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Prostitution als Alternative?

Erstellt von Chak, 21.08.2012, 18:50 Uhr · 193 Antworten · 15.763 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von DisainaM

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    naja,
    etwas westliches Denken, wonach man durch Eigeninitiative und Ausbildung etwas schaffen kann,
    im Westen ja, in Thailand ist die Ausbildung kein Garant für einen sicheren Job,
    denkt man an die vielen Hochschulabsolventen, die am Ende froh über einen Job im 7/11 sind.

    Wer mit einer guten Ausbildung einen guten Job will,
    braucht Beziehungen, Teegeld, eine Verpflichtung aus einem Kompensationsgeschäft,
    oder das Standvermögen, einen Job im Ausland zu suchen.

    Ebenso kontraproduktiv ist oft auch die Qualität der Ausbildung, wo in der Regel durch Anwesendheit ein Abschluss regelrecht abgesessen wird,
    und die Tatsache, das Eigeninitiative als Störfaktor angesehen wird.

    Da Thailand mehr Ausbildungsabsolventen produziert, als es qualifizierte Jobs anbieten kann,
    enden die meisten dieser Karrieren quasi als Verkäufer in einem Baumarkt.

    Auf der anderen Seite finden wir in Thailand bei Teilen der Bevölkerung Abkömmlinge einer Kultur,
    die heute noch in Yunan bei den Mosu in seiner Ursprungsform exsistiert,
    und die langläufig als Matriachat bezeichnet wird.
    Mosuo
    Dagegen wurde bei den in Yunan verbliebenden Meo eine erfolgreiche kulturelle Umformung vorgenommen.
    Den chinesischen Kadern war und ist die mutterrechtlich geprägte Gesellschaftsform der Naxi "ein Dorn im Auge".Lehensherren und Stammesführer, die in der Geschichtsschreibung erwähnt werden, wurden vom "feudal-patriarchalen" China eingeführt, sozusagen künstlich erzeugt, denn für die konfuzianisch geprägten Beamten Chinas war es unmöglich mit Frauen zu verhandeln.
    Die Frauen konnten sich aber mit dem Gedanken, in fremde Familien einzuheiraten, nicht anfreunden.

    Die patrilinearen Familien blieben kleine monogame Einzelgruppen, die Yishe genannt werden. Der Rest der Sippe blieb bei matrilinearen Strukturen und Besuchsehe.Dies führte in den 50er Jahren zu Problemen.
    Die Regierung der Volksrepublik China begann im Zuge der Minderheitenpolitik, wie bereits erwähnt, zwischen "gesunden" und "ungesunden" Sitten, gemäß des han-chinesischen Standards, zu unterscheiden.
    Die von den Naxi betriebene "freie Liebe" kollidierte mit den Moralvorstellungen der Han und wurde verboten.
    Heute heißt es zwar offiziell, daß die Entscheidung, welche Sitten und Gebräuche sie beibehalten wollen bei den Minderheiten selbst läge, aber in der Realität entscheidet immer noch die offizielle Instanz (Regionalregierung).
    Denn diese kann Gebräuche mit der Begründung "reaktionär", "Hindernis für die Produktion" oder einfach "obszön" untersagen.

    Es existieren auch Mischformen und Tendenzen in Richtung vaterrechtlicher Systeme, dabei handelt es sich aber auch um eine aufgezwungene Struktur von außen, d.h. von der chinesischen Regierung.
    Erst eine verschwindende Minderheit von 7% der Naxi sind heute patrilinear organisiert.Die mutterrechtliche Struktur der südchinesischen Kulturen wurde von den durchwegs patrilineal strukturierten Han nicht verstanden oder nicht wahrgenommem.
    Deshalb tauchen in der Geschichtsschreibung auch immer wieder dann wieder Unklarheiten auf, z.B. über das Sippensystem der Miao, das ihnen einmal zu-, dann wieder abgesprochen wird.
    Es könnte sich also durchaus um ein matrilineales Sippensystem gehandelt haben.

    Heute nimmt durch den Druck von außen die patriarchale Struktur immer mehr zu.
    Alte Frauen die dem Dorf vorstehen oder das zeitaufwendige Flirten mit dem Ashao-Partner bei den Naxi wird als Hindernis für die technische Entwicklung gesehen. Die Regierung unterstützt vehement die Entwicklung Richtung Monogamie und männlicher Macht.
    Bei den Miao wurden die Jugendhäuser verboten.
    Matriarchat in Sdchina / Heide Gttner-Abendroth - Erfahrungsbericht - Matriarchat in Sdchina

    Da die Meo, als Teil der Hmong Völkerstämme, sich über Laos und Thailand ausbreiteten,
    verbreitete sich so auch ihre Kultur.

    Der Mann, der sich nicht um Arbeit und Geldverdienen kümmern sollte,
    und nur für den Spass (sanuk) leben sollte,
    und die hart arbeitende Frau, die den Mann durchfüttern musste.

    Dazu noch ein 5exualkonzept, dass von Westlern oft unzutreffend als freie Liebe bezeichnet wird,
    sodass das westliche Moraldenken völlig wesendsfremd für diese Kultur war.

    Aus desen sozio-kulturellen Wurzeln, ist der Werdegang mancher Thai in die Prostitution völlig anders zu bewerten.

  2.  
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  3. #12
    Antares
    Avatar von Antares
    DisainaM, wir trinken gerade Bier und schwätzen über ........n, Du schreibst was über chinesische Kader....

  4. #13
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    ...Aus diesen sozio-kulturellen Wurzeln, ist der Werdegang mancher Thai in die Prostitution völlig anders zu bewerten.
    Oh Gott, man traut sich ja gar nicht mehr, in einen normalen thail. .... (ap op nuat) zu gehen, um die Ehefrau des wahrscheinlich nächsten Farangs zu inspizieren. Wo man ihr doch noch den letzten Schliff geben koennte.

  5. #14
    Avatar von Panda

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    Zitat Zitat von Antares Beitrag anzeigen
    DisainaM, wir trinken gerade Bier und schwätzen über ........n, Du schreibst was über chinesische Kader....
    Sie hat aber Recht, fuer Thais ist es was schoenes die Familie zu unterstuetzen, die sind stolz darauf. Leider sehen dies die Maenner nicht so. Bei uns ist es ja umgekehrt, die Eltern wuerden sich schaemen wenn die Kinder Sie unterstuetzen muessten.

  6. #15
    Antares
    Avatar von Antares
    Zitat Zitat von Franky53 Beitrag anzeigen



    - - - Aktualisiert - - -



    .................

    werden halt alle eifrige Leser vom Timo Schelm und Günter Ruffert etc...sein.

    für mich als Unbedarften in deser Causa ist es immer sehr spannend ,was immer wieder neues über die bösen Thaifrauen zu erfahren.

    ich seh schon ,irgendwann wird mir die letzte Illusion geraubt.
    Der Timo Schelm ist selbst seit längerem mit seiner Stamm........ DOM verheiratet und wohnt zeitweise mit ihr in einem Haus bei Udon, pikanterweise ist das Häusle von nem Engländer gebaut worden.
    Der Gunther Ruffert ist leider verstorben

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Panda Beitrag anzeigen
    Sie hat aber Recht, fuer Thais ist es was schoenes die Familie zu unterstuetzen, die sind stolz darauf. Leider sehen dies die Maenner nicht so. Bei uns ist es ja umgekehrt, die Eltern wuerden sich schaemen wenn die Kinder Sie unterstuetzen muessten.
    In der Regel lassen sich deutsche Eltern auch nicht die Raten für den Pick Up von der Tochter, welche dafür anschaffen geht, bezahlen.

  7. #16
    Avatar von Franky53

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    Zitat Zitat von Antares Beitrag anzeigen
    In der Regel lassen sich deutsche Eltern auch nicht die Raten für den Pick Up von der Tochter, welche dafür anschaffen geht, bezahlen.
    ich denke in der Regel geben die Dach-Töchter ,die anschaffen gehen ,nix den Eltern ab.

  8. #17
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Franky53 Beitrag anzeigen
    ich denke in der Regel geben die Dach-Töchter ,die anschaffen gehen ,nix den Eltern ab.
    Wo Du auch immer die Infos herhast, schon die alten Roemer bezeichneten diese Frauen als egoistische ****n.
    Da ist Thailand viel besser dran.

  9. #18
    Antares
    Avatar von Antares
    Besser dran? In #1 ist doch beschrieben worden das es die Familie beschließt ob die Töchter anschaffen, was ist daran besser?

  10. #19
    Avatar von Joerg_N

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Wo Du auch immer die Infos herhast, schon die alten Roemer bezeichneten diese Frauen als egoistische ****n.Da ist Thailand viel besser dran.
    Du meinst die Thaieltern die sich die Hände reiben die sich mit den "Schwänzen" der Tochter Gesicht erkaufen in ihrem kümmerlichen Dorf ?

    Hab mal das Buch gelesen " ich war erst 13" - der Dämon waren nicht die Farangs - sondern die Famillie des Mädels

  11. #20
    Avatar von xander1977

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    Zitat Zitat von Panda Beitrag anzeigen
    Und member aus diesem Forum wuerden doch nie nach Pattaya fahren, also was denkst Du den ueber diese Ehrenwerten Maenner die wegen dem Essen und der kultur in dieses schoene Land fahren
    Ähm, ich war noch nicht da und will da auch nicht hin!

    Ihr hättet mal die Gesichter meiner - wie soll ich es ausdrücken - neuen thailändischen Familie sehen müssen, als ich ihnen erzählte das uns "Van-Driver" mich fragte, ob er mich nach Pattaya fahren soll, wenn wir den Rest in BKK wieder abgesetzt haben die beiden Tanten meiner Freundin (nein! only closed friendship!) waren da gar nicht mehr erfreut gewesen...

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