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Rente ins Ausland, wie lange noch?

Erstellt von Netandy, 30.04.2006, 20:03 Uhr · 52 Antworten · 4.775 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Netandy

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    Re: Rente ins Ausland, wie lange noch?

    @koksamlan

    Also die von dir genannte Grundrente gibt es schon, wurde von der Regierung Schröder eingeführt und heißt Grundsicherung. Diese unterscheidet sich von der Sozialhilfe, weil keine Restriktionen daran geknüpft sind. Wer weniger als xxx EUR (ca. 800) an Einkommen (also auch Zinsen, Mieten, ..) kann diese beantragen.
    Du hast recht. Die von der Schröder-Regierung zum 1. Januar 2003 eingeführte Grundsicherung kommt dem von mir prognostizierten Modell schon ziemlich nahe. Jedoch wird in der Zukunft wohl Rente und Grundsicherung schon aus Imagegründen zu "etwas Neuem" zusammengefügt und umbenant werden. Z.B. Grundrente, Bürgerrente... etc..

    Doch in einem irrst du, der Erhalt dieser Grundsicherung ist auch heute schon an beachtliche Restriktionen verknüpft. Hierzu der Auszug aus dem Sozialgesetz.

    Wer kann Leistungen erhalten?

    Leistungen erhalten können Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland, die das 65. Lebensjahr vollendet haben oder 18. Lebensjahr vollendet haben und unabhängig von der jeweiligen Arbeitsmarktlage aus medizinischen Gründen dauerhaft voll erwerbsgemindert sind und bei denen es unwahrscheinlich ist, dass die volle Erwerbsminderung behoben werden kann.
    Die Bezeichnung: "gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland" bedeutet juristisch das der Antragsteller seinen Lebensmittelpunkt (also mehr als 6 Monate jährlichen Aufenthalt) in Deutschland haben muss. Nur angemeldet sein und Zweitwohnsitz haben genügt also schon heute nicht. Und dies wird bei einer zukünftigen "Bürgerrente" meiner Meinung nach keinen Deut anderst sein.

    Zudem sind die heutigen Aufstockungsbeträge, z.B. bei einer Rente, bei der bisherigen Grundsicherung absolut zu gering. Dies wird sich bei einer "Bürgerrente" sicher ändern wenn dieses Modell breitere Anwendung findet.

    Hier findet man ein Berechnungsbeispiel zur heutigen Grundsicherung

    @kcwknarf

    Wenn man seinen offiziellen Wohnsitz und sein Bankkonto in Deutschland behält, dann dürfte auch der Geldfluss weiter laufen.
    Seinen offiziellen Hauptwohnsitz in Deutschland vorzutäuschen und mehr als 6 Monate im Jahr in Thailand zu leben wäre vielleicht möglich. Auch heute schon, z.B. bei Bezug von Grundsicherung. Aber es handelt sich eben um einen Sozialbetrug mit Rückzahlungspflicht der eben auch entsprechend bestraft wird.

    @koksamlan

    Die vielzitierten staatlichen Zuschüsse hat man doch nur eingeführt, um die vielen versicherungsfremden Leistungen von der Allgemeinheit mittragen zu lassen (= Rente für Leute, die nix einzahlen) - man hat nach der Wiedervereinigung generös Renten an die ganzen DDR-Funktionäre spendiert.
    Nun, die paar Funktionärsrenten sind von der Summe her sicher nicht das Problem. Auch nicht die ganz normalen "EX-DDR" Bürger die ja wie viele immer wieder schreiben "nichts in der bundesrepublikanischen Rentenkasse einbezahlt haben" und jetzt trotzdem Rente erhalten. Es gibt nämlich gar keinen Topf wo man einzahlen konnte, bzw. wo Geld angespart wurde. Wie in meinen Vorposting beschrieben wird das eingenommene Geld ja sofort wieder ausgegeben.

    Ein Problem sind die neuen Bundesländer in Bezug auf die Rentenkasse nur deshalb, da das Verhältnis von heutigen Einzahlern im Gegensatz zu den dortigen Beziehern noch ein deutlicheres Missverhältnis aufweist als im Westen.

    @koksamlan

    Das demographische Problem betrifft nicht nur die Renten, sondern auch die Finanzmärkte: Heute gibt es eine hohe Nachfrage an den Finanzmärkten, weil alle fleissig Kapital aufbauen (direkt an den Börsen, über Fonds, Versicherungen, ..). Hohe Nachfrage = hohe Preise / Kurse. Wenn nun in 20 Jahren alle anfangen, den Geldfluss umzukehren, sprich, ihr Erspartes langsam wieder abschöpfen, dann kommt es zu einem hohen Angebot. Hohes Angebot = niedrige Preise / Kurse.
    .

    Da hast du in Bezug auf Deutschland sicher recht. Aber die internationalen Finanzmärkte sind global und weltweit. Da spielt es keinerlei Rolle wenn in einem kleinen unbedeutenden Bereich (Deutschland oder anderer westlicher Länder) etwas Kapital abgezogen wird. Dies wird mehr als wett gemacht durch die boomenden neuen Volkswirtschaften. So wird voraussichtlich China in 20-30 Jahren die USA als Nr. 1 ablösen. Was von anderen wie Indien, die Golfstaaten, usw.. zu erwarten ist kann man noch gar nicht sagen, an eine Stagnation glauben aber sehr wenige. Der internationale Kapitalzufluss wird also ungebremst anhalten, die meisten Wirtschaftswissenschaftlicher sprechen sogar von einem weit stärkeren Wachstum als bisher.

    Schon heite beträgt das durchschnittliche weltwirtschaftliche Wachstum über 3 Prozent. Und da sind auch beileibe Länder darunter die kaum Wachstum generieren (z.B. in Afrika). Trotzdem liegt es mit seinen 3% doppelt so hoch wie Deutschland (mit seinem jetzt neu prognostizierten 1,6% Wachstum).

    Es wird also weiter einen ungebremsten weltweiten Kapitalzufluss geben der sich auch auf den Aktien und Fondsmarkt niederschlägt. Dies sind die grossen Vorteile der Globalisierung.Man braucht sich ja nur die Statistiken der sicheren Renten-Fonds ansehen. Da bleibt vor allem "im schlechtesten aller Fälle", auch wenn es keinen Zuwachs geben sollte, bei den konservativen Fonds IMMER der angesparte Kapitalstock vorhanden. Und dieses Geld lässt sich sozusagen auf Knopfdruck in andere Fonds oder andere Länder transferieren. Keine Territorialregierung hat, bei kundiger Ausnutzung aller legalen Möglichkeiten, auch nur den geringsten Einfluss darauf.

    Jedoch bescherten die meisten Fonds sogar ungeheure Zuwächse (nicht wenige in den letzten 30 Jahren sogar von mehreren hunder Prozent!).
    Ausnahmen hierbei sind einige US Rentenfonds (die unter totaler Kontrolle jeweils einer Firma standen, sozusagen einer Art Betriebsrenten-Fonds), die einen Totalverlust erlebten (bekantestes Beispiel ENRON). Der Grund ist aber, das diese Firmen (bzw. deren kriminelle Manager) versuchten, die Firmen(konzern)verluste mit Fondsvermögen zu verschleiern, bzw mit riskanten Spekulationen des "Betriebsrenten"-Fondsvermögens auszugleichen, was schief ging.

    Anderstherum kann man sich fragen ob es wohl noch eine Betriebsrente für VW Mitarbeiter geben würde, wenn der VW Konzern total pleite ginge...

    Dies hat aber mit den seriösen Fondsanlagen absolut nichts zu tun! Nirgendwo lässt sich so leicht Geld machen wie im internationalen Kapitalmarkt, wesshalb ich dortige Anlagen als die beste aller Altersversicherungen sehe. Viele, auch ich selbst, haben dadurch in den letzten Jahren einen grossen Kapitalzuwachs erlebt. Dies sind die grossen Vorteile der Globalisierung die immer von einigen Unbedarften schlechtgeredet wird, auf der anderern Seite aber auch sehr grosse Vorteile bietet.

    Inverstment Fonds - Renten Fond weltweit

    Wer also international denkt, nicht nur in Bezug auf später in Thailand leben, sollte auch bei der Zukunftsvorsorge meiner Meinung nach international als Weltbürger handeln.

    Gruss an allle von

    Netandy

  2.  
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  3. #12
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Rente ins Ausland, wie lange noch?

    Aus den all den vorgenannten Gründen bin ich froh, dass ich aus der Rentenversicherung austreten konnte.
    Eine kapitalgedeckte Altersversorgung hat doch viel für sich.

  4. #13
    woody
    Avatar von woody

    Re: Rente ins Ausland, wie lange noch?

    Zitat Zitat von Chak3",p="341678
    Aus den all den vorgenannten Gründen bin ich froh, dass ich aus der Rentenversicherung austreten konnte.
    Eine kapitalgedeckte Altersversorgung hat doch viel für sich.
    Die sind schon 2 mal Pleite gegangen, die privaten Versicherungen ;-D , während ein Staat bis auf die DDR niemals pleite geht, aber auch da gabs eine Auffanggesellschaft ;-D .

  5. #14
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Rente ins Ausland, wie lange noch?

    Woody, ich zahle ja nicht in Versicherungen ein, sondern in ein Versorgungswerk, und die legen größtenteils in Sachwerte, sprich Immobilien an.

  6. #15
    Avatar von tira

    Registriert seit
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    17.260

    Re: Rente ins Ausland, wie lange noch?

    Zitat Zitat von Chak3",p="341785
    ...sondern in ein Versorgungswerk,..
    jo chak,

    hört sich so nach beamten versorgung an, haste die seiten gewechselt. ;-D

    gruss

  7. #16
    NAN
    Avatar von NAN

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    21.03.2006
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    599

    Re: Rente ins Ausland, wie lange noch?

    @ Sioux schrieb

    Ich kann aber nur jedem raten, sich genau anzusehen, was er privat so fuer Vertraege abschliesst. Z.B. die viel zitierte Riesterrente zahlt beim Wegzug aus D keine staatlichen Praemien!
    Die Prämien bekommt man bei der Riesterrente schon vorher. Entschließt
    sich der Empfänger später im Ausland zu leben, werden die gezahlten
    Prämien plus 5% Zinsen zurück verlangt.

    Leider hat die Berichterstattung dazu beigetragen das viele vorschnell Verträge abgeschlossen
    haben die sie bei genauer Betrachtung besser nicht Unterschrieben hätten.
    Also ist alles wie gehabt, das Kapital gewinnt.

    Was lange gehrt wird endlich Wut.

  8. #17
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Rente ins Ausland, wie lange noch?

    Zitat Zitat von tira",p="341788
    Zitat Zitat von Chak3",p="341785
    ...sondern in ein Versorgungswerk,..
    jo chak,

    hört sich so nach beamten versorgung an, haste die seiten gewechselt. ;-D

    gruss
    Seit wann zahlen denn die Beamten für ihre Versorgung?
    Nein, Versorgungswerke sind für die freien Berufe.

  9. #18
    Avatar von phi mee

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    7.486

    Re: Rente ins Ausland, wie lange noch?

    Tja @NAN,

    da stehe ich mit meiner Bruttoentgeltumwandlung besser dar. Wenn ich ins Ausland verschwinde, kann ich mir das Kapital auch auf einen Schlag auszahlen lassen, müsste dann allerdings die Auszahlung versteueren. Ausserdem könnte ich es auch auf Rentenbasis auszahlen lassen. Eine Aufenhalt im Ausland ist da kein Hindernisgrund, eventuell sind die Gebühren für die Auslandsüberweisung zu erstatten.


    phi mee

  10. #19
    woody
    Avatar von woody

    Re: Rente ins Ausland, wie lange noch?

    Mir ist es müssig das ellenlange Geschreibsel durchzulesen.

    Ich habe beim Eintritt in die Rente 45 Versicherungsjahre bei der BfA auf dem Buckel.
    Wenn ich nach Thailand übersiedeln würde, zahlt die BfA die Altersrente weiterhin zu 100% aus!
    Voraussetzung dafür ist, das man alle Rentenansprüche durch Beiträge
    in den alten Bundesländern erworben hat und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.


    Und wer sich nicht auf die Altersrente beschränken will, der sollte sich schon in seiner Jugend gedanken machen, wie er vorsorgt.
    Das ist nichts Neues, das war eigentlich schon immer so.

    Gruss von einem der nicht über seine Altersversorgung jammert sondern zufrieden ist. woody

  11. #20
    Avatar von fred2

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    1.277

    Re: Rente ins Ausland, wie lange noch?

    In der Schweiz und in österreich zahlen auch Selbständoge in die Sozialversicherung ein.
    Das halte ich für vernünftig, denn heutzutage hat man als Selbständiger keine Gewähr bis zum Rentenalter durchzuhalten und dabei noch was auf die Kante gelegt zu haben.

    Gruß fred2, aus eigener Erfahrung

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