Seite 3 von 3 ErsteErste 123
Ergebnis 21 bis 27 von 27

Schweiz will IV Renten an Kaufkraft des Landes anpassen

Erstellt von buoi, 22.03.2006, 18:56 Uhr · 26 Antworten · 2.832 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von simon

    Registriert seit
    05.08.2004
    Beiträge
    781

    Re: Schweiz will IV Renten an Kaufkraft des Landes anpassen

    Also 2100 Fränkli sind doch immerhin etwa 65'000 Baht... und mit über 2000 Baht pro Tag lässt sich überall ausser in Bangkok doch recht luxuriös leben würd ich meinen.. Und ob der IV-Bezüger dieses Geld in der Schweiz oder im Ausland ausgibt ist für den Inlandkonsum doch sehr wohl relevant, nicht ?

    Persönlich habe ich aber weniger Mühe damit, wie und wo der Betroffene sein Geld ausgib,t als vielmehr wieso er es kriegt.. und ich denke da speziell an psychiatrische Gutachten.. Da lässt sich ein Krankheitsfall durch eine langjährige "Behandlung", mit starken Medikamenten, die aus meiner Erfahrung etwas gar schnell verschrieben werden, erst richtig festigen... Heute wird einfach jede Abweichung vom Normverhalten, jede "Abnormalität" mit Kinderpsychiater, Tranquilizern (Medikamente die eine Person ruhigstellt, "beruhigt") und sonstigen Spezialbehandlungen behandelt.. anstatt dass man diesen Personen eine Arbeit, ein gutes Umfeld geben würde wo sie von sich aus und durch die Gesellschaft, natürlich, ihre Macken auskurieren könnten..oder dass man einfach mal akzeptiert dass nicht alle Leute gleich ticken, dass man verrückt im Sinne der IV erst ist, wenn man in der Gesellschaft nicht mehr funktionieren kann... und keinesfalls einfach nicht will !!
    Ich kenne selber einen jungen IV-Bezieher, 23 Jahre jung. Sein Fehler war, dass er überforderte Eltern hatte, die ihren Sohn einfach mal aus purer Dumm- und Hilfslosigkeit in die Klappsmühle steckten.. Weil er bei seinem Lehrplatz gemobbt wurde, weil er es nicht mehr ertrug und die Lehre abbrechen wollte. Diagnose : Paranoia.. ein herrliches Wort, einfacher und bequemer geht's nicht. Man muss keine Probleme lösen, nicht hinterfragen was überhaupt in Erziehung und Kindheit, speziell von Seiten der Eltern, falsch gelaufen ist.. Man pumpt ihn einfach fortan mit Medikamenten voll, mit Medikamenten vor denen überall im Internet gewarnt wird, jeden Tag die doppelte der auf der Verpackung empfohlenen maximalen Dosis.. Und wundert sich dann wieso dieser einst hochintelligente und humorvolle Junge je länger je mehr degeneriert...

    Entschuldigt, ich schweife ab.. aber so kann's sicherlich weder mit der IV, der Psychiatrie noch mit unserer Gesellschaft weitergehn. Es mag ja Missbräuche bei gewieften Balkan-heinis geben, wie man sie bei uns liebevoll nennt, aber zum grössten Teil halte ich es simpel und einfach für Arbeitsbeschaffung der Psychiatrie und Verantwortungslosigkeit und Faulheit der Eltern.
    Sorry für den langen Text, just my 2 cents..

    Simon

  2.  
    Anzeige
  3. #22
    Tom_Bern
    Avatar von Tom_Bern

    Re: Schweiz will IV Renten an Kaufkraft des Landes anpassen

    Hier in diesem Thread ist aber schon einiges durcheinander geraten... :O Zuerst mal (vorallem für die Nicht-Schweizer) sollte erwähnt werden, dass die AHV (Alters- und Hinterlassenen-Versicherung) und die IV (Invalidenversicherung) nicht das selbe sind.

    Was ist die AHV?

    Eine obligatorische Versicherung für alle.

    Die Alters- und Hinterlassenenversicherung AHV ist der bedeutendste Pfeiler der sozialen Vorsorge in der Schweiz. Die AHV soll den wegen Alter und Tod zurückgehenden oder wegfallenden Arbeitsverdienst wenigstens teilweise ersetzen: Mit den Altersrenten trägt sie dazu bei, den Versicherten im Alter den Rückzug aus dem Berufsleben zu ermöglichen und einen materiell gesicherten Ruhestand zu gewährleisten. Die Hinterlassenenrenten sollen verhindern, dass zum menschlichen Leid, das der Tod eines Elternteils oder des Ehegatten über die Familie bringt, auch noch eine finanzielle Notlage hinzukommt.

    Was ist die IV?

    Die schweizerische Invalidenversicherung (IV) ist wie die AHV und die Krankenversicherung eine gesamtschweizerische obligatorische Versicherung. Ihr Ziel ist es, den Versicherten mit Eingliederungsmassnahmen oder Geldleistungen die Existenzgrundlage zu sichern, wenn sie invalid werden.



    Bei der AHV hat man also sein ganzes Leben lang monatlich einen festen Betrag einbezahlt und bekommt diesen später als Rentner wieder zurück. Bei der IV handelt es sich jedoch um eine soziale Absicherung, die nur denen zu Gute kommt, die physisch oder psychisch nicht in der Lage sind, vollständig oder auch nur teilweise zu arbeiten.

    So, und was will das Parlament nun mit der angekündigten IV-Rentenanpassung im Ausland bekämpfen?

    - Da wären zuerst mal die Schweizer, welche hier in der Schweiz kein Bein mehr vor das andere bringen. Kaum sind sie jedoch im Ausland, können sie auf einmal eigene Geschäfte eröffnen oder entwickeln plötzlich vorher ungeahnte Talente. Dies freilich ohne die Schweizer Sozialwerke finanziell zu unterstützen, wie es alle in der Schweiz arbeitenden Personen tun.

    - Dann wären da auch die geschickten Ausländer, welche es in der Schweiz zum IV-Fall gebracht haben. Sie kehren danach in ihr Heimatland zurück und errichten mit den IV-Geldern schöne Eigenheime und packen beim Aufbau dabei oft noch selbst an.

    Ich möchte hier klar sagen, dass es sich bei den schwarzen Schafen sicher nur um einen kleinen Anteil der gesamten IV-Bezügern handelt. Um aber begreifen zu können dass wirklich dringend Handlungsbedarf angesagt ist, muss man sich folgendes zu Auge führen:

    - Aktuell beziehen bereits rund 8% der gesamten Schweizer Bevölkerung eine IV-Rente!
    - Allein im letzten Jahr erwirtschaftete die Invalidenrente ein Defizit von 1,7 Milliarden Franken (1,1 Milliarden Euro) bei einer Einwoherzahl von ca. 7 Millionen. Die gesamten Schulden der Invalidenrente betragen inzwischen ca. 8 Milliarden Franken!

    Heute gehen Experten davon aus, dass rund 10-20% der IV-Bezüger Scheininvalide sind. Diese wird man nie ganz ausschliessen können, doch der Prozentanteil wird man verringern können, ja verringern müssen. Und bei den Anpassungen an die Kaufkraft des Aufenthaltlandes wird es sicher nicht um diejenigen Renten gehen bei welchen der Bezüger 2100 Franken (1300 Euro) monatlich erhält, sondern mehr um diejenigen, welche 4000 Franken, 5000 Franken oder mehr erhalten. Oder um den Bezug zu Thailand wieder hinzukriegen: Denkt hier jemand dass in Thailand eine monatliche Invaliditätsrente von 120'000 - 150'000 Baht gerechtfertigt ist?

    Gruss Tom

  4. #23
    woody
    Avatar von woody

    Re: Schweiz will IV Renten an Kaufkraft des Landes anpassen

    Ich wünschte mir, wir hätten die schweitzer Probleme und könnten dafür die Ossies abgeben ;-D

  5. #24
    Rene
    Avatar von Rene

    Re: Schweiz will IV Renten an Kaufkraft des Landes anpassen

    Zitat Zitat von woody",p="329198
    Ich wünschte mir, wir hätten die schweitzer Probleme und könnten dafür die Ossies abgeben ;-D
    Jetzt bin isch aba escht böse mit dir Wenne so weita machst wirste Zwangsmitglied bei der PDS. So, nun hab isch es Dir aba gegeben

    René

    PS
    Muß mir nur noch schnel die Telefon-Nummer von Gregor raussuchen

  6. #25
    Avatar von tira

    Registriert seit
    16.08.2002
    Beiträge
    17.260

    Re: Schweiz will IV Renten an Kaufkraft des Landes anpassen

    Zitat Zitat von Rene",p="329214
    ....Wenne so weita machst wirste Zwangsmitglied bei der PDS.....
    :-) tja, die rote rosa kennt er anscheinend noch nicht, sonst käme er freiwillig.

    gruss :P

  7. #26
    Avatar von PuFoilom

    Registriert seit
    24.08.2005
    Beiträge
    490

    Re: Schweiz will IV Renten an Kaufkraft des Landes anpassen

    Zitat Zitat von Tom_Bern",p="329194
    Bei der AHV hat man also sein ganzes Leben lang monatlich einen festen Betrag einbezahlt und bekommt diesen später als Rentner wieder zurück.
    Gruss Tom
    Nicht so ganz, im Gegensatz zur Pensionskasse wo die einbezahlten Beträge gutgeschrieben und zinsbringend angelegt werden (Einzahler erhält jährlich Abrechnung über Guthaben und zu erwartendes Alterskapital), funktioniert die AHV nach dem Umlagerverfahren. Somit werden die einbezahlten Beträge sofort wieder an die Bezüger (Rentner) ausbezahlt und gross angespart wird da nichts. Da es mehrere aktive Einzahler pro Bezüger braucht ist heute schon absehbar, dass das nicht ewig funktionieren kann (Schneeballsystem). Solange die Einzahler glauben eine Auszahlung sei im Alter garantiert mag´s noch gutgehen.
    Tatsache ist, dass heute bereits diskutiert wird, dass in 20 Jahren nicht mehr genug Geld da ist für das heutige Modell und die AHV nur noch ein Grundeinkommen garantieren soll. Das heisst dann, wer fleissig das Leben lang gespart hat, oder eine schöne Pension erhält, hat genug für die Grundbedürfnisse und soll keine AHV zusätzlich erhalten.
    Ein Grund mehr nicht bis 65 oder noch länger zu warten!!

    Gruss an Alle
    Pufoilom

  8. #27
    Avatar von Palawan

    Registriert seit
    29.04.2005
    Beiträge
    704

    Re: Schweiz will IV Renten an Kaufkraft des Landes anpassen

    Na... da habe ich Heute was interessantes, zum Thread passendes in der Zeitung gelesen.

    Eine heute 37-Jährige zockt die IV und die Winterthur-Versicherung um 1,5 Millionen ab. Nun kann man
    mal hochrechnen, was dieser Fall erst gekostet hätte wenn der Betrug nicht aufgeflogen wäre sondern die Zahlungen bis zum bitteren Ende hätten weiter gelöhnt werden müssen....

    Besonders dreist finde ich den Passus, wo die Simulantin von einer einzigen Direktzahlung von
    !!! Sfr. 650´000.-- !!! :O gleich mal schnell am nächsten Tag Sfr. 610´000 bar abhebt und damit ins Ausland fährt. ( diese Beträge sind von der Privatversicherung )

    Die Rente, welche die IV und die Winterthur - Versicherung bezahlten lässt sich auch sehen... Sfr. 6´600.-- pro Monat und ihr polnischer Mann der als Maurer arbeitet nochmals Sfr. 5000.-- oben drauf...
    weshalb stellen sie dann das polnische Kindermädchen und Haushaltshilfe auch noch schwarz an ?

    Nun wurde die Gute ja verurteilt aber ob die Versicherung ( Winterthur nicht die IV ) den zugesprochenen Schadenersatz von 1,4 Millionen je zurück erstatte erhält mag ich mal zu bezweifeln...

    Quelle

    Wer sich das ganze Trauerspiel zu Gemüte führen möchte, der kann hier lesen...

    Simulantin verurteilt
    Die Frau, die als angebliches Unfallopfer von der Versicherung 1,5 Millionen Franken kassiert hat, ist vom Bezirksgericht Zürich wegen Betrugs zu 18 Monaten bedingt verurteilt worden.

    Gerichtspräsident Sebastian Aeppli sprach bei der Urteilseröffnung von einem niederträchtigen Vorgehen. Die heute 37-jährige schweizerisch-polnische Doppelbürgerin hatte nach einem Autounfall im Jahr 1990 ein Schleudertrauma geltend gemacht. Ihre Beschwerden erschienen mit den Jahren immer drastischer, so dass sie phasenweise an Krücken ging. Das schauspielerische Talent der ehemaligen Bankangestellten war offenbar beachtlich: Mehrere Ärzte kauften ihr die vorgetäuschte Krankheitsgeschichte ab. In der Folge kassierte die 100-propzentige IV-Rentnerin bei der Winterthur-Versicherung rund 1,5 Millionen Franken, 650´000 Franken davon mit einer einzige Überweisung.

    Gerichtspräsident Aeppli warf der Frau bei der Urteilseröffnung vor, sie habe sich ab 1993 als schwer geschädigtes Unfallopfer ausgegeben. Sie habe ohne Skrupel sinnlose Kosten verursacht und zahlreiche Ärzte hinter das Licht geführt.

    1,4 Millionen Schadenersatz
    In der rechtlichen Würdigung folgte das Bezirksgericht Zürich dem Antrag der Anklage und verurteilte die Frau wegen Betrugs. Beim Strafmass blieb das Gericht jedoch deutlich unter der Anklage, die drei Jahre Zuchthaus gefordert hatte. Die milde Strafe begründete das Gericht mit der überlangen Verfahrensdauer und mit der erhöhten Strafempfindlichkeit der Frau, die sich um ihr anderthalb Jahre altes Kind zu kümmern hat.
    Das Gericht verpflichtete die Frau, der Winterthur rund 1,4 Millionen Franken Schadenersatz und über 36´000 Franken Prozessentschädigung zu zahlen.
    Gerichtspräsident Aeppli wies abschliessend darauf hin, dass er wegen des Schuldspruchs davon ausgehe, dass auch die heute noch laufende Rentenzahlung von rund 6600 Franken pro Monat wohl eingestellt werde.


    Gruss Palawan

Seite 3 von 3 ErsteErste 123

Ähnliche Themen

  1. In welchem Land ist unsere Kaufkraft am stärksten?
    Von Bajok Tower im Forum Touristik
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 28.09.10, 06:13
  2. Ruhestand in Thailand - höhere Kaufkraft als in Europa?
    Von Bajok Tower im Forum Treffpunkt
    Antworten: 62
    Letzter Beitrag: 25.08.10, 20:15
  3. Statistik(en) zur Sicherheit eines Landes.
    Von MooKai im Forum Treffpunkt
    Antworten: 31
    Letzter Beitrag: 26.05.08, 23:22
  4. Deutsche Renten in LOS 1:1 ausgezahlt?
    Von antibes im Forum Sonstiges
    Antworten: 26
    Letzter Beitrag: 05.12.07, 12:54
  5. Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 25.11.05, 13:45