Seite 1 von 6 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 52

selbständig in D, wohnen auf Dauer in LOS, weiter arbeiten von LOS aus

Erstellt von wolle, 06.07.2012, 10:52 Uhr · 51 Antworten · 5.423 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von wolle

    Registriert seit
    13.10.2010
    Beiträge
    191

    selbständig in D, wohnen auf Dauer in LOS, weiter arbeiten von LOS aus

    Bin als Dienstleister für mehrere deutsche Unternehmen tätig. Die Arbeit über ich von zu Hause aus (über Internet und eMail).
    Werde mich in kürze in D abmelden, damit ich keine KV (in der gesetzlichen freiwillig versichert) zahlen muss.
    Solange ich meinen gewöhnlichen Wohnsitz in D habe, bin ich KV-Pflichtversichert (so steht es im SGB).

    Kann ich weiterhin Rechnungen mit deutscher Anschrift stellen, obwohl ich abgemeldet bin?
    Wie reagiert das Finanzamt in D, wenn sie Rechnungen mit Thailändischer Anschrift bei Firmen finden, für die ich arbeite?
    Soll ich mein Gewerbe abmelden?

    Ich werde also in den nächsten 2-3 Wochen eine Thailändische Anschrift haben.
    Wie könnte ich meine Tätigkeit weiter von Thailand legal ausüben?

  2.  
    Anzeige
  3. #2
    Avatar von joachimroehl

    Registriert seit
    25.05.2008
    Beiträge
    4.935
    Da Du gesicherte Antworten willst und zu steuerlichen Fragen im Bundesgebiet keiner außer zugelassenenen Berufen was sagen darf, gehe einfach direkt zum Finanzamt, da bekommst Du Auskunft. Mit der avisierten "Abmeldung" des Gewerbes bekämst Du innert weniger Wochen einen Fragebogen zur Betriebsaufgabe!! und Katze würde sich in den Schwanz beißen. Besser vorhandenes Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland/Thailand kreativ nutzen und in punkto Kostenersparnis Krankenkasse für Zeiten der Abwesenheit in Südostasien eine Anwartschaft (TK) einrichten. Somit würde der Zahlbeitrag von mindestens 330€, für einen selbständig freiwillig Versicherten, auf 45€ monatlich sinken. Eine KV fürs http://www.nataliasversicherung.de/ausland/ausland.html kostet Dich dann nur noch 30€ monatlich, so Du die für jeweils ein Jahr wählst. Die Flüge gehen dann selbstverständlich auch mit in die Geschäftskosten ..

  4. #3
    Avatar von kcwknarf

    Registriert seit
    27.06.2005
    Beiträge
    10.249
    Mein Vorschlag:

    der KV plausibel machen, dass du deinen gewöhnlichen Wohnsitz nicht mehr in D hast und dich dann nur bei der KV abmelden.
    Gewerbe und Wohnsitz in D erstmal behalten.

    Rechnungen von Thaifirmen sollten eigentlich kein Problem sein, da Thailand derzeit nicht zu den Schurkenstaaten (aus deutscher Sicht) zählt. Nur für Liechtenstein, Guernsey, Jersey, Isle of Man, Vereinigte Arabische Emirate, Schweiz, Kaimaninseln, Andorra, Österreich, Luxemburg, Monaco, Hongkong, Macau, Singapur, San Marino, Costa Rica, Uruguay, Malaysia, Philippinen und Türkei ist (oder war) Dokumentations- und Mitwirkungspflicht notwendig. Empfehlenswert sind Rechnungen von eingetragenen Firmen mit Steuernummer.

    Wenn du aber für den Thaimarkt arbeitest (also Thaikunden hast) brauchst du eine Work Permit in Thailand.

  5. #4
    Avatar von joachimroehl

    Registriert seit
    25.05.2008
    Beiträge
    4.935
    Achtung! Die Krankenkasse läßt ihren Zahler nur los, wenn er eine Abmeldebescheinigung bringt. Diese wird mit einer routinierten EMA-Anfrage bei der zuständigen Meldebehörde in Zweifelsfällen überprüft. Zudem geben die Mädels dort innert weniger Tage einen Impuls an die GEZ, das zuständige Finanzamt, die wiederum an das Gewerbeamt und es kommt nachfragende Post und der Katzensatz gilt erneut ..

  6. #5
    Avatar von traveler1000

    Registriert seit
    05.10.2011
    Beiträge
    63
    Wenn Du selbstaendig bist, bist Du glaube ich jedenfalls, nicht verpflichtet kv Pflichtversichert zu sein. Ich kenn ettliche, die es nicht sind ..(sinnvoll ??? ) Wenn Du nicht mehr in D gemeldet bist, bist Du für das FA erstmal nicht mehr existent. Kannst ja aber dennoch Dein Gewerbe in D angemeldet haben...dann läuft alles wie gehabt.. (sinnvoll???)
    Sollten Deine Kunden tatsächlich Rechnungen einer thailändischen Dienstleistungsfirma akzeptieren???? Viele Firmen machen da nicht mit, da der Aufwand, die Richtigkeit der Rechnungen nachzuweisen (dem FA gegenüber ) zu gross ist. (Ging mir so, meine Kunden ham einfach nix mehr von mir wissen wollen - genau aus genanntem Grunde - kommt aber echt auch auf die Branche an) Wenn Deine Kunden mitmachen - prima...halt Dir die KV Anwartschaft, meld in D alles ab, das FA lässt Dich nach ner kurzen Zeit in Ruhe ...tja...und dann die bereits genannte "Kreativität...afkommende Fragen kannst Du ja dann in TH beantworten.

  7. #6
    Avatar von Chak

    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    16.509
    Zitat Zitat von joachimroehl Beitrag anzeigen
    Da Du gesicherte Antworten willst und zu steuerlichen Fragen im Bundesgebiet keiner außer zugelassenenen Berufen was sagen darf, gehe einfach direkt zum Finanzamt, da bekommst Du Auskunft.
    Das bezweifle, entweder bekommt er beim Finanzamt gar keine Auskunft oder eine, die nicht richtig sein muss.

  8. #7
    Avatar von joachimroehl

    Registriert seit
    25.05.2008
    Beiträge
    4.935
    Das Finanzamt muß gemäß §89 Abgabenordnung* Auskunft erteilen. Warum es sinnvoll ist, daß desweiteren nur Angehörige steuerberatender Berufe dies tun dürfen, beweist Text #5


    * AO - Einzelnorm

  9. #8
    Avatar von Chak

    Registriert seit
    02.06.2010
    Beiträge
    16.509
    Du meinst Absatz 5? Der bezieht sich auf die verbindliche Auskunft nach Absatz 2, nicht auf allgemeine Auskünfte.
    Die Finanzämter müssen nach § 89 AO Abs. 1 zwar Auskunft geben, das erstreckt sich aber nicht auf eine umfassende Beratung. Dazu sind sie weder verpflichtet, noch berechtigt.

    Abgesehen davon, dass bei einer einfachen Auskunft dann immer noch mein Argument der richtigen Auskunft gilt.

    Ohne eine verbindliche Auskunft kann der eigentliche Sachberarbeiter dann hinterher ganz anders entscheiden. Ob das dann richtig ist weiß man genauso wenig ohne fachkundigen Rat.

  10. #9
    Avatar von franky_23

    Registriert seit
    25.01.2009
    Beiträge
    8.731
    Das Problem könnte evt. durch eine UG umgangen werden. Der Geschäftsführer muss nicht zwangsweise in D leben.

  11. #10
    Avatar von Kuukuu

    Registriert seit
    11.05.2012
    Beiträge
    59
    Hallo Wolle,
    das geht nicht gut! Hoert sich fuer mich ueberstuertzt an. Damit rennst du nur in die Faenge von .... vielen Leuten (das spar ich mir hier mal). Du kannst ja unsere Co. Ltd. in Thailand kaufen, die wollen wir los werden. Kicher! Dann kannst du super professionell arbeiten, zahlst dich hier aber dumm und doof. Und hast vielleicht auch einen schlechteren Krankenvresicherungsschutz. Da mach dich bitte mal in Ruhe schlau. Du kannst mich wenn du hier bist ja gern mal anmailen und wir telefonieren..... Ich kann da ein paar Geschichten erzaehlen. Warum machst du keine Offshore Firma? Oder nimmst dir fuer deine Abwesenheit in D einen Office Service? Die sind gar nicht so teuer. Wir selber hatten mal E-buero in Berlin (das ist jetzt keine Werbung). Aber die waren gar nicht so schlecht und bieten viele Programme. Nachteil da ist, du zahlst Gebuehren fuer eingehende Gespraeche und wenn du so Laberkunden hast kann das anfangen Geld zu kosten. LG

Seite 1 von 6 123 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Selbständig: Restaurant auf Koh Samui zu verkaufen
    Von strupps im Forum Treffpunkt
    Antworten: 59
    Letzter Beitrag: 22.09.11, 13:18
  2. OLG Vorschusszahlung Dauer
    Von Make im Forum Ehe & Familie
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 20.05.10, 14:50
  3. Selbständig in THL mit Event-Agentur ??
    Von SamuiFan im Forum Treffpunkt
    Antworten: 81
    Letzter Beitrag: 11.06.09, 18:22
  4. Dauer Überweisung?
    Von Henk im Forum Treffpunkt
    Antworten: 22
    Letzter Beitrag: 09.03.07, 06:46
  5. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 24.02.04, 16:36