion ist, was die Gemüter erregt. Das gibt einem ein gutes Gefühl dafür, wie die Leute drauf sind und ist dazu noch amüsant zu lesen...

  7. #16
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von StefanM Beitrag anzeigen
    Es werden eben nicht alle Gründungen kleiner Firmen mit BOI-Privilegien bedacht, sondern eher die Konzern-Filialen.
    Das ist scheinbar ein hartnäckiges Vorurteil, das nicht zu verschwinden scheint, obwohl es das BOI wirklich schon lange gibt und obwohl zahllose (Thai und ausländische) Kleinunternehmen BOI Förderung genießen. Bei den Kriterien für eine BOI Förderung gibt es im Wesentlichen drei Punkte zu beachten: Kapital, Branche, und Standort. Auch mit kleineren Investitionen ist eine Förderung möglich, wenn das BOI den Geschäftsbereich oder den Standort für förderungswürdig hält.

    Zitat Zitat von StefanM Beitrag anzeigen
    Was alleine dadurch an Kohle, Zeit und Energie vergeudet wird, weil die Firmen eben glauben, es gehe auch ohne Cross-Cultural-Training, ist unvorstellbar. Da werden teilweise Millionen (Euro) in den Sand gesetzt, statt ein paar hundert oder tausend Euros für ein sinnvolles Training oder Begleitung der Firmen in de Anlauf-Phase auszugeben.
    Vollkommen richtig. Das haben viele Unternehmen nicht erkannt, vor allem nicht in der "heißen Phase" der 80er und 90er, wo unter dem Einfluss von der Tigerwirtschaft und zweistelligen Wachstumszahlen Expats aus der ganzen Welt in Bangkok einschlugen. Bin mir nicht sicher ob man in den Chefetagen mittlerweile schlauer geworden ist. Nicht jeder Expat ist ein Multikulti-Talent.

    Cheers, X-pat

  8. #17
    Avatar von StefanM

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen

    Vollkommen richtig. Das haben viele Unternehmen nicht erkannt, vor allem nicht in der "heißen Phase" der 80er und 90er, wo unter dem Einfluss von der Tigerwirtschaft und zweistelligen Wachstumszahlen Expats aus der ganzen Welt in Bangkok einschlugen. Bin mir nicht sicher ob man in den Chefetagen mittlerweile schlauer geworden ist. Nicht jeder Expat ist ein Multikulti-Talent.

    Cheers, X-pat
    Das haben die bis heute noch nicht erkannt! Vor ein paar Jahren ist ein DAX-30 Unternehmen hier so blauäugig angekommen und hat voll den Karren in den Mist gefahren. Die dachten eben auch, am Deutschen Wesen soll die Welt genesen. Hat nicht funktioniert und außer vertaner Zeit und einem Haufen Kosten ist nichts davon geblieben.
    Wer mein Profil bei LinkedIn etc. anschaut, der sieht, daß ich mich mit diesem Thema "beschäftige". Eine Bekannte, die in Deutschland besagtes Interkulturelles Training für Asien anbietet, sagt mir immer wieder, es sei erschreckend, daß die Firmen ausgerechnet hierbei versuchen, Kosten zu sparen. Und wegen so einem relativ kleinen Posten dann scheitern. Wie bescheuert ist denn das?

  9. #18
    Avatar von MadMac

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    Zitat Zitat von socky7 Beitrag anzeigen
    Das Problem gibt es nicht nur in Thailand, sondern auch auf den Philippinen, in Russland und anderen Staaten.
    Der deutsche Unternehmer braucht in diesen Ländern einen sehr guten - absolut vertrauenswürdigen - einheimischen Freund oder Partner, der unterscheiden kann, ob Schmiergeldzahlungen sinnvoll sind. Da halten auch viele die Hand auf, die überhaupt keinen Einfluss haben.
    Man sollte also schon vorsichtig sein, welches Land man sich rauspickt. Fuer mich waere Thailand absolut kein lohnendes Ziel fuer eine Firmengruendung. Viel zu viel Buerokratie und Steine, die einem in den Weg geschmissen werden. Ausserdem viel zu hohe Steuersaetze. Warum sollte man sich sowas antun? Thailand ist ok zum Wohnen, arbeiten sollte man aber woanders

  10. #19
    Avatar von benni

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    hängt davon ab, wenn dich eine Firma mit dem Fully Blown Expat Package herschickt, ist es anders.

  11. #20
    Avatar von MadMac

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    Zitat Zitat von benni Beitrag anzeigen
    hängt davon ab, wenn dich eine Firma mit dem Fully Blown Expat Package herschickt, ist es anders.
    Sicher, das ist dann aber nicht selbststaendig...vielleicht selbstlaufend

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