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Private Krankenversicherung für Thailand

Erstellt von waanjai_2, 24.07.2008, 19:01 Uhr · 8 Antworten · 3.075 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von waanjai_2

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    Private Krankenversicherung für Thailand

    Wer kennt es nicht:
    Ist man in D in der Gesetzlichen Krankenversicherung, dann zahlen die in der Regel nicht für Leistungen, die in Thailand angefallen sind.

    Das haben uns die vielen Auslandsurlaube der Deutschen eingebrockt. Bis der Gesetzgeber einfach sagte, wer ins Ausland verreist bzw. verreisen kann, solle doch bitte sich eine spezielle Auslandsreiseversicherung besorgen. Die sind im Normalfall für so ca. 60 Tage ausgelegt. Man kann sie aber auch noch viel weiter verlängern. Kostet aber dann schon richtig Geld.

    Der Nachteil dieser Auslandsreiseversicherungen ist der, dass die sog. Vorerkrankungen ausschließen. Bei Langzeit-Medikationen fallen selbst die Arzneimittel durch das Raster.

    Also kommt dann im Regelfall der Hinweis, dass man als Expat (oder Langzeiturlauber) in Thailand eine private Krankenversicherung abschließen sollte. Allerdings ist dann immer wieder zu hören, dass es eine Obergrenze von 60 Jahren geben würde. Danach würde man nicht mehr aufgenommen.

    Dies wird sich bald ändern. Vielleicht nicht in Thailand, sehr wohl aber in Deutschland für die weltweit tätigen dt. privaten Krankenversicherer. Habe heute mit Allianz World Wide Care geprochen. [highlight=yellow:f1aeb51ebf]Ab November dieses Jahres müssen die Leute bis 69 Jahre aufnehmen[/highlight:f1aeb51ebf] - hat wohl etwas mit der schrittweisen Erhöhung des Rentenalters zu tun - und dann auch bis zum Tode behalten.

    Will man also nicht mehr monatlich Geld in die GKV einzahlen, die für Leistungen im Ausland nicht mehr zahlen darf, fühlt sich mit Zusatzversicherungen nicht hinreichend gegen große Risiken aus Vorerkrankungen geschützt, hat keinen Arbeitgeber mehr (ist also entweder Selbstständiger oder Rentner), dann eröffnet diese Öffnung für manche interessante Perspektiven.

    Man kann schließlich bei der PKV nicht nur die Höhe der Selbstbehalte variieren, sondern ganze Bereiche - z.B. die ambulanten ärztliche Behandlung - ausschließen und aus eigener Tasche bezahlen, weil in Thailand nicht so teuer.

    Ich denke also an einen speziellen Vertrag für stationäre Behandlung, Zahnersatz und Rücktransport. Denn die Tarife für Thailand gelten auch für Behandlungen in D. Sie würden also auch das Pausieren der KV der Rentner überflüssig machen, was ja auch separates Geld kosten soll.

    Wer das alles mal bei der Allianz online durchspielen will, kann es hier eintippen:
    http://www.allianzworldwidecare.com

    Weiß hier jemand, was das Pausieren der GKV für Rentner kostet, die sich in Thailand niederlassen?

  2.  
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  3. #2
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Private Krankenversicherung für Thailand

    Das Thema interessiert mich, da ich ja später als Pensionär noch jeweils 30% sowohl für mich als auch für meine Frau absichern muss, wenn wir denn eines Tages dort leben.

    Da ich sowieso in der Allianz bin (vormals Vereinte KV, wurde vor Jahren von der Allianz eingesackt), werde ich versuchen über die Ayudhya, Kooperationspartner der Allianz, eine Fortsetzung der Police, auf thail. Verhältnisse gemünzt, zu bekommen.

    Werde zu ggb. Zeit darüber informieren...

  4. #3
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Re: Private Krankenversicherung für Thailand

    Ich denke mal, die Arroganz worldwide ist zu teuer. Lt. deren Tarifrechner müsste ich für mich und 3 Familienangehörige über 4000 €/Jahr berappen.

    Was haltet Ihr denn davon
    http://www.auslandstreff.de/A/downlo...ge_teil_II.pdf
    Klingt nach einer recht guten Absicherung für den Fall, dass es mal ernst wird.
    Mir geht es nicht um den "gebrochenen Arm" sondern um eine Versicherung, wenn es mir oder meiner Familie mal so richtig schlecht geht. Da fallen die Thailändischen Versicherer mit ihrem Limit leider durch´s Raster.

    Gruss Volker

  5. #4
    Avatar von pumlakum

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    444

    Re: Private Krankenversicherung für Thailand

    Die Versicherung ist nicht schlecht, setzt aber bei den angegebenen Beiträgen voraus, das der Versicherungsnehmer keine Erkrankungen bzw. Vorerkrankungen hat. Bei Erkrankungen/Vorerkrankungen werden erhebliche Zuschläge erhoben, oder gar die Antragstellung zur Aufnahme abgewiesen - ähnlich wie bei einer Risikolebensversicherung. Trifft also m.E. nur für jüngere oder ältere gesunde Menschen zu. Man muss es also genau überlegen, was man braucht und wie hoch das Limit ist, das man zahlen will. Sollte man Zuschläge für Gesundsheitsrisiken bezahlen müssen, kommt man schnell auf den Preis der üblichen Versicherungsunternehmen. Im Allgemeinen gleichen sich im Grunde die Versicherungsbedingungen für eine normale Grundversicherung fast überall. Zu verschenken haben auch die "billigen Anbieter" nichts, da man dann auch entsprechende Leistungseinschränkungen hinnehmen muss. Man sollte sich schon als ältererer Expat genau überlegen und sich gründlich informieren, bei welchem Versicherungsunternehmen man sich einkauft und noch wichtiger, man sollte sich sehr viel Zeit nehmen, um so viel wie möglich Informationen zu sammeln und auch diese miteinander vergleichen - ein Risiiko könnte sich im Bedarfsfall sonst sehr schnell zum Bumerang entwickeln.
    Ein Rezept, welche Versicherung für wen die beste ist, wird es sicher nicht geben, das ist von Fall zu Fall immer sehr differenziert. Vorallen aber soll man sich die Versicherungsbedingungen genau durchlesen. Wenn sie fremdsprachig sind, und man die Sprache nicht genauestens beherrscht, beginnt schon ein gewisses Risiko, weil bei Rückfragen selbst Versicherungsvertreter selten eine ehrliche Antwort geben, wenn man konkrete Fragen stellt. Dann wiegeln sie oft ab und meinen, es wird schon alles gut gehen oder es spielt keine Rolle - bekanntlich sind mündliche Zugeständnisse oder Antworten der Versicherungsvertreter an keine Leistungen gebunden, sondern nur schriftliche Vereinbarungen/Zusagen mit den entsprechenden Versicherungsunternehmen.
    Auch soll man sich bewusst sein, das man Versicherungsunternehmen nicht so schnell wie ein Hemd wechseln kann. Es bedarf stets genauester Überlegungen und Informationen.
    Wünschen allen Usern einen schönen Tag.

    pumlakum

  6. #5
    Avatar von songthaeo

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    Re: Private Krankenversicherung für Thailand

    Zitat Zitat von Kali",p="612681
    Das Thema interessiert mich, da ich ja später als Pensionär noch jeweils 30% sowohl für mich als auch für meine Frau absichern muss, wenn wir denn eines Tages dort leben.

    Da ich sowieso in der Allianz bin (vormals Vereinte KV, wurde vor Jahren von der Allianz eingesackt), werde ich versuchen über die Ayudhya, Kooperationspartner der Allianz, eine Fortsetzung der Police, auf thail. Verhältnisse gemünzt, zu bekommen.

    Werde zu ggb. Zeit darüber informieren...
    Hallo Kali ich lese aus Deinen Zeilen, dass 70 % über die Beihilfe abgerechnet werden.Das Beihilferecht wird über kurz oder lang den allgemeinen gesetzlichen Krankenversicherungsbedingungen angeglichen und dann ist es mit 70% weltweit, wenn es unter den deutschen Sätzen liegt, auch aus. Versuch das mal abzuklären, obwohl Du wahrscheinlich eine Wischiwaschiantwort bekommst.Wie Deutschland Thailand doch manchmal gleicht.

  7. #6
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Private Krankenversicherung für Thailand

    Zitat Zitat von songthaeo",p="612930
    [...]Das Beihilferecht wird über kurz oder lang den allgemeinen gesetzlichen Krankenversicherungsbedingungen angeglichen und dann ist es mit 70% weltweit,
    Ist insofern bereits angepasst worden, als dass dieselben Höchstsätze für Medikamente zugrunde gelegt werden und massive Abstrich bei z.B. Zahnersatz statt gefunden haben.
    Nach Rückfrage bei authentischer Stelle ist allerdings keine Änderung dahingehend geplant, dass z.B. die Prozentsätze für die Zuschüsse gekürzt werden sollen.

    Undenkbar ist allerdings nix

  8. #7
    Avatar von songthaeo

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    Re: Private Krankenversicherung für Thailand

    Zitat Zitat von Kali",p="612933
    Undenkbar ist allerdings nix
    Die Beihilfe wird doch betimmt bald jedes Jahr angepasst
    aber meine Befürchtung ist, dass es dann aus ist mit THAILAND.Lieber bezahlt der Steuerzahler die teuren deutschen Behandlungen.

  9. #8
    Avatar von joachimroehl

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    Re: Private Krankenversicherung für Thailand

    2 Tipps: wer clever ist und ein klein wenig Geduld hat, hilft seiner Gesetzlichen auf die Sprünge auch in Thailand die Behandlungskosten zu übernehmen. Geht nicht? Einfach mal im SGB V den §18 Punkt (3) studieren -> http://www.sozialgesetzbuch.de/geset...orm_ID=0501800 "Ist während eines vorübergehenden Aufenthalts außerhalb des Geltungsbereichs des Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft und des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum eine Behandlung unverzüglich erforderlich, die auch im Inland möglich wäre, hat die Krankenkasse die Kosten der erforderlichen Behandlung insoweit zu übernehmen, als Versicherte sich hierfür wegen einer Vorerkrankung oder ihres Lebensalters nachweislich nicht versichern können und die Krankenkasse dies vor Beginn des Auslandsaufenthalts festgestellt hat. Die Kosten dürfen nur bis zu der Höhe, in der sie im Inland entstanden wären, und nur für längstens sechs Wochen im Kalenderjahr übernommen werden. Eine Kostenübernahme ist nicht zulässig, wenn Versicherte sich zur Behandlung ins Ausland begeben."
    Auf gut deutsch: seiner GKV vor Abreise drei! schriftliche Ablehnungen von Privaten Krankenversicherungen vorlegen und dann auch mit Diabetes, Morbus Crohn oder anderen sogenannten "Ablehnungsdiagnosen" gut versichert nach Asien reisen - zumindestens für 6 Wochen.
    Wer im Bundesgebiet noch kassenversichert ist und für länger unten weilt, sollte einfach eine sogenannte Förder-Mitgliedschaft bei der "Deutsche Rettungsflugwacht" für 30€ im Jahr beantragen: gemäß §1 der Bedingungen (sind ganz unten zu finden) bei https://www.drf.de/foerderer-werden.html wird der ärztlich angeordnete+medizinisch notwendige Rückflug ins Bundesgebiet weltweit durchgeführt. Im Unterschied zu jeder normalen Reiseversicherung wird hier allerdings auch für sogenante Vorerkrankungen geleistet.

    Wer gesundheitlich keine Probleme hat, aber auch nicht ein Vermögen ausgeben möchte, ist für bis zu 3 Jahre mit 43,40€ mtl. über die DKV auch bestens in Thailand versichert -> http://www.nataliasversicherung.de/ausland/ausland.html Mein Favorit für 1 Jahr ist aktuell die Würzburger Versicherung für insgesamt 346,75€ -> http://www.travelsecure.de/travelsec...nerid=1-8-1838

  10. #9
    Avatar von naklua

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    Re: Private Krankenversicherung für Thailand

    Also die Beihilfe für bayerische Beamte zahlen für Rechnungen von außerhalb der EU schon seit 2007 nichts mehr.

    Ich selbst habe jetzt bei der BDAE abgeschlossen, zu finden
    unter www.auslandstreff.de erschien mir als die Lösung mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis.

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