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Problembereiche und Lösungswege der interethnischen Paare

Erstellt von Nataliya, 14.09.2010, 14:56 Uhr · 9 Antworten · 1.113 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Nataliya

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    Problembereiche und Lösungswege der interethnischen Paare

    Hallo liebe Forummitglieder,

    vielleicht erinnern Sie noch an mich. Habe vor ein Paar Monaten hier Interviewpartner für meine Diplomarbeit gesucht. Ich bedanke hier nochmals an alle, die mitgemacht hatten. Nun ist meine Arbeit fast abgabebereit. Es fehlt nur noch an einem Kapitel und zwar über Problembereiche der interethnischen Paare und Lösungswege.

    Die interethnischen Paare müssen sich in vielen Bereichen einigen können bzw. Kompromisse suchen. Dazu gehören (wie auch bei den deutsch-deutschen Paaren) 5exualität, Weltanschauung, persönliche Gewohnheiten, Zuwendung, Freizeit, Kindererziehung, Temperament, Verwandte, Beruf, Vertrauen, Haushalt, Eifersucht, Attraktivität, persönliche Freiheit, Freunde, außereheliche Beziehungen, Einkommen etc.


    Ich würde gerne wissen welche Probleme gab es in Ihrer Beziehung und wie wurden diese Probleme bei Ihnen gelöst?


    P.S. Zwar gibt es schon viel Denkstoff zu dem Thema im Forum, da ich aber viel Wert auf Anonymität und Vertraulichkeit lege, wollte ich keine Zitate aus anderen Threads unerlaubt kopieren. Deswegen habe ich extra diesen Thread gestartet, damit ich ausdrücklich darauf hinweisen kann, dass alles was hier geschrieben wird, kann von mir als Zitate für meine Arbeit verwendet werden! Wenn sie zu dem Thema was schreiben wollen, wollen aber nicht, dass Ihre Beitrag evtl. in meiner Arbeit zitiert wird, fügen sie einfach "bitte, nicht zitieren" zu Ihrem Beitrag.



    Mit freundlichen Grüßen,
    Nataliya

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Lukchang

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    Moin-Moin!

    Hast ne e-mail von mir!
    Falls nicht klappt hjwaldow@ipn.uni-kiel.de


    Lukchang

  4. #3
    Avatar von tomtom24

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    Eine einfache Frage mit einer sehr schweren Antwort

    Aber ich denke, es geht wohl mehr um die Schwierigkeiten zwischen 2 Kulturkreisen als die zwischen zweier Ethnien (beide koennen ja im selben Land gross geworden sein unter aehnlichen Umstaenden ;) )

    Ich denke, dass es auch davon abhaengt, wo man seine Beziehung fuehrt - aus unserer (Farang)Ansicht in Deutschland oder in Thailand. Denn mehr oder weniger automatisch wird sich der zugezogene Partner wesentlich mehr anpassen (muessen) als der, der in seinem Heimatland ist. So meine Erfahrungen also aus der Sicht, dass ich in Suedostasien lebe mit meiner thail. Lebensgefaehrtin.

    Ich denke, gerade anfangs war eine der groessten Herausforderungen die unterschiedliche Herangehensweise an zwischenmenschlichen Probleme und Gefuehle. Waehrend wir Farangs ja immer sehr gerade raus sind und ein Problem sofort geloest haben moechten, kann es bei Thais schon mal ein paar Wochen dauern, bevor sie mit ihrem Problem herausruecken.

    Anfangs hatte ich noch versucht, meiner Lebensgefaehrtin klar zu machen, dass es besser ist, wenn sie sofort damit auf den Tisch kommt, wenn ihr was stinkt, da ich oftmals gar keinen Bezug mehr zu ihrem Problem habe (wenn sie damit anfaengt, kann ich mich meist schon gar nicht mehr an die Sache erinnern). Allerdings habe ich sie irgendwann gefragt, weshalb Probleme immer mit so grossem zeitlichen Verzug angesprochen werden. Sie meinte dann nur, weil man dann ja besser ueber etwas reden kann, weil ein entsprechender zeitlicher und somit auch gefuehlsmaessiger Abstand da ist. Oder auf gut deutsch gesagt - erst mal abkuehlen lassen.

    Irgendwie finde ich das mittlerweile gut. Und so haben wir uns beide angenaehert. je nach Situation kann es schon vorkommen, dass sie jetzt probleme sofort anspricht. Manche Sachen aber erst spaeter. Ich auf der anderen Seite zeige mittlerweile mehr Verstaendnis dafuer, da ich auch die Vorteile erkenne. Weil man wirklich etwas objektiver sprechen kann.

    Ein anderes grosses Problem war fuer mich das Luegen, das hier weit verbreitet ist. Anfangs konnte ich damit so gar nichts anfangen und es hat mich immer ausgesprochen auf die Palme gebracht. Und da bin ich auch unnachgibig geblieben. Dem Argument, dass man ja nur luegt, um dem Partner eine Unannehmlichkeit zu ersparen, kann ich nachwievor nichts abgewinnen. Denn besser war das Erbegnis am Ende nie. Denn irgendwie kommt ja immer die Wahrheit heraus. Und gerade, wenn etwas unangenehmes verheimlicht wird. Das geht ja nicht ewig. Irgendwann muss man darueber sprechen, weil Probleme geloest werden muessen - andernfalls schiebt man sie ja nur vor sich her und macht sie eher nur noch groesser. Aber es ist sehr schwer, das zu vermitteln.

    Andererseits muss aber auch ich als Farang bei einigen Sachen an mir arbeiten: so ist es fuer mich bspw. absolut normal, gewisse Aeusserungen auch in der Oeffentlichkeit zu machen. In einem Rahmen, wie es bei uns auch ueblich ist (ich rede jetzt nicht von einem handfesten Streit). Aber das fuehrt das eine oder andere Mal schon dazu, dass meine Lebensgefaehrtin der Meinung ist, ich habe sie ihr Gesicht verlieren lassen. Und wenn ich dann im Nachhinein darueber nachdenke, muss ich eingestehen, dass dem wirklich so ist. Man sollte also ofter mal vielleicht erst nachdenken, bevor man etwas sagt. Man vergibt sich ja nichts dabei.

    Ein anderes Problem war auch immer, dass die Familie immer so viel Prioritaet geniesst, dass auch die eigene kleine Familie oefter mal hinten anstehen muss(te). Das kann und hat durchaus zu Problemen fuehren bzw. hat gefuehrt. Ich denke, wir haben das in einem sehr langen Weg mit sehr vielen Diskussionen und mit dem Vorfuehren der dadurch entstandenen Probleme loesen koennen. Urspruenglich daran sehe ich ich uebrigens die Tatsache, dass eine richtige Abkapselung zur Familie so wie bei uns (in der Regel zieht man bei uns mit ab 18 bis Anfang 20 aus , waehrend dort die Leute ja teilweise in diesem Alter noch voellig selbstaendlich im selben Raum nebeneinander schlafen) nicht wirklich statt.

    Meistens sind dadurch immer irgendwelche unnoetigen, finanziellen Nachteile entstanden oder es wurde einfach alles liegen und stehen gelassen, wenn die Familie gerufen hatte. Daraufhin hatte ich meiner Lebensgefaehrtin angeraten, einen Job anzunehmen. Ich komme weiter ganz normal fuer alle unsere Kosten auf. Will sie ihre Familie unterstuetzen oder will sie die besuchen, muss sie das jetzt aus eigener Tasche bezahlen bzw. muss das erst mal mit ihrem Arbeitgeber absprechen, denn da kann sie ja auch nicht so verschwinden, wie sie will.

    Das alles hat dazu gefuehrt, dass sie mich jetzt besser versteht in diesem Punkt. Und wenn die Familie mittlerweile ruft, dann sagt sie denen ganz selbstbewusst ins Gesicht, dass das nicht so laeuft, wie sich Familie das wuenscht und das Familie bitte akzeptieren soll, dass sie jetzt mit 33 doch endlich ihr eigenes Leben mit ihren eigenen Entscheidungen treffen will und vor allem auch sollte.

    Das hat bei uns zu deutlichen Entspannungen gefuehrt.

    Eines aber sollten beide Partner mitbringen, wenn sie eine Beziehung mit einem Partner aus einer anderen Kultur eingehen wollen: den Willen, zu hinterfragen, weshalb der Partner wie reagiert und dann auch darueber sprechen. Und dann aber vor allem dazu bereit sein, dass beide aufeinander zu gehen, also Kompromisse schliessen koennen. Und niemals von seinem Partner verlangen, dass der alles aufgibt und sich einem zu 100 Prozent anpasst. Bei uns dauert dieser Prozess nun schon ueber 4 jahre und wir kommen uns tatsaechlich immer naeher.

    Zwar hatten wir gerade in der letzten Zeit sehr grosse Probleme, die eben gerade auf den verschiedenen jeweiligen Kultur beruhten, aber durch viel miteinander reden und aussprechen haben wir das eigentlich ganz gut in den Griff bekommen.

    Wow, ich denke, das ist jetzt ein langes Posting geworden ;-D

  5. #4
    Avatar von Uns Uwe

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    Hallo TomTom,
    langes Posting, aber wie immer von Dir sehr interessant. Deine Berichte sind für mich immer ein Highlight. Als Thailand-Neuling kann man von Dir immer sehr viel aufschnappen.
    Gruss Uwe

  6. #5
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von tomtom24 Beitrag anzeigen
    Aber ich denke, es geht wohl mehr um die Schwierigkeiten zwischen 2 Kulturkreisen als die zwischen zweier Ethnien
    Genau so ist es.

  7. #6
    expatpeter
    Avatar von expatpeter
    Wenn man eine Beziehung eingeht, dann ist der beste Lösungsweg für (vermeidbare) Probleme der, dass man sich richtig gut kennenlernt. Ich kannte meine Frau durch tägliches Zusammenleben 5 Jahre, bevor ich sie geheiratet habe, weil ich eine bessere nicht gesucht habe, nie finden würde und auch noch nie gehabt habe. Dass sie Thai ist, das ist Teil ihrer Perönlichkeit, schafft für mich aber keine absonderlichen Probleme. Darauf kann man sich individuell einstellen. Es ist ja nicht so, dass wenn man eine Thai kennt, man alle Thais kennt oder alle Asiatinnen. Die Anpassung muss ja immer individuell erfolgen.

    Darum scheint es mir auch recht schwierig, eine allgemeinverbindliche Arbeit über dieses Thema zu schreiben. Man wird auch von Beteiligten kaum allgemeinverbindliche Aussagen bekommen. Jeder (beinahe) erlebt nämlich seine Thaibeziehung als Ausnahme. Das gefügelte Wort in Thaiforen "Meine ist anders" ist nicht aus der Luft gegriffen. Immer wenn ich Beziehungen dieser "interethnischen" Paare begegne, stelle ich das fest.

    Vor Jahren habe ich hier im Forum mal etwas geschrieben, das ich heute wieder schreiben kann, dass nämlich durch die unterschiedliche Herkunft der Partner durchaus das Zusammenleben vereinfacht werden kann: Bei entsprechender Toleranz kann man vieles Unverstandene einfach mit der Herkunft und der unterschiedlichen Sehweise begründen, statt eine individuelle Diskrepanz zu erleben.

  8. #7
    Avatar von tomtom24

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    Zitat Zitat von expatpeter Beitrag anzeigen
    Wenn man eine Beziehung eingeht, dann ist der beste Lösungsweg für (vermeidbare) Probleme der, dass man sich richtig gut kennenlernt. Ich kannte meine Frau durch tägliches Zusammenleben 5 Jahre, bevor ich sie geheiratet habe, weil ich eine bessere nicht gesucht habe, nie finden würde und auch noch nie gehabt habe.
    Diese Aussage passt (oder sollte es zumindest )auch auf jede andere Frau/Partnerin...

    Dass sie Thai ist, das ist Teil ihrer Perönlichkeit, schafft für mich aber keine absonderlichen Probleme. Darauf kann man sich individuell einstellen. Es ist ja nicht so, dass wenn man eine Thai kennt, man alle Thais kennt oder alle Asiatinnen. Die Anpassung muss ja immer individuell erfolgen.

    Darum scheint es mir auch recht schwierig, eine allgemeinverbindliche Arbeit über dieses Thema zu schreiben. .
    Das hat weder jemand gefragt noch getan. Im Gegenteil - der TS geht es ja gerade um die persoenlichen Erfahrungen

    Vor Jahren habe ich hier im Forum mal etwas geschrieben, das ich heute wieder schreiben kann, dass nämlich durch die unterschiedliche Herkunft der Partner durchaus das Zusammenleben vereinfacht werden kann: Bei entsprechender Toleranz kann man vieles Unverstandene einfach mit der Herkunft und der unterschiedlichen Sehweise begründen, statt eine individuelle Diskrepanz zu erleben
    Auch das ist nur eine allgemeingueltige Aussage, da man sie auch auf jeden anderen Menschen rund um den Planeten anwenden kann.

    Aber gewiss bist auch Du respektive Ihr auf Probleme gestossen, welche erst durch die unterschiedliche Kultur entstanden sind bzw. zum Vorschein kamen. Und genau darum geht es ja.

    Und dieses "meine ist anders" sehen bestimmt viele subjektiv tatsaechlich so. Und in Bezug darauf, was sie damit (bei anderen oder von Gehoertem) dabei negativ damit assoziieren, mag das auch stimmen. Wenn aber eine Thai bei einem richtig heftigem Streit mal so richtig in Fahrt kommt, kommen oftmals genau diese von der Kultur beeinflussten Eigenschaften zum Tragen, die das "meine ist anders" schnell vergessen lassen kann, denn in solch einer Situation kann es dann schon durchhaus sein, dass kein Auge mehr trocken bleibt.

    Gerade Thailaenderinnen koennen ja richtig hysterisch werden, wenn es ans Eingemachte geht. Und da kann dann auch kein Verstaendnis mehr helfen, sondern nur noch konsequentes Entgegentreten. Und gerade in dieser Situation wird dann m. E. und meiner (gehoerten, gelesenen, gesehenen und erlebten) Erfahrung nach auch gerne und schnell zu extrem unfairen Mitteln gegriffen. Und gerade da bzw. danach faellt es einigen dann doch recht schwer, Toleranz zu zeigen, was ja eigentlich auch verstaendlich ist. Ich selbst schreibe ja auch, es ist ein noch immer andauernder Prozess in meiner eigenen Beziehung.

    Wer sagt, eine Beziehung mit einem Partner aus einem anderen Kulturkreis (das muss jetzt ja nicht zwingend Thailand sein, sondern koennten auch die Philippinen oder ein afrikanisches Land sein) waere einfacher, der macht sich irgendwo was vor und ich wage es fast zu behaupten, dass da Probleme auch nicht angegangen, sondern weggeschoben werden. Das hatte ich naemlich mit meiner aus Polen stammenden Exfrau. Und selbst da gibt es schon grosse Unterschiede in Partnerschaften aufgrund des unterschiedlichen Umfelds... also sind diese Unterschiede zu einem Lebenspartner von einem anderen Kontinent ganz bestimmt auch vorhanden.

    Das faengt ja schon bei den Essgewohnheiten an und geht ueber die Kindererziehung bis hin zur Weltansicht (welche ja bspw. auch schon weniger stark ausgepraegt sein kann als bei unser eins - ohne das jetzt abwertend zu meinen )

  9. #8
    Avatar von Nataliya

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    Hallo,

    danke für eine anregende Diskussion!

    tomtom24:

    Zur Kultur und Ethnizität kann ich hier ein ganzes Kapitel schreiben. Schließlich habe ich mich mit Begrifflichkeiten in meiner Diplomarbeit auch auseinandergesetzt. Aber beschränke mich auf eine Definition:
    Ethnizität ist nach Max Weber (ein Soziologie-Klassiker) ein Konzept einer Gruppe von Menschen, welche sich durch den Glauben an gemeinsame Abstammung und Kultur konstituiert und so eine homogene Gruppenidentität bildet. Dabei werden gewisse kulturelle Elemente wie Sprache, Kleidung, Brauchtum und Religion als auch nach außen sichtbare Abgrenzungszeichen verwandt.
    Also Ethnizität beinhaltet auch kulturelle Elemente, aber kombiniert die mit Außenwirkungen.
    Weiter zu deiner Antwort: ich habe schon mehrmals gelesen, dass die Thais mit ihren Problemen nicht gleich herausrücken oder können über mehrere Tage beleidigt sein ohne Grund zu nennen. Ich bin zwar Ukrainerin, aber das Problem kenn ich persönlich auch und mich nervt es immer wenn mein deutscher Freund alles gleich besprechen will, während ich noch innerlich koche. Das kann ja zu einer Explosion führen, deswegen immer schön vorher abkühlen lassen
    Also klar ist, dass es bestimmte Temperamentunterschiede gibt, aber vielleicht ist das ja gerade das anziehende an ausländischen Frauen?
    Auch das mit der Familie finde ich sehr interessant. Und habe es auch schon von einigen Paaren gehört, dass dieses Problem wurde gelöst, indem die Frau selbst angefangen hatte zu arbeiten um ihre Familie finanziell zu unterstützen.

    expatpeter:

    nicht alle haben die Möglichkeit mit einer ausländischen Frau 5 Jahre ohne Eheschließung zusammenzuleben, an erster Stelle wegen dem befristeten Aufenthaltsstatus der Frau, oder?
    Und ich streite gar nich ab, dass alle Thais oder Asiatinnen unterschiedlich und individuell sind. Aber bestimmte Probleme und Differenzen, wie z.B. sprachliche Verständigung, unterschiedliche Temperament, unterschiedlicher Bezug zur Familie sind in interethnischen Ehen erheblich häufiger.

    Viele Grüße,
    Nataliya

  10. #9
    expatpeter
    Avatar von expatpeter
    Ich gebe euch in allem Recht, nur kann ich nichts Wesentliches weiter dazu beitragen, weil Meine wirklich anders ist. Nach kurzem Zusammensein schon hat sie mir erklärt, dass sie sich wünschte, dass wir bei bestehenden Problemen uns diese gleich mitteilen sollten. Dafür schon hätte ihr der Thaipass abgenommen gehört.
    Der Widerspruch von tomtom24, dass dieses oder jenes ja alle Paare beträfe, ist ja genau das, was ich ausdrücken wollte. Und dass nicht alle die Möglichkeit haben, fünf Jahre das Zusammnleben zu testen, ist mir auch klar. Aber ich muss ja die Arbeit nicht schreiben, so dass es mir erlaubvt sein möge, Teilaspekte zu berühren.

  11. #10
    Avatar von tomtom24

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    Zitat Zitat von expatpeter Beitrag anzeigen
    weil Meine wirklich anders ist.


    Sorry, aber ich konnte nicht anders Dachte ich von meiner auch mal. Aber in jedem steckt seine Herkunft. Die meisten wollen es nur nicht wahr haben...

    Zitat Zitat von Nataliya Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Zur Kultur und Ethnizität kann ich hier ein ganzes Kapitel schreiben.
    Mir ist schon klar, was Du meinst. Ich denke, Dir war aber bestimmt auch klar, wie ich es meinte. Oder?

    Weiter zu deiner Antwort: ich habe schon mehrmals gelesen, dass die Thais mit ihren Problemen nicht gleich herausrücken oder können über mehrere Tage beleidigt sein ohne Grund zu nennen. Ich bin zwar Ukrainerin, aber das Problem kenn ich persönlich auch und mich nervt es immer wenn mein deutscher Freund alles gleich besprechen will, während ich noch innerlich koche. Das kann ja zu einer Explosion führen, deswegen immer schön vorher abkühlen lassen
    Wobei ich immer das Gefuehl hatte, dass das Temperament weiter oestlich wieder italienisch heiss wird Ich war ja mit einer Polin zusammen (und das ist ja nicht so weit von der Ukraine weg und war ja auch politisch noch viel naeher dran) und hatte eher den Eindruck, dass die ganz schoen aufbrausend war.

    Also klar ist, dass es bestimmte Temperamentunterschiede gibt, aber vielleicht ist das ja gerade das anziehende an ausländischen Frauen?
    Ob es das ist, kann ich (fuer mich) nicht beantworten, denn eine Asiatin hatte ich nie im Sinn. Ich bin aus ganz anderen Gruenden nach Asien gegangen und - naja - eine Thailaenderin in Thailand ist halt irgendwo naheliegend.

    Ich kann aber soviel dazu sagen, da ich ja sehr lange auch mit einer Polin zusammen ware: ich finde eigentlich Menschen aus allen Regionen und Kulturkreisen interessant. Ich haette auch kein Problem damit, jetzt mit einer Latina oder mit einer Afrikanerin zusammen zu sein (Asiatin hatte ich absolut nie im Sinn - aber wer kann schon sagen, wohin die Liebe faellt ). Ich sehe mich aber auch nicht als typisch deutsch und bin dem meisten (in deutschen Foren findet man mich ja noch ) deutschen einfach auf und davon durch mein Auswandern.

    Aber selbstverstaendlich, so wie ich es eingangs geschrieben habe, kann keiner seine Wurzeln verleugnen. Auch wir nicht. Man sollte also nicht nur unbedingt nachfragen, wo die Unterschiede in einer Kontinent-uebergreifenden Beziehung bei dem Partner aus dem anderen Land liegen, sondern vielleicht auch die des deutschen/europaeischen.

    Alleine schon die Frage, warum hat einer eine Asiatin? ich denke es gibt da bspw. die Gruppe derer, die schlicht und ergreifend keine Chance auf eine Frau (zumindest seines geschmacks) haetten in Deutschland. Und dann giobt es bestimmt noch diejenigen, bei denen es nie einen Vorsatz gab, dass es eine Asiatin sein muss - wo es sich durch Zufall ergeben hat.

    Da ergeben sich bestimmt voellig andere Aspekte. Und wenn man dann das Miteinander der Paare aus 2 so verschiedenen Gruppen betrachtet, kommt man bestimmt zu dem Schluss, dass jeder "seine Asiatin" auch anders behandelt, was ja auch wieder zu Spannungen oder Harmonie in einer solchen Beziehung fuehren kann.

    Was ich sagen will - ich denke nicht, dass es so einfach ist, dass man jegliches Verhalten
    nur durch die Kultur, aus der man stammt, erklaeren kann.

    Einer, der seine Frau aus purer Liebe geheiratet hat, behandelt seine Frau gewiss anders, als einer, der diese eine Frau als seine vielleicht einzige Chance auf ueberhaupt eine beziehung sieht... So gesehen ein echt schwieriges und vor allem kompliziertes Thema, das Du Dir da rausgesucht hast

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