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Reisetrends: Familien fehlen, Fernost gefragt

Erstellt von Jinjok, 11.03.2002, 09:41 Uhr · 0 Antworten · 807 Aufrufe

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    Reisetrends: Familien fehlen, Fernost gefragt

    Aus der Die Presse (AT) vom 11.03.2002

    Reisetrends: Familien fehlen, Fernost gefragt, Seereise boomt
    Zufrieden sind Österreichs Reiseveranstalter einigermaßen mit dem derzeitigen Buchungsstand. Familien lassen allerdings noch aus, dafür scheinen Österreicher eine neue Liebe entdeckt zu haben: Kreuzfahrten.
    VON CLAUDIA RICHTER

    WIEN. "Das hat nun wirklich nichts mit dem 11. September zu tun", sind sich Österreichs Reiseveranstalter einig und meinen damit das "Auslassen der Familien". Denn während Buchungen für "andere Reisen" zur Zeit stark auf "Überholspur" sind, gähnt bei Familienurlauben noch ein großes Loch. Günter Arlow, Präsident des Österreichischen Reisebüro- und Reiseveranstalterverbandes. "Da diesbezüglich Buchungen fehlen, haben einige Veranstalter spezielle Folder mit entsprechenden Angeboten aufgelegt."

    "Nach unserer jüngsten Werbeaktion mit speziellen Kindertarifen in den Magic-Life-Clubs, liefern wir nun am Montag, dem 11. März, einen neuen, etwa 100seitigen Familienkatalog aus, um die müde Buchungslage in diesem Segment anzukurbeln", berichtet Franz Leitner, Vorstand der GTT-Holding.

    "Die augenfällige Zurückhaltung der Familien, die früher immer rechtzeitig gebucht haben, könnte mit der Euro-Umstellung zu tun haben, die Leute müssen sich erst an die neue Währung gewöhnen", meint Neckermann-Geschäftsführer Franz Tobisch. Was hingegen schon erstaunlich gut gebucht sei: "Reisen für September und Oktober." Leicht erstaunlich für manche auch: Ägypten geht wieder gut, die Türkei noch besser, Tunesien aber ist derzeit Stiefkind bei Österreich-Urlaubern.

    Dafür haben die Alpenrepublikaner offensichtlich eine neue Reiseliebe entdeckt: Urlaub auf dem Wasser. "Die Nachfrage nach Flußkreuzfahrten ist irr stark", weiß Fred Wellenhofer, Geschäftsleiter von Raiffeisen Reisen. Aber auch Mittelmeer-Kreuzfahrten "rennen super an", jubelt Astrid Kerbler, Geschäftsführerin von Festival Kreuzfahrten. Der Buchungsstand jedenfalls sei weit über dem des Vorjahres. "Es könnte auch ein gewisser Nachholbedarf vorliegen, denn durch die Herbstereignisse sind Karibik-Kreuzfahrten im Winter weggebrochen", meint Theodor Skopek, Chef von Seetours. "Deswegen wohl geht nicht nur der Sommer sehr gut, wir haben auch schon relativ viele Buchungen für den Winter 2002/2003."

    Erfreuliches Interesse gibt es auch für Urlaubsziele, die mit dem Auto erreichbar sind. "Vor allem bei Slowenien und Kroatien merken wir eine stark steigende Nachfrage", so Andreas Zenker vom Österreichischen Verkehrsbüro. "Sicher auch, weil es mehr Anbieter und Produkte gibt."

    "Bestens" läuft zudem das Fernost-Geschäft. "Unsere China-Angebote mit Yangtse-Kreuzfahrten gehen weg wie die berühmten Semmeln", erwähnt Günter Krause, Geschäftsführer von Tai Pan Touristik. Aber auch bei anderen Zielen wie Bali oder Thailand sei die Buchungslage wesentlich besser als im Vorjahr, "zum Teil um 100 Prozent drüber." Allerdings sei man auch noch nie so früh mit den Reisekatalogen am Markt gewesen. Von "sehr guter Auslastung" spricht auch der Fernost-Experte Jumbo Touristik.

    Kontroverse Meldungen gibt es hinsichtlich Ostern: "Rennt nicht so extrem, da Ostern so früh ist und viele noch Skifahren", sagen die einen, "mehr oder weniger voll", heißt es bei anderen. "Wir haben einzig auf einer Kreuzfahrt noch Plätze", vermeldet Alexander Gessl, Geschäftsführer von FTi-Touristik, Österreichs größtem Anbieter von USA-Reisen. Da freilich gibt es nicht den geringsten Anlaß zum Jubeln: "35 Prozent Rückgänge gegenüber dem Vorjahr", erwähnt Gessl, "und das wird auch über den Sommer nicht besser werden."

    Das USA-Geschäft wird aber nicht nur durch den 11. September negativ beeinflußt, sondern auch durch den hohen US-Dollar. Vice Versa: Auch die Zahl der US-Bürger auf Österreich-Urlaub ist stark dezimiert. "Die Japaner lassen ebenfalls stark nach", weiß Rudolf Kadanka, Chef von Mondial, einem von Österreichs größten Incoming-Reisebüros. "Dafür merken wir eine starke Zunahme von Gästen aus Rußland, Deutschland, Skandinavien und England."

    11.03.2002 Quelle: Print-Presse

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